Donnerstag, 6. August 2015

John Parr – Man With A Vision




John Parr – Man With A Vision


Besetzung:

John Parr – all instruments


Gastmusiker:

Richard Cottle – keyboards on “Wilderness”, saxophone on “Come Out Fightin’”
Paul Hodson – keyboards on “This Time”, “It’s Startin’ All Over Again” and “Everytime”
John Cook – piano on “Bedtime Story”
Dave Lane – piano on “Dirty Lovin’”, organ on “Ghost Driver”
Harold Faltermeyer – keyboards on “Restless Hearts”
Peter Goalby – rhythm guitar on “It’s Startin’ All Over Again” and “Everytime”
Nick Robinson – harmonica on “Dirty Lovin’”


Label: Blue Martin Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Adult Oriented Rock (AOR)


Trackliste:

1. Wilderness Years (1:34)
2. Man With A Vision (3:59)
3. It's Startin’ All Over Again (3:25)
4. Restless Heart (4:36)
5. Ghost Driver (4:10)
6. Bedtime Story (5:03)
7. Come Out Fightin' (5:17)
8. Everytime (4:55)
9. Killer On The Sheets (3:47)
10. Dirty Lovin' (4:42)
11. This Time (5:17)
12. Sarah (4:00)

Gesamtspielzeit: 50:52




Der Engländer John Parr steht für AOR, also Adult Oriented Rock. Musik, die genau auf den nordamerikanischen Mann abzielt und auch abgestimmt ist und mit der damals wie heute immer noch jede Menge Geld zu verdienen ist. AOR bedeutet eingängige Rock-Musik, nicht zu hart, jedoch auch auf keinen Fall verweichlicht. Die Texte drehen sich zum großen Teil um das Thema „Liebe“ und die Melodien müssen gleich beim ersten Mal des Hörens gefallen oder zumindest nicht nerven, dass man als Hörer weiter dabei bleibt.

Dieses dritte Album des John Parr, welches er 1992 unter dem Titel „Man With A Vision“ veröffentlichte, kann man beim Autofahren hören, beim Spazieren gehen, unter der Dusche, relaxt auf dem Sofa, während des Joggens, beim Abwasch, im Aufzug, beim Lesen, bei der Nahrungszubereitung, bei jeglicher Nahrungsaufnahme, beim Segeln, beim Kreuzworträtsellösen, beim Arbeiten am Computer, beim Staubsaugen und beim Apfelpflücken. Die Platte kann im Hintergrund laufen, während man sich unterhält. „Man With A Vision“ enthält jedoch auch Titel, die dann auch mal lauter abgespielt werden können, vielleicht findet sich ja doch die eine oder der andere, die oder der gerne mal tanzt. Diese Musik könnte bei diversen Fluggesellschaften als Teil des Unterhaltungsprogramms an Bord hinterlegt sein, als Kaufhaushintergrundmusik laufen und natürlich bei absolut jedem Radiosender dieser Welt in der Endlosschleife integriert sein – und zwar praktisch jede der zwölf Nummern.

Nun, man könnte natürlich auch sagen, diese Art der Musik ist irgendwie nichtssagend. Das lässt sich alles gut anhören, bleibt allerdings nicht unbedingt länger haften. Die einzelnen Titel ähneln sich auch durchaus ein wenig, großartig experimentiert wird dabei schon mal gar nicht – ein einmal eingeschlagener Weg wird konsequent durchgezogen. Sieht man das Ganze aus jener Perspektive, dass John Parr eben nur unterhalten will, kein Interesse daran hat, mit seiner Musik das Leben komplizierter zu gestalten, dann muss man feststellen, dass der Brite sein Ziel zu 100% erfüllt hat. Möchte man als Hörer allerdings etwas Neues, etwas Interessantes hören, dann ist dieses Album definitiv nicht dafür geeignet. Der Titel, der hier noch am meisten überzeugt, ist „Ghost Driver“, da dieser zumindest mit einer gewissen Atmosphäre und mit einem inhaltlich etwas anderen Text aufwarten kann.

Fazit: Adult Oriented Rock, Stadion Rock oder aber einfach schlicht und ergreifend Mainstream, das zelebriert John Parr auf „Man With A Vision“. Damit war er auch überaus erfolgreich, verkaufte weltweit mehr als zehn Millionen Kopien seiner Platten – diese hier mit eingeschlossen. Mit ist das ehrlich gesagt zu langweilig, die Texte nerven oft mit ihrem Gesülze und irgendwie ist das alles aalglatt. Einfach zu glatt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Ghost Driver



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