Sonntag, 20. April 2014

The Beatles – The Beatles




The Beatles – The Beatles


Besetzung:

John Lennon – lead, harmony and background vocals; acoustic, lead, bass and rhythm guitars, keyboards (electric and acoustic pianos, hammond organ, harmonium and mellotron), extra drums and assorted percussion (tambourine, maracas, cymbals, thumping on the back of an acoustic guitar, handclaps and vocal percussion), harmonica, whistling and saxophone; tapes, tape loops and sound effects (electronic and home-made)
Paul McCartney – lead, harmony and background vocals, acoustic, lead, rhythm and bass guitars, keyboards (electric and acoustic pianos and hammond organ), assorted percussion (timpani, tambourine, cowbell, hand shake bell, handclaps, foot taps and vocal percussion), drums (on "Back In The U.S.S.R.", "Dear Prudence", "Wild Honey Pie", and "Martha My Dear"), recorder and flugelhorn, sound effects
George Harrison – lead, harmony and background vocals, acoustic, rhythm, bass and lead guitars, hammond organ, extra drums and assorted percussion (tambourine, handclaps and vocal percussion) and sound effects
Ringo Starr – drums and assorted percussion (tambourine, bongos, cymbals, maracas and vocal percussion), electric piano and sleigh bell (on "Don't Pass Me By"), lead vocals (on "Don't Pass Me By" and "Good Night") and backing vocals ("The Continuing Story Of Bungalow Bill")


Gastmusiker:

Eric Clapton – lead guitar on "While My Guitar Gently Weeps"
Mal Evans – backing vocals and handclaps on "Dear Prudence", handclaps on "Birthday", trumpet on "Helter Skelter"
Jack Fallon – violin on "Don't Pass Me By"
Grant Mansell – drums on "Martha My Dear"
Pattie Harrison – backing vocals on "Birthday"
Jackie Lomax – backing vocals and handclaps on "Dear Prudence"
Maureen Starkey – backing vocals on "The Continuing Story of Bungalow Bill"
Yoko Ono – backing vocals, brief lead vocals and handclaps on "The Continuing Story of Bungalow Bill", backing vocals on "Birthday", speech, tapes and sound effects on "Revolution 9"
Ted Barker – trombone on "Martha My Dear"
Leon Calvert – trumpet and flugelhorn on "Martha My Dear"
Henry Datyner, Eric Bowie, Norman Lederman and Ronald Thomas – violin on "Glass Onion"
Bernard Miller, Dennis McConnell, Lou Soufier and Les Maddox – violin on "Martha My Dear"
Reginald Kilby – cello on "Glass Onion" and "Martha My Dear"
Eldon Fox  – cello on "Glass Onion"
Frederick Alexander  – cello on "Martha My Dear"
Harry Klein – saxophone on "Savoy Truffle" and "Honey Pie"
Dennis Walton, Ronald Chamberlain, Jim Chest and Rex Morris – saxophone on "Honey Pie"
Raymond Newman and David Smith – clarinet on "Honey Pie"
Art Ellefson, Danny Moss, and Derek Collins – tenor sax on "Savoy Truffle"
Ronnie Ross and Bernard George – baritone sax on "Savoy Truffle"
Alf Reece – tuba on "Martha My Dear"
The Mike Sammes Singers – backing vocals on "Good Night"
Stanley Reynolds and Ronnie Hughes – trumpet on "Martha My Dear"
Tony Tunstall – French horn on "Martha My Dear"
John Underwood and Keith Cummings – viola on "Glass Onion"
Leo Birnbaum and Henry Myerscough – viola on "Martha My Dear"


Label: Apple


Erscheinungsdatum: 1968


Stil: Rock


Trackliste:

Disk: 1

1. Back In The U.S.S.R. (2:43)
2. Dear Prudence (3:57)
3. Glass Onion (2:18)
4. Ob-La-Di, Ob-La-Da (3:09)
5. Wild Honey Pie (1:01)
6. The Continuing Story Of Bungalow Bill (3:06)
7. While My Guitar Gently Weeps (4:45)
8. Happiness Is A Warm Gun (2:44)
9. Martha My Dear (2:29)
10. I'm So Tired (2:03)
11. Blackbird (2:18)
12. Piggies (2:04)
13. Rocky Raccoon (3:41)
14. Don't Pass Me By (3:42)
15. Why Don't We Do It In The Road? (1:42)
16. I Will (1:46)
17. Julia (2:54)


Disk: 2

1. Birthday (2:43)
2. Yer Blues (4:01)
3. Mother Nature's Son (2:48)
4. Everybody's Got Something To Hide Except Me And... (2:25)
5. Sexy Sadie (3:15)
6. Helter Skelter (4:30)
7. Long, Long, Long (3:04)
8. Revolution 1 (4:16)
9. Honey Pie (2:41)
10. Savoy Truffle (2:55)
11. Cry Baby Cry (3:11)
12. Revolution 9 (8:13)
13. Good Night (3:12)

Gesamtspieldauer: 1:33:37




Das neunte Album der Beatles, kurz nur mit „The Beatles“ betitelt und in Fankreisen auch als „The White Album“ bezeichnet, stellt in vielerlei Hinsicht in der Diskographie der Beatles etwas Besonderes dar. Da ist zum einen mal die Lauflänge von über anderthalb Stunden, des im Jahr 1968 veröffentlichten Albums, welches die Platte zu einem Doppelalbum werden ließ. Das einzige Studio-Album der Beatles mit einer solch langen Laufzeit. George Martin war dies jedoch überhaupt nicht recht, der in vielen Liedern nicht das Potenzial sah und lieber ein Album mit etwa der Hälfte der Lieder veröffentlicht hätte, wobei sich die vier Musiker dann auf die besten Titel hätten konzentrieren können. Als er die Beatles davon jedoch nicht überzeugen konnte, zog er sich häufiger zurück und überließ das Produzieren Chris Thomas.

Ebenfalls eine Besonderheit besteht darin, dass hier Paul McCartney auch bei manchen Songs am Schlagzeug zu hören ist. Das wiederum lag daran, dass sich Ringo Starr in seiner Rolle nicht mehr wohlfühlte und nach Sardinien flüchtete. Der Aufnahmeprozess hatte jedoch bereits begonnen und so spielte Paul McCartney einige Titel an den Drums selbst ein. Die restlichen Band-Mitglieder konnten Ringo Starr dann jedoch mit vielen netten Worten zu einer Rückkehr überreden. Trotzdem „krachte“ es in der Band weiter, da nun Yoko Ono an der Seite von John Lennon immer zugegen war und hier auch bei zwei Titeln beim Gesang zu hören ist, was wiederum Pal McCartney nicht wirklich erfreute. Das Ende der Beatles schien zu nahen, was bereits ein Jahr zuvor, durch den plötzlichen Tod ihres Managers Brian Epstein, eingeleitet worden war.

