Freitag, 17. März 2017

Bill Janovitz – Lonesome Bill




Bill Janovitz – Lonesome Bill


Besetzung:

Bill Janovitz – choir, guitar, organ, piano, vocals


Gastmusiker:

Joey Burns – accordion, bass (electric), bass (upright), cello, choir, guitar, mandolin, vocals (background)
John Convertino – bells, choir, drums, percussion, vibraphone
Howe Gelb – piano
Neil Harry – pedal steel
Craig Schumacher – harmonica, vocals (background)
Chris Toppin – vocals


Label: Beggars Banquet


Erscheinungsdatum: 1996


Stil: Rock


Trackliste:

1. Girl's Club (4:29)
2. Think Of All (3:30)
3. Shoulder (4:15)
4. Gaslight (3:18)
5. Ghost In My Piano (2:30)
6. Strangers (3:56)
7. My Funny Valentine (3:44)
8. Peninsula (3:29)
9. Talking To The Queen (3:31)
10. Red Balloon (5:28)

Gesamtspieldauer: 38:14



Die Idee, die hinter dem Album „Lonesome Bill“ von Bill Janovitz stand war, dass er mit seiner Band Buffalo Tom diese Art der Musik nicht veröffentlicht hätte können. Und das Solo–Album des Bill Janovitz, dem Frontmann und Sänger von Buffalo Tom, klingt auch zumindest zum Teil anders, als die Musik „seiner“ Band, nämlich sehr viel mehr der Heimat verbunden. Hört man bei Buffalo Tom noch Alternative Rock, so ist dies bei diesem Solo-Album eher Folk Rock mit diversen Ausflügen hin zum Country.

Joey Burns von Giant Sand und John Convertino von Calexico haben Bill Janovitz bei der Verwirklichung des Albums unterstützt. Somit ist es zumindest nicht ganz überraschend, dass man auch Ausflüge hin zum Country auf „Lonesome Bill“ zu hören bekommt. Des Weiteren ist auf der Scheibe Musik zu hören, die ein klein wenig vom Folk angehaucht wurde, durchaus auch etwas Alternative Rock und schließlich eben immer wieder aber auch Lieder, die schon sehr viel deutlicher nach Country klingen. Über allem schwebt irgendwie der nordamerikanische Kontinent und niemals England.

Nun, egal ob es Folk Musik ist, das Ganze im Country mündet oder Ausflüge hin zum Alternative Rock unternommen werden, sehr überzeugend klingt das alles nicht. Die Lieder gehen weder ins Ohr noch sind sie sonderlich interessant, um es positiv auszudrücken und nicht gleich von langweilig zu sprechen – aber auch dieses Adjektiv würde die Musik des Bill Janovitz auf seinem Solo-Album gut umschreiben. Einzig die Nummer „Shoulder“ kann da zumindest so ein wenig überzeugen. Ein Folk Lied, welches durchaus ins Ohr geht und bereits beim ersten Mal des Hörens klingt. Nur leider ist dies das einzige Lied auf dem Album, welches zumindest etwas überzeugt.

Fazit: Ich schreibe hier über all meine Platten und CD’s. Bald bin ich damit durch, denn die allermeisten werden hier dann besprochen sein. Und ich merke nun, dass es einen Grund gibt, warum mir manche Scheiben nie auffielen und ich sie deutlich weniger hörte, als andere. Ich bin dankbar dafür, alles nochmal durchhören zu können, aber „Lonesome Bill“ von Bill Janovitz wird irgendwie wieder in der Versenkung verschwinden. Das ist keine schlechte Musik, allerdings eine absolut uninteressante Musik. Egal ob Folk, Rock oder Country, mitreißend oder spannend klingt hier nichts. Vier Punkte.

Anspieltipps: Shoulder



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