Montag, 4. Juli 2016

The Beach Boys – Pet Sounds




The Beach Boys – Pet Sounds


Besetzung:

Al Jardine – lead, harmony and backing vocals, tambourine
Bruce Johnston – harmony and backing vocals
Mike Love – lead, harmony and backing vocals
Brian Wilson – lead, harmony and backing vocals, organ, piano, dog whistles, sound effects
Carl Wilson – lead, harmony and backing vocals, guitar, twelve-string guitar
Dennis Wilson – harmony and backing vocals, drums


Gastmusiker:

Tony Asher – plucked piano strings on "You Still Believe In Me
Terry Melcher – tambourine on "That's Not Me" and "Here Today"
Arnold Belnick – violin
Chuck Berghofer – string bass
Hal Blaine – bongos, drums, timpani
Norman Botnick – viola
Glen Campbell – guitar, twelve-string electric guitar
Frank Capp – bells, glockenspiel, latin percussion, percussion, timpani, vibraphone
Al Casey – guitar
Roy Caton – trumpet
Jerry Cole – electric guitar, guitar, mandolin
Gary Coleman – bongos, timpani
Mike Deasy – guitar
Al De Lory – harpsichord, organ, piano, tack piano
Joseph DiFiore – viola
Justin DiTullio – cello
Steve Douglas – clarinet, flute, percussion, tenor saxophone, saxophone
Jesse Erlich – cello
Carl Fortina – accordion
Ritchie Frost – drums, empty Coca-Cola cans, percussion
James Getzoff – violin
Jim Gordon – drums, percussion
Bill Green – flute, percussion, saxophone, tenor saxophone
Leonard Hartman – bass clarinet, clarinet, english horn
Jim Horn – baritone saxophone, flute, tenor saxophone, saxophone
Paul Horn – tenor saxophone
Harry Hyams – viola
Jules Jacob – flute
Plas Johnson – flute, percussion, saxophone, tenor saxophone
Carol Kaye – electric bass
Barney Kessel – guitar, mandolin
Bobby Klein – tenor saxophone
Larry Knechtel – organ
William Kurasch – violin
Leonard Malarsky – violin
Frank Marocco – accordion
Gail Martin – trombone
Nick Martinis – drums
Mike Melvoin – harpsichord
Jay Migliori – baritone saxophone, bass clarinet, clarinet, flute, saxophone
Tommy Morgan – harmonica
Jack Nimitz – baritone saxophone
Bill Pittman – guitar
Ray Pohlman – danelectro bass, electric bass, mandolin, guitar
Don Randi – piano
Alan Robinson – french horn
Jerome Reisler – violin
Lyle Ritz – string bass, ukulele
Joseph Saxon – cello
Ralph Schaeffer – violin
Sid Sharp – violin
Billy Strange – electric guitar, guitar, twelve-string electric guitar
Ron Swallow – tambourine
Ernie Tack – bass trombone
Paul Tanner – electro-theremin
Tommy Tedesco – acoustic guitar
Darrel Terwilliger – viola
"Tony" – sleigh bell
Jerry Williams – percussion
Julius Wechter – timpani, latin percussion, percussion, vibraphone
Tibor Zelig – violin


Label: Capitol Records


Erscheinungsdatum: 1966


Stil: Sixties Pop


Trackliste:

1. Wouldn't It Be Nice (2:25)
2. You Still Believe In Me (2:34)
3. That's Not Me (2:30)
4. Don't Talk (Put Your Head On My Shoulder) (2:54)
5. I'm Waiting For The Day (3:06)
6. Let's Go Away For Awhile (2:21)
7. Sloop John B (3:00)
8. God Only Knows (2:53)
9. I Know There's An Answer (3:11)
10. Here Today (2:55)
11. I Just Wasn't Made For These Times (3:15)
12. Pet Sounds (2:23)
13. Caroline, No (2:53)

