Sonntag, 4. Juni 2017

BAP – Da Capo




BAP – Da Capo


Besetzung:

Wolfgang Niedecken – Gesang
Manfred “Schmal” Boecker – Percussion
Alexander “Effendi” Büchel – Keyboards
Steve Borg – Bass
Klaus “Major” Heuser – Gitarre
Jürgen “Jürgens” Zöller – Schlagzeug
Fonz Wohllrath – Sounds


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Kölsch-Rock


Trackliste:

1. Stadt im Niemandsland (5:42)
2. Fortsetzung folgt (5:41)
3. Shanghai (4:37)
4. Op dä Deckel vum Clown (3:43)
5. Rääts un links vum Bahndamm (5:31)
6. Sandino (5:27)
7. Dat däät joot (4:32)
8. Saison der Container (4:25)
9. Flüchtig (3:30)

Gesamtspieldauer: 43:08




„Da Capo“ heißt ist das siebte Studioalbum der Kölner Rockband BAP. Es wurde im August des Jahres 1988 auf dem Label EMI Electrola veröffentlicht und hielt sich insgesamt fünf Wochen, vom 16. September bis zum 20. Oktober 1988 auf Platz Nr. 1 der deutschen Albumcharts. Zwei Jahre waren inzwischen seit der letzten Veröffentlichung „Ahl Männer, Aalglatt“ vergangen, dem Erfolg der Scheibe stand dies jedoch nicht im Wege. Auch die erste Single-Auskopplung des Albums mit dem Lied „Fortsetzung folgt“ kletterte bis auf Platz 10 der Charts. Die weiteren Singles waren „Saison der Container“ sowie „Dat däät joot“, sie erreichten allerdings nur noch die Plätze 65 beziehungsweise 75 der Charts.

Insgesamt ist die Stimmung auf „Da Capo“ zumindest wieder etwas zurückhaltender, ruhiger geworden. Zwar griffen die Musiker erneut auf das bereits bewährte Konzept zurück, sanfte und rockige Lieder sich abwechseln zu lassen, doch die Grundstimmung des Albums ist insgesamt eine etwas ruhigere, als noch auf dem Vorgänger. Als Beispiel für härtere Rock-Stücke sei zum Beispiel die Cover-Version des Kinks Stückes „Death Of A Clown“, hier „Op dä Deckel vum Clown“ genannt, erwähnt oder der Opener der ehemaligen zweiten Plattenseite „Rääts un links vum Bahndamm“. Ganz sanft klingt das Album dagegen mit dem Titel „Flüchtig“ aus, ein Lied, das dem ein Jahr zuvor an Krebs verstorbenen Ex-Schlagzeuger der Band, Pete King, gewidmet ist.

Die Abwechslung war und ist also durchaus noch gegeben. Sanftere Titel wechseln sich mit etwas härteren ab und umgekehrt. Es wird mit Lautstärken und Stimmungen wie mit Atmosphären gespielt, sodass beim Hören der Scheibe keinesfalls Langeweile aufkommt. Allerdings kann „Da Capo“ leider nicht mehr so begeistern, wie es das noch so manches Album aus den Anfängen der Band schaffte. Das wiederum liegt an den Liedern in ihrer Gesamtheit, die einfach nicht mehr ganz so gut „zünden“, nicht mehr so ins Ohr gehen wollen und dort auch nicht mehr ganz so hängenbleiben, wie manch Titel auf den vorherigen Alben. Schlecht, seicht oder auch anbiedernd klingt auf „Da Capo“ freilich nichts, jedoch fehlen die absoluten Höhepunkte und das Album läuft somit häufig einfach nur durch.

Fazit: Erneut einen Gang zurückgeschaltet haben BAP auf ihrem siebten Studio-Album „Da Capo“. Immer noch wird zwar zwischen rockigeren und sanfteren Stücke hin- und herjongliert, trotzdem ist die Grundstimmung eine etwas gedämpftere geworden. Was dem Album ein wenig fehlt, das sind Höhepunkte, Ohrwürmer, allgemein Lieder, die auch länger hängenbleiben. Ganz sicher keine schlechte Platte, jedoch auch keine mitreißende Scheibe. Trotzdem für BAP-Fans natürlich eine Bereicherung. Acht Punkte.

Anspieltipps: Flüchtig



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