Samstag, 17. September 2016

Juli – Es ist Juli




Juli – Es ist Juli


Besetzung:

Eva – Gesang
Marcel – Schlagzeug
Jonas – Gitarre
Dedi – Bass
Simon – Gitarre


Gastmusiker:

Dave Andersen – Keyboards
Ingmar Süberkrüb – Streicherarrangements
Andrewas Jamin – Gesang


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Warum (3:46)
2. Sterne (4:00)
3. Geile Zeit (3:47)
4. Tage wie dieser (3:25)
5. Tränenschwer (3:27)
6. Perfekte Welle (3:20)
7. Regen und Meer (3:36)
8. November (2:59)
9. Anders (3:09)
10. Kurz vor der Sonne (3:15)
11. Ich verschwinde (3:40)
12. Wenn du lachst (3:48)

Gesamtspieldauer: 42:16



Mit ihrem, im Jahr 2004 erschienenen Debut-Album „Es ist Juli“, gelang der Gießener Band Juli auch gleich der Durchbruch im deutschsprachigen Europa. Bis heute stellt die Platte, die bisher erfolgreichste Scheibe der Band dar, die in Deutschland sogar mit drei Mal Platin ausgezeichnet wurde. Das auf Island Records veröffentlichte Album enthält dabei auch den größten Hit der Band, „Perfekte Welle“, welches nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien im Dezember 2004, allerdings sofort von allen Radiostationen aus Pietätsgründen gemieden wurde.

Nun, dieses Lied ist der Hit des Albums, eine gelungene und eingängige Nummer, die sich freilich um das Surfen dreht – übertragen vielleicht auch vom Ausnutzen von Chancen handelt. Der Rest der Scheibe ist eher sehr konventionell geratene, deutsche Pop-Musik, die kaum irgendwelche Spuren hinterlässt. Dazu gesellen sich leider auch Texte, die zumeist das Thema „Liebe“ zum Inhalt haben. Allein dieser Umstand zeugt nicht von sehr viel Kreativität, besonders originell ist das Ganze in seiner Umsetzung dann leider auch nicht geraten. „Es ist Juli“ ist typisch für jene Art von Platten, die man einlegt, man beschäftigt sich mit irgendetwas nebenher und plötzlich herrscht um einen herum Stille – doch diese nimmt man erst nach mehreren Minuten wahr. War da denn was?

Andererseits lässt einen die Musik auf dem Debut-Album von Juli auch nicht verzweifeln. Solch Titel, die man unbedingt überspringen muss, solche Lieder fehlen glücklicherweise ebenfalls. Von daher ist es sogar ganz nette Unterhaltungsmusik, in die man zwar nicht so richtig eintauchen kann, wie in manch andere Musik, die einen aber begleitet und mit der Nummer „Perfekte Welle“ sogar einen richtigen Höhepunkt aufweist.

Fazit: „Es ist Juli“ von Juli ist mit Sicherheit kein Meilenstein der Musikgeschichte. Sollte es auch ganz bestimmt nicht werden. Die Gießener Musiker wollen mit ihrer Musik unterhalten – und das schaffen sie auch. Zwar gibt es auf diesem Planeten sehr viel bessere und spannendere Musik, jedoch hält auch diese Scheibe zumindest einen Höhepunkt für die Hörerin und den Hörer parat. Die Nummer „Perfekte Welle“ ist wahrlich gelungen. Elf weitere Lieder schwimmen mal besser, mal weniger gut, einfach so mit. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Perfekte Welle



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