Sonntag, 8. Juni 2014

Der Plan – Geri Reig




Der Plan – Geri Reig


Besetzung:

Moritz Reichelt – instruments & vocals
Frank Fenstermacher – instruments & vocals
Kurt Dahlke – instruments & vocals


Label: Ata Tak


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Elektronische Musik, Experimentelle Musik


Trackliste:

1. Adrenalin lässt das Blut kochen (3:11)
2. Geri Regi (2:35)
3. Persisches Cowboy Golf (1:18)
4. Gefährliche Clowns (3:18)
5. Kleine Grabesstille (1:05)
6. Der Weltaufstandsplan (2:44)
7. Hans und Gabi (3:14)
8. Commerce exterieur mondial sentimental (2:40)
9. Was ich von mir denke (3:34)
10. San Jose Car Muzak (2:56)
11. Erste Begegnung mit dem Tod (0:51)
12. Ich bin schizophren (2:45)
13. Nessie (1:29)
14. Gefährliche Clowns (manisch-idiotisch) (4:58)
15. Die Welt ist schlecht (1:56)


Bonus Tracks:

16. Es piept (2:09)
17. Fürstenwall (4:07)
18. Intermezzo (1:47)
19. Dark Porn (2:19)
20. Heinz, komm zum Feuer (6:11)
21. Money Honey (1:32)

Gesamtspieldauer: 56:38




Der Plan, eine Formation von drei Musikern aus Düsseldorf, gelten als die Vorreiter der Neuen Deutschen Welle. Soweit so gut. Die Neue Deutsche Welle hat immerhin den Musikmarkt ordentlich durcheinandergewürfelt und dabei einige richtig tolle Lieder hervorgebracht. Auch einige neue Bands erblickten hier zum ersten Mal „das Licht der Welt“, die sich durchaus als Bereicherung der Musiklandschaft herausstellten.

„Geri Reig“ von Der Plan war also einer der Vorgänger dieser neuen Musikrichtung und auch ein wenig ein Auslöser der Neuen Deutschen Welle. Auf diesem Album wurde experimentiert was das Zeug hält. Man hört elektronische Klangpassagen, Mickey Mouse Stimmen, atonales Gebrabbel, Titel, die einfach unhörbar sind und ganz viel Kraft vom Zuhörer verlangen, um die ein oder andere Kakophonie auch wirklich durchstehen zu können. Schön klingt hier absolut nichts. Und was man da hört, mag sicherlich Anfang der 80er Jahre auch revolutionär gewesen sein, da jegliche Songstruktur, jeglicher gewohnter Klang und jegliche Melodiösität einfach über Bord geworfen wurde, um die Grenzen der Musik einfach mal auszutesten. Heutzutage klingt das Ganze jedoch, freundlich ausgedrückt, lediglich überaus „seltsam“ und nervig.

Auch damals hat diese Art der Musik jetzt nicht so viele Anhänger gefunden. Heute ist es mal ganz nett zu hören, wie das damals mit der NDW anfing, musikalisch stellt Geri Reig jedoch eine Tortur dar. Es klingt gerade so, als ob sich die Jungs an ihre kleinen Casio-Geräte setzten, die Tasten drückten und einfach mal drauflos spielten, kuckten, was dabei herauskam und das Ergebnis festhielten. Vielleicht tue ich dem Plan damit jetzt aber auch unrecht – nein, mache ich glaube ich doch nicht, genau so war das wohl. Übrig bleiben Experimente, die fast noch nicht einmal unter der Überschrift „Musik“ subsummierbar sind. Der Plan bereitet mit Geri Reig manches Mal fast schon physische Schmerzen. Psychische auf jeden Fall.

Fazit: Ich muss das Bewertungssystem wohl noch mal überarbeiten, denn ich habe all den Alben unrecht getan, die hier mit null, einem oder zwei Punkten bewertet wurden. Bei „Geri Reig“ von Der Plan müsste eigentlich ein System mit Punkten unter der Null eingeführt werden, um einen wirklichen Vergleich zu realisieren. Mache ich jetzt aber nicht. Wer auf atonale, einfachste und nervende „Musik“ steht, die zugegebenermaßen nicht alltäglich ist, manches Mal auf ein wenig humoristisch klingt, der findet hier seine Erfüllung. Wer Musik jedoch wegen seiner Melodiösität, den Texten, Ideen, etc. liebt, für diese Hörerin beziehungsweise diesen Hörer stellt dieses Album absolute Folter dar. Ganz schlimm. Ein Punkt.

Anspieltipps: Geri Reig



Samstag, 7. Juni 2014

The Velvet Underground – Loaded




The Velvet Underground – Loaded


Besetzung:

Lou Reed – vocals, guitar, piano
Doug Yule – keyboards, guitar, bass guitar, drums, backing vocals, lead vocals on "Who Loves the Sun", "New Age", "Lonesome Cowboy Bill" and "Oh! Sweet Nuthin'"
Sterling Morrison – guitar
Maureen Tucker – drums


Gastmusiker:

Adrian Barber – drums on "Who Loves The Sun" and "Sweet Jane"
Tommy Castanero – drums on "Cool It Down" and "Head Held High"
Billy Yule – drums on "Lonesome Cowboy Bill" and "Oh! Sweet Nuthin'"


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1970


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Who Loves The Sun (2:45)
2. Sweet Jane (4:09)
3. Rock And Roll (4:45)
4. Cool It Down (3:06)
5. New Age (5:09)
6. Head Held High (2:58)
7. Lonesome Cowboy Bill (2:45)
8. I Found A Reason (4:17)
9. Train Round The Bend (3:22)
10. Oh! Sweet Nuthin' (7:29)

Gesamtspieldauer: 39:16




„Loaded“ ist das vierte Album von The Velvet Underground und erschien im November 1970. Und diese Scheibe ist wohl das beste Beispiel dafür, dass ich persönlich überhaupt keine Ahnung von Musik habe und auch nicht über den nötigen Geschmack verfüge. Diese Platte wird in den meisten Rezensionen über den grünen Klee gelobt und taucht in der Rolling Stone Liste von 2003 auf Platz 110 der 500 besten Alben aller Zeiten auf.

„Loaded“ heißt der Titel des Albums, denn die Scheibe sollte angefüllt sein mit Hit-Songs. Und eingängig ist das wirklich, was man darauf zu hören bekommt, allerdings auch unglaublich belanglos. Das klingt alles nach Ende 60er Pop, einfach und ohne Ecken und Kanten. Auch die Produktion der Scheibe stand unter keinem guten Stern. Lou Reed hatte noch während den Aufnahmen die Band verlassen, obwohl alle Titel aus seiner Feder stammten. Er konnte sich jedoch irgendwie nicht mehr damit identifizieren. So haben die verbleiben den Musiker den Rest eben in Eigenregie eingespielt, worüber sich Lou Reed später auch regelmäßig beschwerte. Zu diesen „verbleibenden“ Musikern gehörte jedoch nicht Maureen Tucker, obwohl sie in den Credits ausdrücklich als Schlagzeugerin Erwähnung fand. Wahr ist vielmehr, dass sie auf „Loaded“ überhaupt nicht zu hören ist, da sie zu dieser Zeit schwanger war und beim Einspielen der Titel nicht mehr am Schlagzeug saß. Die Drums teilten sich so Doug Yule, sein Bruder Billy sowie Adrian Barber und Tommy Castanero.

