Freitag, 27. April 2018

Al Stewart – Bedsitter Images




Al Stewart – Bedsitter Images


Besetzung:

Al Stewart – vocals, guitar, keyboards


Gastmusiker:

Alexander Faris – conductor, orchestral arrangements


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1967


Stil: Folk


Trackliste:

1. Bedsitter Images (3:18)
2. Swiss Cottage Manoeuvres (4:01)
3. The Carmichaels (2:53)
4. Scandinavian Girl (2:35)
5. Pretty Golden Hair (3:39)
6. Denise At 16 (3:19)
7. Samuel, Oh How You've Changed (4:02)
8. Cleave To Me (2:53)
9. A Long Way Down From Stephanie (3:29)
10. Ivich (4:26)
11. Beleeka Doodle Day (7:00)

Gesamtspieldauer: 41:40



Das erste Album des britischen Folk-Sängers Al Stewart heißt „Bedsitter Images“ und wurde am 6. April 1967 ursprünglich auf dem Plattenlabel CBS Records veröffentlicht. Im Jahr 2008 erschien das bisher sechszehnte und letzte Album des Al Stewart, der allerdings immer noch Konzerte gibt. Auf „Bedsitter Images“ hört man englischen Folk, Gesang und Gitarre mit jeder Menge Orchester untermalt.

Die Musik des Al Stewart klingt sehr weich, ist immer melodiös und geht ohne großartige Umwege auch sofort ins Ohr. Der Engländer erzählt beziehungsweise singt seine Geschichten mit sehr sanfter Stimme, dazu ertönen weiche akustische Gitarrenakkorde und schließlich erklingen noch viele Orchester-Instrumentierung und runden das warme und weiche Bild ab, welches „Bedsitter Images“ vermittelt. Das klingt immer eingängig, überschreitet allerdings manchmal auch die Grenze zur Überzuckerung, wenn nämlich zu viele Streicher zu viel Puderzucker über die einzelnen Lieder ausschütten. Auch die weiche Stimme des Al Stewart, im Grunde genommen perfekt für diese Art der Musik geeignet, wird auf die Dauer nicht jeder und jedem zusagen. Die Gesangsstimme des Al Stewart wird nur sehr wenig moduliert, klingt somit auf längere Sicht durchaus etwas monoton und einförmig. Die Kritiker von Al Stewart finden seine Musik deutlich zu weichgespült, ein Kritikpunkt, den man durchaus nachvollziehen kann.

Nichtsdestotrotz klingt und wirkt die Musik des Al Stewart. Jedes Lied ist melodiös und angefüllt mit schönen Harmonien. Die Lieder auf „Bedsitter Images“ sind nicht geeignet sich aufzuregen, sondern viel eher, um einen langen und anstrengenden Tag langsam ausklingen zu lassen und sich zu entspannen. Es gibt keine Ausfälle auf diesem Album. Alles, wirklich alles ist im selben Stil gehalten, klingt einheitlich und hört sich unaufgeregt angenehm an. Von daher gibt es im Grunde genommen auch keine wirklichen Höhepunkte, da der Stil vom ersten bis zum letzten Takt durchgezogen wird. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings doch. Die Lieder „Denise At 16“ und „Ivich“ sind Instrumentalnummern, während derer lediglich Al Stewart an der Gitarre zu hören ist. Auch diese beiden Lieder sind absolut eingängig und umschwärmen das Ohr und bilden durch den fehlenden Gesang und der ausbleibenden Orchestrierung dann doch eine schöne Abwechslung. Und schließlich sollte an dieser Stelle auch der letzte und längste Titel der Platte, „Beleeka Doodle Day“, Erwähnung finden. Er beginnt mit akustischer Gitarre, der Gesang des Al Stewart setzt ein, schließlich auch Schlagzeug und Orgel. Immer wieder wird das Thema wiederholt, das macht diese Nummer sehr eindringlich und schließlich dann doch zum Höhepunkt auf „Bedsitter Images“. Traurig ist an dem Lied jedoch, dass es ganz am Ende, wenn die Musik ihren Höhepunkt erreicht hat, ziemlich lieblos ausgeblendet wird. Das scheint an der Zeit des Entstehens in den 60er Jahren zu liegen, als solch lange Lieder immer noch etwas Außergewöhnliches darstellten.

Fazit: Eine warme, ruhige und weiche Platte ist das Debut-Album des Al Stewart mit dem Titel „Bedsitter Images“ geworden. Englischer Folk, der überaus melodiös und eingängig klingt. Al Stewart erzählt seine Geschichten, die Musik ist dabei an manchen Stellen etwas überzuckert. Gesang und akustische Gitarre stehen im Vordergrund, das Orchester füllt den Sound auf. Musik zum Entspannen, die einfach, trotz aller Weichheit, irgendwie schön klingt. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Beleeka Doodle Day



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