Freitag, 18. März 2016

Fields Of The Nephilim – Elizium




Fields Of The Nephilim – Elizium


Besetzung:

Carl McCoy – vocals
Tony Pettitt – bass guitar
Paul Wright – guitar
Alexander "Nod" Wright – drums
Peter Yates – guitar


Gastmusiker:

Jon Carin – additional keyboards


Label: Beggars Banquet Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Gothic Rock


Trackliste:

1. (Dead But Dreaming) (1:30)
2. For Her Light (3:01)
3. At The Gates Of Silent Memory (8:25)
4. (Paradise Regained) (2:30)
5. Submission (8:29)
6. Sumerland (What Dreams May Come) (11:09)
7. Wail Of Sumer (6:25)
8. And There Will Your Heart Be Also (7:43)


Bonus Tracks der remasterten Albumveröffentlichung:

9. Psychonaut (Lib III) (9:14)
10. Submission Two (The Dub Posture) (4:18)
11. Sumerland (Single Version) (4:19)

Gesamtspieldauer: 1:07:08




„Elizium” heißt das dritte Studio-Album der englischen Gothic Rock Band Fields Of The Nephilim. Im September 1990 wurde die Platte auf dem Label Beggars Banquet veröffentlicht. Und auch auf dieser dritten Scheibe können die fünf Musiker mit ihrer Musik überzeugen. Dabei sind die Lieder ein wenig ruhiger geworden, was den düsteren Eindruck, den man bei einem Album der Fields Of The Nephilim automatisch erhält, noch ein wenig dunkler werden lässt.

Mit dem Titel „(Dead But Dreaming)“ startet „Elizium” sehr sphärisch und fast schon mystisch. Alles scheint irgendwie unheimlich zu sein oder sich zumindest nicht hin zum Guten zu entwickeln. Diese Klanggebilde nachts im Wald gehört, dürfte einige Menschen in den Wahnsinn treiben – vor Angst. Der Übergang zu „For Her Light“ geschieht dann sehr abrupt. Jetzt sind die Fields Of The Nephilim plötzlich eine Rock-Band, die ihr Lied nach vorne peitscht. Und wieder praktisch übergangslos, geht die Musik in die Nummer „At The Gates Of Silent Memory“ über.

Jetzt wird die Musik der Band wieder sehr viel getragener, wirkt erneut deutlich dunkler, dichter und ist ganz im Genre des Gothic Rock beheimatet. Langsam entwickeln sich hier die Klanggebäude, unterfüttert von der tiefen und fast schon mit sonor zu umschreibenden Stimme des Carl McCoy. Wahrlich intensiv und gelungen. Und natürlich muss es wieder so sein, dass die Musik erneut ansatzlos in einen neuen, nun wieder rockigen Titel übergeht: „(Paradise Regained)“. Doch im Anschluss daran kommt es erstmals zu etwas Ruhe, einer Verschnaufpause zwischen den einzelnen Liedern, der Titel wird gegen Ende seiner Laufzeit sanft ausgeblendet.

Mit „Submission“ folgt nun eine ebenfalls sehr überzeugende Nummer, die diese sphärischen sowie rockigen Abschnitte in sich vereinigt. Immer wieder gibt es da atmosphärische Wechsel zu hören, in denen die Musik einen zuerst sanft umgarnt, um dann wieder Fahrt aufzunehmen, zu rocken, Hörerin sowie Hörer mitnimmt und mitreißt auf einer rasanten musikalischen Fahrt, die aus weiten und befriedeten Ebenen, genauso wie aus steilen und zerklüfteten Gebirgsmassiven zu bestehen scheint. Auch der sich anschließende Titel „Sumerland (What Dreams May Come)“ ist ähnlich aufgebaut. In diesem gibt es ebenfalls nacheinander und sich abwechselnd, die mehr atmosphärischen und etwas rockigeren Abschnitte zu hören. Allerdings ist bei diesem Stück die Grundstimmung allgemein deutlich mehr nach vorne gerichtet, treibender und auch ein wenig aggressiver.

