Sonntag, 4. März 2018

Marillion – B’Sides Themselves




Marillion – B’Sides Themselves


Besetzung:

Fish – vocals
Steve Rothery – guitars
Mark Kelly – keyboards
Pete Trewavas – bass
Mick Pointer – drums on tracks 1, 2, 9
John Marter – drums on tracks 3, 4
Ian Mosley – drums on tracks 5, 6, 7, 8


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Progressive Rock, Rock, Pop


Trackliste:

1. Grendel (17:15)
2. Charting The Single (4:48)
3. Market Square Heroes (3:56)
4. Three Boats Down From The Candy (4:01)
5. Cinderella Search (4:21)
6. Lady Nina (3:43)
7. Freaks (4:04)
8. Tux On (5:12)
9. Margaret (live) (12:17)

Gesamtspieldauer: 59:43




„B’Sides Themselves“ ist ein Kompilationsalbum der britischen Progressive Rock Band Marillion, welches am 4. Januar 1988 lediglich auf CD veröffentlicht wurde. Erst im Juni 1988 erschienen dann Versionen des Albums auf Schallplatte und Kassette. Veröffentlicht wurden die jeweiligen Versionen auf dem Plattenlabel EMI. Alle hier enthaltenen Titel sind B-Seiten früher veröffentlichter Singles. Die beiden Titel „Market Square Heroes“ und „Cinderella Search“ waren in Live-Versionen bereits auf dem Live-Album „Real To Reel“ zu hören gewesen.

Bei Fans ist dieses Album ziemlich umstritten. Das über siebzehnminütige „Grendel“ klingt angeblich wie ein sehr schlechter „Supper’s Ready“-Abklatsch, viele der anderen Lieder viel zu poppig und die letzte Nummer, das live eingespielte und wohl einzige Marillion-Cover-Lied „Margaret“ so überhaupt nicht nach Marillion. Wenn man allerdings die Musik von Marillion mag – und bei mir ist das durchaus der Fall – dann lässt sich einiges Schönes auf „B’Sides Themselves“ finden. An Genesis‘ „Supper’s Ready“ erinnert entfernt der etwas treibendere Part gegen Ende des Liedes, ansonsten vielleicht noch die Laufzeit. Ich finde den Titel durchaus gelungen, sehr abwechslungsreich und eingängig. Mit dieser Laufzeit hat man auch viel Zeit, sich in die Nummer zu vertiefen. „Grendel“ stellt eine schöne und gelungene Bereicherung im Liedkatalog der Band dar.

Ebenfalls sehr gelungen klingen „Three Boats Down From The Candy“, die B-Seite des Liedes „Punch And Judy“ aus dem Jahr 1984, sowie „Tux On“, B-Seite der Single „Sugar Mice“ aus dem Jahr 1987. Auch die Studio-Versionen der Lieder „Market Square Heroes“ und „Cinderella Search“ machen Laune und klingen sehr intensiv nach Marillion mit ihrem Sänger Fish. Bleiben noch die drei Lieder „Charting The Single“, „Lady Nina“ sowie „Freaks“, die wirklich etwas poppiger und langweiliger ausgefallen sind. Die Live-Nummer „Margaret“ schließlich war das Lied auf Marillion-Konzerten, bei welchem am Ende des Konzertes die einzelnen Musiker vorgestellt wurden. Das Lied wurde am 7. April 1983 im Edinburgh Playhouse eingespielt und war die B-Seite des Liedes „Garden Party“.

Fazit: „B’Sides Themselves“ ist die letzte Platte, die veröffentlicht wurde, als Fish noch Sänger der Band war. Im Oktober des Jahres 1988 verließ er dann Marillion. Ich würde jetzt nicht so weit gehen und behaupten, „B’Sides Themselves“ würde wie ein offizielles Marillion-Album der damaligen Zeit klingen. Aber die Scheibe hat was, enthält eine Höhepunkte und ist eine gelungene Ausweitung im Lied-Katalog von Marillion mit ihrem ersten Sänger. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Grendel, Three Boats Down From The Candy, Tux On



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