Samstag, 15. Juli 2017

Mike Oldfield – Discovery




Mike Oldfield – Discovery


Besetzung:

Mike Oldfield – all instruments (except drums)


Gastmusiker:

Maggie Reilly – vocals
Barry Palmer – vocals
Simon Phillips – Tama Drums


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. To France (4:43)
2. Poison Arrows (3:52)
3. Crystal Gazing (3:02)
4. Tricks Of The Light (3:52)
5. Discovery (4:34)
6. Talk About Your Life (4:24)
7. Saved By A Bell (4:38)
8. The Lake (12:13)


Bonus Tracks der remasterten Albumversion:

9. To France (Extended Version) (5:33)
10. In The Pool (3:42)
11. Bones (3:20)
12. Afghan (2:41)
13. Tricks Of The Light (3:55)

Gesamtspieldauer: 1:00:36



„Discovery“ oder „Discovery And The Lake“, wie man auf der Rückseite der Platte nachlesen kann, nannte Mike Oldfield sein neuntes Studioalbum. Im Juni des Jahres 1984 wurde die Scheibe auf dem Plattenlabel Virgin Records veröffentlicht. Auf dem Album befindet sich jede Menge Pop-Musik, worauf die Plattenfirma, nach dem großen Erfolg des Stücks „Moonlight Shadow“ vom Vorgängeralbum „Crisis“, sehr großen Wert gelegt hatte.

Auf dem ersten Titel, „To France“, hört man dann auch wieder Maggie Reily singen, die dies auch schon bei dem gerade erwähnten „Moonlight Shadow“ tat. Pop-Musik in Reinkultur ist das, fast schon einen Tick zu lieblich. Das Lied geht in die Nummer „Poison Arrows“ über. Hier hört man jetzt Barry Palmer am Gesang. Dieses Stück ist etwas rockiger gehalten und wirkt auch ansonsten sehr viel spannender als noch der Opener. Poppig geht es dann wieder weiter mit „Crystal Gazing“ und erneut Maggie Reilly als Sängerin. Erneut sehr lieblich, jedoch noch ganz okay. Der Tiefpunkt folgt schließlich mit „Tricks Of The Light“. Beide, Sängerin und Sänger sind hier zu hören und das Lied ist wahrlich einfachster Pop, extrem langweilig und belanglos. Wenn man sich überlegt, welche Art der Musik Mike Oldfield nur wenige Jahre zuvor schrieb, so blutet einem das Herz.

Es wird wieder zumindest ein wenig besser. Der Titelsong „Discovery“ ist deutlich rockiger, wird wieder nur von Barry Palmer eingesungen und verfügt dabei über eine Melodie, die tatsächlich etwas hängenbleibt. Es folgen die Stücke „Talk About Your Life” sowie „Saved By A Bell“. Fast schon unfassbar, wie langweilig die Musik von Mike Oldfield klingen kann. Dies bedeutet nicht, dass diese Stücke nicht melodiös wären, jedoch sind sie dabei fast schon anbiedernd und nur dazu gemacht, auch im Radio gespielt werden zu können. Schlimm. Bliebe noch das über zwölfminütige „The Lake“. Aus steuertechnischen Gründen hatte Mike Oldfield seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, genauer gesagt nach Villars-sur-Ollon in den Schweizer Alpen, hoch über dem Genfer See. Dieser Anblick hat ihn angeblich zu diesem Stück inspiriert. „The Lake“ ist auch der Höhepunkt der Platte. Zwar nicht mehr in einem Atemzug zu nennen wie die Longtracks auf seinen ersten Veröffentlichungen, dennoch eine schöne Instrumentalnummer, etwas verklärt und mit einer schönen Melodie versehen, die sich im Laufe des Liedes wandelt und entwickelt.

Auf der remasterten Version des Albums bekommt man fünf Zugaben mitgeliefert. Eine verlängerte Version von „To France“, eine Instrumentalversion von „Tricks Of The Light“ sowie drei bisher noch nicht veröffentlichte Titel. Diese Bonus Tracks lohnen die Anschaffung keineswegs, denn diese Version von „Tricks Of The Light“ schafft es tatsächlich noch schlechter zu sein, als das Original und den drei neuen Stücken hört man an, warum sie es nicht auf eine offizielle Platte geschafft haben.

Fazit: Mit „Discovery” war Mike Oldfield ganz tief in den Niederungen des Pop angekommen. Der Erfolg sollte ihm allerdings Recht geben, denn seine Platten verkauften sich nun sehr viel besser als früher. Der letzte Titel „The Lake“ scheint da nur ein Versöhnungsangebot an die alten Fans zu sein, die gerne „ihren“ Mike Oldfield von früher wieder hören würden. Aber die Zeit war vorbei, jetzt war erst mal Pop angesagt. Pop, der zwar klingt, zumeist jedoch unfassbar langweilig ist. Schade. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Poison Arrows, The Lake



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