Nun zur Musik. Die Band wollte endlich mal einen Hit haben, deshalb wurden auch diese kurzen und eingängigen Titel, kompromisslos ohne jeglichen Firlefanz und im Mid-Tempo eingespielt. Hat auch hingehauen, „Sweet Jane“ und „Rock & Roll“ liefen in den Radiostationen immer wieder in der Dauerschleife und Velvet Underground hatte endlich seine Hits. Das Album verkaufte sich auch deutlich besser als die vorherigen Werke der Band, denn auf ihm befindet sich nun ganz andere, deutlich massentauglichere Musik.

Keine Experimente mehr, keine tollen Ideen mehr, nichts Besonderes mehr, alles Außergewöhnliche wurde über Bord geworfen, ganz nach der Devise: „Wenn diese Titel nur oft genug im Radio gespielt werden, dann werden die schon ins Ohr gehen“. Genauso schnell verabschieden sie sich jedoch auch wieder aus dem Gedächtnis. Einzige Ausnahme stellt der letzte Titel „Oh! Sweet Nuthin'” dar, der ein wenig aus dem Allerlei herausfällt. Ebenfalls eingängig, jedoch mit einem spannenden, sich steigernden Aufbau versehen.

Fazit: Überraschend, wie solch eine 08/15-Scheibe so gehypt werden kann. Solche Musik gab es damals und auch heute noch an jeder Ecke. Es muss ja nicht immer etwas Revolutionäres sein, aber ein paar nette Ideen helfen manchmal doch weiter und machen ein Album zumindest manchmal spannend. Das ist „Loaded“ jedoch nicht. Aber wie oben bereits erwähnt, ich habe überhaupt keine Ahnung. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Oh! Sweet Nuthin'



Freitag, 6. Juni 2014

Brainticket – Psychonaut




Brainticket – Psychonaut


Besetzung:

Jane Free – lead vocals, tbilat, tambourine, slide whistle, sounds
Joel Vandroogenbroeck – organ, piano, flute, sitar, sanze vocal, rumors, generator
Rolf Hug – lead guitar, acoustic guitar, tablas, vocals
Martin Sacher – electric bass, flute
Barney Palm – drums, percussion, strange sounds
Carol Muriel – speaking on "Like A Place In The Sun" and oooh... oooh... on "Feel The Wind Blow"


Label: Bellaphon


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Psychedelic Rock, Experimental Rock


Trackliste:

1. Radagacuca (7:24)
2. One Morning (3:51)
3. Watchin' You (5:15)
4. Like A Place In The Sun (6:28)
5. Feel The Wind Blow (3:32)
6. Coc' O Mary (6:08)

Gesamtspieldauer: 32:57




Ende der 60er Jahre vom belgischen Multiinstrumentalisten Joel Vandroogenbroeck und dem Gitarristen Ron Bryer gegründet, stellt „Psychonaut“ das zweite, gemäßigtere Album von Brainticket dar. Ron Byer war inzwischen verstorben und die Band wurde ergänzt durch einige Schweizer Musiker. Beim Hören dieses Albums kann man durchaus noch die Freiheit hören, die der Musik damals, Anfang der 70er Jahre innewohnte. Alles war erlaubt, alles wollte ausprobiert werden. Dass Drogen dabei eine gewisse Rolle spielten, ist auch auf diesem Album durchaus zu vernehmen. Nicht, dass dieses Thema hier thematisiert werden würde, jedoch ist dieser „bewusstseinserweiternde“ Zustand, unter dem die Protagonisten auf „Psychonaut“ gestanden haben müssen, bei jedem Titel herauszuhören.

Das Album wirkt jedoch auch ohne solche „Zusätze“. „Radagacuca” beginnt sehr psychedelisch mit Orgel und Flöte und entwickelt sich dann zu einer Art “Hippie-Rock”. Die akustische Gitarre und eine Sitar geben die Stimmung vor. Alles klingt melodiös und schwebend, bis gegen Ende des Stücks das Chaos losbricht, welches trotzdem noch überaus melodisch klingt. „One Morning” wird vom Piano und Soundeffekten dominiert, die die Perkussion immer wieder nachhallen lassen. Gewitter ziehen am Anfang, in der Mitte sowie am Ende des Stücks auf und tragen zusätzlich zu einer fast mystischen Stimmung des Titels bei. Das nachfolgende Lied, „Watchin' You”, ist dagegen sehr viel härter gehalten und stellt eines der frühen Hard Rock Lieder in der Geschichte der U-Musik dar.

„Like A Place In The Sun”, ebenfalls wieder etwas härter instrumentiert, erinnert vor allen Dingen wieder im Bereich des Refrains an, auch zu diesem Zeitpunkt schon vergangene, Hippie-Zeiten. So kommt bei diesem Titel ebenfalls der Orgel wieder eine sehr große Rolle zu. „Feel The Wind Blow” klingtt dagegen fast schon wie eine Folk-Rock Nummer - leicht und unbeschwert. Heftiger wird es schließlich noch mal mit „Coc' O Mary”. Psychedelic Rock in bester Ausprägung. Die Perkussion vibriert, die Querflöte kommt immer wieder zum Einsatz, alles treibt voran, Orgel und Gitarre übergeben sich im weiteren Verlauf die Führung. Schließlich wird der Sound deutlich heller, das Schlagzeug gewinnt an Dominanz, um wieder die vorherigen Instrumente zu integrieren. Eine Instrumentalnummer, die überaus abwechslungsreich das Trommelfell bearbeitet und schließlich abrupt abbricht.

Fazit: „Psychonaut“ von Brainticket ist ein sehr interessantes Album geworden, zumindest für all diejenigen, die das etwas Abgefahrene, Schräge in der Musik suchen. Dabei bleiben die Lieder immer sehr melodiös und eingängig. Nichts ist hier atonal oder überaus gewöhnungsbedürftig. Trotzdem muss man sich auf das Gehörte einlassen können, denn alltäglich ist diese Musik wahrlich nicht und im Radio wurde Brainticket weder damals noch heutzutage übermäßig gespielt. Elf Punkte.

