Sonntag, 7. Dezember 2014

Klaus Schulze – Timewind




Klaus Schulze – Timewind


Besetzung:

Klaus Schulze – arp 2600, arp odyssey, ems synthi-a, elka string synthesizer, farfisa professional duo organ and piano, synthanorma sequencer


Label: Brain Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Elektronische Musik, Instrumentalmusik


Trackliste:

1. Bayreuth Return (30:28)
2. Wahnfried 1883 (28:44)

Gesamtspieldauer: 59:12




Wie die Namen der beiden ursprünglichen Titel (inzwischen gibt es die CD-Version des Albums mit drei Bonustiteln – ohne diesen Bezug) bereits verkünden, nimmt Klaus Schulze hier Bezug auf einen, für ihn sehr prägenden Komponisten, Richard Wagner. Hier sei allerdings auch gleich angeführt, es sind die Titel der beiden Tracks, die an Richard Wagner erinnern. Mit der Musik Richard Wagners hat „Timewind“ überhaupt nichts zu tun.

„Timewind“ ist das fünfte Soloalbum von Klaus Schulze und wurde im Jahr 1975 veröffentlicht. Es ist auch das erste Album, auf dem Klaus Schulze in seiner Musik Sequenzer verwendet. Die Musik ist dabei sehr minimalistisch, Klang- oder Sphärenwelten werden vor dem Hörer entwickelt und ausgebreitet. Klangteppiche und musikalische Landschaften entstehen, verschwimmen wieder oder gehen ineinander über. Mit den Sequenzern legt Klaus Schulze Schicht über Schicht, Soundteppich über Soundteppich. Dabei passiert nicht allzu viel, die Musik wird voller und intensiver, ohne dabei jedoch aufgeregter zu wirken. Alles ist sphärisch, etwas abstrakt und durchaus einnehmend, wenn man denn eine Ader für sehr elektronische Musik besitzt.

Fazit: Voller und voller wird die Musik auf „Timewind“. Mal glaubt man auch den Wind zu vernehmen, dann wieder hört man Meeresrauschen – allerdings natürlich aus dem Synthesizer. Alles wirkt dabei sehr melodisch und völlig unaufgeregt. Sehr entspannend. Gute Musik also, um die Gedanken auf Reisen zu schicken, sich zu entspannen und geistig in andere Sphären vorzudringen. Für jemanden, der mit elektronischer Musik nichts anzufangen weiß jedoch definitiv zu langweilig. Neun Punkte.

Anspieltipps: Beide Stücke



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