Samstag, 1. Juli 2017

The Black Angels – Death Song




The Black Angels – Death Song


Besetzung:

Stephanie Bailey – drums, percussion, philicorda
Christian Bland – guitar, mellotron, bass, vocals, vox continental
Jake Garcia – guitar, bass, vocals
Kyle Hunt – bass, guitar, organ, moog, rheem mk VII
Alex Maas – lead vocals, bass, harmonium


Label: Partisan Records


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Psychedelic Rock


Trackliste:

1. Currency (5:16)
2. I'd Kill For Her (3:37)
3. Half Believing (4:20)
4. Comanche Moon (4:51)
5. Hunt Me Down (3:53)
6. Grab As Much (As You Can) (3:51)
7. Estimate (5:09)
8. I Dreamt (4:22)
9. Medicine (3:31)
10. Death March (3:24)
11. Life Song (6:30)

Gesamtspieldauer: 48:49




The Black Angels sind eine US-amerikanische Psychedelic Rock Band aus Austin, Texas, die sich nach dem Velvet Underground Lied „The Black Angel's Death Song“ benannte. Fünf Studioalben haben sie bisher veröffentlicht. „Death Song” heißt das bisher letzte dieser Reihe und erschien im April des Jahres 2017 auf dem Label Partisan Records – und damit wäre nun der Velvet Underground Titel vollständig umgesetzt.

Bandname sowie Titel des Albums sind hier inhaltlich wie auch musikalisch Programm. „Death Song“ ist ein sehr schwermütiges, dunkles Album geworden. Von Melancholie kann man bei der hier transportierten Atmosphäre schon gar nicht mehr sprechen, sehr viel mehr muss man hier von großer Traurigkeit ausgehen. Dabei sind die Lieder durchaus sehr eingängig gehalten, bleiben bereits nach wenigen Durchläufen hängen. Allerdings sind die einzelnen Stücke mitunter dabei sogar etwas monoton und redundant, was den dunklen Eindruck, die ausweglose Stimmung der Platte jedoch noch zusätzlich befeuert. Aber diese Musik geht definitiv schnell ins Ohr.

Psychedelisch klingt „Death Song“ wahrlich. Die Band spielt mit der Stimmung und scheut sich auch nicht Reminiszenzen aufkommen zu lassen. So ertönen im Lied „I Dreamt“ am Synthesizer erzeugte Vogel-ähnliche Schreie, die es sonst so nur auf Pink Floyds „Echoes“ zu hören gibt. Die Stimme von Sänger Alex Maas wird bei jedem Titel immer wieder verändert, variiert, sei es durch Hall- oder Echo-Effekte, was zusätzlich zu der mitunter fast schon maroden Gesamtatmosphäre beiträgt. Das Tempo der Musik von den Black Angels auf „Death Song” bewegt sich häufig im Mid-Tempo. Ausschläge nach oben und unten gibt es und diese fördern ein wenig die Abwechslung in der Musik auf „Death Song“. Und schließlich endet die Scheibe mit dem Titel „Life Song“. Ein Hoffnungsschimmer? Ein klares „Ja“ dazu. Immer noch getragen klingend, mit Sätzen wie „How can I explain, With no hope, With no chance, As I'm traveling upside down, Into a world of the unknown” und „How can I explain, That I'm dying today, I'm dying, I'm dying, I'm dying to say, I owe you, I'll see you on the other side” bestückt, wird die Musik trotzdem positiver, setzt ein Fünkchen Hoffnung an das Ende der Platte, welches Durchatmen lässt.

Fazit: Psychedelic Rock der eher dunklen Art gibt es von den Black Angels auf ihrem Album „Death Song“ zu hören. Allzu experimentell ist die Musik der Black Angels dabei nicht, dafür jedoch in jedem Takt, in jedem Akkord melodiös. Dazu erfordert der Genuss der Scheibe eine allgemein positive Grundlebenseinstellung, um beim Hören des Albums nicht gleich in Depressionen zu verfallen. Zumeist sind die Lieder eher ruhig und sanft gehalten und im Mid-Tempo angesiedelt. Sehr viel Moll-Musik gibt es auf der Scheibe zu hören. Intensiv ist das auf jeden Fall. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Currency, Estimate, Medicine, Life Song



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