Anspieltipps: Radagacuca, Coc' O Mary



Donnerstag, 5. Juni 2014

David Bowie – Lodger




David Bowie – Lodger


Besetzung:

David Bowie – vocals, backing vocals, piano, guitar, synthesizer, chamberlin

Gastmusiker:

Carlos Alomar – guitar, drums on "Boys Keep Swinging"
Dennis Davis – percussion, bass guitar on "Boys Keep Swinging"
George Murray – bass guitar
Sean Mayes – piano
Simon House – violin, mandolin
Adrian Belew – guitar, mandolin
Tony Visconti – backing vocals, guitar, mandolin, bass guitar
Brian Eno – synthesizers, ambient drone, prepared piano, cricket menace, guitar treatments, horse trumpet, eroica horn, piano, backing vocals
Roger Powell – synthesizer
Stan – saxophone


Label: RCA


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Art Rock, Experimental Rock


Trackliste:

1. Fantastic Voyage (2:54)
2. African Night Flight (2:57)
3. Move On (3:18)
4. Yassassin (4:13)
5. Red Sails (3:44)
6. D.J. (3:59)
7. Look Back In Anger (3:05)
8. Boys Keep Swinging (3:17)
9. Repetition (2:59)
10. Red Money (4:17)

Gesamtspieldauer: 34:42




„Lodger“ heißt das dreizehnte Studioalbum von David Bowie und stellt gleichzeitig den Abschluss der sogenannten Berlin-Trilogie mit „Low“ und „Heroes“ dar. Wieder schrieb Bowie die Lieder zusammen mit Brian Eno, stilistisch unterscheidet sich „Lodger“ allerdings bereits deutlich von den beiden vorherigen Platten. Waren diese beiden Alben noch sehr geprägt von elektronischer Musik mit einigen Instrumentalstücken, so findet man auf „Lodger“ sehr viel eher eingängigere Pop-Musik, die durchweg auch mit „radiotauglich“ zu umschreiben ist.

Eingängiger ist die Musik zwar auf das erste Hören hin, jedoch können die einzelnen Songs längst nicht mehr so überzeugen, wie noch auf den beiden Vorgängeralben. Großartig erarbeitet werden muss die Musik auf „Lodger“ vom Hörer nicht mehr. Ziemlich geradlinig läuft hier ein Titel nach dem anderen durch. Alles nicht schlecht, aber dieser besondere Moment, der vielen Titeln von David Bowie innewohnt, der fehlt hier leider. Gelungen ist sicherlich „Move On”, eine schöne Nummer mit Ohrwurmcharakter und schließlich auch noch „D.J.“. Letzterer Titel wurde lediglich in England als Single veröffentlicht, hatte dort mit Chart-Position 29 allerdings nur mäßigen Erfolg. Trotzdem ein Höhepunkt des Albums, zu dem Adrian Belew ein sehr gelungenes Gitarren-Solo beisteuerte.

Auch vielen der restlichen Titel wohnt immer wieder ein schöner Moment inne, trotzdem so richtig überzeugend ist das alles irgendwie nicht. Zwar eindeutig als David Bowie Album auszumachen, jedoch klingen die Nummern zum Teil einfach austauschbar, nicht mehr nach etwas Besonderem.

Fazit: „Lodger“ ist wahrlich kein schlechtes Album geworden, gehört jedoch auch nicht zu den Höhepunkten im Schaffen des David Bowie. Alles läuft ein wenig durch. Ab und an hört man etwas Außergewöhnliches und die meisten Titel gehen auch schnell ins Ohr, verlassen dieses jedoch auch genau so schnell wieder und stellen lediglich eine kurze, gehörte Episode dar. Acht Punkte.

Anspieltipps: Move On, D.J.



Mittwoch, 4. Juni 2014

Metallica – Metallica




Metallica – Metallica


Besetzung:

James Hetfield – lead vocals, rhythm guitar; lead guitar on "Nothing Else Matters"
Kirk Hammett – lead guitar
Lars Ulrich – drums, percussion
Jason Newsted – bass, backing vocals


Gastmusiker:

Michael Kamen – orchestral arrangement on "Nothing Else Matters"


Label: Vertigo Records


Erscheinungsdatum: 1991


Stil: Heavy Metal, Hard Rock


Trackliste:

1. Enter Sandman (5:32)
2. Sad But True(5:25)
3. Holier Than Thou (3:48)
4. The Unforgiven (6:27)
5. Wherever I May Roam (6:44)
6. Don't Tread On Me (4:00)
7. Through The Never (4:04)
8. Nothing Else Matters (6:29)
9. Of Wolf And Man (4:17)
10. The God That Failed (5:09)
11. My Friend Of Misery (6:50)
12. The Struggle Within (3:54)

Gesamtspieldauer: 1:02:37




Es gibt tatsächlich einige „Metallica-Jünger“, die behaupten, dass nach dem dritten Album, „Master Of Puppets“, von Metallica nichts Besonderes mehr nachgekommen sei. Alles sei inzwischen weichgespült und hätte mit Heavy Metal auch nur noch am Rande etwas zu tun. Diese Kritik bezieht sich dann durchaus auch auf dieses fünfte Album der Band aus dem Jahr 1991. Schon irgendwie unglaublich. Zwar haben diese Hörer dahingehend recht, dass ein Metallica Album nicht mehr nur noch durchgängig knallt, das sollte erst wieder später der Fall sein, aber gerade auf dieser, kurz mit dem Bandnamen „Metallica“ betitelten Platte, macht es besonders die Mischung aus harten und kraftvollen Tracks in Verbindung mit Songs aus, die einen durchatmen lassen und ihrerseits durch eine klasse Melodieführung punkten.

Damit hier auch keine Missverständnisse aufkommen, das Album ist Heavy Metal pur. Nur bei wenigen Titeln wird die schwere Gitarre mal durch eine akustische Gitarre ersetzt. So geschehen bei „The Unforgiven“ und „Nothing Else Matters“. Beides sind jedoch wunderschöne Balladen, die dieses Album durchaus aufwerten. Sehr eingängige Melodien bahnen sich hier den Weg zum Ohr des Hörers und verweilen dort auch länger. Eindeutig Ohrwurmcharakter.

Nun und der Rest? Na der rockt und zwar ziemlich kompromisslos. Da gibt es keine „Verweichlichungen“, nichts lenkt vom harten Sound der Band ab. Immer wieder gibt es tolle Riffs zu entdecken und auch die Gitarrensoli können immer wieder überzeugen. Freunde des Head-Bangings kommen mal wieder voll auf ihre Kosten und laufen Gefahr, sich eine Gehirnerschütterung einzufangen. Und trotz all dieser Härte in der Musik, so lassen sich auch hier noch sehr hörenswerte Melodiebögen entdecken, die den einzelnen Titel dann doch vom sturen Gestampfe noch abzuheben vermögen.

Fazit: Die Abwechslung macht dieses Metallica-Album zu einer guten Scheibe. Musik zum Lauthören und zum Ausflippen, neben Liedern zum Zurücklehnen und Lauschen. Der Schwerpunkt liegt allerdings ganz klar auf dem Heavy Metal. Wer diese Musik mag, wird auf dem Album sein Nirwana finden. Wahrlich keine weichgespülte Musik, sondern gut gemachter Rock mit einer gehörigen Prise Abwechslung. Elf Punkte.