Mit den beiden Liedern „Wail Of Sumer“ und „And There Will Your Heart Be Also” folgen dann die atmosphärischen Höhepunkte auf „Elizium”. Jetzt versetzen Fields Of The Nephilim ihre Hörerinnen und Hörer endgültig in eine hypnotische Stimmung. Beide Titel, die ebenfalls wieder ineinander übergehen, sind atmosphärisch unfassbar dicht. Dunkel, sehr dunkel ist die Musik der Gothic Rocker nun geworden. Ein redundanter Bass-Lauf spielt den Untergrund, die Unterlage, auf der sich der Gesang des Carl McCoy sowie fast schon entrückte Gitarrenklänge entwickeln können. Eingefasst wird dies alles durch einen sanften, sehr unaufdringlichen Keyboard-Klangteppich. Musik, die einen packt, die düster und gleichzeitig melodiös ist, für die man sich Zeit nehmen muss, sie zu genießen, da sie ihre Wirkung sonst unmöglich entfalten kann.

Der remasterten Ausgabe des Albums wurden noch drei Titel hinzugefügt, die sich ebenfalls lohnen gehört zu werden. Vor allen Dingen das rockige „Psychonaut (Lib III)“ steht den original auf der Platte vorhandenen Titeln in nichts nach und ist eine sehr lohnende Bereicherung für die Scheibe.

Fazit: Fields Of The Nephilim machen keine Musik, die man mal so nebenbei hören kann. Nun, man könnte dies sicher, jedoch würden die Lieder der Band dann weit weniger diese Magie ausstrahlen können, die in ihnen steckt. Auch auf „Elizium”, dem dritten Album der britischen Band, hört man sehr überzeugenden Gothic Rock, der ins Ohr geht, zum einen hypnotisch, dann zum anderen jedoch wieder rockig und mitreißend klingt. Sicherlich ist die Musik der Fields Of The Nephilim keine Musik, die in der breiten Masse gehört werden wird – dies auch niemals wurde. Wer jedoch auf das Außergewöhnliche steht, mit ellenlangen, sich nicht allzu sehr verändernden Lieder keine Berührungsängste hat und einfach mal hören möchte, wie so eine Mischung aus Klaus Schulze und einer Hard Rock Band klingen könnte, die oder der ist mit „Elizium” von den Fields Of The Nephilim sehr gut bedient. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: At The Gates Of Silent Memory, Wail Of Sumer, And There Will Your Heart Be Also



Donnerstag, 17. März 2016

Tom Petty And The Heartbreakers – Hard Promises




Tom Petty And The Heartbreakers – Hard Promises


Besetzung:

Tom Petty – lead vocals, 12 & 6 string guitar electric & acoustic guitars, bass guitar & electric piano on "Something Big"
Mike Campbell – 12 & 6 string guitar electric guitars, auto-harp, accordion, harmonium, bass guitar
Benmont Tench – organ, piano, background vocals
Ron Blair – bass guitar
Stan Lynch – drums, background vocals
Phil Jones – percussion


Gastmusiker:

Donald "Duck" Dunn – bass guitar on "A Woman In Love"
Alan "Bugs" Weidel – piano on "Nightwatchman"
Stevie Nicks – harmony vocal on "Insider", background vocal on "You Can Still Change Your Mind"
Lori Nicks – background vocal on "Insider"
Sharon Celani – background vocal on "You Can Still Change Your Mind"


Label: Backstreet Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Rock


Trackliste:

1. The Waiting (3:58)
2. A Woman in Love (It's Not Me) (4:22)
3. Nightwatchman (3:59)
4. Something Big (4:44)
5. Kings Road (3:27)
6. Letting You Go (3:24)
7. A Thing About You (3:33)
8. Insider (4:23)
9. The Criminal Kind (4:00)
10. You Can Still Change Your Mind (4:15)

Gesamtspieldauer: 39:33




„Hard Promises“ heißt das vierte Album von Tom Petty und seinen Heartbreakers, wobei der Albumtitel einer Zeile des Textes vom Lied „Insider“ entnommen wurde. Die Platte erschein im Mai 1981 auf dem Label Backstreet Records. Im Grunde genommen zu spät, da der Mutterkonzern MCA Records für die Platte ursprünglich eine Art „Superstar Zuschlag“ verlangen wollte, wie er es bereits beim Soundtrack zum Film „Xanadu“ mit der Musik von ELO und Olivia Newton-John sowie bei Steely Dan’s „Gaucho“ verlangt hatte. Dies wiederum hätte den Preis der regulären Platte von den damals ursprünglichen 8,98 US-Dollar auf 9,98 US Dollar angehoben. Tom Petty sprach sich dagegen aus und nach einem etwas längeren Hin und Her konnte die Scheibe dann endlich im Frühling 1981 doch noch erscheinen.

