Sonntag, 7. Januar 2018

PJ Harvey – Stories From The City, Stories From The Sea




PJ Harvey – Stories From The City, Stories From The Sea


Besetzung:

PJ Harvey – vocals, guitar (1–3, 5–11), bass (1), keyboards (3, 4, 8, 10), piano (12), djembe (12), maracas (6), e-bow (12)


Gastmusiker:

Rob Ellis – drums (2, 3, 6–12), piano (2, 3, 7, 11, 12), tambourine (1, 8, 10), synthesizer (2), keyboards (12), bells (12), harpsichord (1), electric piano (2), vibraphone (4), background vocals (11, 12)
Mick Harvey – organ (12), bass (2–4, 6–12), drums (1, 4), percussion (3), harmonium (1), keyboards (7, 9, 10), accordion (4), background vocals (11, 12)
Thom Yorke – vocals (4, 5, 7), keyboards (4)


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Big Exit (3:51)
2. Good Fortune (3:20)
3. (3:42)
4. One Line (3:14)
5. Beautiful Feeling (4:00)
6. The Whores Hustle And The Hustlers Whore (4:00)
7. This Mess We're In (3:57)
8. You Said Something (3:19)
9. Kamikaze (2:24)
10. This Is Love (3:48)
11. Horses In My Dreams (5:37)
12. We Float (6:07)

Gesamtspieldauer: 47:23




„Stories From The City, Stories From The Sea“ heißt das sechste Studioalbum der englischen Musikerin PJ Harvey. Es erschien am 23. Oktober im Jahr 2000 erneut, wie die Platten zuvor, auf dem Label Island Records, einer Tochter der Universal Music. Eingespielt wurde die Platte im März und April desselben Jahres und enthält zahlreiche Liebeslieder, die allesamt eine Verbindung zu ihrer „Lieblingsstadt“ New York City haben. Nach „To Bring You My Love“ aus dem Jahr 1995 wurde „Stories From The City, Stories From The Sea“ verkaufstechnisch gesehen der zweite große Erfolg der Engländerin. Das Album hielt sich siebzehn Wochen in den englischen Charts und wurde in Großbritannien und Australien mit Platin ausgezeichnet. In der Liste des Rolling Stone Magazin der 500 besten Platten aller Zeiten belegt die Platte Platz 431.

Auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ hört man Alternative Rock, der weder sehr innovativ ist, noch sich irgendwie positiv oder negativ von anderen Alternative Rock Alben anderer Künstler unterscheidet – obwohl die Musik natürlich eindeutig von PJ Harvey stammt und nicht von einer anderen Band. Von daher mutet allerdings die Eingruppierung des Albums unter die besten 500 Platten aller Zeiten zumindest etwas fragwürdig an. Das wiederum soll keineswegs bedeuten, dass es sich bei „Stories From The City, Stories From The Sea“ um ein schlechtes Album handelt, denn das ist es keinesfalls. Auf der Scheibe hört man Alternative Rock, mal eingängiger, mal etwas weniger eingängig, dem immer ein gewisser Hauch der Nachdenklichkeit oder Trauer anzuhaften scheint. Fröhlich klingt anders. Trotzdem lässt sich alles natürlich gut anhören und macht auch Spaß – zumindest, wenn man mit rockigen und gleichzeitig melancholischen Tönen auch etwas anzufangen weiß. Ein wirklich besonderes, besonders innovatives oder außergewöhnliches Album stellt „Stories From The City, Stories From The Sea“ allerdings nicht dar.

Alles hat seine Qualität auf dem Album, auf dem es guten und zumeist eingängigen Alternative Rock zu hören gibt. Kein Titel sticht dabei großartig heraus, weder im positiven, noch im negativen Sinne. Um hier jedoch einige Höhepunkte zu nennen, sei das eingängige und rockige „Good Fortune“ erwähnt. Etwas sanfter klingt dagegen die Nummer „A Place Called Home“, wohingegen „The Whores Hustle And The Hustlers Whore“ wesentlich mehr groovt. Der Höhepunkt des Albums ist für mich allerdings das Lied „This Mess We're In“. Hier hört man Thom Yorke sehr präsent im Duett mit Paul Jean Harvey. Diese Nummer hätte auch sehr gut seinen Platz auf einem Radiohead Album gefunden. „This Mess We're In“ ist auch gar nicht mehr so „alltäglich“, wie vieles andere auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ und nun doch das Besondere dieses Albums.

Fazit: Paul Jean Harvey lässt sich schwerlich auf nur eine musikalische Richtung festlegen, zumindest, wenn man die einzelnen Alben miteinander vergleicht. Auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ hört man dagegen ziemlich einheitlich Alternative Rock, meistens eingängig und gar nicht mal sehr außergewöhnlich. Die Musik klingt gut, geht größtenteils ins Ohr. Ein klein wenig fehlen mir hier jedoch die Ecken und Kanten, vielleicht hat allerdings gerade dieser Umstand dazu beigetragen, dass dieses Album so erfolgreich wurde. Massentauglich ist die Musik auf „Stories From The City, Stories From The Sea“ in jedem Fall. Acht Punkte.

Anspieltipps: A Place Called Home, The Whores Hustle And The Hustlers Whore, This Mess We're In



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