Anspieltipps: Enter Sandman, The Unforgiven, Nothing Else Matters, My Friend Of Misery



Dienstag, 3. Juni 2014

Graham Gouldman – Animalympics




Graham Gouldman – Animalympics


Besetzung:

Graham Gouldman – vocals, backing vocals, electric guitar, acoustic guitar, bass, percussion


Gastmusiker:

Rick Fenn – electric guitar, backing vocals
Duncan Mackay – keyboards
Paul Burgess – drums
Stuart Tosh – backing vocals


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Pop (Soundtrack)


Trackliste:

1. Go For It (3:34)
2. Underwater Fantasy (3:18)
3. Away From It All (2:32)
4. Born To Lose (4:04)
5. Kit Mambo (4:30)
6. Z.O.O. (3:29)
7. Love's Not For Me (Rene's Song) (2:42)
8. With You I Can Run Forever (4:04)
9. Bionic Boar (3:35)
10. We've Made It To The Top (3:45)

Gesamtspieldauer: 34:49




„Animalympics“ ist ein 1980 veröffentlichter Kinder-Animationsfilm, für den Graham Gouldman den Soundtrack schrieb. Graham Gouldman ist einer der langjährigen Mitglieder bei 10cc, der auch für diverse andere Künstler und Bands einige Titel schrieb, so zum Beispiel das sehr bekannte „No Milk Today“ von den Herman's Hermits. Beim Soundtrack zu „Animalympics“ wurde er von vier seiner fünf Bandkollegen von 10cc unterstützt.

Die Musik des Soundtracks besteht zum größten Teil aus sehr eingängigen Pop-Liedern, was für einen Kinder-Film auch nicht weiter verwunderlich ist. Trotzdem beinhaltet dieser Soundtrack keine einfachen Kinder-Lieder, sondern wartet durchaus mit Titeln auf, die in allen Charts der Welt gelistet sein könnten. Neben Pop-Musik ist auch ein gewisser Anteil an „Welt-Musik“ vorhanden, denn auch afrikanische Einflüsse haben Einzug auf dem Album gefunden – ebenfalls nicht weiter verwunderlich, denn die meisten Tiere, die hier an der fiktiven Tier-Olympiade im Film teilnehmen, stammen aus Afrika.

Der Soundtrack wird im Internet zu sehr hohen Preisen gehandelt, da die Platte bisher nie auf CD veröffentlicht wurde. Diese Investition lohnt sich allerdings wahrlich nicht, denn die Lieder auf „Animalympics“ haben wohl nur dann ihren persönlichen Wert für den Hörer, wenn man vielleicht den Film in seiner Jugend gesehen hat und damit irgendwelche Erinnerungen verbindet. Etwas Besonderes gibt es auf „Animalympics“ nicht zu hören, ein paar feine, keine Pop-Liedchen eben, die je nach Musikgeschmack mal mehr, mal weniger überzeugen können. In meinem Fall wären die Höhepunkte „Born To Lose" und „Love's Not For Me (Rene's Song)". Zwei schöne, eingängige und melodiöse Lieder, die es schaffen, Erinnerungen an längst vergangene Tage hervorzurufen.

Fazit: „Animalympics“ ist ein netter, kleiner Soundtrack. Nichts „weltbewegendes“ allerdings, der einen Mondpreis für dieses Album rechtfertigen würde. Die Lieder stehen alle für sich, könnten also ohne weiteres auch auf einem ganz „normalen“ Album veröffentlicht worden sein. Dass die einzelnen Nummern Teile eines Soundtrack darstellen, hört man beim Hören nicht heraus. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Born To Lose, Love's Not For Me (Rene's Song)



Montag, 2. Juni 2014

David Gilmour – David Gilmour




David Gilmour – David Gilmour


Besetzung:

David Gilmour – electric and acoustic guitars, vocals, keyboards, lap steel guitar on "No Way" and "I Can't Breathe Anymore", piano on "So Far Away", harmonica on "There's No Way Out of Here"


Gastmusiker:

Rick Wills – bass guitar, backing vocals
Willie Wilson – drums, percussion
Mick Weaver – additional piano on "So Far Away"
Carlena Williams – backing vocals on "There's No Way Out of Here" and "So Far Away"
Debbie Doss – backing vocals on "There's No Way Out of Here" and "So Far Away"
Shirley Roden – backing vocals on "There's No Way Out of Here" and "So Far Away"


Label: Harvest


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Rock


Trackliste:

1. Mihalis (6:00)
2. There's No Way Out Of Here (5:23)
3. Cry From The Street (5:19)
4. So Far Away (6:10)
5. Short And Sweet (5:34)
6. Raise My Rent (5:52)
7. No Way (6:14)
8. Deafinitely (4:28)
9. I Can't Breath Anymore (3:40)

Gesamtspieldauer: 46:22




Die Spannungen bei Pink Floyd, zwischen Roger Waters und dem Rest der Band stiegen und stiegen. Waters hatte inzwischen auch vollständig das Songwriting übernommen, präsentierte nur noch fertige Lieder, bei denen David Gilmour dann noch etwas Input, meistens in Form eines Gitarrensolos hinzufügen durfte. Es blieb also ein wenig Zeit zwischen den Pink Floyd Veröffentlichungen „Animals“ und „The Wall“ und so beschloss David Gilmour mit seinen Kumpels aus früheren Tagen, Rick Wills und Willie Wilson, ein Soloalbum aufzunehmen. Und dieses sollte jetzt mal ganz anders klingen, als die Musik von Pink Floyd - ein Rock-Album sollte es werden.

1978 erschien nun das erste Solo-Werk des David Gilmour. Und um es gleich vorweg zu nehmen, die Musik auf „David Gilmour“ hat wirklich nichts oder nur kaum etwas mit der von Pink Floyd zu tun. Das Album ist ein reines Rock-Album geworden, mit etwas härteren, dann auch wieder etwas gemäßigteren Tönen. An die Musik von Pink Floyd erinnert auf dem Album höchstens noch der Gesang des David Gilmour und seine Art die Gitarre zu spielen, die gerade bei den Gitarrensoli durchaus an der ein oder anderen Stelle Erinnerungen an ein entsprechendes Solo bei Pink Floyd hervorruft.

Musikalisch gesehen sind die Ideen auf der Platte, sowohl von der Musik selbst, wie auch textlich, deutlich limitierter, als dies bei Pink Floyd der Fall ist. Was jedoch nicht bedeuten soll, dass es sich bei dem Album um eine schlechte Platte handelt. Der Fokus lag nun einmal auf dem gitarrenorientierten Rock, welcher somit sehr viel einfacher gestrickt sein musste, als ein entsprechendes Werk bei Pink Floyd. Und einige gute Songs befinden sich auch auf „David Gilmour“. „There's No Way Out Of Here” ist zum Beispiel eine sehr eingängige Nummer mit einem gewissen Ohrwurmcharakter. Guter und melodiöser Rock, der sofort ins Ohr geht. Die Background-Sängerinnen erinnern dabei zum Teil schon an entsprechende Titel auf dem letzten Pink Floyd Album mit Roger Waters „The Final Cut“. Schön verträumt klingt dagegen die Instrumentalnummer „Raise My Rent”. Sehr relaxt scheint die Musik hier ein wenig schwebend - und gerade das dort gespielte Gitarrensolo kann überzeugen. „No Way“ ist dagegen ein mit Text ausgestattetes, ruhiges Rock-Lied. Auch an dieser Stelle geht die Melodie ohne große Umwege schnell ins Ohr des Hörers. Dazu gibt es ein etwas sehnsüchtig klingendes Solo und fertig ist die schöne und wahrlich gelungene Nummer.

