Donnerstag, 10. September 2015

Tina Turner – Simply The Best




Tina Turner – Simply The Best


Besetzung:

Nicht extra aufgeführt


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Pop


Trackliste:

1. The Best (4:10)
2. What's Love Got To Do With It (3:50)
3. I Can't Stand The Rain (3:44)
4. I Don't Wanna Lose You (4:18)
5. Nutbush City Limits (3:44)
6. Let's Stay Together (3:39)
7. Private Dancer (4:01)
8. We Don't Need Another Hero (4:14)
9. Better Be Good To Me (3:40)
10. River Deep – Mountain High (3:37)
11. Steamy Windows (4:02)
12. Typical Male (4:14)
13. It Takes Two (4:13)
14. Addicted To Love (5:10)
15. Be Tender With Me Baby (4:17)
16. I Want You Near Me (3:53)
17. Way Of The World (4:19)
18. Love Thing (4:28)

Gesamtspieldauer: 1:23:33




Klar, Kompilationsalben sind so eine Sache. Nie wird der eigenen Geschmack richtig getroffen, immer wieder fehlt ein ganz bestimmter Titel, den man dann doch auf einem “Best Of...”-Album gerne gehört hätte. Das trifft sicherlich auch alles zu, wenn man denn alle Lieder einer Band beziehungsweise einer Sängerin oder eines Sängers kennen würde. Allerdings braucht man sich dann auch kein “Best Of...”-Album mehr davon kaufen, man hätte die Lieder ja bereits.

Bei dieser Tina Turner Scheibe, ist es tatsächlich so, dass man die Lieder alle kennt, wenn man zumindest in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts schon gelebt hat und hierbei auch schon auf entsprechender geistiger Höhe war und nicht immer noch nur „Alle meine Entchen“ klasse fand. In den 80er Jahren liefen diese Titel rauf und runter in allen gängigen Radiostationen dieser Welt. Tina Turner gelang damals ein grandioses Comeback, nachdem es um sie, nach der Trennung von ihrem Mann Ike, eher still geworden war. Viele fanden es später auch noch cool, dass solch eine „reifere” Frau auch in diesem Alter noch so klasse Musik machen würde. Was diese Aussage sollte, habe ich noch nie verstanden. Schließlich war sie bei den Aufnahmen von „Private Dancer“ noch keine 45 Jahre alt und ihr letztes Studio-Album erschien 1999, da war sie 59 und wurde kurze Zeit später 60. Leonard Cohen hat seine bisher letzte Scheibe 2014 veröffentlicht – mit 80. Und an dieser Stelle sollte man zumindest auch immer mal darauf hinweisen, dass Tina Turner keine Musik selbst macht. Sie singt halt das, was ihr irgendwelche Komponisten, seien es auch solche Namen wie Mark Knopfler oder David Bowie, um nur zwei zu nennen, servieren – und genau das kam in den 80ern sehr gut an.

Dieses “Simply The Best”-Album aus dem Jahr 1991 beinhaltet also jene radiotauglichen Mainstream-Pop-Songs, die Tina Turner zu einer großen Nummer werden ließen, vielleicht auch wieder werden ließen. Dazu gesellt sich zum Beispiel auch so ein Titel wie „Nutbush City Limits”, allerdings in einer Version, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Unfassbar, warum man einem Lied, welches doch eigentlich ganz okay war, unbedingt das Mäntelchen des Neuen überzustülpen gedenkt. Gruselig.

Fazit: Vor allen Dingen zu Beginn dieser Zusammenstellung reiht sich Hit an Hit, eine eingängige Radionummer an die nächste. Tina Turner verfügt über eine sehr überzeugende und unverwechselbare Stimme, die viele der Titel aufwertet. Die Lieder gehen alle schnell ins Ohr, allerdings überhört man sich auch ziemlich schnell an diesem Pop. Solch Musik kann man ohne Probleme an allen möglichen Orten hören – muss man aber nicht. Tut mir leid, mir ist das irgendwie alles zu seicht und oberflächlich. Es ist Musik, vor der ich zwar nicht wegrennen muss, die es allerdings einfach nicht schafft, mich irgendwie zu berühren. Doch das ist ganz klar mein Problem. Sieben Punkte.

Anspieltipps: What's Love Got To Do With It



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