Das Besondere an „The Beatles“ ist neben der Lauflänge und den Umständen seiner Entstehung auch die Musik auf der Platte. Bei diesen dreißig Titeln versuchten sich die vier Musiker an jeder Menge unterschiedlicher Musik-Genres. So gibt es hier neben Pop und Rock auch psychedelische Musik zu hören, genauso wie Rock’n’Roll, Folk, Balladen, Dance-House-Music- und Kammermusik-Anleihen, Blues, Soundkollagen und es werden noch weitere Stile in der Literatur zu diesem Album angeführt, die sich allerdings dann in einem sehr rudimentären Zustand darbieten.

Dieses weite Feld an Musik macht auch den sehr interessanten Moment dieses Albums aus. Fast möchte man George Martin widersprechen und den Beatles zu ihrer Entscheidung beglückwünschen, doch alle Titel auf dem Album zu verewigen. Bei dreißig Nummern, die auch noch in relativ kurzer Zeit entstanden, kommt es zwar fast schon zwangsweise dazu, dass sich auch schwächere Stücke auf „The Beatles“ einschlichen, beziehungsweise solche, mit den man je nach Musikgeschmack deutlich weniger anzufangen weiß, jedoch überwiegen ganz eindeutig die gelungenen Lieder. Zudem befinden sich auf den beiden Scheiben auch Nummern, die einem als „Nicht-Beatles-Kenner“ vielleicht noch gar „über den Weg gelaufen“ sind, denn nicht alle hier vorhandenen Lieder laufen in den diversen Radiostationen oder bei Dokumentationen über die Band, sodass „The Beatles“ in gewisser Weise auch eine kleine Wundertüte darstellt, bei der der Hörer jede Menge neue Facetten in der Musik der Beatles entdecken kann.

Fazit: „The Beatles“ ist ein sehr abwechslungsreiches, spannendes und ein Album geworden, welches für den Hörer einige Überraschungen bereithält. Man kann sich bei dieser Scheibe nie auf eine bestimmte Musik einstellen, alles ist im Wandel und vieles scheint hier neu erfunden worden zu sein. Das macht das Album zu etwas ganz Besonderem und Einzigartigen, welches nur, falls noch nicht geschehen, auf seine Entdeckung wartet. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Dear Prudence, While My Guitar Gently Weeps, Piggies, Cry Baby Cry



Samstag, 19. April 2014

Van Der Graaf Generator – Godbluff




Van Der Graaf Generator – Godbluff


Besetzung:

Peter Hammill – vocals, piano, clavinet, electric guitar
Hugh Banton – organs (including bass pedals), bass guitar
Guy Evans – drums and percussion
David Jackson – saxophones and flute


Label: Charisma Records


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. The Undercover Man (7:25)
2. Scorched Earth (9:49)
3. Arrow (9:46)
4. The Sleepwalkers (10:32)

Gesamtspieldauer: 37:32




Ganze vier Jahre hatte es nach der Auflösung im Jahr 1971 gedauert, bis sich Van Der Graaf Generator wieder zusammenfanden und 1975 mit „Godbluff“ ihr fünftes Studioalbum veröffentlichten. Peter Hammill war in der Zwischenzeit sehr fleißig gewesen und hatte nun bereits ebenfalls vier Solo-Alben auf den Markt gebracht, bei denen ihn die Band-Mitglieder auch tatkräftig unterstützten. Somit lag es dann doch nahe, auch wieder eine Scheibe unter der Überschrift Van Der Graaf Generator einzuspielen.

Zunächst tourte die Band allerdings durch Europa und probierte diese neuen Songs, die erneut alle von Peter Hammill geschrieben worden waren (nur bei „Scorched Earth” wird David Jackson als Co-Autor mit angegeben). Das Programm der Auftritte bestand dabei aus einigen wenigen alten Van Der Graaf-Stücken, einigen Solo-Werken des Peter Hammill und eben den neuen Stücken. Anschließend ging man in das Studio und spielte die vier Titel ein.

Das Ergebnis ist „Godbluff“, die erfolgreichste Scheibe der Band-Geschichte. Es ist das erste selbstproduzierte Album der Band, klingt vom Sound her abgespeckter, als noch die vier Vorgänger-Alben und wirkt auch sehr viel eingängiger als diese. Peter Hammill meinte dann auch, dass sie „nicht vorhatten den Sohn von „Pawn Hearts“ zu schreiben, mit einem Lied über eine ganze Seite und jeder Menge Experimente“.

Aber doch, Experimente gibt es auch hier zu hören und die Eingängigkeit der einzelnen Titel liegt ganz im und am Ohr des Hörers. „Godbluff“ ist Progressive Rock pur und zwar in einer seiner besten Ausprägungen. „Godbluff“ ist eingängig und kompliziert, melodiös und will erarbeitet werden. Dominiert wird die Scheibe erneut durch den sehr eindrucksvollen Gesang des Peter Hammill, der hier seine Geschichten erzählt, mal flüsternd, mal singend, mal schreiend. Inhaltlich befassen sich die mitunter recht kryptischen Texte vor allem mit Gefühlen, deren Pendel mal in die positive, ein anderes Mal in die negative Richtung ausschlagen.

Dabei ist die Musik so überaus spannend, mitreißend und einnehmend. „Godbluff“ ist eines der wenigen Alben von Van Der Graaf Generator, bei denen man bereits beim ersten Hören Harmonien zum Dahinschmelzen entdeckt. Und die gibt es bei allen vier Titeln, von denen keiner gegenüber dem anderen abfällt. Alles wirkt, alles klingt und das jeweils auf eine unglaublich begeisternde Art und Weise.

Fazit: Van Der Graaf Generator machen anderen Progressive Rock als die frühen Genesis, Yes oder aber Renaissance. Alles scheint bei dieser Band hier immer ein wenig komplizierter zu sein, man muss sich sehr viel mehr auf diese Musik einlassen können, ihr Zeit geben zu wachsen und zu gedeihen. „Godbluff“ ist ebenfalls anders als die Musik der eben genannten Bands, allerdings auch anders als die früheren Alben der Band, eben dann doch eingängiger, ohne diesen bestimmten „Van Der Graaf Generator-Stil“ zu verleugnen. Progressive Rock „at it's best“. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: The Undercover Man



Freitag, 18. April 2014

Klaus Schulze – Irrlicht




Klaus Schulze – Irrlicht


Besetzung:

Klaus Schulze – E-Maschinen, Orgel, Gitarre, Percussion, Zither, Stimme, Chor


Gastmusiker:

Colloquium Musica Orchestra – 4 erste Violinen, 4 zweite Violinen, 3 Violas, 8 Cellos, 1 Bass, 2 Hörner, 2 Flöten, 3 Oboen


Label: Brain (Universal)


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Elektronische Musik


Trackliste:

1. Satz: Ebene (23:23)
2. Satz: Gewitter (5:39)
3. Satz: Exil Sils Maria (21:21)

Gesamtspieldauer: 50:24




Im Jahr 1972 veröffentlichte der ehemalige Drummer von Tangerine Dream und Ash Ra Tempel, Klaus Schulze, sein erstes Solowerk unter dem Namen „Irrlicht“. Großartig viel Perkussion bekommt der geneigte Hörer hier allerdings nicht zu hören. Die Platte wird dominiert von einem sphärischen Synthesizer- und Orgel-Sound, für den Klaus Schulze ebenfalls schon bei Ash Ra Tempel mit zuständig war.