Fazit: „David Gilmour“ von David Gilmour hat was. Wer hier Pink Floyd Musik erwartet, der wird jedoch enttäuscht werden. Auf dem Album gibt es Rock zu hören, der mal mehr, mal etwas weniger überzeugen kann, da er mitunter auch ein klein wenig austauschbar klingt. Trotzdem besitzt die Platte ihre Höhepunkte und für Pink Floyd Fans ist es sicherlich auch interessant, wie David Gilmour „befreit“ von Roger Waters und dem „Korsett“ Pink Floyd“ mal klingen wollte. Ach ja und ich frage mich echt, ob beim Titel „Deafinitely“ ein Rechtschreibfehler mit auf das Album gedruckt wurde… Neun Punkte.

Anspieltipps: There's No Way Out Of Here, No Way, Raise My Rent



Sonntag, 1. Juni 2014

Stan Ridgway – Anatomy




Stan Ridgway – Anatomy


Besetzung:

Stan Ridgway – guitar, keyboards, harmonica, vocals


Gastmusiker:

David Sutton – electric and acoustic bass
Pietra Wexstun – keyboards, vocals, whip-snag ocilators
Ivan Knight – drums and percussion, surfing tips
Rick King – twang guitars and merlot
Larry Grennan – electronics and audio opinions
Mr Mickey – prayers and incense
Jerome “The Lip” Bangote – trumpet, flugelhorn
Adrid Frid – harp, dulcimer
Jeff Stooger – recorder, stoopid flute
Tommy Arizona – pedal steel guitar


Label: New West Records


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Rock, Pop, Elektronische Musik


Trackliste:

1. Mission Bell (5:02)
2. Deep Blue Polka Dot (4:38)
3. Train Of Thought (4:15)
4. Murray's Steakhouse Story (1:06)
5. Susie Before Sunrise (4:02)
6. Sweet Pig Alley (1:13)
7. Valerie Is Sleeping (3:03)
8. Mickey The Priest (2:18)
9. Mama Had A Stove (3:39)
10. Whistle For Louise (4:26)
11. Picasso's Tear (4:17)
12. Sixteen Tons (6:50)

Gesamtspieldauer: 44:49




„Anatomy“ nannte Stan Ridgway, der Gründer von „Wall Of Voodoo“, sein sechstes Album, welches 1999 veröffentlicht wurde. Und dieses Werk ist überaus mehrschichtig geworden. Neben Rock- und Pop-Einflüssen gibt es hier elektronische Musik zu hören und mit „Whistle For Louise“ auch ein Lied, welches am ehesten in der Country-Ecke angesiedelt werden muss. Dies bleibt auf „Anatomy“ allerdings die Ausnahme, ansonsten besteht das Album hauptsächlich aus einer sehr gelungenen Mischung der eben erwähnten Genres.

Eröffnet wird die Scheibe mit dem ruhigen Rock-Song „Mission Bell“. Eine Nummer, die sofort ins Ohr geht und auch nachhallt. Ebenso gelungen geht es anschließend weiter mit „Deep Blue Polka Dot“. Stilistisch dem Pop mit elektronischen Einflüssen zuzuordnen und ebenfalls mit einer Melodie ausgestattet, die Ohrwurmcharakter besitzt. Ein klasse Auftakt für dieses Album. Weiter geht es mit dem etwas folkigen „Train Of Thought“, bevor das sehr kurze Stück „Murray's Steakhouse Story“ einen erneuten Höhepunkt des Albums darstellt. Jetzt bewegt sich Stan Ridgway auf den Pfaden der melancholischen Instrumentalmusik, sehr traurig und nachdenklich wirkt dieser leider viel zu kurz geratene Titel, der an ein Lied aus einem Soundtrack erinnert.

Und so reiht sich Lied an Lied, wobei keines dem anderen gleicht, immer Abwechslung mit im Spiel ist. Mal klingt es rockiger wie bei „Susie Before Sunrise“, mal gesellt sich erneut ein kleiner Instrumentaleinschub dazwischen („Sweet Pig Alley“, „Mickey The Priest”) und wieder ein anderes Mal klingt es elektronisch und poppig (Valerie Is Sleeping“, Mama Had A Stove“). „Whistle For Louise“ wurde bereits erwähnt mit seiner Country-Einfärbung und der letzte Titel „Sixteen Tons“ ist ein groovender Pop-Song. Fehlt in der Aufzählung noch der vorletzte Track „Picasso’s Tear“. Eine Folk-Pop-Nummer mit sehr eingängiger und sehnsüchtiger Melodie. Wahrlich gelungen.

Fazit: Hört man sich durch diese CD hindurch, fällt einem gleich dieser hier wiedergegebene Stilmix auf, der jedoch in keinster Weise störend wirkt. Ganz im Gegenteil, dieser macht das Album überaus spannend, da auch alles so perfekt zusammenzupassen scheint. Zwar können nicht alle Titel gleichmäßig überzeugen, jedoch liegt das natürlich wieder ganz am und im Ohr es Hörers. Alles in allem eine schöne Platte. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Mission Bell, Deep Blue Polka Dot, Picasso's Tear, Murray's Steakhouse Story



Samstag, 31. Mai 2014

Tony Banks – A Curious Feeling




Tony Banks – A Curious Feeling


Besetzung:

Tony Banks – keyboards, guitar, bass, percussion


Gastmusiker:

Chester Thompson – drums, percussion
Kim Beacon – vocals


Label: Charisma Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Pop, Progressive Rock


Trackliste:

1. From The Undertow (2:47)
2. Lucky Me (4:27)
3. The Lie (4:59)
4. After The Lie (4:51)
5. A Curious Feeling (3:59)
6. Forever Morning (6:04)
7. You (6:29)
8. Somebody Else's Dream (7:51)
9. The Waters Of Lethe (6:33)
10. For A While (3:39)
11. In The Dark (2:57)

Gesamtspieldauer: 54:38




Bei Genesis herrschte gerade eine schöpferische Pause und da dachte sich Tony Banks, dass er diese doch mal mit einem Solo-Album auffüllen könnte. So veröffentlichte er im Oktober 1979 das Album „A Curious Feeling“, welches die Geschichte eines Mannes erzählt, der aufgrund einer Wette sein Gedächtnis verliert. Musikalisch gesehen scheint Tony Banks noch etwas Material vom letzten Genesis-Album „And Then They Were Three“ übrig gehabt zu haben, denn stilistisch reiht sich „A Curious Feeling“ der letzten Bandveröffentlichung an.

