Sonntag, 8. Mai 2016

Werner Schmidbauer – Schmidbauers




Werner Schmidbauer – Schmidbauers


Besetzung:

Werner Schmidbauer – Gesang, Gitarren, Mundharmonika


Gastmusiker:

Ozzy Schaller – Gitarren, Mandoline, E-Bow
Roald Raschner – Piano, Orgel, Akkordeon
Alex Klier – Bass
Tommy Eberhardt – Schlagzeug, Perkussion
Valerie McCleary – Chor
Ecco di Lorenzo – Chor
Rolf Berger – Chor, Schlagzeug auf „Haben“ und „Was Dua I“
Jens Ohly – Bass auf „Haben“ und „Was Dua I“
Oliver Ringleb – Piano auf „Haben“ und „Hätt‘ I bloß“
Karl „Bumi“ Fian – Trompete, Flügelhorn
Christian Radovan – Posaune
Martin Fuss –Saxophon
Franz Trojan – Schlagzeug auf „Schwester“
Klaus Waschke – Geige auf „Haben“


Label: BMG


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Liedermacher


Trackliste:

1. Loan Di An Mi (4:36)
2. I Bin Frei (4:16)
3. Strandlied (3:21)
4. I Bin Liaber I (3:48)
5. Da Drauf Drink Ma Oan (3:48)
6. Mia Gengan Alle Unsern Weg (5:41)
7. Was Dua I (Bisld Und Schnaufd) (4:14)
8. Schwester (4:27)
9. Scho Wieder So Friah Dunkel (5:01)
10. Ausrast (5:40)
11. Haben (2:29)
12. Hätt' I Bloß (4:37)
13. Da Wo De Leit San (2:31)

Gesamtspieldauer: 54:35




„Schmidbauers“, so nannte Werner Schmidbauer sein erstes Studio-Album, welches im Jahr 1994 auf dem Label BMG veröffentlicht wurde. Zu hören ist darauf Gitarren-lastige Liedermacher- bis Folk-Musik, die allerdings auch mal swingt und sogar Big-Band-Sound-Anleihen aufweisen kann und dann doch wieder im deutschen Pop mündet. Die Sprache ist dabei bayerisch. Diese zu verstehen, dürfte allerdings auch für Norddeutsche kein Problem sein.

Das klingt auch alles im ersten Moment ganz nett und eingängig, weist nur leider das Manko auf, dass mit jedem Titel, je länger er dauert, eine irgendwie geartete Langeweile entsteht und man darauf wartet, wann denn nur endlich etwas passiert. Die Scheibe läuft so durch, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen, länger hängenzubleiben. Und dabei klingt das, was es auf „Schmidbauers“ zu hören gibt, durchaus eingängig und melodiös – trotzdem fehlt dem Ganzen irgendwie die letzte, so entscheidende und schwer zu beschreibende Zutat, die „normale“ Musik zu einer besonderen Musik werden lässt.

Auf „Schmidbauers“ herrscht insgesamt eine sanfte und ruhige Atmosphäre, die sich auch über die ganze Scheibe hinwegzieht. Trotzdem weist die Musik insgesamt durchaus Abwechslung auf, was nicht zuletzt an den unterschiedlichen Instrumentierungen liegt. Wenn dann allerdings so Pseudo-Country-Spaß-Klänge wir bei „Haben“ ertönen, dann wird es wirklich hart. Dazu gesellt sich dann auch noch ein unfassbar schlechter Text und es bleibt einem nichts anderes übrig, als doch zur Fernbedienung zu greifen und diesem unsäglichen Treiben ein Ende zu setzen.

Fazit: Ganz nett klingt „Schmidbauers“ von Werner Schmidbauer manchmal. Leider auch manchmal fast schon unsäglich. Zumeist ist die Musik allerdings durchaus eingängig und melodiös, wenn sie auch nie bis ganz zum Schluss überzeugen kann. Für Freundinnen und Freunde von bayrisch angehauchtem Pop sicherlich noch am ehesten geeignet – für alle anderen wohl eher nicht so wichtig. Sechs Punkte.

Anspieltipps: I bin frei, Strandlied, Ausrast



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