Diese breite und fette Orgel dominiert gleich den ersten Satz, dieses mit „Quadrophonische Symphonie für Orchester und E-Maschinen“ untertitelten Albums. Aber nicht sofort. Zunächst ist es nur einfach sphärisch, ein Ton wird gehalten und gehalten, sehr spärlich und langsam wechselt die Stimmung. Alles wabert und brummt ein wenig, jedoch ohne jegliche Melodie. Einfach ein Klanggebilde, welches dann, etwa ab der Mitte des Liedes von der Orgel dominiert wird. Nun klingt die Nummer fordernder, der Orgelsound ist unheimlich dominant, wird variiert, man hört im Hintergrund verfremdete Stimmen und ab und an irgendwelche spacigen Töne. Die Orgel wird noch aggressiver und immer präsenter, sodass man sich fast schon erschöpft fühlt, wenn „Satz: Ebene“ in einem Knall in „Satz: Gewitter“ übergeht.

Jetzt klingt das Ganze nach sehr unmelodiösem Space-Rock. Nicht, dass sich die Nummer atonal oder schräg anhören würde, eine Melodie ist einfach nicht vorhanden. Es zirpt und grummelt, in der Ferne windet sich ein Synthesizer-Ton und dann gibt es immer wieder laute Knalle, die anscheinend den Donner darstellen sollen. Nun, nach Gewitter klingt das alles allerdings nur, wenn man weiß, dass dies ein Gewitter darstellen soll. Wer Antonio Vivaldis „Sommer“ aus den „Vier Jahreszeiten“ kennt, der weiß, wie man in der Musik ein Gewitter grandios umsetzen kann.

Bliebe noch „Satz: Exil Sils Maria“. Jetzt wird es fast schon spartanisch. Ein Lied, welches im Grunde genommen nur aus Hintergrund besteht, der durch den Synthesizer erzeugt wird und wieder mal hauptsächlich aus lang angehaltenen Tönen besteht. Da hat Klaus Schulze schon sehr lange ganz wenig Musik hineingepackt, sodass die Nummer stark an Ambient Musik erinnert, die man im Esoterik-Laden im Hintergrund hört.

Fazit: Etwas Besonderes ist die Musik auf „Irrlicht“ auf jeden Fall, wenn es auch viele Menschen gibt, die mit so etwas überhaupt nichts anzufangen wissen, die davon aggressiv werden oder aber einschlafen. Beides ist durchaus möglich. Nun und wenn ich denn meine Reise zum Neptun starte, dann werde ich vorher zum Training „Irrlicht“ von Klaus Schulze einlegen, die Augen schließen und kann so meine Fahrt mit der Rakete schon mal perfekt in Gedanken durchspielen. Auch die damit verbundene Einsamkeit. Acht Punkte.

Anspieltipps: Satz: Ebene



Donnerstag, 17. April 2014

David Bowie – Young Americans




David Bowie – Young Americans


Besetzung:

David Bowie – vocals, guitar, piano


Gastmusiker:

Carlos Alomar – guitar
Mike Garson – piano
David Sanborn – saxophone
Willie Weeks – bass guitar (except on "Across The Universe" and "Fame")
Andy Newmark – drums (except on "Across The Universe" and "Fame")
Larry Washington – conga
Pablo Rosario – percussion on "Across The Universe" and "Fame"
Ava Cherry, Robin Clark, Luther Vandross – backing vocals
John Lennon – vocals, guitar, backing vocals on "Across The Universe" and "Fame"
Earl Slick – guitar on "Across The Universe" and "Fame"
Emir Ksasan – bass guitar on "Across The Universe" and "Fame"
Dennis Davis – drums on "Across The Universe" and "Fame"
Ralph MacDonald – percussion on "Across The Universe" and "Fame"
Jean Fineberg – backing vocals on "Across The Universe" and "Fame"
Jean Millington – backing vocals on "Across The Universe" and "Fame"


Label: RCA


Erscheinungsdatum: 1975


Stil: Soul, Funk


Trackliste:

1. Young Americans (5:10)
2. Win (4:45)
3. Fascination (5:44)
4. Right (4:15)
5. Somebody Up There Likes Me (6:33)
6. Across The Universe (4:31)
7. Can You Hear Me (5:05)
8. Fame (4:15)


Bonus Tracks:

9. Who Can I Be Now? (4:36)
10. It’s Gonna Be Me (With Strings) (6:26)
11. John, I’m Only Dancing (Again) (6:57)

Gesamtspieldauer: 58:18




David Bowie galt schon immer als das Chamäleon des Pop. Immer wieder hat er sich selbst neu erfunden, neue Stile kreiert oder sich andere Musik-Stile zu Eigen gemacht. Nicht anders ist das auch bei seinem neunten Studio-Album „Young Americans“ aus dem Jahr 1975. Funk und Soul gibt es hier zu hören, David Bowie wollte neue Käuferschichten erschließen. Das klappte sogar ganz gut, denn sowohl in Großbritannien wie auch in den USA kletterte die Platte in den Charts bis auf Platz zwei beziehungsweise neun.

Nach der Glam-Rock-Phase nun als Funk und Soul? Nun, das muss man echt mögen, denn viele Fans der früheren Bowie-Platten konnten mit diesen Tönen so gut wie gar nichts anfangen. Erwähnenswert ist hier noch, dass sich John Lennon aktiv mit auf dem Album einbrachte. Beim Beatles-Cover „Across The Universe” und bei „Fame“ ist er an der Gitarre und beim Hintergrundgesang zu vernehmen. Das macht die Scheibe vielleicht ein wenig interessanter, dafür allerdings kein bisschen besser. Unglaublich gewöhnungsbedürftig das Ganze und jetzt kommt mal wieder ins Spiel, dass diese Rezensionen hier durchaus als subjektiv anzusehen sind. Im Netz hat die Scheibe nämlich in einigen Portalen durchaus einen guten Ruf und scheint eine ganze Menge Hörer zu begeistern. Wenn man allerdings die ersten Bowie-Platten mag, dann ist das kaum vorstellbar und irgendwie nicht miteinander zu vereinbaren. Dieses Gejammer geht einem fürchterlich auf den Senkel. Nur wirklich ab und an gibt es mal ganz kurze Abschnitte, die ein wenig besser klingen.

Die Bonus-Tracks „Who Can I Be Now?” und „It’s Gonna Be Me” waren zunächst offizielle Stücke des Albums, wurden dann allerdings durch die beiden Kooperationen mit John Lennon ersetzt. „John, I’m Only Dancing” wurde ebenfalls in den Sessions zu “Young Americans” aufgenommen, schaffte es zunächst allerdings nicht auf das Album und wurde erst später auf den Wiederveröffentlichungen dazu gepackt. Die beiden letztgenannten Titel passen von der Machart her absolut perfekt zum Rest der Scheibe: Weinerlicher Gesang, funkig bis soulig! Lediglich „Who Can I Be Now?” ist vom Stil her auch für andere Musikgeschmäcker anhörbar.