Auf „Hard Promises“ hört man ziemlich entspannten Süd-Staaten-Rock, der im Falle von Bruce Springsteen, Bob Seger, John Mellencamp und eben Tom Petty häufig auch mit Heartland Rock umschrieben wird. Dieses Genre zeichnet sich durch einen relativ einfachen, geradlinigen Rock aus, der für den Durchschnitts-Amerikaner gemacht ist, den noch körperlich arbeitenden US-Amerikaner. Heartland Rock steht dabei auch dafür, dass Rock Musik neben der Unterhaltung auch einen sozialen Zweck zu erfüllen hat.

Auf „Hard Promises“ hört man eingängigen, handgemachten Rock, der ziemlich untypisch ist für die Musik Anfang der 80er Jahre. Das wiederum liegt daran, dass es auf dieser Scheibe zwar durchaus zum Einsatz eines Synthesizers kommt, allerdings in ganz feinen, zum Teil eher homöopathischen Dosen. Gitarre, Bass, Orgel beziehungsweise Piano, Schlagzeug und Gesang stehen hier also noch im Vordergrund. Das lässt sich alles sehr gut anhören, klingt einheitlich und mit diesem Album scheint Tom Petty zusammen mit seinen Heartbreakers auch seinen ganz eigenen und unverwechselbaren Stil gefunden zu haben.

Die Höhepunkte der Scheibe sind für mich, das etwas getragene und sehr wehmütige „A Woman in Love (It's Not Me)“ sowie das rockigere und wundervoll entspannte „Something Big“, welches direkt ins Ohr geht. Auf den absoluten Höhepunkt von „Hard Promises“ muss man allerdings bis ganz zum Schluss warten. „You Can Still Change Your Mind“ beginnt nun doch mal mit einem etwas seltsamen Synthesizer-Klang, der so gar nichts mit dem Rest des Liedes zu tun hat. Stört jedoch nicht weiter, denn umso größer ist die Überraschung, wie es dann weitergeht. Das Lied ist nämlich eine wundervoll sanfte und sehr melodiöse Nummer, von der man bereits nach dem ersten Hören denkt, dass man sie doch bereits irgendwoher kennt.

Die restlichen Stücke der Platte sind da sehr viel unspektakulärer, keineswegs schlecht gemacht, jedoch auch nicht großartig herausstechend. Ein klein wenig kitschig klingt es für mich beim Lied „Insider“, welches Tom Petty zusammen mit Stevie Nicks von Fleetwood Mac einsingt. Andere wiederum empfinden genau diesen Titel als den Höhepunkt der Scheibe schlechthin. So unterschiedlich können eben Musikgeschmäcker sein…

Fazit: Mit Hard Promises“ hatten Tom Petty And The Heartbreakers endlich ihren Stil gefunden, dem sie auch in den nächsten Jahren treu bleiben sollten. Zu hören ist darauf – ganz untypisch für Anfang der 80er Jahre – „handgemachter“ Rock, der noch weitestgehend ohne einen Synthesizer auskommt beziehungsweise diesen nur sehr dosiert einsetzt. Einige Höhepunkte gibt es auch auf dieser Scheibe zu hören, die sicherlich kein Meilenstein der Musikgeschichte, jedoch ein gelungenes Album darstellt. Neun Punkte.

