Freitag, 3. Juli 2015

Portishead – Portishead




Portishead – Portishead


Besetzung:

Beth Gibbons – vocals
Geoff Barrow – drums
Adrian Utley – guitar, bass, moog, piano, rhodes


Gastmusiker:

Clive Deamer – drums
Sean Atkins – additional vocals
John Baggot – organ, piano
Andy Hague – horns
Ben Waghorn – horns
John Cornick – horns
S. Cooper – violin


Label: Go! Beat


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Trip Hop


Trackliste:

1. Cowboys (4:42)
2. All Mine (4:02)
3. Undenied (4:24)
4. Half Day Closing (3:47)
5. Over (4:00)
6. Humming (6:04)
7. Mourning Air (4:15)
8. Seven Months (4:18)
9. Only You (5:02)
10. Elysium (5:57)
11. Western Eyes (3:59)

Gesamtspieldauer: 50:35




Kurz mit dem eigenen Namen „Portishead“ betitelten die drei Musiker aus dem englischen Bristol ihr zweites Album. Und auch hierauf gibt es wieder jede Menge, sehr intensiven, eingängigen und auch überzeugenden TripHop zu hören – auch wenn diese Platte nicht mehr ganz an das Niveau der Debut-Scheibe heranreicht. Trotzdem hört man bereits mit dem ersten Takt, dass dies Musik von Portishead ist. Diese süßlich schwere Melancholie, die den Titeln innewohnt ist eindeutig nur dieser Band zuzuordnen.

Beth Gibbons singt hier etwas häufiger mit einer klangtechnisch veränderten Stimme, was viel zu dieser dichten Atmosphäre der Platte beiträgt. Dabei reicht das Spektrum der transportierten Stimmungen von sentimental bis traurig, über mystisch und verzweifelt bis hin zu hoffnungsvoll, wobei letztgenanntes Adjektiv die wohl kleinste Rolle spielt. Auf jeden Fall ist die Musik wieder überaus intensiv und packend. Beth Gibbons wickelt ihre Hörer sehr gefühlvoll und eindringlich um den Finger, man kann sich ihrer Stimme und ihrem Gesang einfach nicht entziehen.

Zwar gibt es auf „Portishead“ nicht dieses Überlied, welches „Glory Box“ auf dem Debut „Dummy“ darstellte, jedoch finden sich mit „Cowboys“, „Undenied“, „Over“, „Elysium“ und auch „Western Eyes“ ebenfalls Titel auf der Scheibe, die nochmal etwas über den Rest der Nummern herausragen. Man muss sich definitiv auch Zeit nehmen für diese Art der Musik. Zwar lässt sich Portishead auch nebenbei hören, doch man verschenkt eine ganze Menge der Magie dieser Scheibe.

Fazit: Beeindruckend ist Portishead auch für mich, obwohl das im Grunde genommen definitiv nicht meine Musik ist. Doch hört man die drei Engländer, dann scheint man irgendwie in eine andere Welt einzutauchen. Eine Welt, die sich weit entfernt von allem Bekannten, Vertrauten zu befinden scheint. Eine Welt, die einen wohlig warm umspült – auch wenn man sich im Grunde genommen in ganz anderen Welten viel heimischer fühlt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Cowboys, Undenied, Over



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