Freitag, 3. Oktober 2014

Jethro Tull – Benefit




Jethro Tull – Benefit


Besetzung:

Ian Anderson – vocals, guitar, flute, keyboards
Glenn Cornick – bass guitar, hammond organ
Clive Bunker – drums
Martin Barre – electric guitar


Gastmusiker:

David Palmer – orchestral arrangements
John Evan – piano and organ


Label: Chrysalis


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Rock, Folk, Progressive Rock


Trackliste:

1. With You There To Help Me (6:19)
2. Nothing To Say (5:14)
3. Alive And Well And Living In (2:49)
4. Son (2:51)
5. For Michael Collins, Jeffrey And Me (3:52)
6. To Cry You A Song (6:16)
7. A Time For Everything (2:44)
8. Inside (3:50)
9. Play In Time (3:50)
10. Sossity, You're A Woman (4:43)


Bonus Tracks:

11. Singing All Day (3:07)
12. Witches Promise (3:52)
13. Just Trying To Be (1:38)
14. Teacher (3:49)

Gesamtspieldauer: 54:54



„Benefit“ nannten Jethro Tull ihr drittes Studioalbum, welches 1970 veröffentlicht wurde. Und wenn man die einzelnen Jethro Tull Veröffentlichungen kennt, dann ist es nicht besonders schwierig festzustellen, dass diese Scheibe wohl die härteste im Katalog der Band darstellt. Auf „Benefit“ wird ordentlich abgerockt. Obwohl hier ebenso Ansätze des Progressive Rock und vor allem auch des Folk auszumachen sind.

„Benefit“ ist allerdings eines jener wenigen Alben von Jethro Tull, bei denen ich ein wenig Schwierigkeiten habe, damit so richtig „warm“ zu werden – und ich weiß noch nicht einmal genau, an was das eigentlich liegt. Die Musik ist wahrlich nicht schlecht, durchaus auch eingängig, allerdings, so ein richtig herausragender Song fehlt. Es hat zwar alles seine Qualität, uneingeschränkt begeistern kann es irgendwie jedoch nicht so richtig. Mehr Spaß kommt am ehesten noch bei drei Titeln auf. Zum einen ist da der Opener, „With You There To Help Me”, der so unglaublich “progressive-folkig-rockig” klingt, wenn das mal nicht sogar ein neues Musikgenre darstellt. „To Cry You A Song” ist wohl die Nummer des Albums, die am schnellsten hängenbleibt, was an dem außergewöhnlichen Gitarrenlauf liegt, der auch immer wieder neu zelebriert wird. Und dann wäre da noch der ursprünglich letzte Titel „Sossity, You're A Woman”. Toller Folk-Rock, der so nur von Jethro Tull stammen kann.

Der remasterten Fassung wurden vier Zugaben beigemischt, die stilistisch sehr gut zum Rest der Platte passen, wenn auch nicht deren Höhepunkte darstellen. Trotzdem nette Beigaben.

Fazit: Sicherlich nicht der Klassiker unter den Jethro Tull Alben. Aber auch hier lässt die Zeit die einzelnen Titel reifen und dann doch noch längerfristig nachhallen. Somit ist „Benefit“ beileibe kein schlechtes Album geworden, allerdings ein eher unauffälliges, obwohl auf der Platte der etwas härtere Rock durchaus zum Tragen kommt und somit durchaus etwas Besonderes darstellt. Acht Punkte.

Anspieltipps: With You There To Help Me, To Cry You A Song, Sossity You're A Woman



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