Nun, Tony Banks mag offensichtlich keine Gitarren. Dass das Album Keyboard- und Synthesizer-lastig ist, ist im Grunde genommen nicht weiter verwunderlich, denn das sind eben „seine“ Instrumente. Ein bisschen Auffrischung mittels eines Saiten-Instruments hätte der Platte allerdings gut getan, denn die Gitarre wird hier nur sehr sparsam von ihm selbst gespielt und hätte das Album soundtechnisch zumindest ein wenig aufgepeppt. Denn genau hier liegt das Problem von „A Curious Feeling“. Alles klingt zwar voll und dicht, jedoch scheint Tony Banks mit seinen Synthesizer-Lagen viel zu oft ein ganzes Orchester ersetzen zu wollen. Da werden Fanfaren gespielt, Flöten- und Streicher-Passagen imitiert und das klingt nun einmal auf dem Keyboard einfach sehr synthetisch und kann nie die Atmosphäre eines Orchesters ersetzen – aber so sollte sich das wohl anhören. Jedes Lied ist zudem im selben Tempo und in derselben Stimmung gehalten, Abwechslung sieht deutlich anders aus. So legt man die Platte auf beziehungsweise die CD ein und die Musik läuft einfach durch, plätschert so vor sich hin.

Dazu gesellt sich noch der sehr undifferenzierte Gesang des Kim Beacon, der zwar noch nicht einmal über eine schlechte Stimme verfügt, sich dem musikalischen Einerlei jedoch bestens anpasst. Wenig Modulation und Ausdrucksstärke in seinem Gesang tragen ebenfalls zum Gefühl einer gewissen Langeweile bei. Bliebe noch das Song-Material. Klar gibt es auf „A Curious Feeling“ noch Ansätze des Progressive Rock zu hören. Dennoch driftet die Musik allzu oft auch in die Pop-Schiene ab. Bestes Beispiel hierfür ist der Titeltrack. David Hasselhoff hatte sich zur damaligen Zeit zwar noch nicht musikalisch betätigt, aber offenbar sein Vorbild entdeckt und wenige Jahre später mit dieser Art der Musik viel Eindruck bei den weiblichen Teenies hinterlassen. Der Ehrlichkeit halber sei hier allerdings auch angefügt, dass das Lied „A Curious Feeling“ dann doch den Ausschlag nach unten darstellt und die restlichen Titel sich qualitativ positiv davon abheben.

Fazit: Überzeugen kann die Platte trotzdem nicht. Tony Banks steht für einige Höhepunkt in der Musik von Genesis, zeigte dort sein Gespür für die mitreißende und eingängige Melodie. Diese gibt es auf „A Curious Feeling“ überhaupt nicht zu hören. Dazu gesellt sich die bereits thematisierte Instrumentierung und ein Gesang, der ebenfalls nicht überzeugen kann. Irgendwie langweilig. Schade. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Lie



Freitag, 30. Mai 2014

Crosby, Stills & Nash – CSN




Crosby, Stills & Nash – CSN


Besetzung:

David Crosby – vocals, rhythm guitar on "Fair Game" and "Dark Star", acoustic guitar on "Just A Song Before I Go" and "In My Dreams", string arrangements on "Cathedral" and "Cold Rain"
Stephen Stills – vocals, guitars on all tracks except "Carried Away", "Cathedral" and "Cold Rain", electric piano on "Anything At All", piano, string arrangements on "I Give You Give Blind", timbales on "Fair Game"
Graham Nash – vocals, piano on "Carried Away", "Cathedral", "Just A Song Before I Go" and "Cold Rain", harmonica on "Carried Away", string arrangements on "Cathedral" and "Cold Rain"


Gastmusiker:

Joe Vitale – drums on "Carried Away", "Fair Game", "Cathedral", "Dark Star", "Run From Tears" and "I Give You Give Blind", organ on "Shadow Captain", "Fair Game", "Anything At All", "Dark Star", electric piano on "Carried Away", "Just A Song Before I Go", percussion on "Cathedral", "I Give You Give Blind", flute on "Shadow Captain", tympani on "Cathedral", vibraphone on "In My Dreams"
Craig Doerge – piano on "Shadow Captain" and "Anything At All", electric piano on "Shadow Captain" and "Dark Star"
Mike Finnigan – organ on "Run From Tears"
George "Chocolate" Perry – bass on "Shadow Captain", "Fair Game", "Anything At All", "Cathedral", "Dark Star" and "I Give You Give Blind"
Jimmy Haslip – bass on "Carried Away"
Tim Drummond – bass on "Just A Song Before I Go"
Gerald Johnson – bass on "Run From Tears"
Russ Kunkel – drums on "Shadow Captain", "Anything At All", "Just A Song Before I Go" and "In My Dreams", congas on "Shadow Captain" and "Dark Star", percussion on "Just A Song Before I Go"
Ray Barretto – congas on "Fair Game"
Mike Lewis – string arrangements on "Cathedral", "Cold Rain" and "I Give You Give Blind"
Joel Bernstein – string arrangements on "Cathedral"


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Folk Rock


Trackliste:

1. Shadow Captain (4:35)
2. See The Changes (2:58)
3. Carried Away (2:32)
4. Fair Game (3:31)
5. Anything At All (3:06)
6. Cathedral (5:16)
7. Dark Star (4:46)
8. Just A Song Before I Go (2:13)
9. Run From Tears (4:02)
10. Cold Rain (2:35)
11. In My Dreams (5:11)
12. I Give You Give Blind (3:20)

Gesamtspieldauer: 44:06




Kurz „CSN“ nannten Crosby, Stills & Nash ihr drittes Album aus dem Jahr 1977. Wenn man es genau nimmt, ist es in dieser Formation sogar erst die zweite Platte, denn das letzte Album, welches vor der Auflösung der Band im Jahr 1971 entstand, „Déjà Vu“, war eine Zusammenarbeit mit Neil Young und trug dementsprechend als „Band-Titel“ den Namen Crosby, Stills, Nash & Young. 1977 hatten sich die drei Musiker also wieder zu dieser sogenannten „Super-Group“ zusammengefunden. Diesen Titel trug die Band, da alle drei Musiker bereits vorher mit anderen Bands sehr erfolgreich gewesen waren. David Crosby war Teil der Byrds gewesen, Stephen Stills war Songwriter, Sänger und Gitarrist bei Buffalo Springfield (wie übrigens auch Neil Young) und Graham Nash hatte mit seinem Kumpel Allan Clarke 1962 die Hollies gegründet.

Crosby, Stills & Nash waren gerade zu Beginn ihrer gemeinsamen Karriere überaus erfolgreich und auch stilprägend, was nicht zuletzt an den ausgefeilten mehrstimmigen Gesangspassagen der drei Protagonisten lag. Nach diversen Auseinandersetzungen zwischen den Musikern, gingen sie ab 1971 schließlich getrennte Wege und waren auch mit ihren Solo-Projekten überaus erfolgreich. Mitte der 70er war es dann soweit, dass man es wieder gemeinsam versuchen wollte und „CSN“ war das erste Werk des neuen Abschnitts der Bandgeschichte, der bis heute andauert.