Fazit: Definitiv nicht meine Musik. Kaum auszuhalten. Nun, David Bowie hat eben keinen bestimmten Stil, sondern ändert sich, wandelt sich und probiert immer wieder neue Dinge aus. „Young Americans“ hätte dabei nicht unbedingt sein müssen. Aber naja, Soul-Freunde finden hier zumindest etwas für sich. Von mir gibt es dafür allerdings nur zwei Punkte.

Anspieltipps: Fame



Mittwoch, 16. April 2014

Scarlatti Tilt – Gathering Of The Haunted




Scarlatti Tilt – Gathering Of The Haunted


Besetzung:

Daisy Chapman – vocals and piano
Greg Simmons – bass, guitar on “Gathering Of The Haunted”
Tim Smith – percussion


Gastmusiker:

Richard Maskell – guitar on „One Under“, “Something For The Crows” and Vettriano’s Muse”
Rhys Herdman – guitar on „To Wonder“


Label: Songs & Whispers


Erscheinungsdatum: 2007 (Wiederveröffentlichung 2. Mai 2014)


Stil: ArtPop


Trackliste:

1. Gathering Of The Haunted (0:41)
2. I Was Only Five (4:01)
3. One Under (4:26)
4. The Insects' Party (5:23)
5. Something For The Crows (3:42)
6. Vettriano's Muse (5:27)
7. Death Of A Ladies' Man (3:09)
8. To Wonder (3:11)
9. Salvation (4:23)

Gesamtspieldauer: 34:23




Am 2. Mai 2014 wird eine Platte wiederveröffentlicht, die bereits 2007 das „Licht der Welt“ erblickte: „Gathering Of The Haunted”. Dieses Album, der 2004 in Bristol gegründeten Band Scarlatti Tilt, ist hierzulande leider noch weitestgehend unbekannt. Das wiederum ist eigentlich sehr schade, denn die drei Musiker legten mit „Gathering Of The Haunted” eine wahrlich gelungene Scheibe vor, welche all diejenigen Hörer begeistern dürfte, die meist ruhige und doch sehr eindringliche Musik zu schätzen wissen.

Verträumt, melancholisch und auch ergreifend klingt es, wenn Sängerin Daisy Chapman in die Tasten ihres Pianos greift, dazu singt und dabei von ihren Kollegen Greg Simmons am Bass und Tim Smith am Schlagzeug begleitet wird. Sehr weiche und warme Klangwelten breiten sich vor dem Hörer aus, nachdenklich, meist nur sehr zurückhaltend instrumentiert, immer überaus melodiös und eingängig. Daisy Chapman erzählt ihre Geschichten auf „Gathering Of The Haunted” sehr eindringlich und nimmt die Hörerin beziehungsweise den Hörer an die Hand und begleitet sie und ihn hin zu einer anderen, träumerischen Welt.

Nicht weiter verwunderlich und sogar sehr passend ist dabei, dass die Band sich den Namen “Scarlatti Tilt” gab, dies wiederum ist der Titel einer Kurzgeschichte von Richard Brautigan (eigentlich “The Scarlatti Tilt”) aus dem Jahr 1963. Und diese „Geschichte” ist wohl eine der kürzesten, die jemals geschrieben wurde, denn sie besteht aus lediglich zwei Sätzen: “'It's very hard to live in a studio apartment in San Jose with a man who's learning to play the violin.' That's what she told the police when she handed them the empty revolver.” (Aus: Revenge of the Lawn: Stories 1962-1970) Genau so wie hier der Leser seinen Gedanken, Implikationen und Interpretationen überlassen wird, funktioniert auch „Gathering Of The Haunted”: Die Gefühle und Gedanken des Hörers werden auf die Reise geschickt.

Häufig liegt den Titeln eine sehr ruhige Stimmung zugrunde. Doch das ist nicht immer so. „Vettriano's Muse” beginnt zunächst zwar ebenfalls sehr verträumt und auch ein wenig düster, dann jedoch steigert sich der Titel, die Atmosphäre des Songs wird voller, schwillt an, wird fordernder. Und hier kann Daisy Chapman nun auch die ganze Breite ihrer beeindruckenden Stimme ausspielen, bis alles in einem furiosen und mitreißenden Finale mündet. Ein Beispiel für diese bereits erwähnte Eindringlichkeit in der Musik von Scarlatti Tilt ist das Stück „The Insects' Party“. Wieder ist es diese schöne Stimme, die einen einnimmt, nun verbunden mit wunderschönen und perlenden Pianoklängen. Musik kann wahrlich berührend sein.

Fazit: „Gathering Of The Haunted” ist ein wunderschönes Album geworden. All diejenigen, die auch ruhigere Töne in der Musik zu schätzen wissen und gut in diese einzutauchen verstehen, können auf dieser Platte einiges für sich entdecken. Ein Album, welches irgendwie wärmt. Sehr zu empfehlen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: I Was Only Five, The Insects' Party, Vettriano's Muse



Dienstag, 15. April 2014

Queensrÿche – Operation: Mindcrime




Queensrÿche – Operation: Mindcrime


Besetzung:

Geoff Tate – vocals, keyboards, whistles and blurbs
Chris DeGarmo – electric 6-string, acoustic 12- & 6-string, lap steel and gk-1 synth guitars
Michael Wilton – electric 6-string, acoustic 12- & 6-string, stereo ripley guitars
Eddie Jackson – bass guitars
Scott Rockenfield – drums & percussion, keyboards on "Electric Requiem"


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Hard Rock, ProgMetal


Trackliste:

1. I Remember Now (1:17)
2. Anarchy-X (1:28)
3. Revolution Calling (4:40)
4. Operation: Mindcrime (4:45)
5. Speak (3:43)
6. Spreading The Disease (4:07)
7. The Mission (5:48)
8. Suite Sister Mary (10:40)
9. The Needle Lies (3:09)
10. Electric Requiem (1:23)
11. Breaking The Silence (4:34)
12. I Don't Believe In Love (4:24)
13. Waiting For 22 (1:06)
14. My Empty Room (1:32)
15. Eyes Of A Stranger (6:54)


Bonus Tracks:

16. The Mission (Live) (6:12)
17. My Empty Room (Live) (2:41)

Gesamtspieldauer: 1:08:22




„Operation: Mindcrime“ heißt das dritte Album der US-amerikanischen Band Queensrÿche aus dem Bundesstaat Washington, welches 1988 veröffentlicht wurde. Die Platte stellt ein Konzeptalbum dar und daher hier zunächst mal die Geschichte zu „Operation: Mindcrime“ in Kurzfassung:

Das Album beginnt mit dem Protagonisten, Nikki, der in einem Krankenhaus liegt. Er erinnert sich zunächst nur an kurze Ausschnitte aus seiner Vergangenheit, die sich mit der Zeit jedoch verfestigen und klarer werden. Er war heroinsüchtig und von der heutigen Gesellschaft aufgrund der wirtschaftlichen Ungleichheit, Korruption und Heuchelei um ihn herum frustriert. In diesem Zustand schloss er sich einer angeblichen Geheimorganisation an, deren Ziel die Revolution ist. An der Spitze dieser Organisation steht der geheimnisvolle politische und religiöse Demagoge Dr. X, der Nikki durch eine Kombination seiner Heroinsucht und Gehirnwäsche manipuliert, um ihn als Killer einzusetzen.

