Donnerstag, 1. März 2018

Peter Maffay – Tattoos




Peter Maffay – Tattoos


Besetzung:

Peter Maffay – Vocals, Gitarre
Bertram Engel – Drums, Backing Vocals
Ken Taylor – Bass
Peter Keller – Gitarre, Piano, Keyboards, Backing Vocals
Pascal Kravetz – Piano, Orgel, Backing Vocals
Carl Carlton – Gitarre
Jean-Jaques Kravetz – Piano, Orgel


Gastmusiker:

Wroclaw Score Orchestra – Orchestration
Voices Of Joy – Chor
Rupert Kepplinger – Gitarren auf „Wir verschwinden“
Eva Leticia Padilla – Backing Vocals auf „Du“ & „So bist Du“
Test Milan – Backing Vocals auf „Du“ & „So bist Du“
David-Michael Johnson – Backing Vocals auf „So bist Du“
Rune Høck Møller – Backing Vocals auf „So bist Du“
Philip Kazka – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Benny Brown – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Jan-Peter Klöpfel – Trompete auf „Du“ & „So bist Du“
Sebastian John – Posaune auf „Du“ & „So bist Du“
Uwe Granitza – Posaune / Bass Posaune auf „Du“ & „So bist Du“
Matthias Clasen – Saxophon auf „7 Brücken“
Peter Hinterthür – Vibraphon auf „Eiszeit“ und „Und es war Sommer“ und Flügelhorn auf „Tiefer“
Katrin Schröder – Keyboards auf „Nessaja“ & „Weil es Dich gibt“
Achim Köllner – Keyboards auf „Nessaja“ & „Weil es Dich gibt“
Jens Plücker – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Marcel Sobol – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Dave Claessen – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“
Bernd Künkele – Horn auf „7 Brücken“, „Tiefer“, „Und es war Sommer“, Eiszeit“, „Nessaja“


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Pop


Trackliste:

1. Tattoo (1:16)
2. Schatten in die Haut tätowiert (2:38)
3. Sonne in der Nacht (4:12)
4. Und es war Sommer (5:07)
5. Über sieben Brücken mußt du gehn (4:57)
6. Eiszeit (6:01)
7. Freiheit, die ich meine (4:44)
8. Glaub an mich (4:15)
9. Josie (4:11)
10. Du (5:16)
11. So bist du (5:22)
12. Weil es dich gibt (4:27)
13. Ewig (3:58)
14. Wir verschwinden (4:26)
15. Nessaja (4:48)

Gesamtspieldauer: 1:05:46




„Tattoos“ von Peter Maffay ist eine Art „Best Of…“-Album des Peter Maffay, bei dem er im Jahr 2010 seine alten „Hits“ mit einem Orchester neu einspielte. Es ist gleichzeitig sein 34. Studioalbum und wurde am 29. Januar 2010 auf dem Plattenlabel Ariola veröffentlicht.

Ich gebe es zu, ich bin kein Peter Maffay Fan, kann mir aber den ein oder anderen Titel durchaus anhören. Was man allerdings hier auf „Tattoo“ geboten bekommt, ist ziemlich starker Tobak. Die Texte des Peter Maffay waren schon immer peinlich, nun wird allerdings auch noch die Musik selbst überzuckert, indem hier Bläser und Streicher alles noch ein wenig mehr verwaschen und vollends in den Kitsch abgleiten lassen. Grausam. Angeblich bezeichnete Peter Maffay das Album sogar als „Geschenk an seine Fans“, mehr Überheblichkeit geht wohl kaum. Wenn es ein „Geschenk“ an seine Fans gewesen wäre, hätte er die Scheibe kostenlos zum Download zur Verfügung stellen können. Hat er jedoch nicht, stattdessen befindet sich in der CD-Hülle noch ein Flyer mit dem Hinweis auf den Fan-Shop, in dem man sich mit Peter-Maffay-Devotionalien eindecken kann. Soviel also zum „Geschenk“, mehr Kommerz geht kaum auf einem Album.

Die Musik selbst disqualifiziert sich durch diese Instrumentierung, bei der auch manchmal noch Chöre einsetzen und alles noch etwas fieser klingen lassen. Da quillt der Schleim. Allerdings, das sei an dieser Stelle unbedingt auch erwähnt, die Platte war die zweiterfolgreichste des Jahres 2010 in Deutschland. Die Fans sahen das also anders, denen gefiel diese Musik zum größten Teil. Es ist schön, dass Geschmäcker so verschieden sind. Für mich klingt „Tattoos“ allerdings unfassbar kommerziell, weichgespült, manchmal nach Deutschem Schlager wie bei „Du“ und oftmals peinlich.

Fazit: Eine Platte für Fans des Peter Maffay. Wenn man vorher schon mit dieser Art der Musik seine Probleme hatte, vergeht es einem mit diesen Interpretationen vollends und endgültig. Pop-Musik, die manchmal wohl nach Rock klingen soll, dabei jedoch in den Schlager abdriftet. Lieder, angefüllt mit Streichern, Bläsern, Chören und sonstigem Hintergrundgesäusel. Sehr schlechte Texte und ganz viel Belanglosigkeit. Die Geschmäcker sind verschieden. Das ist einerseits schön, lässt einen dann aber doch manchmal auch wieder fassungslos zurück. Einen Punkt.

Anspieltipps: So bist Du



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