Mittwoch, 26. September 2018

Lift – Lift




Lift – Lift


Besetzung:

Werther Lohse – drums, vocals
Michael Heubach – synthsizer, organ, electric piano
Till Patzer – flute, vocals
Wolfgang Scheffler – electric piano, synthesizer
Henry Pacholski – vocals
Gerhard Zachar – bass guitar, vocals


Label: AMIGA (Wiederveröffentlicht durch Sony Music Entertainment)


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Art Rock, Deutsch Rock


Trackliste:

1. Wasser und Wein (3:45)
2. Fällt der erste Reif (4:15)
3. Und es schuf der Mensch die Erde (3:28)
4. Jeden Abend (4:11)
5. Früh am Morgen (4:21)
6. Ballade vom Stein (9:52)
7. Du falsche Schöne (2:54)
8. Komm her (3:32)
9. Abendstunde, stille Stunde (4:29)

Gesamtspieldauer: 40:50




Lift ist eine im Jahr 1973 in Dresden gegründete Rock Band, die trotz oder gerade aufgrund zahlreicher Umbesetzungen auch heute noch aktiv ist. Von den Gründungsmitgliedern ist allerdings keiner mehr in der jetzigen Formation vertreten. Im Jahr 1976 wurde die erste LP der Band auf dem DDR-Label Amiga veröffentlicht. Diese nannte die Band kurz nach dem eigenen Namen „Lift“ und die Platte wird heute oftmals auch mit „Lift 1“ betitelt.

Es sind durchaus ein paar nette Ideen auf „Lift“ von Lift enthalten, die sich mitunter dem Genre des Progressive Rock annähern. So klingen einige der Kompositionen durchaus interessant, kommen allerdings über dieses Stadium auch nach oftmaligem Hören in meinem Fall nicht hinaus. So ganz wollen die Melodien dann doch nicht zünden, was vor vierzig Jahren jedoch durchaus noch funktioniert haben kann, muss heute trotzdem nicht mehr unbedingt funktionieren. Etwas schwierig ist dabei auch der Gesang oder besser die Texte. Sehr pathetisch und für heutige Ohren inhaltlich etwas seltsam. Betrachtet man das Ganze jedoch als Zeitdokument, hinterlassen auch diese einen etwas interessanteren Eindruck, der mitunter allerdings unfreiwillig auch ins Komische abdriftet.

Ganz nett und eingängig klingen auf diesem ersten Lift-Album die Lieder „Wasser und Wein“, „Und es schuf der Mensch die Erde“, „Jeden Abend“ sowie „Du falsche Schöne“. Bei diesen Liedern wirken die Melodien etwas eingängiger. Art Rock mit progressivem Touch ist auch das Genre der anderen Stücke. Allerdings klingen diese oftmals so, wie man sich heute „Beat“-Musik der 70er Jahre vorstellt. Mit sowas konnte meine Oma damals überhaupt nichts anfangen und irgendwie kann ich sie da auch voll und ganz verstehen.

Fazit: Diese ostdeutsche Musik von Lift, die auch im Bereich des Progressive Rock fischt, besitzt längst nicht den Tiefgang, die Ideen oder auch nur ansatzweise die Eingängigkeit wie jene der westdeutschen Kollegen von Grobschnitt, Jane, Eloy, Can und und und. Trotzdem gibt es auch bei Lift lichte und helle Stellen, doch diese sind ganz eindeutig zu selten. Zu wenig kann da wirklich überzeugen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Wasser und Wein, Und es schuf der Mensch die Erde, Jeden Abend, Du falsche Schöne



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