Mittwoch, 5. Dezember 2018

Peter Gabriel – Secret World Live




Peter Gabriel – Secret World Live


Besetzung:

Peter Gabriel – lead vocals, harmonica, keyboards, rainstick
Manu Katché – drums
Tony Levin – bass, chapman stick, vocals
David Rhodes – guitar, vocals
Jean-Claude Naimro – keyboards, vocals
Shankar – violins, vocals
Levon Minassian – doudouk
Paula Cole – main vocals on "Don‘t Give Up"


Gastmusiker:

Leo Nocentelli – guitar, vocals
Daniel Lanois – dobro, telecaster
Babacar Faye – djembe
Assane Thiam – talking drum, tama
Hossam Ramzy – surdo
Tim Green – tenor saxophone
Reggie Houston – baritone saxophone
Renard Poche – trombone
Wayne Jackson – trumpet, cornet
Ayub Ogada – backing vocals
Papa Wemba – backing vocals
Reddy Amissi – backing vocals
Stino Mubi – backing vocals


Label: Real World


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

CD1:

1. Come Talk To Me (6:13)
2. Steam (7:42)
3. Across The River (5:56)
4. Slow Marimbas (1:45)
5. Shaking The Tree (9:18)
6. Red Rain (6:14)
7. Blood Of Eden (6:57)
8. Kiss That Frog (5:56)
9. Washing Of The Water (4:06)
10. Solsbury Hill (4:45)

CD2:

1. Digging In The Dirt (7:36)
2. Sledgehammer (4:59)
3. Secret World (9:11)
4. Don‘t Give Up (7:36)
5. In Your Eyes (11:34)

Gesamtspieldauer: CD1 (58:59) und CD2 (40:58): 1:39:57



„Secret World Live“ heißt das zweite Live-Album und das zehnte Album des englischen Rockmusikers Peter Gabriel insgesamt. Es wurde am 16. und 17. November 1993 im Palasport Nuovo, Modena, Italien aufgenommen und am 13. September 1994 veröffentlicht. „Secret World Live“ enthält eine Live-Version des Liedes „Across The River“, welches bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in voller Länge auf einem anderen Peter Gabriel Album erschienen war.

„Secret World Live“ erhielt von Kritikern eher schwächere Bewertungen, was aufgrund der Lied-Auswahl auch nicht weiter verwunderlich ist. „Steam“, „Shaking The Tree“, „Kiss That Frog“ und auch „Don‘t Give Up“ in dieser Version, gehören keineswegs zu den Höhepunkten im Schaffen des Peter Gabriel. „Across The River“ ist dagegen eine schöne und sphärische Nummer, im Grunde genommen allerdings sehr untypisch für Peter Gabriel – dabei jedoch durchaus hörenswert. Das kurze „Slow Marimbas“ im Anschluss daran schwankt ebenfalls zwischen Sphäre und schließlich Weltmusik, kann dabei allerdings noch überzeugen. Höhepunkt auf der ersten Platte beziehungsweise CD ist der Titel „Red Rain“, welcher auch in dieser Live-Version mitreißend und packend klingt. „Solsbury Hill“ verliert dagegen in dieser Ausführung gegenüber dem Original.

Auf der zweiten Platte sind solch Klassiker wie „Digging In The Dirt“, „Sledgehammer“ oder auch „In Your Eyes“ vertreten. Doch auch diese Nummern klingen nicht so kraftvoll wie in den Album-Versionen. Verglichen mit dem ersten Live-Album des Peter Gabriel, „Peter Gabriel Plays Live“, fehlt auf dieser Platte deutlich an Dynamik. Die Titel reißen auf „Secret World Live“ nicht so mit, wie auf dem Vorgänger-Live-Album. Nichtsdestotrotz wissen viele der Lieder zu begeistern und fallen nur im Vergleich zu den Originalen etwa ab. Vielleicht wirken diese Titel live eingespielt auch einfach nicht so überzeugend und benötigen die ganzen Möglichkeiten eines Studios, um voll zu klingen. Und diese auf „Secret World Live“ immer wieder vorhandene Verknüpfung mit der Genre der Weltmusik reißt zudem ebenfalls nicht jeden Fan des Peter Gabriel von den Sitzen.

Fazit: „Secret World Live“ ist ein Live-Album von Peter Gabriel, welches einen etwas ratlos zurücklässt. Wunderschöne Titel gibt es auf der Platte zu hören, aber auch Lieder, die einfach nicht zu den Höhepunkten im Schaffen des englischen Musikers gehören. Dazu wirken einige Nummern in diesen Versionen nicht so überzeugend, wie in den Original-Einspielungen. Trotzdem handelt es sich bei der Musik von Peter Gabriel zu allermeist um mitreißende Lieder, so auch auf dieser Platte, die die Fans durchaus überzeugen werden. Ganz ohne Fan-Brille findet man jedoch Abstriche. Neun Punkte.

Anspieltipps: Across The River, Red Rain, Digging In The Dirt



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