Samstag, 26. Dezember 2015

Nickelback – Silver Side Up




Nickelback – Silver Side Up


Besetzung:

Chad Kroeger – lead vocals, lead guitar
Ryan Peake – rhythm guitar, backing vocals
Mike Kroeger – bass guitar
Ryan Vikedal – drums, percussion


Gastmusiker:

Ian Thornley – Slide guitar on "Good Times Gone"


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Rock


Trackliste:

1. Never Again (4:20)
2. How You Remind Me (3:43)
3. Woke Up This Morning (3:50)
4. Too Bad (3:52)
5. Just For (4:03)
6. Hollywood (3:04)
7. Money Bought (3:24)
8. Where Do I Hide (3:38)
9. Hangnail (3:54)
10. Good Times Gone (5:18)

Gesamtspieldauer: 39:10



„Silver Side Up“ heißt das dritte Album der kanadischen Rockband Nickelback. Diese Scheibe wurde im Jahr 2001veröffentlicht und enthält jenen Titel, der für die vier Musiker den endgültigen Durchbruch bedeutete und sicherlich nicht zuletzt zum überragenden Erfolg dieser Scheibe beitrug: „How You Remind Me“. Eine Rock-Nummer, im Mid-Tempo gehalten, die sich ziemlich schnell im Ohr der Hörerin beziehungsweise des Hörers festsetzt. Kurz nach der Veröffentlichung lief dieses Lied auch in den Radiostationen dieser Welt rauf und runter und man konnte sich dem Titel nicht mehr entziehen – trotzdem hat man sich an ihm nicht überhört, auch ein Qualitätsmerkmal.

Ebenfalls noch sehr gelungen und auch mit Ohrwurmpotential ausgestattet, ist das folgende Lied „Woke Up This Morning“. Auch diesen Titel trägt die Band im Mid-Tempo vor, die Nummer groovt und überzeugt auch bereits beim ersten Durchlauf. So, jetzt komme ich aber zu dem Manko der Musik von Nickelback, welches im Grunde genommen nur indirekt eines ist. Ein schlechter Titel hat sich nämlich nicht auf „Silver Side Up“ geschlichen, trotzdem überzeugt diese Scheibe nicht restlos.

Dies liegt einzig und allein daran, dass Nickelback einem bestimmten Musikstil frönen und diesen auch konsequent durchziehen. Das wiederum bedeutet, das nicht nur die bereits erwähnten zwei Titel im Mid-Tempo gehalten sind, nein, auf „Silver Side Up“ verfügt jedes Lied über dieses Tempo. Auch sonst ähneln sich die einzelnen Stücke von der Machart her sehr, ohne freilich direkt identisch zu sein. Allerdings kann man Kritiker und Fans durchaus verstehen, die behaupten, auf „Silver Side Up“ klingen alle Lieder sehr ähnlich bis gleich. Ich empfinde das ebenso, wenn auch „Good Times Gone“, die letzte Nummer des Albums, noch mal für Abwechslung sorgt. Dies liegt nicht nur an der hier eingesetzten Slide Gitarre, sondern auch darin begründet, dass die Band dieses Mal deutlicher mit den Tempi und den Lautstärken im Titel selbst spielt. Diese werden nun stärker variiert – und damit bleibt diese Nummer sehr viel mehr hängen, als so manch andere dieses Albums, welches doch eigentlich keine Ausfälle beinhaltet.

Fazit: Ein grundsolides Rock-Album ist „Silver Side Up“ geworden, ausgestattet mit zwei, drei wirklichen Höhepunkten. Größere „Ausschläge nach unten“ gibt es nicht zu beklagen, wenn auch die Abwechslung auf dieser Scheibe nicht übermäßig groß geschrieben wird. Sei es drum, Freunden des Rock wird diese Scheibe mit Sicherheit gut gefallen und die Höhepunkte sind auch wirklich sehr hörenswerte Rock-Nummern mit Ohrwurmcharakter. Neun Punkte.

Anspieltipps: How You Remind Me, Woke Up This Morning, Good Times Gone



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