Donnerstag, 14. Juni 2018

Gazpacho – March Of Ghosts




Gazpacho – March Of Ghosts


Besetzung:

Jan Henrik Ohme – vocals
Thomas A. Anderson – keyboards
Jon-Arne Vilbo – guitars
Mikael Krømer – violins & mandolin
Kristian Olav Torp – bass
Lars Erik Asp – drums


Gastmusiker:

Kristian „The Duke“ Skedsmo – tin whistle, low whistle, tenor banjo, five string banjo, accordion, mandriola, octave mandola & flute


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Progressive Rock, Art Rock


Trackliste:

1. Monument (2:06)
2. Hell Freezes Over I (5:45)
3. Hell Freezes Over II (4:36)
4. Black Lily (4:58)
5. Gold Star (4:15)
6. Hell Freezes Over III (2:36)
7. Mary Celeste (5:43)
8. What Did I Do? (4:19)
9. Golem (5:10)
10. The Dumb (4:33)
11. Hell Freezes Over IV (6:11)

Gesamtspieldauer: 50:17




Gazpacho sind Gazpacho sind Gazpacho. Wenn man eine Platte der sechs Norweger erwirbt, dann weiß man, was einen erwartet. Man bekommt eingängigen Art Rock bis Progressive Rock zu hören, der sehr schnell ins Ohr geht. Nicht anders ist das auch bei ihrem siebten Studio-Album, welches den Namen „March Of Ghosts“ trägt. Am 12. März im Jahr 2012 wurde die Scheibe auf dem Plattenlaben KScope veröffentlicht und enthält einmal mehr die für Gazpacho so typische Musik, den Sound, den man erwartet. „March Of Ghosts“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten. Die Idee hinter dem Album ist, dass in einer Nacht verschiedene Geister ihre Erlebnisse in Form von Geschichten erzählen. Zu den Charakteren dieser „Geister“ gehören haitianische Kriegsverbrecher, die Besatzung der Mary Celeste, ein zurückkehrender amerikanischer Soldat des Ersten Weltkriegs, der sich im Jahr 2012 wiederfindet und der Geist eines englischen Comedy-Autors, der zu Unrecht des Verrats beschuldigt wurde.

„March Of Ghosts“ ist randvoll gefüllt mit sanfter und sehr melodiöser Musik, die im Umkreis des Progressive Rock und des Art Rocks beheimatet ist. Die Lieder gehen bereits beim ersten Mal des Hörens gut ins Ohr und klingen nach Melancholie, Sentimentalität und unerfüllter Sehnsucht. Alles, wirklich alles auf „March Of Ghosts“ klingt harmonisch. Das bedeutet allerdings keineswegs Langeweile, sondern ergänzt die Musik von Gazpacho durch ein weiteres sehr hörenswertes Album. Einen kleinen Unterschied zu den bisherigen Platten der Band gibt es dann allerdings doch. Gazpacho haben auf „March Of Ghosts“ den Folk noch ein wenig mehr in ihre Lieder einfließen lassen. Kurze folkige Abschnitte tauchen immer wieder in den einzelnen Stücken auf und bereichern die Musik damit durchaus noch einmal mehr.

Es klingt wirklich alles auf „March Of Ghosts“. Jede und jeder, die oder der diese Art der Musik schätzt, wird hier andere Favoriten für sich entdecken. Zudem wachsen die Lieder auch noch mit jedem weiteren Durchlauf, sodass die eigenen Höhepunkte sich durchaus im Laufe der Zeit ändern können. Meine Favoriten sind im Moment die Stücke „Hell Freezes Over I, II und IV“ sowie „Gold Star“. Oder sind es doch „Mary Celeste“ und „What Did I Do?“? Schwierig, es klingt wahrlich alles sehr überzeugend. Ein großes Lob auch für das 24-seitige Booklet. Dieses ist sehr schön gestaltet und es lohnt einmal mehr, die Texte darin nachzulesen. Da hat sich jemand viel Mühe gegeben.

Fazit: Ein sehr überzeugendes Album ganz im Stile von Gazpacho ist „March Of Ghosts“ geworden. Eingängigen und harmonischen Progressive Rock bis Art Rock gibt es auf dem Album zu hören. Gazpacho erfinden dabei weder sich neu, noch irgendwelche musikalischen Genres. Trotzdem lohnt sich diese Platte, da sie dieses Gazpacho-Universum erweitert. Musik voller Melancholie, abwechslungsreich und warm. Elf Punkte.

Anspieltipps: Hell Freezes Over, Gold Star



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