Freitag, 25. Dezember 2015

Jethro Tull – The Jethro Tull Christmas Album




Jethro Tull – The Jethro Tull Christmas Album


Besetzung:

Ian Anderson – flute, vocals, acoustic guitars, mandolin, piccolo, percussion
Martin Barre – electric and acoustic guitars
Andrew Giddings – keyboards, accordion and keyboard bass
Jonathan Noyce – bass guitar
Doane Perry – drums and percussion


Gastmusiker:

James Duncan – drums and percussion
Dave Pegg – bass, mandolin

The Sturcz String Quartet:
Gábor Csonka – 1st violin
Péter Szilágyi – 2nd violin
Gyula Benkő – viola
András Sturcz – cello


Label: Parlophone Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Rock, Folk Rock


Trackliste:


CD1 (Studio):

1. Birthday Card At Christmas (3:40)
2. Holly Herald (4:17)
3. A Christmas Song (2:47)
4. Another Christmas Song (3:32)
5. God Rest Ye Merry, Gentlemen (4:34)
6. Jack Frost And The Hooded Crow (3:37)
7. Last Man At The Party (4:49)
8. Weathercock (4:17)
9. Pavane (4:19)
10. First Snow On Brooklyn (4:58)
11. Greensleeved (2:39)
12. Fire At Midnight (2:26)
13. We Five Kings (3:17)
14. Ring Out Solstice Bells (4:05)
15. Bourée (4:25)
16. A Winter Snowscape (4:56)


CD2 (Live):

1. Weathercock (4:44)
2. Introduction: Rev. George Pitcher / Choir: What Cheer (3:33)
3. A Christmas Song (3:19)
4. Living In These Hard Times (3:46)
5. Choir: Silent Night (3:08)
6. Reading: Ian Anderson, Marmion (2:18)
7. Jack In The Green (2:36)
8. Another Christmas Song (3:58)
9. Reading: Gavin Esler, God's Grandeur (1:51)
10. Choir: Oh, Come All Ye Faithful (3:52)
11. Reading: Mark Billingham, The Ballad Of The Breadman (3:35)
12. A Winter Snowscape (3:42)
13. Reading: Andrew Lincoln, Christmas (3:14)
14. Fires At Midnight (3:39)
15. We Five Kings (3:20)
16. Choir: Gaudete (3:41)
17. God Rest Ye Merry, Gentlemen / Thick As A Brick (10:27)

Gesamtspieldauer CD1 (59:04) & CD2 (1:04:53): 2:03:57



Im Jahr 2003 veröffentlichte Ian Anderson mit seiner Band Jethro Tull deren insgesamt 21. und gleichzeitig wohl auch letztes Studioalbum mit dem Titel „Jethro Tull – The Jethro Tull Christmas Album“. Ende September erschien diese Scheibe, also fast passend zur bald startenden Weihnachtszeit und dem dazugehörenden Weihnachtsgeschäft. Auf der Platte befinden sich neue Stücke von Jethro Tull, bereits veröffentlichte Lieder der Band, die hier entsprechend „weihnachtlich“ überarbeitet wurden und traditionelle Lieder, die ebenfalls das Thema „Weihnachten beinhalten und entsprechend an die Musik von Jethro Tull „adaptiert“ wurden.

Nun, was man dem „The Jethro Tull Christmas Album“ sicherlich nicht absprechen kann ist die Tatsache, dass beim Hören immer wieder „weihnachtliche“ Gefühle aufkommen. Dabei klingt die Platte jedoch überaus „folkig“ und hätte auch bestens in die Folk Rock Phase der Band Ende der 70er Jahre gepasst. Dazu passt auch, dass hier zwar viel von „Santa“, „December“ und „Christmas“ gesungen wird, die Musik ist jedoch eine völlig andere, als wir in Deutschland sie mit Weihnachten in Verbindung bringen würden. Das liegt daran, dass die Lieder auf dieser Scheibe deutlich weniger getragen klingen, egal ob es sich dabei um neue, alte oder traditionelle Kompositionen handelt. „The Jethro Tull Christmas Album“ klingt fröhlich und strahlt Freude aus, die in den allermeisten der Titel zu „erhören“ ist.

Diese Scheibe ist sicherlich keine essentielle in der Diskographie dieser Band, da es hier eben nur wenig Neues zu hören gibt, das Überarbeiten bisher bereits bestehenden Materials mehr im Vordergrund stand. So hat Ian Anderson alle Lieder „zusammengesucht“, die auf den vorherigen zwanzig Alben das „Thema“ Weihnachten behandelten. Da er gleichzeitig auch noch an einem Solo-Album arbeitete war es wohl manchmal gar nicht einfach, welches der neuen Stücke hier und welches auf „Rupi’s Dance“ landen sollten. Nun, die letztlich enthaltene „Mischung“ hat es trotzdem in sich, wird neben den folkigen Abschnitten auch durchaus mal mehr feierlich, wenn dann die Streicher auch einen größeren Einsatz bekommen.

Ab 2009 beinhaltet das Album noch eine zweite CD, bei der ein 2008 in der St Bride’s Kirche aufgenommener Gottesdienst zu hören ist. Hier hört man neben einigen der Jethro Tull Weihnachtslieder, auch die Worte des Pastors, Erklärungen  von Ian Anderson und ebenso weitere Weihnachtslieder, gesungen von einem Chor. Klar, das fehlt dann „Stille Nacht, Heilige Nacht“ auch nicht mehr. Diese CD ist eine nette Zugabe, wenn auch der Gesang des Chors mitunter etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Fazit: Das beste Fazit zu dieser Scheibe schreibt Ian Anderson selbst im beiliegenden Booklet der Albums: „Wenn Du „Bourée“ magst und Dir auch die Lieder auf dem Album „Songs From The Wood“ gefallen, dann wirst Du dieses Album lieben“. Unrecht hat der gute Ian Anderson damit nicht, jedoch würde man die Scheibe noch mehr lieben, wenn es sich dabei ausschließlich um neues Material halten würde, was durchaus den Spannungsbogen erhöht hätte. Doch genug gemeckert, „The Jethro Tull Christmas Album“ klingt nach Folk, ist fröhlich, vermittelt Weihnachten. Zehn Punkte.

Anspieltipps: A Christmas Song, Last Man At The Party, Pavane, A Winter Snowscape



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