Anspieltipps: A Woman in Love (It's Not Me), Something Big, You Can Still Change Your Mind



Mittwoch, 16. März 2016

Rainbow – Straight Between The Eyes




Rainbow – Straight Between The Eyes


Besetzung:

Ritchie Blackmore – guitar
Roger Glover – bass, producer
Joe Lynn Turner – vocals
Bobby Rondinelli – drums
David Rosenthal – keyboards, orchestral arrangements


Gastmusiker:

Francois Dompierre – orchestra conductor
Raymond Dessaint – orchestra lead


Label: Polydor 


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Hard Rock, Mainmstream


Trackliste:

1. Death Alley Driver (4:42)
2. Stone Cold (5:17)
3. Bring On The Night (Dream Chaser) (4:06)
4. Tite Squeeze (3:15)
5. Tearin' Out My Heart (4:03)
6. Power (4:26)
7. Miss Mistreated (4:27)
8. Rock Fever (3:50)
9. Eyes Of Fire (6:37)

Gesamtspieldauer: 40:58




Rainbow war mal eine richtig gute Band. Innovativ und begeisternd, mit vielen Ideen und beeindruckenden Liedern konnten die Musiker in den 70er Jahren aufwarten. Hard Rock der Extraklasse gab es da zu hören. Dies war vor allen Dingen bei den ersten drei Alben der Fall, als der Sänger noch Ronnie James Dio hieß. Inzwischen heißt der Mann am Mikrophon bei Rainbow Joe Lynn Turner, jedoch kann der wohl gar nicht so viel dazu, dass Rainbow inzwischen zu einer langweiligen Truppe mutierte. Das lag wohl eher an Ritchie Blackmore, den Denker und Lenker und Macher bei Rainbow, ihm scheinen einfach mit der Zeit die Ideen ausgegangen zu sein.

„Straight Between The Eyes” ist das sechste von insgesamt acht Alben, die Rainbow im Laufe ihres Bestehens veröffentlichten. Im Juni 1982 wurde die Platte über das Label Polydor auf den Markt gebracht und enthält im Grunde genommen neun Lieder, die man am Besten in das Genre des Mainstream Rocks einsortiert. Rock ist es allerdings durchaus noch, den man hier zu hören bekommt, Rainbow waren also Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht zu einer New Wave Combo mutiert. Jedochs frönte Ritchie Blackmoore mit seinen Musikern nun leider der extrem langweiligem 08/15-Ausführung des Rocks, bei dem nur noch manchmal, in einem der zugegeben zahlreichen Soli, etwas von seiner Kunst des Gitarrenspiels aufblitzt. Ansonsten ist das Ganze wahrlich nur noch extrem belangloses Geschrammel. Leider.

Selbst ein paar Höhepunkte auf dieser Platte herauszuheben fällt gar nicht mal so leicht, da diese sich im Grunde genommen auch erst nach vielen Durchläufen herauskristallisieren und keinesfalls überragende Songs darstellen. Am ehesten könnte man an dieser Stelle vielleicht noch „Miss Mistreated“ anführen, interessanter Beginn mit Orgel und Keyboard und ein Lied, welches zumindest mit seiner eingängigen Melodie punkten kann. Das Eröffnungslied „Death Alley Driver“ beinhaltet ein tolles Gitarrensolo des Ritchie Blackmoore, bei dem er noch mal alles aus seiner Gitarre herausholt. Und schließlich ist da noch die letzte und längste Nummer des Albums, „Eyes Of Fire“. Hier klingen Rainbow jetzt ein wenig orientalisch, das Lied geht ebenfalls ins Ohr und stellt somit auch klanglich eine angenehme Abwechslung zum Mainstream-Allerlei des Rests dar.

Fazit: Nein, richtig lohnend sind die Platten von Rainbow in den 80er Jahren nicht mehr. „Straight Between The Eyes“ stellt da keine Ausnahme dar, sondern bestätigt den Trend der Band hin zum unspektakulären und ein wenig oberflächlichen Rock einmal mehr. Klar, wenn man auf Mainstream steht, wird man mit dieser Platte jede Menge Spaß haben. Sucht man aber das Besondere in der Musik, dann wird man dies auf „Straight Between The Eyes“ nicht mehr finden. Sicherlich kein schlechtes und auch ein hörbares Album, allerdings auch keine gute Platte mehr. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Death Alley Driver, Miss Mistreated, Eyes Of Fire



