Samstag, 12. Dezember 2015

Rome – Die Æsthetik Der Herrschaftsfreiheit – Aufruhr




Rome – Die Æsthetik Der Herrschaftsfreiheit – Aufruhr


Besetzung:

Jerome Reuter – words and music


Gastmusiker:

Rupert Kraushofer – spoken words


Label: Trisol


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Experimental Folk, Neofolk


Trackliste:

1. The Brute Engine (5:59)
2. Seeds Of Liberation (3:58)
3. To Each His Storm (3:49)
4. Sons Of Aeeth (4:14)
5. August Spies (3:21)
6. To Be Governed (2:18)
7. Families Of Eden (3:34)
8. Red Years, Black Years (4:28)
9. Little Rebel Mine (4:25)
10. The Breaking Part (3:53)
11. Eagle And Serpent (2:43)
12. A Cross Of Fire (9:16)

Gesamtspieldauer: 52:05




Drei Alben veröffentlichte Jerome Reuter im Jahr 2012 zeitgleich unter der Überschrift „Die Æsthetik Der Herrschaftsfreiheit“ auf dem Label Trisol. Dies hier ist der zweite Teil dieser Trilogie mit dem zusätzlichen Titel „Aufruhr“. Im beiliegenden Booklet kann man nachlesen, dass die gesprochenen Texte auf diesem Album unter anderem von Berthold Brecht, Peter Weiss, Pablo Neruda, Abel Paz, Hans Magnus Enzensberger, Georg Büchner, Friedrich Nietzsche, Reinaldo Arenas, Pierre-Joseph Proudhon und Gustav Landauer stammen. Man begibt sich also auf eine kleine literarische Reise mit dieser Scheibe, die sich mit dem Streben des Menschen nach Freiheit beschäftigt.

Gesungen wird wieder in Englisch, gesprochen zum größten Teil in Deutsch. Und diese Sprechparts spielen eine große Rolle auf „Die Æsthetik Der Herrschaftsfreiheit – Aufruhr“. Immer wieder gibt es auf dieser Platte Titel, die aus gesprochenem Wort bestehen, versehen mit sphärischer bis mystischer Hintergrundmusik. Dazu gesellen sich auch atmosphärisch dichte Nummern, die durchaus mit experimentell zu bezeichnen sind. Und schließlich gibt es sie natürlich auch noch, diese Lieder, die die Musik von Rome so unfassbar eingängig werden lassen. Das sind Neofolk Nummern, die überaus melodiös und eingängig sofort ins Ohr gehen.

Allerdings bedarf es dieses Mal einiger Durchgänge, bis sich einem diese Platte vollends erschließt. Das liegt wiederum an den bereits erwähnten „experimentelleren“ Nummern, die nun gar nicht so melodiös klingen, wie manch anderer Titel auf diesem Album. Die Spannbreite hat Jerome Reiter auf „Die Æsthetik Der Herrschaftsfreiheit – Aufruhr“ deutlich ausgeweitet. Hier findet sich Musik von Ohrwurm bis zu Soundkollage, die nicht immer sofort überzeugt, an manchen Stellen schwerer zu verstehen ist, als viele andere Scheiben von Rome, jedoch mit jedem Durchlauf weiter wächst.

Fazit: Düster, stimmungsvoll, martialisch, experimentell, atmosphärisch und dicht, so klingt „Die Æsthetik Der Herrschaftsfreiheit – Aufruhr“. Dieses Album lässt sich nicht genau eingrenzen, ist manchmal lieblich melodiös, will an anderer Stelle erarbeitet werden. Allerdings lohnt sich auch das wieder, diesem Album genug Zeit zum Reifen einzuräumen. Man wird nicht enttäuscht werden von der Musik des Jerome Reuter. Definitiv nicht. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Seeds Of Liberation, August Spies, Eagle And Serpent


(leider sind alle Videos hierzu im Internet gesperrt)

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