Immer, wenn Dr. X nun das Wort „Mindcrime" verwendet, wird Nikki seine gelehrige Marionette, ein Zustand, den Dr. X dazu verwendet, Nikki verschiedene Morde aufzutragen. Ein Verbündeter des Dr. X ist der korrupte Priester namens Vater William, der Nikki die Dienste einer zur Prostituierten gewordenen Nonne namens Mary anbietet. Nikki entwickelt eine Freundschaft und wachsende Zuneigung zu Mary und beginnt sein Handeln in Frage zu stellen. Dr. X bemerkt dies und sieht in Mary eine potenzielle Bedrohung und gibt Nikki schließlich den Auftrag, den Priester und Mary umzubringen. Nikki geht daraufhin wieder programmiert in Kirche und tötet den Priester, aber als er auf Mary trifft, kann er den Befehl, sie ebenfalls zu beseitigen, nicht mehr umsetzen. Er und Mary beschließen, gemeinsam die Organisation zu verlassen und Nikki geht zu Dr. X. Dieser erinnert ihn während des Gesprächs daran, dass er ein Süchtiger sei und nur er ihm die tägliche Dosis Heroin zur Verfügung stellen könne. Nikki verlässt unsicher und verwirrt Dr. X, kehrt zu Mary zurück und findet sie ermordet vor.

Nikki verzweifelt an diesem Verlust und da für ihn auch noch die Möglichkeit besteht, dass er es selbst sein könnte, der Hand an Mary gelegt hat, ohne es zu wissen, gleitet er langsam in den Wahnsinn ab. Er läuft durch die Straßen und ruft ihren Namen, bis die Polizei kommt und ihn überwältigt. Eine Pistole wird bei Nikki gefunden und er wird in Gewahrsam genommen unter dem Verdacht, Mary ermordet, sowie zahlreiche andere Morde für Dr. X ausgeführt zu haben. Nikki verliert schließlich immer mehr sein Gedächtnis und wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Im Bett liegend laufen nebenbei irgendwo gerade die Nachrichten, in denen über die jüngsten politischen Morde berichtet wird. Diese News lassen ihn fast schlagartig wieder klarer werden, sein Gehirn fängt an zu arbeiten, er erinnert sich und fängt an seine Geschichte zu erzählen… und wir befinden uns wieder am Anfang des Albums.

Nun aber zur Musik, denn die ist wahrlich hörenswert. Queensrÿche brennen auf „Operation: Mindcrime“ ein wahres Feuerwerk an tollen Ideen ab. Das Album ist angefüllt mit mitreißenden Songs, wunderschönen Harmonien und Melodien, packenden Soli und groovenden Rhythmen. Meist sind diese Zutaten in die Überbegriffe Hard Rock und Metal verpackt, allerdings gibt es auch immer wieder ruhigere und nachdenklichere Abschnitte.

Bei den treibenderen Abschnitten steht ebenfalls immer die Melodiösität des Liedes im Vordergrund. Es gibt perfekt gesetzte Breaks und häufige Richtungswechsel, selbst in den einzelnen Liedern, wobei bestimmte Passagen dann immer wieder aufgegriffen werden. So entwickelt sich eine sehr spannende Scheibe, die man am besten in einem Guss durchhört. Ist man des Englischen einigermaßen mächtig, so kann man oben angegebene Inhaltsangabe auch ganz gut mitverfolgen. Der Schwerpunkt der Platte liegt jedoch – bei aller vorhandenen Melodiösität –ganz klar im Genre Hard Rock und ist so gestaltet, dass die einzelnen Titel häufig durch kleine Einspielungen wie Gesprächsausschnitte oder bestimmte, zur Story passende Geräusche miteinander verbunden werden. Somit ergibt sich ein Gesamtwerk, bei dem es sich, entgegen anderen Platten, kaum lohnt, einzelne Titel herauszuheben beziehungsweise unabhängig vom Rest der Platte anzuhören. Alles passt in einen Kontext, der auf seine Weise rund und vollständig zu sein scheint.

Fazit: Hörer, die auf Hard Rock mit leichten Metal-Einflüssen stehen, die werden mit dieser Scheibe viel Spaß haben. Ein Album aus einem Guss, welches viele Bands beeinflusste durch seine Machart und Konsequenz, wie hier eine Idee umgesetzt wurde. Ob dies nun progressiver Metal ist, wie man immer wieder nachlesen kann, das sei mal so dahingestellt und ist auch nicht immer ganz nachvollziehbar. „Operation: Mindcrime“ ist allerdings auf jeden Fall eine sehr gelungene Hard Rock Platte, die im Gewand des Konzeptalbums daherkommt und dabei überaus vielschichtig ist. Elf Punkte.

Anspieltipps: Muss man im Grunde genommen durchhören, bei „Suite Sister Mary“ bekommt der Hörer jedoch alle Facetten des Albums auf zehn Minuten komprimiert geboten.



Montag, 14. April 2014

Novalis – Sommerabend




Novalis – Sommerabend


Besetzung:

Detlef Job – Gitarren, Gesang
Lutz Rahn – Tasteninstrumente
Heino Schünzel – Bass, Gesang
Hartwig Biereichel – Schlagzeug


Label: Metronome Musik / Brain


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Aufbruch (9:42)
2. Wunderschätze (10:45)
3. Sommerabend (18:19)
     a. Wetterleuchten
     b. Am Strand
     c. Der Traum
     d. Ein neuer Tag
     e. Ins Licht

Gesamtspieldauer: 38:46




Novalis war eine deutsche Progressive Rock-Band, die sich nach dem Künstlernamen des Frühromantikers, Philosophen, Juristen und Bergbauingenieur Friedrich Freiherr von Hardenberg benannte. „Sommerabend“ ist dabei die dritte Platte der Band, die mit Ausnahme des ersten Albums alle ihre Texte in Deutsch verfasste. Prog ist das zwar, was uns die Musiker hier auf „Sommerabend“ bescheren, Progressive Rock jedoch nur am Rande. Die Musik von Novalis ist sehr Keyboard- und Synthesizer-lästig, das Tempo wird nur ab und an einmal angezogen.