Dienstag, 15. März 2016

Graham Nash – Innocent Eyes




Graham Nash – Innocent Eyes


Besetzung:

Graham Nash – vocals, rhythm guitar, keyboards, guitars


Gastmusiker:

Bill Boydston – linn drum programming, keyboards
Mark Williams – drum overdubs, drums
Craig Doerge – keyboards
Michael Landau – guitars
Mike Fisher – percussion
George "Chocolate" Perry – bass
Tim Drummond – bass
David Lindley – lead guitar
Paul Bliss – bass, drum programming, keyboards
Kenny Loggins – additional vocal
Ian Wallace – drum over-dubs
Jeff Southworth – guitars
Waddy Wachtel – guitars
Kate Yester – additional vocal
Joe Lala – percussion
James Taylor – additional vocal
David Plantshon – drums
Leland Sklar – bass
Alan Pasqua – keyboards



Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Pop, Rock, Reggae


Trackliste:

1. See You In Prague (3:44)
2. Keep Away From Me (3:34)
3. Innocent Eyes (3:10)
4. Chippin' Away (3:55)
5. Over The Wall (3:27)
6. Don't Listen To The Rumours (3:05)
7. Sad Eyes (3:22)
8. Newday (3:19)
9. Glass And Steel (3:17)
10. I Got A Rock (3:17)

Gesamtspieldauer: 34:10




Fast mag man es nicht glauben, wenn man sich „Innocent Eyes“ von Graham Nash anhört, dass der Musiker, der diese Musik geschrieben hat, derselbe Graham Nash sein soll, der neun Jahre zuvor das Lied „Cathedral“ für Crosby, Stills & Nash komponierte oder zuvor bei den Hollies aktiv war. „Innocent Eyes“ wurde im März 1986 auf Atlantic Records veröffentlicht und man ist immer wieder erstaunt, was die 80er Jahre aus jenen Musikern machten, die noch wenige Jahre zuvor wunderschöne Musik schrieben konnten.

Auf „Innocent Eyes“ gibt es äußerst belanglose Pop-Musik zu hören, zum Teil auch angereichert mit Reggae Klängen. Das klingt alles unglaublich langweilig und ist eigentlich nicht der Rede wert. Wirklich, wie unfassbar nichtssagend Musik klingend kann und wie man mit ihr Zeit verschwenden kann, obwohl es doch einfach möglich ist, sie nebenbei laufen zu lassen. Zeitverschwendung deshalb, da ansonsten nebenher auch etwas Gutes abgespielt werden könnte.

Zehn Stücke befinden sich auf der Scheibe, sieben davon sind praktisch fast unhörbar. Irgendwas zwischen Synthie Pop, Pop und eben jenem Reggae, der hier nicht wirkt. Die drei hörbaren Nummern sind das rockige „Over The Wall“. Eine schnellere Nummer, mit echtem Schlagzeug, die auch durchaus ins Ohr geht. Das machen die ersten beiden Lieder auf „Innocent Eyes“ sogar auch. „See You In Prague“ und „Keep Away From Me“ gehen sogar noch ein wenig mehr und schneller ins Ohr, sind noch eingängiger. Wenn da nur nicht dieser Synthie Sound wäre, der sich vor allen in diesen unsäglichen Computer Drums äußerst. Die 80er Jahre haben so manches Lied deshalb zerstört, da hier möglichst viele Töne aus dem Computer kommen sollten. Aber nein, es war nicht das Jahrzehnt, es waren viele der dort aktiven Musiker und der Geschmack der Musikhörer, der in diesem Jahrzehnt anscheinend genau so war und dementsprechend befriedigt werden musste.

Fazit: Ganz ehrlich, „Innocent Eyes“ ist eine Platte, die absolut niemand braucht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass auch nur einer aus sieben Milliarden Menschen dieser Welt sagt, dass „Innocent Eyes“ sein Lieblingsalbum wäre. So viel unnützer Pop, der nicht ins Ohr geht, kann im Grunde genommen überhaupt nicht begeistern. Und die drei Stücke, die man dann doch hören kann, die reißen es auch nicht mehr raus. „Innocent Eyes“ ist und bleibt einfach ärgerlich. Fünf Punkte.

