Freitag, 20. Januar 2017

Gary Numan – I, Assassin




Gary Numan – I, Assassin


Besetzung:

Gary Numan – vocals, synthesizers, guitar


Gastmusiker:

Roger Mason – synthesizers
Pino Palladino – fretless bass, guitar
Chris Slade – drums, percussion
John Webb – percussion
Mike – saxophone, harmonica
Thereza Bazar – backing vocals on “Noise Noise”


Label: Beggars Banquet


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: New Wave, Synthie Pop, Experimental Music,


Trackliste:

1. White Boys And Heroes (6:23)
2. War Songs (5:05)
3. A Dream Of Siam (6:13)
4. Music for Chameleons (6:06)
5. This Is My House (4:52)
6. I, Assassin (5:26)
7. The 1930s Rust (3:55)
8. We Take Mystery (To Bed) (6:10)


Bonus Tracks der remasterten Albumversion:

9. War Games (3:55)
10. Glitter And Ash (4:42)
11. The Image Is (5:55)
12. This House Is Cold (5:27)
13. Noise Noise (3:49)
14. We Take Mystery (5:58)
15. Bridge? What Bridge? (4:22)

Gesamtspieldauer: 1:18:26




„I, Assassin“ heißt das sechste Studioalbum des Gary Numan und ist gleichzeitig die vierte Platte, die er unter seinem eigenen Namen veröffentlichte. Seine ersten beiden Alben waren noch unter der Überschrift „Tubeway Army“ veröffentlicht worden. „I, Assassin“ erschien auf dem Label Beggars Banquet Records im September 1982 und kletterte bis auf Platz 8 der britischen Album-Charts. Die drei Lieder „Music For Chameleons“, „We Take Mystery (To Bed)“ sowie „White Boys And Heroes“ erschienen begleitend als Single und erreichten alle einen Platz unter den Top 20. Die Nummer „We Take Mystery (To Bed)“ kletterte dabei bis auf Platz 9 der Single-Charts und stellt bis heute den letzten Top Ten Hit des Gary Numan auf der Insel dar.

Gary Numan hatte bereits auf dem Vorgängeralbum „Dance“ ordentlich experimentiert, diesen Weg verfolgte er auch auf „I, Assassin“ konsequent weiter. Erneut klingt auch alles auf dieser Scheibe, durch den Einsatz zahlreicher Synthesizer, sehr synthetisch und erneut spielt Gary Numan auch mit Stimmungen und Atmosphären. Das Ganze klingt nun dabei ein wenig rhythmischer und manchmal auch funkiger. Diese oftmals auf einen Gary Numan Album auch vorhandene düstere und mystische Stimmung, die gibt es hier allerdings nicht mehr. Dabei ist das ganze Album noch nicht mal besonders fröhlich geraten, vielmehr hört sich „I, Assassin“ ein wenig ausdruckslos an. Die Lieder tendieren dabei sogar bis hin zu langweiligen synthetischen Aneinanderreihungen von Tönen, die einen so gar nicht mehr zu packen verstehen. Gary Numan wollte noch mal etwas Neues ausprobieren, soweit so gut – das ist allerdings auch schon alles, denn gelungen klingt das Ergebnis wahrlich nicht.

Gary Numan selbst glaubte zum Zeitpunkt des Erscheinens, dass dies sein bisher bestes Album wäre. Sowohl die Kritiker wie die Fans sahen dies allerdings zum großen Teil anders – der Erfolg der Scheibe war, verglichen mit den Veröffentlichungen zuvor, auch nicht mehr berauschend. Hier Höhepunkte zu benennen fällt mir persönlich auch sehr schwer, da mich so gar nichts mehr auf „I, Assassin“ begeistern kann. Die Lieder gehen nicht ins Ohr, klingen zum Teil leider richtiggehend langweilig und als Steigerung sogar nervig. Lediglich das Lied „A Dream Of Siam“ kann da zumindest ansatzweise überzeugen. Sieht man diese Nummer allerdings als das Highlight der ganzen Platte, so weiß man sofort, wie es um die restlichen Lieder bestellt sein muss.

Auf der remasterten Albumfassung wurde zumindest nicht mit Bonus-Material gegeizt. Ganze sieben Lieder gibt es als Zugabe. Leider nur passen sich dieses Nummern absolut dem Niveau der Lieder an, die bereits auf der ursprünglichen Album-Ausgabe vorhanden waren. Viel gewonnen hat man dadurch also nicht, eher die Qual ein wenig verlängert.

Fazit: Gary Numan Musik war nie eine 08/15-Musik. Die Lieder klangen immer etwas verschroben und irgendwie besonders, ganz egal, ob man mit diesem synthetischen Sound nun etwas anzufangen weiß oder nicht. Auf „I, Assassin“ klingt die Musik des Gary Numan jetzt allerdings noch ein wenig weiter entrückt, irgendwie langweilig und überhaupt nicht mehr packend. Ins Ohr geht da nichts mehr, es ist lediglich noch der Sound, der zählt – und der ist leider nicht mehr gut. Vier Punkte.

Anspieltipps: A Dream Of Siam



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