Samstag, 8. August 2015

Die Prinzen – Das Leben ist grausam




Die Prinzen – Das Leben Ist Grausam


Besetzung:

Sebastian Krumbiegel – Gesang
Tobias Künzel – Gesang
Wolfgang Lenk – Gesang
Henri Schmidt – Gesang
Jens Sembdner – Gesang


Gastmusiker:

Andreas Herbig – Rhythmen
Peter Handtke – Rhythmen


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: A Capella Pop


Trackliste:

1. Millionär (2:39)
2. Mann im Mond (3:17)
3. Gabi und Klaus (3:27)
4. Wer ist der Typ (3:18)
5. Betriebsdirektor (2:52)
6. Ich will dich haben (3:58)
7. Blaues Blut (3:17)
8. Mein Fahrrad (2:27)
9. Die Vögel (3:56)
10. Vierzig Jahre (2:40)
11. Mein bester Freund (2:36)
12. Tschüssi – Macht’s Gut (0:18)

Gesamtspieldauer: 34:51




Ich kann jetzt wahrlich nicht behaupten, dass mir das erste Album der Prinzen überhaupt nicht gefallen würde. Annette Humpe hatte sich der fünf Leipziger angenommen und kurz nach der Wende in Deutschland, im September 1991, veröffentlichten die Prinzen ein A Capella Album, lediglich der Rhythmus wurde hinzugemischt. Das war und ist durchaus nicht gewöhnlich und stellte etwas Besonderes dar.

Jedoch lässt mich diese Platte mit einem sehr zwiespältigen Gefühl zurück – das geht sogar so weit, dass ich glaube, dass ich niemals in Gesellschaft diese Scheibe auflegen würde. Sobald Tobias Künzel nämlich seine Finger, sowohl musikalisch, jedoch vor allem textlich mit im Spiel hat, dann wird es unfassbar peinlich. Solch ein Lied wie „Mann im Mond“ dürfte sicherlich bei den Dreijährigen im Kindergarten für Furore sorgen, ein Fünfjähriger wird das schon anders, differenzierter sehen. Dieses Lied ist glaube ich mit das schlechteste Stück, welches ich überhaupt kenne. Ganz schlimm.

Nun hauptsächlich zeigt sich jedoch Sebastian Krumbiegel für die Kompositionen verantwortlich. Und da sind einige ganz nette Stücke dabei, die klingen und auch textlich durchaus mit Witz aufzuwarten verstehen. Als Beispiel seien hier auch zwei der bekanntesten Lieder der Band genannt, „Millionär“ und „Mein Fahrrad“. Auch sonst gibt es noch so einiges zu entdecken, wenn auch einige Füller mit auf der Platte sind, die man nicht unbedingt immer hören kann.

Fazit: Durchhören, so im Ganzen, nein das schaffe ich nicht. Dazu gibt es dann doch so manche Peinlichkeit, nicht nur den „Mann im Mond“. Andererseits hat diese Platte auch was, etwas Besonderes. Das ist eben die Instrumentierung, die so natürlich schon etwas Außergewöhnliches darstellt. Einige Melodien machen auch viel Laune und eben auch der immer wieder vorhandene Wortwitz. Ja, was macht man dann mit so einem Album? Auf jeden Fall immer die Fernbedienung griffbereit haben. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Millionär, Ich will Dich haben, Mein Fahrrad



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