Dienstag, 16. Dezember 2014

Klaus Nomi – Klaus Nomi




Klaus Nomi – Klaus Nomi


Besetzung:

Klaus Nomi – lead & background vocals


Gastmusiker:

Julie Berger – background vocals
Jon Corbet – background vocals
Scott Woody – background vocals
Jon Cobert – synthesizer, keyboards
Scott Woody – guitar
Rick Pascual – bass guitar
Daniel Elfassy – drums



Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: New Wave, Oper


Trackliste:

1. Keys Of Life (2:26)
2. Lightning Strikes (2:59)
3. The Twist (3:10)
4. Nomi Song (2:47)
5. You Don't Own Me (3:39)
6. Cold Song (4:03)
7. Wasting My Time (4:16)
8. Total Eclipse (3:29)
9. Nomi Chant (1:53)
10. Samson And Delilah (Aria) (3:43)

Gesamtspieldauer: 32:25




Dass die meisten Menschen mit der Musik des Klaus Nomi nichts anzufangen wissen ist nicht weiter verwunderlich, sondern eher eine Tatsache. Wann hört man auch schon mal einen Mann mit einer Sopranstimme singen, auch wenn diese im Falle Klaus Nomi meist mit Countertenor angegeben wird. Die Musik des Klaus Nomi geht dabei sehr in Richtung des New Wave. Synthetisch klingt dies immer, aber das sollte es wohl auch, denn das ganze Erscheinungsbild des Klaus Nomi war ebenfalls auf ein synthetisches Aussehen angelegt.

Klaus Nomi lebte bei der Veröffentlichung seines ersten Albums bereits einige Zeit in New York. Beim Gesang spielt er allerdings mit seiner deutschen Herkunft. Oftmals werden die Worte bewusst hart ausgesprochen und damit noch ein wenig überzeichnet. Ganz klar, die Musik von Klaus Nomi wäre nicht der Rede wert und auch überhaupt nichts Besonderes, wenn da eben nicht dieser Gesang wäre, der so unnatürlich ist für einen Mann. Das wiederum macht diese Scheibe zu etwas Beeindruckendem und Besonderen. Dazu gesellt sich noch der Umstand, dass Klaus Nomi auf dem gleichnamig betitelten Album nicht nur eine klassische Gesangsstimme einsetzt, sondern mit „Cold Song“ und „Samson And Delilah“ auch musikalisch in das Genre der Oper eindringt. Nochmals etwas Überraschendes, was die Scheibe wirklich außergewöhnlich werden lässt. Mit nichts zu vergleichen. 

Fazit: Klaus Nomi ist schon etwas ganz Besonderes gewesen. Leider starb er bereits zwei Jahre und ein Album später an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung, die damals noch das sichere Todesurteil bedeutete. Diese Art der Musik kann man sonst nirgendwo hören, somit sei dieses Album allen experimentierfreudigen Musikhörern durchaus empfohlen. Hier gibt es keinen Rock, Blues oder Soul, das ist New Wave bis Synthie-Pop mit einer absolut abgefahrenen Stimme versehen. Spannend. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Nomi Song, Cold Song, Samson And Delilah



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