Anspieltipps: See You In Prague, Keep Away From Me, Over The Wall



Montag, 14. März 2016

Joe Walsh – But Seriously, Folks...




Joe Walsh – But Seriously, Folks...


Besetzung:

Joe Walsh – vocals, guitars, synthesizer


Gastmusiker:

Joe Vitale – drums, percussion, synthesizer, flute, backing vocals
Willie Weeks – bass guitar
Jay Ferguson – keyboards, vocals
Joey Murcia – guitar
Jody Boyer – backing vocals
Don Felder – pedal steel guitar on "Second Hand Store" and guitar on "At The Station"
Glenn Frey – backing vocals
Don Henley – backing vocals
Timothy B. Schmit – backing vocals
Bill Szymczyk – tambourine, vocals, background vocals


Label: Asylum Records


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Rock


Trackliste:

1. Over And Over (4:53)
2. Second Hand Store (3:35)
3. Indian Summer (3:03)
4. At The Station (5:08)
5. Tomorrow (3:39)
6. Inner Tube (1:25)
7. Theme From Boat Weirdos (4:43)
8. Life's Been Good (8:04)

Gesamtspieldauer: 35:22




„But Seriously, Folks..." nannte der US-amerikanische Musiker und Multi-Instrumentalist Joe Walsh sein viertes Solo-Studio-Album. Im Mai 1978 wurde es auf dem Label Asylum Records veröffentlicht und kletterte bis auf Platz 8 der US-amerikanischen Billboard Charts. Unterstützung bekam Joe Walsh bei den Aufnahmen zu „But Seriously, Folks..." durch seine vier Eagles-Kollegen Felder, Frey, Henley und Schmit, mit denen er seit zwei Jahren auch in jener Band zusammen musizierte.

„But Seriously, Folks..." klingt immer dann überzeugend, wenn es nicht zu Amerikanisch klingt, soll heißen, wenn in den Liedern auf Country-Einflüsse verzichtet wird. Diese gibt es zwar nicht zu oft auf „But Seriously, Folks...", aber solch ein Titel wie „Second Hand Store“ kann einem schon auf den Zeiger gehen, wenn man Musik mit europäischen Wurzeln und Ohren hört – muss nicht, aber kann sein. Dann gibt es auf dieser Scheibe auch noch ein paar relativ süßliche Titel, wie zum Beispiel „Tomorrow“. Hier klingt die Musik des Joe Walsh dann ein wenig anbiedernd und auf die schnelle Eingängigkeit hin komponiert. Muss man ebenfalls nicht unbedingt mögen.

Aber es gibt natürlich auch deutlich bessere Titel auf dieser Platte zu hören. Da ist zum einen der fröhliche und ins Ohr gehende Opener des Albums „Over And Over“. Noch nichts wirklich Besonders, doch ein nettes und gelungenes Pop-Rock Lied. Richtig gut wird es dann allerdings gegen Ende der Platte. Die letzten drei Lieder, von denen die ersten beiden reine Instrumentalnummern sind und gleichzeitig mit die Höhepunkte der Scheibe darstellen. Es beginnt mit dem kurzen „Inner Tube“. Pianoklänge, Synthesizer und auch mal eine Orgel gibt in diesem relaxten und sphärischen Stück zu hören. Entspannt klingt anschließend auch „Theme From Boat Weirdos“. Gar nicht rockig ist dieses Lied und es erinnert teilweise ein wenig an Filmmusik.

Dieses Stück mündet in „Life’s Been Good“, dem wahren Höhepunkt der Scheibe. Das Lied wurde als Single auf eine Spieldauer von viereinhalb Minuten gekürzt, entwickelte sich zum größten Einzelhit des Joe Walsh und kletterte bis auf Platz 12 der US-amerikanischen Charts. Das Lied ist eine nette, ins Ohr gehende Nummer, an manchen Stellen fast ein wenig nach Reggae klingend, die vor allen Dingen in den Instrumentalpassagen sehr zu überzeugen weiß, in denen sie allerdings rockt.

