Sonntag, 13. Dezember 2015

Michael Jackson – Dangerous




Michael Jackson – Dangerous


Besetzung:

Michael Jackson – vocals


Gastmusiker:

John Bahler – vocals
Michael Boddicker – keyboards, programming, sequencers, synthesizer
Bill Bottrell – bass, drums, guitar, vocals, mellotron, percussion, synthesizer
Brad Buxer – drums, keyboards, percussion, programming, synthesizer
Cleveland Orchestra – orchestration
Cleveland Orchestra Chorus – vocals
Larry Corbett – cello
The Andraé Crouch Singers – vocals
Paulinho Da Costa – percussion
Ashley Farell – vocals
Siedah Garrett – vocals
Kevin Gilbert – sequencers
Linda Harmon – vocals
Heavy D – rap
Paul Jackson, Jr. – guitar
Terry Jackson – bass
Louis Johnson – bass
Abraham Laboriel, Sr. – bass
Christa Larson – vocals
Rhett Lawrence – drums, percussion, synthesizer
Bryan Loren – drums, percussion
L.T.B. – rap
Andres McKenzie – vocals
René Moore – keyboards
David Paich – keyboards, programming, synthesizer
Greg Phillinganes – keyboards
Tim Pierce – guitar
Jeff Porcaro – drums
Steve Porcaro – keyboards, programming, synthesizer
Teddy Riley – drums, guitar, keyboards, synthesizer
Slash – guitar
Bruce Swedien – drums, keyboards, percussion
Shanice Wilson – vocals
Jai Winding – bass, keyboards, piano, programming


Label: Epic Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Pop, Disco, Rock


Trackliste:

1. Jam (5:39)
2. Why You Wanna Trip On Me (5:24)
3. In The Closet (6:31)
4. She Drives Me Wild (3:41)
5. Remember The Time (4:00)
6. Can't Let Her Get Away (4:58)
7. Heal The World (6:25)
8. Black Or White (4:15)
9. Who Is It (6:34)
10. Give In To Me (5:29)
11. Will You Be There (7:40)
12. Keep The Faith (5:57)
13. Gone Too Soon (3:23)
14. Dangerous (6:57)

Gesamtspieldauer: 1:17:00




Okay, ich gebe es gerne zu, Michael Jackson machte Musik, mit der man als Freund der Rock Musik nicht immer hundertprozentig klar kam. Genau so verhält es sich auch bei seinem achten Solo-Album „Dangerous“ aus dem Jahr 1991, welches auf dem Label Epic Records veröffentlicht wurde. Die technische Grenze der Bespielbarkeit wurde dabei vom erfolgreichsten Solo-Künstler dieser Erde, fast vollständig ausgenutzt und so bekommen Hörerin und Hörer 77 Minuten Pop und rhythmische Discomusik, funkig dargeboten.

Weia, das muss man Abkönnen, diese Gesäusel. Ich schätze mal, wem Xavier Naidoo gefällt, die oder der ist gleichzeitig auch Michael Jackson Fan. Dieser Gesang ist mit der Zeit so etwas von nervend und dazu noch diese schleimigen Texte, Musik kann wahrlich hart sein. Solch eine Nummer wie „Heal The World“ testet vollständig die Grenzen des erträglichen aus. Dass Michael Jackson allerdings auch ein ganz anderes Gesicht haben kann, das zeigt er mit „Black Or White“. Zwar auch sehr poppiger Rock, aber eine einprägsame Nummer, die hängenbleibt und immerhin ist das Rock. Dies gilt auch für den folgenden Titel „Who Is It“, der jetzt allerdings wieder deutlicher im Pop beheimatet ist. Und dann wird es mit „Give In To Me“ sogar noch mal richtig rockig. Auch dieser Titel weiß zu überzeugen, bleibt hängen und gehört mit zu den besten Nummern, die Michael Jackson jemals geschrieben hat. Nun und auch das Gitarrensolo des Slash ist dabei überaus hörenswert.

Um diese drei Nummern herum, ist die ganze andere Seite des Michael Jackson herumdrapiert. Hier wird dann diese süßliche Atmosphäre verströmt, die charttechnisch sicherlich zum Erfolg führt, wie man beim schmalzigen „Give In To Me“ bestens hört. Doch wieder einmal mehr beweist dieser Umstand, dass Hitparaden nichts, aber auch gar nichts mit guter Musik zu tun haben.

Fazit: So ganz nachvollziehen kann ich es wirklich nicht, warum Michael Jackson so viele Alben verkaufte. Manchmal klingt das wirklich überzeugend – zugegebenermaßen, allerdings oftmals auch so unfassbar gestellt und platt. Leider überwiegen in meinem Ohr ganz deutlich diese letztgenannten, gar nicht so gelungenen und schmalzigen Stellen und Lieder. Michael Jackson hat in seiner Musik eine sehr große Spannbreite, sodass es wohl einfach so sein muss, dass man mit manchen Titeln nichts anzufangen weiß. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Black Or White, Who Is It, Give In To Me



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