Mittwoch, 7. September 2016

Monks Of Doom – Meridian




Monks Of Doom – Meridian


Besetzung:

David Immerglück – guitar, mandolin, harmonica, organ, vocals
Victor Krummenacher – basses, organ, accordion, vocals
Greg Lisher – guitars, vocals
Chris Pedersen – drums, percussion, vocals


Gastmusiker:

Edwin DeShazo – backing vocals
Mike Marshall – violin


Label: Baited Breath


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Folk


Trackliste:

1. Cherry Blossom Baptism (6:17)
2. Riverbed (3:06)
3. Turn It On Himself (4:34)
4. Geode I (2:24)
5. Door To Success (4:11)
6. The Traveler (5:19)
7. Interlude (0:21)
8. Argentine Dilema (2:29)
9. The Better Angels Of Our Nature (3:20)
10. Going South (5:44)
11. Follow The Queen (2:34)
12. Hieroglyphic (3:02)
13. The Harbor Incident (4:41)
14. Miracle Mile (5:28)
15. Geode II (1:30)
16. Circassian Beauty (6:51)

Gesamtspieldauer: 1:01:58




Die „Monks Of Doom“ sind eine US-amerikanische Alternative Rock Band, die sich 1986 in Kalifornien gründete. Die Band formierte sich bereits insgesamt drei Mal und löste sich zwei Mal wieder auf. Seit dem Jahr 2003 spielen die vier Musiker wieder ohne Unterbrechung zusammen, seitdem gab es allerdings nur noch eine Veröffentlichung in Form eines Studio-Albums – und das war im Jahr 2006. Bei „Meridian“ handelt es sich um das dritte Studio-Album der Monks Of Doom, welches im Jahr 1991 auf dem Label Baited Breath veröffentlicht wurde. Die Monks Of Doom sind ein Nebenprodukt der Band Camper Van Beethoven, an der ebenfalls alle Musiker beteiligt sind.

Die Musik auf „Meridian“ ist relativ unspektakulär. Groß überraschend ist es nicht, dass der Erfolg der Monks Of Doom sich einigermaßen in Grenzen hielt und auch noch hält. Das liegt zum einen ganz sicher an der Qualität der Lieder, die einfach nicht dafür geschaffen sind, Hörerinnen und Hörer mitzureißen. Allerhöchstens ist das Durchschnitt, der sich phasenweise ganz nett anhören lässt – allerdings auch nicht immer. Solch Lieder wie „Riverbed“, „Hieroglyphic“ und „Circassian Beauty“ setzen jede Menge musikalische Toleranz bei den Konsumenten voraus. Dass die vier Musiker es auch besser können, beweisen sie mit Titeln wie „The Traveler“, „Going South“, „The Harbor Incident“ oder „Miracle Mile“, die zumindest noch einigermaßen interessant klingen, ohne dabei jedoch restlos überzeugen zu können.

Allerdings ist es nicht nur alleine die Qualität der Lieder, die „Meridian“ von den Monks Of Doom zu einer etwas zwiespältigen Angelegenheit werden lässt. Es ist auch die Qualität der Aufnahmen, die mitunter an die einer Schüler-Band erinnern, die ihren ersten Titel „live“ mit einem Mikrophon einzuspielen versuchen. Ganz deutlich wird das gleich beim ersten Titel „Cherry Blossom Baptism“, der noch ganz nett startet, dann mit dem einsetzenden Gesang allerdings so etwas von amateurhaft abgemischt klingt, dass man Absicht dahinter einfach nicht mehr vermuten mag. Dass die Musiker allerdings gute Aufnahmen tätigen können, beweist zumindest Gitarrist David Immerglück, der zeitweise sogar festes Mitglied bei den Counting Crows war.

Fazit: Manche Ansätze auf „Meridian“ von den Monks Of Doom klingen gar nicht mal so schlecht. Manche Stücke auf dieser Scheibe klingen allerdings qualitativ – in Bezug auf das Songwriting wie auf die Aufnahmequalität – schon sehr gewöhnungsbedürftig. Alternative Rock ist das durchaus. Allerdings ein nur selten überzeugender Alternative Rock. So bleibt leider nur die Feststellung, dass man nicht so viel verpasst, wenn einem die Musik auf „Meridian“ im Leben nie über den Weg lauft. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Traveler, Going South, The Harbor Incident, Miracle Mile



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