Samstag, 30. Juni 2018

Kaipa – In The Wake Of Evolution




Kaipa – In The Wake Of Evolution


Besetzung:

Patrik Lundström – vocals
Aleena Gibson – vocals
Per Nilsson – electric and acoustic guitars
Morgan Ågren – drums
Hans Lundin – electric and acoustic keyboards, vocals
Jonas Reingold – electric basses


Gastmusiker:

Fredrik Lindqvist – recorders (tracks 2,3, 4, 5, & 8)
Elin Rubinsztein – violin (tracks 1, 4, 5, & 7)


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. In The Wake Of Evolution (10:57)
2. In The Heart Of Her Own Magic Field (5:12)
3. Electric Power Water Notes (17:50)
4. Folkia´s First Decision (2:32)
5. The Words Are Like Leaves (5:36)
6. Arcs Of Sound (8:21)
7. Smoke From A Secret Source (9:23)
8. The Seven Oceans Of Our Mind (10:08)

Gesamtspieldauer: 1:10:03



„In The Wake Of Evolution“ heißt das zehnte Studio-Album der schwedischen Progressive Rock Band Kaipa. Am 16. März des Jahres 2010 wurde das Album auf dem Plattenlabel InsiceOut Music veröffentlicht. Obwohl Roine Stolt Kaipa bereits vor dem letzten Album wieder verlassen hatte, klingen Kaipa auf „In The Wake Of Evolution“ immer noch wie eine zweite Band mit dem Namen Flower Kings. Viel hat sich trotz des Verlustes einer der Song-Schreiber also nicht mehr geändert an der Musik der Schweden.

Wieder gibt es eher frickeligen bis etwas konstruiert klingenden Progressive Rock zu hören, der so eindeutig aus Schweden zu stammen scheint. Sehr melodiös ist das nicht unbedingt, die einzelnen Lieder gehen auch nicht unverzüglich gut ins Ohr. Mitunter läuft die Scheibe so durch und klingt leider auch an manchen Stellen etwas langweilig. Dann gibt es allerdings auch wieder sehr viel mitreißendere Passagen, in denen die Musiker nur so von Spielfreude beseelt zu sein scheinen. Zugutehalten muss man der Platte auch, dass sie im Laufe der Zeit wächst, wenn man ihr denn die Zeit zum Reifen einräumt. Bis auf den Gesang, der eindeutig ein Manko in der Musik von Kaipa ist. Egal ob hier Patrik Lundström oder Aleena Gibson singen. Es klingt in beiden Fällen wenig überzeugend, manchmal sogar geradezu komisch.

Drei Höhepunkte enthält das Album mit den Titeln „Electric Power Water Notes“, „Arcs Of Sound“ und „The Seven Oceans Of Our Mind“. Ersteres Stück ist eine sehr abwechslungsreiche Progressive Rock Nummer, die in vielen Facetten aufleuchtet. Hier klingen Kaipa spannend und überaus gelungen. Das Lied „Arcs Of Sound“ beginnt einigermaßen hektisch und wird dann zu einem melodiösen und eingängigen Titel, welcher einen ausnahmsweise bereits beim ersten Mal des Hörens aufhorchen lässt. Dieses Lied hallt auch nach und klingt nach spannendem Progressive Rock. Die kleine Einschränkung bei dieser Nummer ist leider der Refrain, der wie ein x-beliebiges Rock Lied klingt und gegen den Rest des Stücks deutlich abfällt. „The Seven Oceans Of Our Mind“ beginnt schließlich wie ein Folk-Song, ehe dieser auch in die eher progressive Richtung einbiegt. Ein sehr abwechslungsreiches Lied, welches sich steigert, aus verschiedenen Abschnitten aufgebaut ist und zudem über schöne und melodiöse Melodien verfügt, die sich festsetzen.

Fazit: „In The Wake Of Evolution“ klingt ganz klar nach schwedischem Progressive Rock und dabei ist automatisch die Nähe zur Band Flower Kings gegeben. Nicht alles überzeugt auf dem Album bis ins letzte Detail, einige Stücke muss man auch öfters hören, sich vielleicht sogar Schönhören. Doch hat das Album definitiv auch Höhepunkte, die Spaß machen und hängenbleiben. Ganz sicher keine schlechte Platte, die neben dem Progressive Rock auch so manche Folk-Anleihe enthält. Neun Punkte.

Anspieltipps: Electric Power Water Notes, Arcs Of Sound, The Seven Oceans Of Our Mind



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