Gesamtspieldauer: 36:25




„Pet Sounds“ von den Beach Boys ist deren elftes Studio-Album und wohl eines der bekanntesten Alben der Band. Interessant dabei ist, dass dieses Album das elfte seit 1962 ist. In den drei Jahren zuvor veröffentlichten die Beach Boys drei Platten pro Jahr! Nun, von Unproduktivität kann man in diesem Falle wohl wirklich nicht sprechen. Geht dieser rasante Ausstoß an Alben dann allerdings auch auf Kosten der Qualität der Musik? Liest man viele Rezensionen nach, dann stimmt das in diesem Fall wohl eher nicht. Im Mai 1966 wurde „Pet Sounds“ auf dem Label Capitol Records veröffentlicht und die Scheibe wird vor allen Dingen von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt. In der Liste des Rolling Stone Magazines der 500 besten Platte aller Zeiten rangiert das Album gar auf Platz 2, gleich hinter „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ von den Beatles. Liest man im Internet nach, so wird die Musik der Beach Boys auf „Pet Sounds“ mit Psychedelic Rock, Art Rock oder Progressive Pop umschrieben.

Es tut mir furchtbar leid, aber „Pet Sounds“ klingt nach 60ies Pop – mehr kann ich da irgendwie nicht entdecken. Auch die Texte des Albums werden in den höchsten Tönen gelobt, dabei handelt es sich hauptsächlich um Liebesgesäusel, welches man von zig anderen Platten und zig anderen Liebesliedern her kennt. Was hier psychedelisch oder progressive sein soll, das erschließt sich einem ganz bestimmt nicht sofort. Nun könnte man natürlich sagen, dass bis zu diesem Jahr 1966, noch niemals eine Band psychedelischer oder progressiver klang. Nun, die Beatles-Scheiben „Rubber Soul“, welches 1965 veröffentlicht wurde und „Revolver“, zwei Monate nach „Pet Sounds“, klingen ganz bestimmt nicht weniger progressiv. Der Erfolg von „Pet Sounds“ hielt sich zunächst auch in Grenzen, da die Platte in der Aufmerksamkeit von der Beatles-Scheibe „Revolver“ ausgestochen wurde.

Dabei ist die Musik auf „Pet Sounds“ ganz bestimmt nicht schlecht. Aber es ist eben 60ies Pop. Zwei der auf der Scheibe enthaltene Lieder sind wohl auch allen Musikinteressierten bekannt. Da ist zum einen „Wouldn't It Be Nice“ und das neu arrangierte, traditionelle Lied „Sloop John B“. Beides Titel, die auch durchaus schnell ins Ohr gehen. Der ganze Rest erzeugt dagegen nicht mehr allzu viel Aufsehen. Zumindest heute nicht mehr, aber vielleicht machte es damals die Mischung aus gesungenen Liedern und mit „Let's Go Away For Awhile“ sowie „Pet Sounds“ zwei Instrumentalstücken aus, dass diese Scheibe als etwas Besonderes angesehen wurde und wird. Oder ist es die kurze Klangkollage am Ende der Scheibe, bei der man zu Zuggebimmel Hundebellen hört? Paul McCartney fand „Pet Sounds“ auch klasse und angeblich wurden die Beatles durch diese Scheibe auch zu „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ inspiriert. Parallelen sind da für mich als Laie wirklich nicht zu entdecken. Aber man muss ja auch nicht alles verstehen.

Fazit: „Pet Sounds“ von den Beach Boys ist sicherlich kein schlechtes Album. In der heutigen Zeit allerdings eine sehr langweilige Platte. Die Musik klingt genau so, wie sie alt ist, nach mindestens fünfzig Jahren. Psychedelische oder progressive Ansätze lassen sich darauf für mich nicht entdecken – oder wenn dann wirklich nur ganz rudimentär. Die Musik klingt nach Pop. Pop, der in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden ist. Manchmal unterhaltsam, manchmal belanglos. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Wouldn't It Be Nice, Sloop John B, Here Today



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