Dienstag, 16. August 2016

Talking Heads – Little Creatures




Talking Heads – Little Creatures


Besetzung:

David Byrne – guitar, vocals
Chris Frantz – drums
Jerry Harrison – keyboards, guitar, backing vocals
Tina Weymouth – bass guitar, backing vocals


Gastmusiker:

Ellen Bernfeld – backing vocals on "Perfect World" and "Walk It Down"
Andrew Cader – washboard on "Road To Nowhere"
Erin Dickens – backing vocals on "Television Man" and "Road To Nowhere"
Diva Gray – backing vocals on "Road To Nowhere"
Gordon Grody – backing vocals
Lani Groves – backing vocals
Jimmy Macdonell – accordion on "Road To Nowhere"
Lenny Pickett – saxophones
Steve Scales – percussion
Naná Vasconcelos – percussion on "Perfect World"
Eric Weissberg – steel guitar on "Creatures Of Love" and "Walk It Down"
Kurt Yahijian – backing vocals


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: New Wave, Pop


Trackliste:

1. And She Was (3:36)
2. Give Me Back My Name (3:20)
3. Creatures Of Love (4:12)
4. The Lady Don't Mind (4:03)
5. Perfect World (4:26)
6. Stay Up Late (3:51)
7. Walk It Down (4:42)
8. Television Man (6:10)
9. Road To Nowhere (4:19)

Gesamtspieldauer: 38:38




Die Talking Heads waren gerade auf dem Höhepunkt ihrer Popularität angelangt, als Sie mit dem Konzertfilm „Stop Making Sense“ die Kinos stürmten und das dazugehörende Live-Album alle ihre bisherigen Verkaufsrekorde brach. Da veröffentlichten sie im Juni des Jahres 1985, neun Monate nach dieser Live-Platte, ihr sechstes von insgesamt acht Studio-Alben. „Little Creatures“ heißt dieses, wurde erneut bei Warner Music veröffentlicht, sollte ähnlich erfolgreich werden wie die Live Platte und gleichzeitig das Studio-Album sein, welches von den Talking Heads am häufigsten über den Ladentisch ging.

Dies auch völlig zu Recht, denn auf „Little Creatures“ finden sich sehr überzeugende New Wave Lieder, die ins Ohr gehen, kaum Hänger aufweisen und sogar den ein oder anderen Ohrwurm für die Hörerin und den Hörer bereithalten. Es beginnt sofort sehr eindrucksvoll mit „And She Was“ und setzt sich im Anschluss daran fort mit „Give Me Back My Name“. Darauf folgt zwar mit „Creatures Of Love“ der einzige nicht ganz so gelungene Titel auf „Little Creatures“, da dieser einfach dem Country ein wenig zu nahe kommt. Aber bereits nach diesem Titel geht es wieder sehr überzeugend weiter mit New Wave, der ins Ohr geht, abwechslungsreich ist und gut unterhält.

Besondere Höhepunkte warten dann noch mal am Ende auf die Hörerinnen und die Hörer. „Walk It Down“ klingt zu Beginn so wunderschön verschroben, bis es sich im Refrain ebenfalls zu einem sehr melodiösen Titel entwickelt. „Television Man“ ist dann eine rockige New Wave Nummer, ebenfalls ins Ohr gehend. Und schließlich erwartet einen am Ende der Scheibe noch der Höhepunkt der gesamten Platte. „Road To Nowhere“ ist das Lied des Albums, vielleicht sogar das beste Lied, welches David Byrne je geschrieben hat. Mit einem etwas nach Marsch klingenden Rhythmus versehen, entwickelt sich hier eine Nummer, die man einmal gehört nicht mehr vergisst. Im Grunde genommen wird hier immer wieder dasselbe Thema wiederholt, welches jedoch mit jedem weiteren Durchlauf an Intensität gewinnt. Wirklich beeindruckend gemacht.

Fazit: „Little Creatures“ ist eine überzeugende New Wave Platte geworden, mit einem herausragenden Höhepunkt, in Form des Liedes „Road To Nowhere“, sowie vielen kleineren zusätzlichen Höhepunkten. Die meisten, der sich hier entwickelnden Melodien gehen ins Ohr. Die Lieder sind dabei sehr abwechslungsreich, keines gleicht dem anderen. Im Falle von „Little Creatures“ kann man sogar sehr gut nachvollziehen, warum es das erfolgreichste Studio-Album der Talking Heads wurde. Für alle diejenigen Hörerinnen und Hörer geeignet, die auf interessanten und eingängigen New Wave stehen, der zum Teil auch in Rock-Gefilden fischt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: And She Was, Television Man, Road To Nowhere



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