Alles auf „Sommerabend“ wirkt so ein wenig schwebend und abgehoben, was jedoch nichts Negatives bedeuten soll. Klangwelten bauen sich immer wieder vor dem Hörer auf, in die er nur noch eintauchen muss und durchaus auch kann. Einiger Durchläufe der Scheibe bedarf es dazu allerdings und schon werden die Harmonien vertrauter und immer eingängiger. Schrägere Töne sucht man auf „Sommerabend“ sowieso vergeblich, alles ist überaus melodiös gehalten. Wenn man hier etwas kritisieren möchte, dann am ehesten noch den etwas „gewöhnungsbedürftigen“ Gesang, denn dieser ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Kommt Titel Nummer 1, „Aufbruch“, noch ohne Text aus, so greift die Band bei „Wunderschätze“ auf einen Originaltext des Dichters Novalis zurück, der leicht bearbeitet wurde. Der Titel-Track „Sommerabend“ wurde dann mit einem eigenen Text versehen. Dies soll wohl alles sehr lyrisch klingen, hört sich mitunter allerdings auch seltsam an. Zudem wirkt der Gesang mitunter ein wenig gelangweilt, vielleicht ist das aber auch genau so gewollt.

Trotzdem ist „Sommerabend“ ein sehr schönes Album geworden. Immer wieder lassen sich Passagen entdecken, die ein klein wenig nach Eloy oder Jane klingen, dann wieder Abschnitte, die ganz für sich alleine stehen, ohne Vergleiche aufkommen zu lassen. Die Musik wirkt überaus entspannt und wenn man mal eine Zeitlang auf dem Sofa entspannen möchte, dann ist „Sommerabend“ eine sehr gute Unterstützung dafür. Lediglich beim ersten Titel „Aufbruch“ ist so etwas wie ein durchgängiger „Groove“ auszumachen, bei den beiden anderen Titeln beschränkt sich das auf einzelne Abschnitte.

Fazit: Ruhige, sphärische und schwebende Musik gibt es hauptsächlich auf „Sommerabend“ zu hören. Sicherlich nichts für jeden Musikhörer, Krautrock-Fans und allgemein Freunde des Prog werden hier jedoch einiges für sich entdecken. Der Gesang klingt zwar mitunter ein wenig seltsam, ist allerdings nur ein kleiner Teilaspekt, da vor allem die Instrumentalmusik auf „Sommerabend“ im Vordergrund steht. Eine schöne Platte. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Bei nur drei Titeln: alles!



Sonntag, 13. April 2014

The Tea Party – Transmission




The Tea Party – Transmission


Besetzung:

Jeff Martin – vocals, guitar, sitar, sarod, oud, banjo, mandolin, dumbek, hurdy-gurdy, esraj, percussion, theremin
Stuart Chatwood – bass guitar, guitar, keyboard instruments, harmonium, percussion, mandolin, tambura, cello, lap steel guitar, bass pedals
Jeff Burrows – drum kit, percussion, djembe, goblet drums, tabla


Gastmusiker:

Wohl eine ganze Menge, jedoch nicht weiter im Booklet zur CD aufgeschlüsselt.


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Temptation (5:33)
2. Army Ants (3:35)
3. Psychopomp (6:50)
4. Gyroscope (2:58)
5. Alarum (4:58)
6. Release (4:26)
7. Transmission (5:17)
8. Babylon (4:52)
9. Pulse (4:10)
10. Emerald (4:50)
11. Aftermath (5:44)

Gesamtrspieldauer: 49:33




The Tea Party ist eine kanadische Rock-Band, deren Musik irgendwo zwischen Hard Rock und Alternative anzusiedeln ist. Dazu gesellen sich orientalische bis indische Anleihen, was der Musik durchaus, wie auch bei den Kollegen von Kula Shaker, eine gewisse Spannung verleiht. „Transmission“ ist dabei die vierte Studio-Album-Veröffentlichung der Band aus dem Jahr 1997. Und auch hier gibt es alle Facetten dieser Musik zu hören. Trotzdem ist dieses Album ein klein wenig anders, als die restlichen Platten von The Tea Party, da dieses Mal auch mehr elektronische Einflüsse wahrzunehmen sind und die Lieder mit nur wenigen Ausnahmen fordernd und ein klein wenig aggressiv klingen.

Macht aber nichts, denn das, was dem Hörer auf „Transmission“ geboten wird ist klasse gemachter Rock, der ziemlich schnell ins Ohr geht. Und diesen einen Titel, der sich noch vom Rest der Platte abhebt, den gibt es auch auf diesem Album. „Psychopomp“ ist eine unglaublich gut gelungene Nummer, die zunächst sehr nachdenklich und zurückhaltend beginnt, sich dann immer weiter steigert und gegen Ende des Liedes fast schon explodiert. Genau so und nicht anders sollte Rock klingen, der den Hörer mitreißen will. Immer treibender und treibender, immer dichter und dichter läuft hier alles auf das unvermeidbare Ende hin. Ein Lied zum Dahinschmelzen, dem auch Nicht-Hard-Rock-Fans durchaus einiges abgewinnen können. Dazu muss noch gesagt werden, dass dieser Titel auf dem Album härter klingt, als auf dem unten angehängten YouTube-Video, bei dem den Streichern ein größerer Raum gegeben wurde als auf der Platte.

Auch der Rest des Albums hat es in sich. Gleich der erste Titel „Temptation” kann begeistern. Mit der akustischen Gitarre, etwas orientalisch angehaucht, wird die Nummer eingeleitet, bis dann der kraftvolle Beat des Schlagzeugs einsetzt. Alles scheint zu vibrieren und genau für solche Titel sind Kopfhörer erfunden worden oder aber Nachbarn, die ganz, ganz weit weg wohnen. Und so reiht sich Titel an Titel und es lässt sich wahrlich keine schlechte Nummer ausmachen. Alles hat seine Qualität, wirkt und dabei fällt immer wieder dieses Zusammenspiel des Rocks mit östlicheren Klängen auf, welche hier wie füreinander bestimmt zu sein scheinen.

Einige wenige ruhigere Titel gibt es allerdings auch auf „Transmission“. „Release” ist eine solche, hier kommen jetzt die elektronischen Einflüsse zum Tragen, die die Nummer ein wenig sphärisch wirken lassen. Der Titelsong „Transmission“ dagegen ist eine sehr rhythmische und orientalische Angelegenheit, die sich ebenfalls steigert und auch ein paar schrägere Töne beziehungsweise Geräusche aufweist. Ansonsten ist nur noch „Aftermath“ relaxter und erneut etwas sphärisch gehalten, der Rest der Platte rockt einfach und das auf eine sehr überzeugende Weise.

