Montag, 30. Januar 2017

Gary Numan – Warriors




Gary Numan – Warriors


Besetzung:

Gary Numan – vocals, keyboards, guitar, percussion


Gastmusiker:

Joe Hubbard – bass
Cedric Sharpley – drums, percussion
Bill Nelson – guitar, keyboards, chorus on “Poetry And Power”
Russell Bell – guitar
Chris Payne – keyboards, viola
John Webb – keyboards, percussion
Dick Morrissey – saxophone
Tracey Ackerman – backing vocals
Terry Martin – keyboards on “The Tick Tock Man”


Label: Beggars Banquet


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: New Wave, Experimental Music, Synthie Pop


Trackliste:

1. Warriors (5:53)
2. I Am Render (5:03)
3. The Iceman Comes (4:25)
4. This Prison Moon (3:16)
5. My Centurion (5:22)
6. Sister Surprise (8:31)
7. The Tick Tock Man (4:24)
8. Love Is Like Clock Law (4:05)
9. The Rhythm Of The Evening (5:57)


Bonus Tracks der remasterten Albumversion:

10. Poetry And Power („Sister Surprise“ B-Side) (4:31)
11. My Car Slides (1) („Warriors“ B-Side) (3:01)
12. My Car Slides (2) („Warriors“ B-Side) (4:43)
13. Nameless And Forgotten (4:54)
14. Sister Surprise (Single Version) (5:03)
15. Warriors (Full-Length Version) (7:30)

Gesamtspieldauer: 1:16:43




„Warriors“ heißt das siebte Studio-Album des Engländers Gary Numan. Veröffentlicht wurde die Platte im September 1983 auf dem Musiklabel Beggars Banquet Records. Gleichzeitig war es die letzte Scheibe, die Gary Numan auf diesem Label herausbrachte. Die Plattenfirma hatte Gary Numan vorgeschlagen, dass dieser nun, zum ersten Mal in seiner Karriere, zusammen mit einem Co-Produzenten an seiner Seite das Album einspielen sollte. Bill Nelson wurde Gary Numan schließlich an die Seite gestellt, den dieser bereits als Gitarristen verpflichtet hatte. Nur leider war die Zusammenarbeit alles andere als einfach, da die beiden Musiker sich nicht auf den Sound des Albums einigen konnten und so mehr stritten, denn zusammen arbeiteten. Das Ganze gipfelte darin, dass Nelson Gary Numan am Schluss bat, nicht mehr als Co-Produzent in den Credits erwähnt zu werden. Erst Jahre später würdigte Gary Numan den Beitrag Bill Nelsons in mehreren Interviews.

„Warriors“ klingt ein wenig poppiger und etwas eingängiger als noch das Vorgänger-Album „I, Assassin“. Die Platte verkaufte sich allerdings fast auch nur, genau wie das Album zuvor, in Großbritannien. Richtig melodiös klingt die Musik des Gary Numan hier auch noch nicht, allerdings schon etwas gefälliger. So wird zum Beispiel mit solch einer Nummer wie „My Centurion“ sogar mal ein wenig gerockt. „This Prison Moon“ klingt dagegen absolut poppig und schon wieder eher so, dass es auch in einem Radio zur besseren Sendezeit würde laufen können.

Allerdings so richtig gelungen klingt das alles immer noch nicht. Auch nicht besonders melodiös. Am Interessantesten hört sich da noch „Sister Surprise“ an, da die lange Nummer aus mehreren Teilen besteht und mit ihren verschiedenen Parts zumindest immer wieder mal ansatzweise ins Ohr zu gehen versteht. Funkig klingt das zum Teil sogar, dazu gesellen sich längere Instrumentalpassagen, die den Titel abwechslungsreicher klingen lassen. Am Schönsten hört sich für mich „Love Is Like Clock Law“ an, da hier auch mal eine ganz nette Melodie zu erkennen ist. Aufregend sind die restlichen Lieder auf „Warriors“ allerdings wahrlich nicht. Die Platte läuft so durch, ohne große Spuren zu hinterlassen. Das gilt auch für die sechs Zugaben, die der remasterten Album-Fassung hinzugefügt wurden.

Fazit: Gary Numan hatte im Laufe der 80er Jahre diese geheimnisvolle Atmosphäre verloren, die immer wieder seinen Liedern innewohnte. Auf „Warriors“ fand er diese Stimmung auch nicht wieder. Die Platte klingt poppig, ohne dass die Lieder dabei großartig melodiös sind, eingängig wären oder ins Ohr gehen würden. Von daher ist Vieles auf „Warriors“ eher langweilig denn spannend geworden. Nicht alles, allerdings viel. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Sister Surprise, Love Is Like Clock Law



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