Die Musik auf „CSN“ ist alles andere als einheitlich und wird hauptsächlich durch die bereits erwähnten Gesangspassagen mit dem gewissen Wiedererkennungswert zusammengehalten. Neben leider etwas langweiligen Folk-Rock-Stücken, die hauptsächlich die ursprünglich erste Seite der Platte zieren, gibt es auf „CSN“ auch solch einen Titel wie „Anything At All“, der schon sehr soulige Züge trägt. Überaus gewöhnungsbedürftig und so gar nicht zum Rest der Platte zu passen scheinend. Ebenfalls aus der Reihe tanzt auch das sechste Stück der CD, ehemals der letzte Titel auf Seite 1 der LP: „Cathedral“, aus der Feder von Graham Nash. Dieses Stück, auch das längste des Albums, ist allerdings ein absolutes Meisterwerk geworden und ein, wenn nicht der Höhepunkt im Schaffen der drei Musiker. Traurig und ergreifend verschafft sich dieser Titel Zugang zum Hörer. Melancholie pur, versehen mit einem sehr nachdenklich machenden Text, ist dies auch kein Folk Rock mehr. Die Orchester-Untermalung weist da schon in eine ganz andere Richtung. Ein wahrliches Highlight der Pop-Musik der 70er Jahre.

Die ehemalige Seite 2 der Platte rockt nun ein wenig mehr, als die ersten Titel. Jedoch nicht durchgehend, da gerade die beiden Graham Nash-Titel hier gegen den Strom schwimmen. „Just A Song Before I Go” beginnt zwar zunächst fast schon ein wenig funkig, wird dann aber wieder durch mehrstimmige und relativ ruhige Gesangspassagen bestimmt. Dieser Titel wurde auch als Single ausgekoppelt und stellt bis heute den erfolgreichsten „Hit“ der Band dar. „Cold Rain”, ebenfalls von Graham Nash geschrieben, ist eine wunderschöne, verträumte Nummer, die nur vom Piano und diversen Streichern untermalt wird. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle auch der letzte Titel des Albums, „I Give You Give Blind“. Hierfür zeigt sich dieses Mal Stephen Stills verantwortlich. Jetzt groovt die Musik mitreißend und man kommt gar nicht umhin, nicht mit dem Fuß mitzuwippen. Dazu gesellt sich wieder dieser mehrstimmige Gesang und fertig ist die überaus gelungene Abwechslung und ein würdiger Abschluss des Albums.

Fazit: Nicht alles kann auf „CSN“ überzeugen. Manches Mal klingen die Lieder ein bisschen zu selbstverliebt, soll heißen, bei all den ausgefeilten Gesangslinien wurde mitunter ein wenig die eigentliche Melodieführung in den Titeln vergessen. Aber es gibt auch die Höhepunkte auf der Platte, die das Album zu einer sehr lohnenden Anschaffung werden lassen, wenn man auf melancholische und traurige Elemente in der Musik steht – denn diese kennzeichnen die schönen Momente auf „CSN“. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Cathedral, Cold Rain, I Give You Give Blind



Donnerstag, 29. Mai 2014

David Bowie – Heroes




David Bowie – Heroes


Besetzung:

David Bowie – vocals, keyboards, guitars, saxophone, koto, backing vocals


Gastmusiker:

Carlos Alomar – rhythm guitar
Dennis Davis – drums, percussion
George Murray – bass guitar
Brian Eno – synthesisers, keyboards, guitar treatments
Robert Fripp – lead guitar
Tony Visconti – backing vocals
Antonia Maass – backing vocals


Label: RCA


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: Art Rock, Experimental Rock, Elektronische Musik


Trackliste:

1. Beauty And The Beast (3:35)
2. Joe The Lion (3:09)
3. Heroes (6:09)
4. Sons Of The Silent Age (3:19)
5. Black Out (3:52)
6. V-2 Schneider (3:11)
7. Sense Of Doubt (4:00)
8. Moss Garden (5:03)
9. Neukölln (4:30)
10. The Secret Life Of Arabia (3:48)

Gesamtspieldauer: 40:35




Noch im selben Jahr wie das Vorgängeralbum „Low“, veröffentlichte David Bowie 1977 sein zwölftes Studio-Album „Heroes“, welches umrahmt von „Low“ und „Lodger“ den Mittelteil seiner sogenannten Berlin-Trilogie bildet. Ende der 70er Jahre hatte David Bowie seinen Lebensmittelpunkt in Berlin gefunden und zusammen mit Brian Eno diese drei Platten produziert.

Stilistisch schließt „Heroes“ unmittelbar an „Low“ an, denn auch hier gibt es, neben einigen etwas experimentelleren Art Pop Songs, viel elektronische Musik zu hören. Bekanntestes Lied auf „Heroes“ ist sicherlich der Titeltrack, der in unterschiedlichen Versionen veröffentlicht wurde. Dies bezieht sich auf den Text, denn diesen singt David Bowie neben der englischen Ausgabe zum Teil in deutscher Sprache ein. Eine französische Version gibt es davon ebenfalls, bei der entsprechend der deutschen Variante, die dritte Strophe in Französisch eingesungen wurde.

Allgemein ist „Heroes“ ein sehr „dunkles“ Album geworden, bei dem vor allem die Instrumentalstücke der ehemaligen zweiten Seite der LP zu dieser Stimmung beitragen. Die Grundatmosphäre der einzelnen Titel reicht hier von traurig bis hin zu verzweifelt. Viele der Lieder fanden auch Verwendung für den Soundtrack zum Film „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ über Christiane F., wobei das gleichnamige Buch heute sogar einen festen Bestandteil der Lektüre im Deutschunterricht darstellt – und diese Stimmung auf dem Album natürlich auch bestens zum Buch beziehungsweise Film passt.

Diese Atmosphäre auf „Heroes“ spiegelt ebenfalls die damalige Verfassung von David Bowie wider, der angeblich zu dieser Zeit selbst Heroin-abhängig war. Vor allem die drei Titel „Sense Of Doubt“, „Moss Garden“ und „Neukölln“ transportieren diese Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Aufgelöst wird dies alles ein wenig durch den letzten Titel des Albums „The Secret Life Of Arabia“, der gegen die vorherigen Songs fast schon fröhlich wirkt und die Passage: „The secret life of Arabia, You must see the movie the sand in my eyes, I walk through a desert song when the heroine dies“ enthält.

Fazit: Ein sehr eindrucksvolles Album ist „Heroes“ geworden, welches sich auch wieder viel erfolgreicher verkaufte, als noch der Vorgänger „Low“. Im Laufe der Platte wird die Musik immer intensiver und einnehmender und ist dann auch überhaupt nicht mehr radiokompatibel. Dafür ist sie umso besser dafür geeignet, auf dem Sofa oder sonst einem schönen Plätzchen in Ruhe genossen zu werden. Sicherlich keine Allerweltsmusik und auch nur am Rande, mit Ausnahme von „Low“, mit dem Rest in der Diskographie des David Bowie zu vergleichen. Hörenswert. Elf Punkte.

