Dienstag, 10. Mai 2016

Pete Townshend – Another Scoop




Pete Townshend – Another Scoop


Besetzung:

Pete Townshend – many instruments


Gastmusiker:

Nicht extra aufgeführt


Label: ATCO Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

Platte / CD 1:

1. You Better You Bet (5:19)
2. Girl In A Suitcase (3:26)
3. Brooklyn Kids (4:49)
4. Pinball Wizard (3:00)
5. Football Fugue (3:25)
6. Happy Jack (2:15)
7. Substitute (3:35)
8. Long Live Rock (3:47)
9. Call Me Lightning (2:12)
10. Holly Like Ivy (2:54)
11. Begin The Beguine (4:10)
12. Vicious Interlude (0:22)
13. La-La-La-Lies (1:58)
14. Cat Snatch (3:22)


Platte / CD 2:

1. Prelude #556 (1:19)
2. Baroque Ippanese (2:25)
3. Praying The Game (4:17)
4. Driftin' Blues (3:17)
5. Christmas (1:57)
6. Pictures Of Lily (2:50)
7. Don't Let Go The Coat (4:00)
8. The Kids Are Alright (2:58)
9. Prelude: The Right To Write (1:36)
10. Never Ask Me (4:24)
11. Ask Yourself (4:30)
12. The Ferryman (5:46)
13. The Shout (3:52)

Gesamtspieldauer: 1:25:47




„Another Scoop” heißt die zweite Veröffentlichung der dreiteiligen „Scoop-Reihe“, in der Pete Townshend seinen Hörern, wie mit einer großen Schaufel, neben ein paar neuen Stücken, eine ganze Menge Demos und alternative Versionen von bereits bekannten Liedern hinwirft. Auch auf dieser zweiten Doppel-LP gibt es allerdings wieder nicht übermäßig viel Neues zu hören, vielmehr ist es interessant zu beobachten, wie einzelne Lieder auch hätten klingen können, wenn der Unterschied auch nicht immer sehr groß ausfällt.

Am Interessantesten sind hier die Titel, die Pete Townshend mit Orchester eingespielt hat und eben noch nicht auf den bisherigen Platten zu finden sind. Diese sind allesamt sehr eingängige Stücke, kraftvoll und voll klingend, sehr melodiös und ins Ohr gehend. „Brooklyn Kids“, „Football Fugue“, „Praying The Game“ und vor allen Dingen „The Ferryman“ sind hierbei zu nennen. Hier klingt „Another Scoop“ jetzt auch sehr eindrucksvoll und lohnenswert. Das kann man aber natürlich nicht von allen Titeln behaupten, da diese wirklich oftmals im Heimstudio des Musikers entstanden und deshalb selbstverständlich auch kein Schlagzeug aufweisen. Das wiederum hat zur Folge, dass einige der Titel schon sehr „synthie“ klingen. Wenn dann jedoch, wie bei „Baroque Ippanese“, noch eine interessante Melodie dazukommt, wirkt die Nummer trotzdem – aber das ist eben nicht immer der Fall, obwohl „Another Scoop“ an jeder Stelle interessant bleibt.

Richtig gut und gelungen sind übrigens die Erklärungen, die Pete Townshend zu den einzelnen Titeln mit dazu liefert. Auf den beiden Plattenhüllen sind diese mit abgedruckt und erzählen etwas über die Geschichte der Musik und auch der jeweiligen Texte. Dadurch lernt man den Musiker noch ein wenig besser kennen und erhält zahlreiche interessante Informationen über die Entstehung der einzelnen Lieder.

Fazit: Auch „Another Scoop” wendet sich in erster Linie an den Fan der Musik des Pete Townshend. Ganz egal ist es dabei, ob man sicher eher von der Who- oder von der Solo-Seite des Pete Townshend nähert. Mag man die Musik des Engländers, dann wird einen dieses Album auch zusagen und überzeugen. Der Sound ist gut und auch wenn die Lieder oftmals Demo-Aufnahmen darstellen, merkt man das höchstens an der Perkussion, die dann eben dem Drum-Computer entspringt. Eine schöne Ergänzung. Neun Punkte.

Anspieltipps: Brooklyn Kids, Football Fugue, Praying The Game, The Ferryman



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