Fazit: Ein außergewöhnliches Album stellt „But Seriously, Folks...“ ganz sicher nicht dar. Allerdings eine ganz nette Rock-Scheibe, auf der Joe Walsh seine Mitgliedschaft bei den Eagles nicht verleugnen kann. Ab und an driftet die Musik schon in die Sphären dieser Süd-Staaten Band. Nicht alles kann auf „But Seriously, Folks...“ überzeugen, richtig schlecht wird es allerdings auch nicht. Durchschnitt eben, nicht mehr und nicht weniger. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Over And Over, Inner Tube, Life's Been Good



Sonntag, 13. März 2016

The Hooters – One Way Home




The Hooters – One Way Home


Besetzung:

Eric Bazilian – lead vocals, guitars, mandolin, harmonica, saxophone
Rob Hyman – lead vocals, keyboards, accordion, melodica
Andy King – bass guitar, vocals
John Lilley – guitar
David Uosikkinen – drums


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Rock


Trackliste:

1. Satellite (4:19)
2. Karla With A K (4:42)
3. Johnny B (4:01)
4. Graveyard Waltz (6:29)
5. Fightin' On The Same Side (4:09)
6. One Way Home (5:56)
7. Washington's Day (5:52)
8. Hard Rockin Summer (3:03)
9. Engine 999 (4:11)

Gesamtspieldauer: 42:45




„One Way Home” heißt das dritte Album der Hooters, jener Band aus Philadelphia, USA. Im Juli 1987 erschien es bei Columbia Records und konnte längst nicht mehr den Erfolg einheimsen, den die Musiker noch mit dem Vorgängeralbum „Nervous Night“ ernteten, welches in den USA mit zwei Mal Platin ausgezeichnet wurde. Für „One Way Home” gab es „nur“ noch einmal Gold, was durchaus überraschend ist, denn die ersten drei Titel des Albums „Satellite“, „Karla With A K“ sowie „Johnny B“ waren allesamt durchaus nicht ganz unerfolgreiche Single-Auskopplungen.

Diese drei Stücke stellen auch gleich die Höhepunkte der Scheibe dar, bei deren Hören man kaum darauf kommt, dass es sich hierbei um eine US-amerikanische Band handelt, denn die Musik der Hooters klingt sehr viel eher Irisch oder Schottisch oder Englisch. Nun, die ersten drei Titel gehen sofort ins Ohr und besitzen so etwas wie einen Ohrwurmcharakter. Einmal gehört, wird man diese Lieder wohl kaum mehr aus dem Ohr bekommen und vergessen. Am stärksten gilt dies dabei für den Titel „Johnny B“, eine wirklich überzeugende, mitreißende und auch fröhliche Nummer, die Spaß macht.

Auch wenn die restlichen Stücke vielleicht nicht ganz so bekannt sind, wie die ersten drei Nummern, so sind diese doch auch durchaus hörenswert. Auch „Graveyard Waltz“ geht ins Ohr und weiß darüber hinaus mit langen Instrumentalpassagen zu punkten, in denen mal die Orgel, dann wieder die Gitarre im Vordergrund steht. Hier wird jetzt ordentlich und überzeugend von den Hooters gerockt. „Fightin' On The Same Side“ ist eine nette und groovende Nummer, das Titellied „One Way Home” startet zunächst als Rocker, wartet dann allerdings sogar mit leichten Reggae-Klängen auf und geht ebenfalls ins Ohr. Mit „Washington's Day“ folgt dann das ruhige und gediegene Lied der Platte, welches im Refrain fast schon hymnisch wird und wie gemacht ist zum Mitsingen. „Hard Rockin Summer“ rockt dann schließlich wieder, wie der Name bereits sagt. Ob das allerdings Hard Rock ist, das darf man an dieser Stelle getrost anzweifeln. Bliebe noch der letzte Titel, „Engine 999“. Hierbei handelt es sich jetzt wieder um eine „Gute-Laune-Rock-Nummer“, die vom ersten bis zum letzten Takt nach The Hooters klingt und ebenfalls schnell ins Ohr geht.