Anspieltipps: Sons Of The Silent Age, Sense Of Doubt



Mittwoch, 28. Mai 2014

GTR – GTR




GTR – GTR


Besetzung:

Max Bacon – vocals
Steve Hackett – guitars, vocals, guitar synthesizer, bass
Steve Howe – guitars, guitar synthesizer, vocals
Phil Spalding – bass guitar, vocals
Jonathan Mover – drums, percussion


Label: Arista


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: AOR (Adult Orientated Rock)


Trackliste:

1. When The Heart Rules The Mind (5:35)
2. The Hunter (5:01)
3. Here I Wait (4:59)
4. Sketches In The Sun (2:36)
5. Jekyll & Hyde (4:48)
6. You Can Still Get Through (4:46)
7. Reach Out (Never Say No) (4:23)
8. Toe The Line (4:31)
9. Hackett To Bits (2:10)
10. Imagining (5:55)

Gesamtspieldauer: 44:44




Das war damals, im Jahr 1986, schon etwas Besonderes. Die beiden ehemaligen Gitarristen der stilgebenden Progressive Rock Bands Yes und Genesis hatten eine neue Band gegründet, die der Gitarre einen würdigen Platz einräumen wollte. Steve Howe, der gerade eine Pause bei Yes einlegte und Steve Hackett, der neun Jahre zuvor Genesis endgültig den Rücken gekehrt hatte, wollten der Rock-Gitarre also ein Denkmal setzen. Das Ergebnis dieses Unterfangens war dabei jedoch mehr als enttäuschend und ernüchternd, denn bei diesem handelte es sich um Stadion-Rock, auch mit AOR betitelt. Um Musik also, die eingängig auf den erwachsenen Rock-Freund zugeschnitten ist. Eingängig und sofort ins Ohr gehend, ohne jegliche Experimente. Bands dieser Art gab es in den 80ern jede Menge. Foreigner, Boston, Asia (auch mit Steve Howe) oder REO Speedwagon spielten zum Beispiel in der gleichen Liga.

Wer also irgendetwas Besonderes von dieser Formation erwartet hatte, der wurde bitter enttäuscht. 08/-15 Rock hört man auf dem gleichnamigen Album von GTR. Nichts, aber auch gar nichts wirklich Herausragendes. „The Hunter” ist ein guter Rock-Song, der sicherlich auch nach mehrmaligem Anhören noch seinen Reiz besitzt. Auch „Sketches In The Sun“ hat seinen Reiz, da man hier Steve Howe bei einer schönen Gitarren-Instrumentalnummer hört, genau wie „Hackett To Bits“, deutlich härter und ebenfalls ein Instrumental-Lied, nur dieses Mal eben aus der Feder von Steve Hackett.

Das war es allerdings leider auch schon. Der ganze Rest ist meist ziemlich oberflächlicher Rock-Bombast, der radiotauglich möglichst schnell Verkaufszahlen generieren sollte. Sei den Jungs auch vergönnt, denn erfolgreich war die Scheibe und Geld wollten sie ja auch verdienen. Zum Großteil wurde die Platte aber wohl von „Genesis- und Yes-Jüngern“ gekauft, die sich beim Hören verwundert die Augen rieben beziehungsweise nicht so recht einordnen konnten, was sie da gerade hörten.

Fazit: 80er Stadion-Rock gibt es von GTR zu hören. Die Band löste sich im Anschluss daran auch ziemlich schnell wieder auf, da wohl vor allem Steve Howe und Steve Hackett so ihre Schwierigkeiten miteinander hatten. Und so blieb „GTR“ von „GTR“ die einzige Studio-Veröffentlichung dieser Band. Allzu viel hat man als Musikhörer aber deswegen wohl nicht verpasst. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Hunter, Hackett To Bits, Sketches In The Sun



Dienstag, 27. Mai 2014

The Cars – Heartbeat City




The Cars – Heartbeat City


Besetzung:

Ric Ocasek – rhythm guitar, synthesizer, lead vocals on 1, 2, 3, 6, 8, 9, 10
Elliot Easton – lead guitar, backing vocals
Greg Hawkes – keyboards, fairlight programming, backing vocals
Benjamin Orr – bass, lead vocals on 4, 5, 7
David Robinson – drums, percussion, fairlight programming


Gastmusiker:

Andy Topeka – additional fairlight programming


Label: Elektra


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop, New Wave


Trackliste:

1. Hello Again (3:48)
2. Looking For Love (3:52)
3. Magic (3:57)
4. Drive (3:54)
5. Stranger Eyes (4:26)
6. You Might Think (3:05)
7. It's Not The Night (3:49)
8. Why Can't I Have You (4:04)
9. I Refuse (3:16)
10. Heartbeat City (4:30)

Gesamtspieldauer: 38:40




Mit ihrem fünften Studioalbum „Heartbeat City“ legten die Cars 1984 eine Platte vor, auf der sie eindrucksvoll zeigten, wie gut und nachhaltig Pop-Musik klingen kann. Das Album ist angefüllt mit Titeln, die auch heute noch, dreißig Jahre nach der Erstveröffentlichung, überaus überzeugend wirken und klingen. Fünf Singleauskopplungen schafften es damals in die Top 40 der Billboard-Charts, wobei „Drive“ und „You Might Think“ sogar bis in die Top Ten vordrangen.

Die einzelnen Lieder wurden für das aufstrebende MTV auch mit Musikvideos versehen, wobei Andy Warhol bei „Hello Again“ die Regie führte und sogar in dem Video als Barkeeper zu sehen ist. Ric Ocasek schrieb die zehn Titel fast im Alleingang und bekam lediglich bei „It’s Not The Night“ Unterstützung von Keyboarder Greg Hawkes. Neben den Pop-Songs sind es aber gerade auch diejenigen Titel, die eher rockig klingen und nicht als Single veröffentlicht wurden, die auf „Heartbeat City“ ebenfalls überzeugen können. Das ist zum Beispiel die gerade schon erwähnte Nummer „It’s Not The Night“ und zum Teil auch der Titelsong „Heartbeat City“ selbst, der jedoch sehr in die Richtung New Wave driftet. Wie der Rest der Platte sind dies ebenfalls Lieder mit Ohrwurm-Charakter, die auch absolut für die Zeit und das Gefühl der 80er Jahre stehen.

Ausfälle gibt es keine auf dem Album. Alles wirkt und klingt und geht schnell ins Ohr. Und trotz dieser Eingängigkeit kann man sich nur schwerlich an diesen Titeln überhören, soll heißen, auch nach vielen Jahren wird die Platte oder CD immer noch ein gern gesehener Gast auf dem Plattenteller beziehungsweise im CD-Player bleiben. Bei 80er Revival-Partys ist das Album sowieso ein fester Bestandteil der Playlist – und hierbei spielt es kaum eine Rolle, welcher der zehn Titel dabei gespielt wird. Alle Nummern sind bekannt und vermitteln dieses „80ies-Feeling“ in Perfektion.

Fazit: Ein wahrlich schönes Album mit jeder Menge an Höhepunkten. Musik für die gute Laune, für die Fahrt mit dem Auto oder bei entsprechendem Alter auch, um das Gefühl der Jugend wieder ein wenig zu spüren. Süße Melancholie mit einem Schuss Sentimentalität eben. Macht Spaß. Elf Punkte.

Anspieltipps: Drive, Heartbeat City, You Might Think