Fazit: The Tea Party haben zwar bereits mehr als 1,6 Millionen Alben verkauft - allerdings hauptsächlich in ihrem Heimatland Kanada. Ansonsten ist die Band eher immer noch weitestgehend unbekannt. Schade, denn hier lohnt es sich wahrlich für alle Rock-Freunde mal genauer hinzuhören. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Temptation, Psychopomp, Gyroscope



Samstag, 12. April 2014

XTC – Skylarking




XTC – Skylarking


Besetzung:

Andy Partridge – vocals, guitar
Colin Moulding – vocals, bass and bonfire
Dave Gregory – vocals, guitar, piano, synthesizer, chamberlin, string arrangement on "1,000 Umbrellas" and the odd tiple


Gastmusiker:

Prairie Prince – drums
Beech Avenue Boys – backing vocals
Todd Rundgren – orchestral arrangements, computer programming, melodica on "Summer's Cauldron", keyboards on "Grass" and "That's Really Super Supergirl" and backing vocals
Mingo Lewis – percussion on "Mermaid Smiled" and "The Man Who Sailed Around His Soul"
John Tenney – violin
Emily Van Valkenburgh – violin
Rebecca Sebring – viola
Teressa Adams – cello
Charlie McCarthy – alto and tenor saxophone, flute
Bob Ferriera – tenor saxophone, piccolo, bass clarinet
Dave Bendigkeit – trumpet
Dean Hubbard – trombone
Jasmine Veillette – vocals on the first verse and final line of "Dear God"


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Psychedelic Pop


Trackliste:

1. Summer's Cauldron (3:20)
2. Grass (3:06)
3. The Meeting Place (3:14)
4. That's Really Super, Supergirl (3:21)
5. Ballet For A Rainy Day (2:50)
6. 1000 Umbrellas (3:44)
7. Season Cycle (3:22)
8. Earn Enough For Us (2:54)
9. Big Day (3:32)
10. Another Satellite (4:16)
11. Mermaid Smiled (2:26)
12. The Man Who Sailed Around His Soul (3:24)
13. Dying (2:31)
14. Sacrificial Bonfire (3:50) 
15. Dear God (3:40)

Gesamtspieldauer: 49:30




„Skylarking“ heißt die neunte Platte der englischen Band XTC und wurde im Jahr 1986 veröffentlicht. Das Besondere an dieser Scheibe ist, dass sie sich erst erfolgreich verkaufte, nachdem ein Titel hinzugefügt wurde, der zu Beginn darauf noch nicht vertreten war. Dabei handelt es sich um die letzte Nummer des Albums „Dear God“, die vorher die B-Seite der Single-Auskopplung „Grass“ zierte. Als der Plattenfirma allerdings klar wurde, dass die Leute die Single nicht wegen der A-Seite, sondern wegen besagtem „Dear God“ kauften, wurde dieser Track der Neuauflage der Platte hinzugefügt, was „Skylarking“ dann nochmals einen Verkaufsschub verlieh. Die Nummer bescherte den drei Musikern von XTC allerdings auch eine ganze Menge Ärger, denn zunächst singt hier ein kleines Mädchen (auch wenn im Video ein Junge zu sehen ist), welches an den lieben Gott einen Brief schreibt, was sie sich alles von Gott wünschen würde und kommt schließlich zum Schluss, dass sie einfach nicht an ihn glauben könne. Das Thema wird dann aufgenommen und Sänger Andy Partridge zählt ebenfalls auf, was alles nicht so richtig läuft hier unten auf der Erde und jede Strophe wird mit der Zeile „I can’t believe in you“ beendet. Das wiederum fanden religiöse Gemeinschaften, vor allem in den USA gar nicht so witzig.

Die Musik auf „Skylarking“ ist allgemein etwas verschroben und verschoben – bis auf die Nummer „Dear God“, die sofort ins Ohr geht. Oftmals wird ein durchaus ungewöhnlicher Ton gespielt, der beim ersten Hören auch irgendwie falsch zu klingen scheint. Das wiederum macht die Scheibe dann allerdings noch sehr viel interessanter, abwechslungsreicher und irgendwie besonders. Sehr gelungen ist die bereits erwähnte Single-Auskopplung „Grass“. Ein klein wenig orientalisch angehaucht durch die Streicher, entwickelt sich hier ein Stück, welches wegen seiner dann doch auch vorhandenen Eingängigkeit, ebenfalls Hit-Potential besitzt. Weiter sehr gelungen ist das vorletzte Lied des Albums, „Sacrificial Bonfire“. Durchaus erneut ein wenig schräg klingend, wird dies allerdings immer wieder sehr harmonisch aufgelöst, wozu nicht zuletzt die Streichereinsätze beitragen.

Nun und so finden sich auch unter den restlichen zwölf Titeln immer wieder die ein oder andere Nummer, die einen einzunehmen versteht. Dies allerdings noch mehr zu Beginn des Albums, als in dessen weiteren Verlauf. Die letzten beiden Lieder sind davon natürlich ausgenommen.

Fazit: Ein nur an wenigen Stellen eingängiges Album ist „Skylarking“ geworden – zumindest beim ersten Hören. Mal wieder eine Platte, die mit jedem weiteren Durchlauf wächst. Und wenn man nach längerer Zeit diese Scheibe wieder einlegt, so ist der Wiedererkennungswert sehr hoch und man ist sofort wieder in diesem, ein wenig psychedelischen Pop gefangen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Grass, Sacrificial Bonfire, Dear God


(Das Original kann mal wieder nicht in Deutschland angezeigt werden, die GEMA verbietet das. Deshalb ausnahmsweise mal ein Cover. Die Musik passt, die Instrumentierung ist deutlich anders...)

Freitag, 11. April 2014

Rose Tattoo – Rose Tattoo




Rose Tattoo – Rose Tattoo


Besetzung:

Angry Anderson – lead vocals
Peter Wells – slide guitar, vocals
Mick Cocks – lead guitar, rhythm guitar
Geordie Leach – bass guitar (tracks 1–5, 7–9, 11–13, 15)
Ian Rilen – bass guitar (tracks 6, 10, 14)
Dallas "Digger" Royall – drums


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1978 (Wiederauflage 2008)


Stil: Rock, Hard Rock


Trackliste:

1. Rock 'N' Roll Outlaw (3:23)
2. Nice Boys (2:54)
3. Butcher And Fast Eddie (6:32)
4. One Of The Boys (3:12)
5. Remedy (3:01)
6. Bad Boy For Love (3:06)
7. T.V. (2:01)
8. Stuck On You (3:57)
9. Tramp (2:38)
10. Astra Wally (5:58)


Bonus Tracks:

11. Snow Queen (4:21)
12. Rock 'N' Roll Outlaw [Live] (3:33)
13. Bad Boy For Love [Live] (5:40)
14. Rock 'N' Roll Is King [Live] (4:26)
15. Suicide City [Live] (5:18)

Gesamtspieldauer: 59:58




Die australische Band Rose Tattoo wird immer wieder als „kleiner Bruder“ von AC/DC bezeichnet und wenn man ihrem, 1978 unter dem Bandnamen veröffentlichten Debüt-Album lauscht, dann kann man diesen Vergleich auch nicht ganz von der Hand weisen. Knallharten und gitarrenlastigen Hard Rock gibt es hier zu hören, der meist sehr kraftvoll und kompromisslos aus den Boxen dringt und dabei durchaus auch melodiös sein kann. Wiedererkennungswert besitzt hierbei vor allem die Stimme des Sängers Angry Anderson, dessen Stimme ein wenig entfernt ebenfalls an Bon Scott erinnert.

Vielleicht ist die Musik von Rose Tattoo nicht ganz so ideenreich, wie die von AC/DC in den 70er Jahren und die Band wurde auch nie so erfolgreich wie ihre ebenfalls australischen Kollegen, trotzdem haben auch Rose Tattoo einiges für den Hörer zu bieten. Auf der Debut-Scheibe sind das vor allen Dingen die ersten Titel, die auch durch andere Künstler gecovert wurden und dadurch sogar noch mehr Erfolg einfuhren. „Rock 'N' Roll Outlaw” wurde ein Hit für Helen Schneider unter dem Titel „Rock 'N' Roll Gypsy“, die damit sogar bis auf Platz 6. in den deutschen Charts im Jahr 1981 kletterte. Guns N‘ Roses hingegen coverten den Song „Nice Boys”.

