Montag, 1. Dezember 2014

Eloy – Ocean




Eloy – Ocean


Besetzung:

Frank Bornemann – lead vocals, all electric, acoustic and effect guitars
Klaus Peter Maziol – vocals, thunderbird and fender fretless bass guitars
Detlev Schmidtchen – hammond orga, mini moog and arp synthesizers, Mellotron, rmi keyboard computer, xylophone, angelic voices
Jürgen Rosenthal – sonor genuine rosewood drums,paiste cymbals, timbales, roto-toms, temple blocks, kettle drums, tubular bells, morse key, voice triangles, paper and flute


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Krautrock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Poseidon’s Creation (11:43)
2. Incarnation Of Logos (8:27)
3. Decay Of Logos (8:19)
4. Atlantis’ Agony At June 5th -8498, 13 p.m. Gregorian Earthtime (15:40)

Gesamtspieldauer: 44:08



Im Jahr 1977 veröffentlichte die deutsche Progressive Rockband Eloy ihr sechstes Studioalbum unter dem Titel „Ocean“. Wieder einmal schafften es die Musiker um Frank Bornemann dabei, sehr melodiösen progressiven Rock auf ein Album zu pressen und erneut wurde diese Musik mit einer inhaltlichen Story versehen. Die Texte auf der Platte erzählen dieses Mal die Geschichte vom Untergang der Stadt Atlantis und dabei werden auch Parallelen zur heutigen Zeit gezogen.

Somit stellt „Ocean“ ein sehr typisches Eloy-Album für die damalige Zeit dar. Kauft man eine Scheibe aus den mittleren bis späteren 70er Jahren von Eloy, dann muss einem klar sein, dass hier der sehr melodiösen Form des Progressive Rocks gefrönt wird. Dazu gesellen sich futuristische oder phantastische Fantasy-Geschichten. Die Musik ist immer etwas mehr vom Keyboard als von den Gitarren dominiert, obwohl Gitarrist Frank Bornemann sicherlich maßgeblich am Sound von Eloy mit beteiligt war.

Das Album wurde zum erfolgreichsten Album für Eloy überhaupt. Hatte sich „Dawn“ bereits gut verkauft, so toppte „Ocean“ diese Verkaufszahlen spielend. Allerdings war Eloy niemals ein Liebling der Musikkritiker, diese „zerpflückten“ regelmäßig die Alben der Hannoveraner bis zum letzten Takt. Trotzdem verkaufte sich Eloy zu dieser Zeit sehr gut, den Hörern schien also das Gehörte sehr zu gefallen und die Meinung der diversen Musikkritiker keinerlei Rolle zu spielen.

Nun, auch wenn die Musik nicht ganz an jene auf „Dawn“ heranreicht, dort klangen Eloy für mich noch ein wenig innovativer, eingängiger, ideenreicher, so ist auch „Ocean“ kein schlechtes Album geworden. Wahrlich nicht. Warum es in der Musikpresse so schlecht wegkam, kann man sich im Grunde genommen nur über den Gesang erklären. Frank Bornemann hat noch nicht mal ein schlechte Stimme, nur er kann eben nicht Englisch singen. Wenn man statt „Earth“ dann „Öass“ hört, dann gruselt es einen schon ein wenig und dies mindert durchaus auch ein bisschen den Hörgenuss. Trotzdem hat die Musik etwas.

Fazit: Wieder Mal gibt es melodischen und progressiven Rock aus dem Hause Eloy. Wer diese Ausrichtung dieses Musikgenres mag, wird auch die Platte „Ocean“ lieben. Durchaus hörenswert die Scheibe. Sie reicht musikalisch nicht ganz an „Dawn“ heran, aber das stellt natürlich eine Geschmacksfrage dar, die Grenzen sind hier sehr fließend. Negativ fällt auf „Ocean“ einmal mehr der Gesang auf, „Denglisch“ ist einfach nicht jedermanns Sache. Sei’s drum, „Ocean“ lohnt gehört zu werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Poseidon’s Creation



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