Sonntag, 12. April 2015

The Moody Blues – A Question Of Balance




The Moody Blues – A Question Of Balance


Besetzung:

Justin Hayward – vocals, guitar, mandolin
John Lodge – vocals, bass
Ray Thomas – vocals, flute, tambourine
Graeme Edge – drums, percussion, whispered vocal on "Don't You Feel Small"
Mike Pinder – vocals, mellotron, moog synthesizer


Label: Threshold Records (Universal Music Group)


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: ArtRock / Pop


Trackliste:

1. Question (5:44)
2. How Is It (We Are Here) (2:45)
3. And The Tide Rushes In (2:56)
4. Don't You Feel Small (2:38)
5. Tortoise And The Hare (3:19)
6. It's Up To You (3:11)
7. Minstrel's Song (4:27)
8. Dawning Is The Day (4:21)
9. Melancholy Man (5:45)
10. The Balance (3:33)


Bonus-Tracks der remasterten Albumfassung:

11. Mike's Number One (3:36)
12. Question (Alternate Version) (6:08)
13. Minstrel's Song (Original Mix) (4:37)
14. It's Up To You (Original Mix) (3:22)
15. Don't You Feel Small (Original Mix) (3:03)
16. Dawning Is The Day (Full Original Mix) (4:38)

Gesamtspieldauer: 1:04:12




„A Question Of Balance“ heißt das sechste Studioalbum der englischen Soft Rocker von den Moody Blues, welches im Jahr 1970 veröffentlicht wurde. Nun, war die Band mit ihren ersten Alben sicherlich noch ganz innovativ, zum Teil sogar progressiv, so scheint dieser Eindruck mit dem Jahrzehntwechsel deutlich zu verschwinden. Zwar schaffen es die Moody Blues auch noch auf „A Question Of Balance“ schöne Melodien zu kreieren und diese auch umzusetzen, jedoch schon längst nicht mehr in dem Maße, wie noch auf den Alben zuvor.

Dazu gesellt sich auch noch der Umstand, dass die Musik der Band inzwischen immer weichgespülter klingt. Okay, reine Hard Rock Band waren The Moody Blues garantiert noch nie, doch inzwischen klingt das alles noch ein wenig süßlicher und schmachtender. Solche Musik kann mitunter auch durchaus mal ganz nett sein und darf sich auch genau so anhören, hier, auf dieser sechsten Scheibe der Moody Blues, ist diese „liebliche“ Atmosphäre allerdings schon ganz gewaltig und sehr massiv vertreten. Diese allgegenwärtige Weichheit der Musik zieht sich über die gesamte Laufzeit des Albums hinweg, sodass man sich schließlich beim Hören irgendwann geradezu richtig nach einem schrägen Ton sehnt.

Diesen Eindruck unterstützt auch die Feststellung, dass die Perlen der Scheibe eher am Anfang liegen. Zum Schluss wird es fast noch schlimmer. „Question“ und „How Is It (We Are Here)“ sind durchaus noch gelungene Nummern, die sogar Abwechslung in sich selbst tragen. Jedoch bereits mit „And The Tide Rushes In“, also dem dritten Titel, wird es irgendwie nochmal ein wenig süßlicher, noch mal schmachtender. Ich gehe dabei jede Wette ein, kein 16 bis 20 Jähriger würde heutzutage seine neue Flamme mit dem Auto abholen und dann „A Question Of Balance“ in den CD- oder MP3-Player des Autos einlegen. Der will nämlich „cool“ sein und ist sich sicher, dass diese Musik nicht „cool“ und schon gar nicht männlich ist. Später, also in etwas höherem Alter, mag das jedoch vielleicht durchaus vorkommen, denn das Alter macht ja bekanntlich weise und mit dieser sanften Musik, lässt sich die Auserwählte vielleicht für irgendwelche andere Dinge „offen“ stimmen. Auch Männer können raffiniert sein.

Fazit: Sehr weiche Musik beinhaltet „A Question Of Balance“. Rocker werden ganz schnell Reißaus nehmen, bei diesen Klängen. Allerdings beinhaltet auch diese Scheine noch ein paar schöne Titel und Stellen, die zwar wirklich sehr sanft und allerliebst klingen, jedoch auch die Melancholiker ansprechen dürften. Sicherlich keine Musik für jeden Tag und jede Situation, aber zum Träumen oder Ausspannen durchaus geeignet. Auch wenn festzuhalten bleibt, dass die ersten Platten der Moody Blues besser waren, so hat auch diese Scheibe noch ihre Höhepunkte. Ganz gewiss gibt es schlechtere Musik, als diesen sanften 60ies Pop. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Question, How Is It (We Are Here)



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