Donnerstag, 8. Dezember 2016

Love Like Blood – Chronology Of A Love-Affair




Love Like Blood – Chronology Of A Love-Affair


Besetzung:

Yorck Eysel – vocals
Gunnar Eysel – bass
Timo Deininger – guitars
Alex Schädler – guitars
Al Sauer – drums


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Hall Of Sermon GmbH


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Rock, Gothic


Trackliste:

1980-1985

01. Decades (Joy Division) (5:44)
02. She's In Parties (Bauhaus) (4:25)
03. A Strange Day (The Cure) (5:03)
04. Lucretia My Reflection (The Sisters Of Mercy) (5:14)

1986-1990

05. Church Of No Return (Christian Death) (3:56)
06. Wasteland (The Mission) (5:43)
07. Rain (The Cult) (3:57)
08. April Skies (Jesus And The Mary Chain) (4:00)

1991-1995

09. Love Under Will (Fields Of The Nephilim) (5:30)
10. Injustice (Love Like Blood) (4:30) 
11. Love Like Blood (Killing Joke) (5:28)
12. True Belief (Paradise Lost) (4:35)

1996-2000

13. Copycat (Lacrimosa) (5:01)
14. Black No.1 (Type O' Negative) (4:36)
15. Whatever That Hurts (Tiamat) (5:02)
16. Great Big White World (Marilyn Manson) (5:06)

Gesamtspieldauer: 1:18:15




Love Like Blood war eine deutsche Gothic Rock bis Gothic Metal Band, die sich 1988 in der Nähe von Göppingen gründete. Insgesamt neun Studioalben veröffentlichte Love Like Blood in der Zeit von 1990 bis 2001. „Chronology Of A Love-Affair“ ist dabei ihr letztes Werk und erschien in eben diesem Jahr 2001 auf dem Label Hall Of Sermon GmbH. Nach dieser Zeit gab es nur noch ab und an Live-Auftritte.

Von den sechzehn Titeln auf „Chronology Of A Love-Affair“ sind fünfzehn Cover-Versionen verschiedenster Bands und Künstler. Lediglich die Nummer „Injustice“ stammt von Love Like Blood selbst. Dieser Umstand wiederum ist für ein Album natürlich ein sehr zweischneidiges Schwert. Irgendwie muss man in solch einem Vorgehen den Sinn erkennen, um mit dem Album etwas anfangen zu können. Im Falle „Chronology Of A Love-Affair“ muss auf jeden Fall die Titelauswahl gelobt werden, die wirklich überzeugen ist. Das, was dann allerdings doch eher nachdenklich stimmt ist der Umstand, dass so gut wie jedes Lied irgendwie nach den Sisters Of Mercy klingt. Fast jeder Titel wurde dem Sound dieser Band angepasst, was das Ganze nicht nur überzeugend, sondern mitunter auch ein wenig langweilig klingen lässt. Die Lieder ähneln sich dadurch irgendwie alle sehr.

Die Titel-Auswahl bleibt dabei allerdings trotzdem eine gute. Die Nummern rocken und gehen auch schnell ins Ohr. Nicht immer ist dabei das Original gleich zu erkennen und Love Like Blood muss sich bei solch einem Album natürlich die Vergleiche zu den Originalen gefallen lassen. Mitunter halten die Versionen von Love Like Blood diesen Vergleichen stand, ein anderes Mal geht das Ganze dann auch ziemlich daneben. Ausschlaggebend dafür ist nicht selten die Frage, welche Version eines Titels man zuerst gehört hat. Aber an dieser Stelle darf dann doch die Frage erlaubt sein, warum veröffentlicht man überhaupt solch ein Album mit Liedern, die es schon gibt?

Fazit: „Chronology Of A Love-Affair“ ist ein Cover-Album von Love Like Blood geworden, auf dem Titel aus den Jahren 1980 bis 2000 zu hören sind. Besonders innovativ ist das nicht, auch wenn viele der Lieder wirken. Aber das taten sie eben auch schon in den Originalfassungen. Dazu klingen viele der Nummern nun nach den Sisters Of Mercy, der Interpretationsspielraum ist also verhältnismäßig begrenzt angelegt. Nun, man muss sich einfach fragen, braucht man solch ein Album überhaupt? Viele könnten diese Frage mit „Nein“ beantworten. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Whatever That Hurts



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