Mittwoch, 1. April 2015

The Who – Tommy




The Who
– Tommy


Besetzung:

Roger Daltrey – vocals and harmonica
John Entwistle – bass guitar, french horn and vocals
Keith Moon – drums
Pete Townshend – guitar, keyboards and vocals


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1969


Stil: Rock


Trackliste:

1. Overture (5:21)
2. It's A Boy (0:38)
3. 1921 (2:49)
4. Amazing Journey (3:24)
5. Sparks (3:46)
6. Eyesight To The Blind (The Hawker) (2:13)
7. Christmas (4:34)
8. Cousin Kevin (4:07)
9. The Acid Queen (3:34)
10. Underture (10:09)
11. Do You Think It's Alright? (0:24)
12. Fiddle About (1:29)
13. Pinball Wizard (3:01)
14. There's A Doctor (0:23)
15. Go To The Mirror! (3:49)
16. Tommy Can You Hear Me? (1:36)
17. Smash The Mirror (1:35)
18. Sensation (2:27)
19. Miracle Cure (0:12)
20. Sally Simpson (4:12)
21. I'm Free (2:40)
22. Welcome (4:34)
23. Tommy's Holiday Camp (0:57)
24. We're Not Gonna Take It (7:08)

Gesamtspieldauer: 1:15:14





1969 erschien mit „Tommy“ wohl eines der bekanntesten Alben überhaupt. Es ist die vierte Platte von „The Who“ und wahrlich ein musikalischer Quantensprung in der Entwicklung der Band und auch der populären Musik überhaupt. Lege ich heute „Tommy“ auf, ist es für mich fast schon unbegreiflich, dass dieses Album nun bereits 46 Jahre alt sein soll, denn die Musik darauf klingt immer noch sehr aktuell und irgendwie modern.

Erzählt wird auf diesem Konzeptalbum (ich weigere mich immer da von einer Rockoper zu sprechen, denn das ist keine Oper und was soll das eigentlich sein, eine Rockoper?) die Geschichte von Tommy Walker, einem blinden, tauben und stummen Jungen. Tommy wird allerdings erst seiner Sinne beraubt, als er mitansieht, als sein, aus dem Krieg zurückkommender Vater, den Geliebten der Mutter erschlägt. Nun es werden mehrere Therapieversuche gestartet, Tommy entdeckt sein Talent beim Flipperspielen, bei dem er den Ort der Kugel erspürt und schließlich sogar zum Weltmeister gekürt wird. Im weiteren Verlauf gelingt auch die Heilung und Tommy wird zu einer Art Messias, um zum Schluss jedoch wieder von seinen Anhängern verlassen zu werden. Nun sicherlich eine gewagte Story, die sich Pete Townshends da einfallen ließ, der sich auf Tommy übrigens auch für die meisten musikalischen Kompositionen auszeichnete. Wer allerdings die gerade kurz zusammengefasste Inhaltsangabe des Albums schräg findet, der oder dem sei ganz dringend angeraten, sich den 1975, mit Roger Daltrey in der Hauptrolle des Tommy, erschienen Film anzusehen. In den weiteren Rollen gibt es dort Jack Nicholson, Tina Turner, Eric Clapton und Elton John zu sehen. Dieser Film ist schräg, absolut und zaubert einem immer wieder ein Lächeln der Verwunderung auf die Lippen. Außergewöhnlich, ich kann mich allerdings immer noch nicht entscheiden in welche Richtung…

Doch zurück zur Musik. Die ist klasse gelungen. Jede Menge toller Rock Songs gibt es auf Tommy. Manche davon versehen mit Melodien zum Hinknien. Das bekannteste Lied dürfte dabei wohl „Pinball Wizard“ sein. Cooler Groove und wohl eines der besten Zusammenspiele in der Geschichte der Rock- und Popmusik von akustischer- und elektrischer Gitarre. Aber diese Nummer ist nicht der einzige Höhepunkt auf „Tommy“. Da wären noch „1921“ und „Sparks“ und „Eyesight To The Blind (The Hawker)” und… Okay, bringt nicht so viel hier alle Titel einzeln aufzuzählen, jede Hörerin, jeder Hörer wird da sowieso seine eigenen Favoriten nennen können – spätestens nach dem ersten Hören. Von daher bleibt nur noch festzuhalten, dass „Tommy“ angefüllt ist mit jeder Menge guter Songs, die Spaß machen, da sie ins Ohr gehen, grooven und einfach hängenbleiben.

Fazit: „Tommy“ ist schon cool, zumal wenn man bedenkt, wann diese Scheibe hier entstand – das ist eben bald schon ein halbes Jahrhundert her. Zu hören sind jede Menge Songs im Mid-Tempo, die sich meist überaus melodisch dem Ohr annähern. Dabei klingt das allerdings alles keineswegs bieder und altbacken, eher frisch und spannend. Immer wieder gibt es überraschende Wechsel in der Musik, sodass niemals irgendeine Langeweile aufkommt. Und klar, auch diese Scheibe wächst mit jedem Durchlauf, hat – zumindest mich – allerdings auch schon beim ersten Male des Hörens begeistert. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Pinball Wizard, Sensation, Welcome



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