Das interessanteste Lied der Scheibe, wenn auch nicht das bekannteste, ist jedoch „Butcher And Fast Eddie“, bei dem inhaltlich ein tatsächlich stattgefundener Bandenkrieg in Melbourne aufbereitet wird. Das Lied ist ein wenig langsamer angelegt, als viele der anderen Songs der Platte. Untermalt von schweren Gitarren erzählt Angry Anderson hier diese Geschichte sehr eindrucksvoll. Klasse gelungen dabei auch, wie im Song Spannung aufgebaut wird und auch das Gitarren-Solo hat es in sich. Dabei geht einem dieses, der Strophe unterlegte Gitarrenriff, welches redundant immer und immer wieder wiederholt wird, sofort ins Ohr und verlässt dieses auch nicht mehr.

Der Rest der Platte ist gut gemachter Hard Rock. Dabei ragt kein Titel mehr besonders nach oben heraus, umgekehrt gilt das allerdings ebenfalls. Alles hat seine Qualität, den Hard Rock Fan wird es freuen. Vier Live-Zugaben wurden dieser remasterten Version hinzugefügt. Klanglich durchaus in Ordnung und mit zwei Nummern, die noch nicht auf dem offiziellen Album enthalten waren, beinhalten diese Stücke durchaus einen Mehrwert.

Fazit: Wer auf Hard Rock steht, der wird viel Spaß mit dieser Scheibe haben. Hier gibt es keine „verweichlichten“ Stellen, keine Balladen, alles rockt und rollt. Heute ist lediglich noch Angry Anderson in der Band aktiv. Das liegt auch daran, dass das Schicksal bei Rose Tattoo mehrmals zugeschlagen hat, denn vier der obigen sechs Musiker sind inzwischen an verschiedenen Krebserkrankungen verstorben. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Rock 'N' Roll Outlaw, Nice Boys, Butcher And Fast Eddie




Donnerstag, 10. April 2014

Michelle Shocked – Short Sharp Shocked




Michelle Shocked – Short Sharp Shocked


Besetzung:

Michelle Shocked – vocals, acoustic guitar


Gastmusiker:

Pete Anderson – electric guitar, six-string bass guitar on "Hello Hopeville"
Jeff Donavan – drums
Domenic Genova – acoustic bass, electric bass
Skip Edwards – piano, hammond organ
Mike Tempo – percussion
Al Perkins – dobro
Byron Berline – mandolin
Don Reed – fiddle
Rod Piazza – harmonica
Kristina Olson – hammered dulcimer
Banjo Jim Croce – banjo
Sophia Ramos – vocals
M.D.C. – vocals on "Fogtown"




Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Folk Rock, Rock


Trackliste:

1. When I Grow Up (3:34)
2. Hello Hopeville (2:56)
3. Memories Of East Texas (3:35)
4. (Making The Run To) Gladewater (3:06)
5. Graffiti Limbo (3:40)
6. If Love Was A Train (4:07)
7. Anchorage (3:24)
8. The L&N Don't Stop Here Anymore (4:10)
9. Vx Fx Dx (2:50)
10. Black Widow (2:44)
11. Fog Town (2:25)

Gesamtspieldauer: 36:31



Michelle Shocked, eigentlich Karen Michelle Johnston, ist eine amerikanische Songwriterin, der mit ihrem zweiten Album „Short Sharp Shocked” im Jahr 1988 der Durchbruch gelang. Und dies lag nicht zuletzt am Titel „Anchorage”, einer wunderschönen Folk-Nummer, eingängig und mit einem tollen Text versehen, den man auch versteht, wenn man des Englischen nicht ganz so mächtig ist. Erzählt wird hier der Briefwechsel von Michelle Shocked mit einer guten Freunden, die es durch ihren Mann von Texas nach Alaska verschlagen hat und dort offensichtlich nicht so ganz glücklich ist und sehr schwermütig und sentimental wird.

Ein weiterer toller Titel des Albums ist „The L&N Don't Stop Here Anymore”, eine Cover-Version des gleichnamigen Titels von Jean Ritchie, die auch „The Mother Of Folk“ genannt wird. In dieser Version setzt Michelle Shocked diesen Titel grandios um und macht ihn zu ihrem eigenen. Das ist etwas anderes, als nur ein reines „Nachspielen“. Richtig gut gelungen. Genau wie „Black Widow”. Ebenfalls wieder eine Folk-Nummer, verträumt und sentimental, mit einer Melodie ausgestattet, die sofort ins Ohr geht.

Nun, das passiert beim Rest des Albums nicht mehr so ohne weiteres. Auch steht hier nicht immer unbedingt der Folk im Vordergrund, oftmals stellt Michelle Shocked jetzt Country Musik in den Vordergrund. Diese kann natürlich auch gut gemacht sein, will in diesem Fall allerdings nicht so recht zünden, da das alles ein wenig konservativ klingt und sicherlich auch Platzierungen in den Nashville Country Charts hätte nach sich ziehen können, wenn denn entsprechende Singles veröffentlicht worden wären. „When I Grow Up“ und „Memories Of East Texas” sind dabei noch ganz gelungen – allerdings auch wieder eher folkig – der Rest eher gewöhnungsbedürftig, außer wahrscheinlich, man hat sich genau dieser Musik verschrieben. Ein Titel muss hier allerdings noch Erwähnung finden, der noch nicht einmal auf dem CD-Cover angegeben wurde: „Fog Town“. Ein „Hidden Track“, der allerdings ohne Stille im Vorfeld auskommt, soll heißen, direkt nach Black Widow startet. Das Besondere daran ist zum einen, dass hier Michelle Shocked den Gesang an einen gewissen M.D.C. abgibt und sich selbst im Hintergrund hält und zum anderen, dass die Nummer ein Hard Rock Stück ist. Passt also gar nicht zum Rest der Platte, deswegen wohl auch als „Hidden Track“ hinzugefügt.

Fazit: Das Titelbild zeigt Michelle Shocked, wie sie 1984 bei einer Protestaktion während der Democratic National Convention von zwei Polizisten weggetragen wird. So zerrissen wie das Album-Cover wirkt, genau so zerrissen wirkt auch die Platte selbst. Zum einen klasse Titel, die man nicht mehr missen möchte, zum anderen auch ein wenig Country-Sülze, für die man schon sehr offen sein muss, um damit etwas anfangen zu können. Trotzdem kein schlechtes Album, denn die drei Höhepunkte haben es wirklich in sich. Acht Punkte.

Anspieltipps: Anchorage, The L&N Don't Stop Here Anymore, Black Widow


Leider gibt es zu dem Album nichts auf der deutschsprachigen YouTube Seite. Hier wurde alles gesperrt.