Mittwoch, 25. April 2018

Gazpacho – Firebird




Gazpacho – Firebird


Besetzung:

Jan H. Ohme – vocals & backing vocals
Thomas Andersen – piano, keyboards & programming
Jon-Arne Vilbo – acoustics, guitars & programming
Robert Risberget Johansen – drums & percussion


Gastmusiker:

Kristian Olav Torp – bass
Steve Rothery – guitars („Do You Know What You Are Saying?“)
Mikael Krømer – violins
Line Bekkelund – backing vocals („Firebird“)
Nina Mortvedt – backing vocals („Symbols“, „Swallow“)


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Art Pop, Art Rock


Trackliste:

1. Vulture (5:47)
2. Symbols (4:04)
3. Swallow (5:39)
4. Orion I (5:19)
5. Orion II (3:06)
6. Prisoner (4:16)
7. Jezebel (4:18)
8. Black Widow (4:28)
9. Firebird (5:21)
10. Do You Know What You Are Saying? (6:21)
11. Once In A Lifetime (5:21)

Gesamtspieldauer: 54:06



„Firebird“ heißt das dritte Studio-Album der norwegischen Band Gazpacho. Dieses erschien im Jahr 2005 nun endlich auch nicht mehr in Eigenproduktion, sondern auf dem Plattenlabel Intact Records. Im Jahr 2016 wurde auch diese Scheibe schließlich auf dem Label KScope wiederveröffentlicht. Inzwischen waren Gazpacho zu einer Art ständiger Vorband ihrer großen Vorbilder Marillion geworden und wohl nicht zuletzt deswegen ist auf „Firebird“ auch Marillion-Gitarrist Steve Rothery beim Lied „Do You Know What You Are Saying?“ an der Gitarre zu hören.

„Firebird“ klingt etwas rockiger als noch die beiden Vorgänger-Alben. Ansonsten hat sich nicht viel geändert an der Musik der Norweger. Die Lieder sind immer noch sehr melancholisch bis nachdenklich gehalten, es ist eine eher traurige Atmosphäre, die hier aus dem Boxen verströmt wird. Dabei klingt die Musik von Gazpacho sehr intensiv und auch packend. Man kann eintauchen in all diese riesigen Wellen dunkler Stimmung, die nur ab und an die Sonne durchlassen. Lediglich die etwas rockigere Grundlage der Lieder sorgt für etwas hellere Momente. Auch die Stimme des Jan Henrik Ohme trägt mit zur Grundausrichtung der Musik auf „Firebird“ bei und ähnelt auf diesem Album sehr der von Matthew Bellamy von Muse.

Höhepunkte gibt es einige auf diesem Album zu hören, auf denen es glücklicherweise keine Ausfälle zu verzeichnen gibt. Jeder Titel klingt und wirkt auch. „Vulture“, „Orion I“, „Black Widow“ sowie „Do You Know What You Are Saying?“ wären da als Höhepunkte besonders zu nennen. Allesamt Lieder, die ins Ohr gehen, mal sanft, mal rockiger, mal sogar etwas sphärischer. Und wenn beim letztgenannten Titel dann auch noch die Violine so wunderschön traurig einsetzt und erklingt, dann heißt es: Augen schließen und sich ganz seiner Sentimentalität hingeben.

Fazit: Das dritte Studio-Album der norwegischen Band Gazpacho mit dem Titel „Firebird“ ist noch ein wenig abwechslungsreicher geworden, als die beiden Vorgänger-Platten. Die etwas dunkle Grundstimmung in der Musik der Norweger bleibt in den Liedern auf „Firebird“ zwar erhalten, doch wird mitunter ein klein wenig mehr das Tempo angezogen. Gazpacho schwelgen jedoch weiterhin in Melancholie und Sentimentalität und alles klingt so traurig. Schön traurig. Elf Punkte.

Anspieltipps: Vulture, Orion I, Black Widow, Do You Know What You Are Saying



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