Mittwoch, 17. August 2016

Anthony Phillips – Private Parts & Pieces II – Back To The Pavilion




Anthony Phillips – Private Parts & Pieces II – Back To The Pavilion


Besetzung:

Anthony Phillips – 12 string guitar, classical guitar, electric guitar, piano, vocals, polymoog


Gastmusiker:

Andy McCulloch – drums and percussion
Mike Rutherford – bass
Rob Phillips – oboe
Mel Collins – flute


Label: Voiceprint


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Instrumentalmusik, Rock, Progressive Rock


Trackliste:

CD1:

1. Scottish Suite:
     (i) Salmon Leap (2:47)
     (ii) Parting Thistle (2:26)
     (iii) Electric Reaper (3:00)
     (iv) Amorphous, Cadaverous and Nebulous (4:52)
     (v) Salmon’s Last Sleepwalk (2:02)
6. Lindsay (3:44)
7. K2 (9:00)
8. Postlude: End Of The Season (0:33)
9. Heavens (4:25)
10. Spring Meeting (3:52)
11. Romany’s Aria (0:51)
12. Chinaman (0:43)
13. Nocturne (4:04)
14. Magic Garden (1:54)
15. Von Runkel’s Yorker Music (0:45)
16. Will O’ The Wisp (3:34)
17. Tremulous (1:09)
18. I Saw You Today (4:33)
19. Back To The Pavilion (3:01)
20. Lucy: An Illusion (3:51)

Gesamtspieldauer: 1:01:14




Im Juni 1980 veröffentlichte Anthony Phillips den zweiten Teil seiner „Private Parts And Pieces“-Reihe, dieses Mal versehen mit dem Untertitel „Back To The Pavilion“. Somit stellt die Scheibe gleichzeitig das fünfte Solo-Album des Genesis Gitarristen der ersten Stunde und den nächsten Abschnitt seiner, bis zum Jahr 2012 bereits elfteiligen Reihe „Private Parts And Pieces“ dar. Auf dem Album ist hauptsächlich Instrumentalmusik zu hören, die zumeist sehr eingängig klingt und mitunter sogar mal fast in den New Age Bereich abdriftet.

Die fünf Teile der „Scottish Suite“ zu Beginn der Platte entspringen einem Projekt, in welchem Anthony Phillips Shakespeares McBeth vertonen wollte. Ein Vorhaben, was jedoch nicht zu Ende geführt wurde. Was bleibt sind diese fünf Teile der Suite, bei denen sein ehemaliger Genesis-Kollege Mike Rutherford am Bass und der Ex-King Crimson Schlagzeuger Andy McCulloch an den Drums zu hören sind. Die Teile der „Scottish Suite“ sind sehr melodiöse Instrumentalstücke, die zumeist sehr sanft und entspannt klingen, jedoch dann auch wieder rocken. Sehr abwechslungsreich in seiner Gesamtheit und gleichzeitig die Höhepunkte der gesamten Platte.

Die weiteren Stücke sind eine bunte, jedoch sehr relaxte Mischung aus sehr sanfter Musik. Mal steht das Piano im Vordergrund, mal ist es die Gitarre. Auch die Anzahl der jeweils involvierten Instrumente variiert. Die bereits erwähnte New Age Annäherung findet sich im Titel „K2“, in dem Synthesizer-Teppiche ausgebreitet werden, allerdings nur ganz zart und sanft, lediglich kurz unterbrochen von kleinen, aufgeregt klingenden Tastenläufen. Ebenfalls in die meditative Richtung geht „Will O’ The Wisp“, nur hier ist es die Gitarre, versehen mit Hall und Echo, die diesen meditativen Effekt vielleicht hervorzurufen vermag.

Einige sehr kurze Stücke befinden sich ebenfalls auf der Scheibe, in denen Ideen gerade lediglich angerissen scheinen. Gegen Ende der Platte singt Anthony Phillips sogar bei den Titeln „I Saw You Today“ und „Lucy: An Illusion“. Beides Balladen, bei denen der Gesang durch die akustische Gitarre begleitet wird und gleichzeitig zwei nicht gerade sonderlich aufregende Stücke.

Fazit: Eine sanfte, verträumte und sehr ruhige Zusammenstellung serviert Anthony Phillips hier seinen Hörerinnen und Hörern. Die fünfteilige „Scottish Suite“ ist dabei sicherlich der spannendste Aspekt des Albums. Allerdings gibt es auf „Private Parts & Pieces II – Back To The Pavilion“ auch nichts, was nicht doch auch irgendwie hörenswert wäre. Sicherlich ist das keine Scheibe für die Masse der Musikhörer, jedoch für all jene dann doch interessant, denen die Musik von Genesis in den 70er Jahren zusagt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Scottish Suite



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