Samstag, 18. April 2015

Dire Straits – Making Movies




Dire Straits – Making Movies


Besetzung:

Mark Knopfler – vocals, guitar
John Illsley – bass, vocals
Pick Withers – drums, vocals


Gastmusiker:

Roy Bittan – keyboards
Sid McGinnis – guitar


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Rock


Trackliste:

1. Tunnel Of Love (Intro/The Carousel Waltz) (8:11)
2. Romeo And Juliet (6:01)
3. Skateaway (6:40)
4. Expresso Love (5:12)
5. Hand In Hand (4:48)
6. Solid Rock (3:27)
7. Les Boys (4:09)

Gesamtspieldauer: 38:31




Eine wahre Geschichte: Es trug sich zu in einem Plattengeschäft, etwa Mitte der 80er Jahre. Ich war gerade mal wieder dabei, mein Taschengeld in Musik zu investieren und blätterte durch die Platten, die in Kästen vor mir angeordnet waren. Irgendetwas unter dem Buchstaben „L“ oder „M“ schien ich gerade zu suchen, als rechts neben mir ein etwa fünf Jahre älterer Typ auftauchte und verzweifelt etwas unter dem Buchstaben „S“ suchte. Dann hob er den Kopf, schaute zu mir und meinte: „Kann es sein, dass die hier keinen Dire Straits haben?“ Ich sah ihn etwas verwundert an und meinte dann: „Da musst Du unter „D“ suchen.“ Er: „Echt? Was ist das denn für ein Laden, dass die die Musik unter den Vornamen einsortieren?“ Er ging zu „D“, schnappte sich „Making Movies“ von den Dire Straits und marschierte weiter zur Kasse. Ich stand währenddessen etwas sprachlos, aber wohl mit einem vor Verblüffung leicht geöffnetem Mund da und konnte gar nicht so recht glauben, was da eben genau so passiert war.

Es war diese Platte, die der Typ damals gekauft hat. Ich kannte die Scheibe zu der Zeit noch gar nicht. Aber jetzt ganz schnell zur Musik auf „Making Movies“. Nun, wenn es ein typisches Dire Straits Album gibt, dann kommt „Making Movies“ garantiert in die engere Wahl. Hierauf ist alles vertreten, was diese Band damals ausmachte. Jener, mit einem hohen Wiedererkennungswert ausgestattete, nuschelnde Gesang des Mark Knopfler und natürlich der einmalige Gitarrensound, den es so nur bei den Dire Straits beziehungsweise Mark Knopfler zu hören gibt. Dieser hatte sich vor dem Entstehen des Albums mit seinem Bruder David Knopfler überworfen, der daraufhin die Band verlassen hatte. Der Sound der Band hatte sich nun auch weiterentwickelt, ob das allerdings an der Demission des David Knopfler lag, das sei mal so dahingestellt.

Mit „Tunnel Of Love“ und „Romeo And Juliet“ sind auch zwei Klassiker im Bandkatalog der Dire Straits mit vertreten. Allerdings gibt es mit „Expresso Love” und „Solid Rock” weitere richtig gute Nummern, die einfach Spaß machen. Es ist dieses musikalische Gefühl der Lockerheit, was die Dire Straits immer wieder mit ihren Liedern erzeugen, welches die Band durchaus zu etwas Besonderem werden lässt – und genau dieses Gefühl entwickelt sich auch beim Hören dieser genannten Lieder.

Fazit: Die ganz großen „Knaller“ gibt es auf „Making Movies“ nicht, dafür jedoch einige sehr gelungene Nummern, die das ganze Album absolut hörenswert werden lassen. Es ist wirklich diese, durch die Musik transportierte Atmosphäre, welche die Dire Straits durchaus zu etwas Besonderen werden lässt. Nach dem Genuss einer solchen Platte fühlt man sich irgendwie fröhlicher, man ist vielleicht nicht gepackt und ergriffen, aber schon auf eine gewisse Art und Weise positiver gestimmt. Nochmal ein Grund mehr, viel mehr Musik zu hören. Neun Punkte.

Anspieltipps: Tunnel Of Love, Romeo And Juliet



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