Fazit: Großartig anspruchsvoll ist die Musik der Hooters sicherlich nicht, allerdings gut gemacht, da sie schnell ins Ohr geht und einen oftmals zum Mitwippen animiert. Auf „One Way Home“ befinden sich wieder einige der bekanntesten Lieder der Band, wobei „Johnny B“ zusammen mit „All You Zomies“, vom Vorgänger „Nervous Night“, wohl das bekannteste Lied der Band überhaupt darstellt. Alles auf „One Way Home“ klingt nett und fröhlich. Fröhliche Musik benötigt man auch immer wieder, damit können die Hooters immer dienen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Johnny B, Graveyard Waltz, One Way Home



Samstag, 12. März 2016

The Nits – Giant Normal Dwarf




The Nits – Giant Normal Dwarf


Besetzung:

Henk Hofstede – vocals
Robert Jan Stips – keyboards
Rob Kloet – drums


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Pop, Avantgarde


Trackliste:

1. Radio Shoes (3:09)
2. Ice Princess (3:58)
3. Boy In A Tree (5:05)
4. There From Here (2:51)
5. Sugar River (3:37)
6. Around The Fish (3:03)
7. Fountain Man (4:33)
8. Apple Orchard (4:08)
9. Long Forgotten Story (3:02)
10. Giant Normal Dwarf (2:29)
11. Moon Moon (3:08)
12. The Night Owl (3:40)
13. House Of The Sleeping Beauties (4:07)
14. The Infinite Shoeblack (5:46)

Gesamtspieldauer: 52:36




Auch 1990, auf ihrem elften Studioalbum, schafften es die Nits aus den Niederlanden eine ganz eigene Klangwelt für die Hörerinnen und Hörer zu erschaffen. „Giant Normal Dwarf“ erschien Anfang der 90er Jahre wieder auf dem CBS Label und hielt für die Freunde der Band erneut keine durchgängig einfachen, jedoch immer sehr melodiösen Titel parat. Insgesamt vierzehn Lieder gibt es auf der Scheibe zu hören, die qualitativ alle in etwa die gleiche Höhe erreichen. Ausfälle gibt es auf „Giant Normal Dwarf“ also nicht zu beklagen, sehr viel eher eine ganze Menge gute Musik.

Besonders gelungen sind die Lieder der Nits immer dann, wenn die Musik der Holländer am experimentellsten klingt. Denn die Musiker schaffen es neue Wege zu gehen, ohne dabei Musik zu „konstruieren“, die dabei unhörbar wird beziehungsweise sich dann so kompliziert gestaltet, dass man fast eine Gebrauchsanweisung benötigt, um dieses oder jenes Lied auch nur ansatzweise verstehen zu können. Somit gestaltet sich die Mitte der Platte am gelungensten. Dort befinden sich die Nummern „Around The Fish“, „Fountain Man“ und „Apple Orchard“. Alles drei sind Stücke, die es so eben nur von den Nits zu hören gibt und die absolut keine 08/15-Musik darstellen. Auch wenn das zum Teil etwas schräg klingen sollte, so geht es doch ins Ohr und ist irgendwie etwas Besonderes, was man zum Beispiel im Radio so nie zu hören bekommt.

Auch sonst gibt es auf „Giant Normal Dwarf“ noch einiges zu entdecken. Das etwas südamerikanisch angehauchte Eröffnungslied „Radio Shoes“ ist da sicherlich zu erwähnen, das herrlich entspannte und eingängige „Moon Moon“ oder auch die letzte Nummer des Albums, „The Infinite Shoeblack“. Dieses letzte Lied klingt sehr sanft und weich, dann irgendwie fröhlich beschwingt. Auch diese Nummer stellt wieder ein besonderes, ruhiges und beeindruckendes Stückchen Musik dar.

Fazit: Die Nits machen Musik, die nur The Nits machen und auch machen können. Fast schon müsste man für diese niederländische Band ein ganz eigenes musikalisches Genre generieren. Die Musik der Holländer wirkt zwar experimentell und hört sich zumeist auch genau so an, verliert dabei jedoch nichts an ihrer Melodiösität. Ruhige, nicht alltägliche Musik bekommt man auf „Giant Normal Dwarf“ zu hören. Musik, die es immer wieder schafft, dass man einfach genauer zuhören muss. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Around The Fish, Fountain Man, Apple Orchard, The Infinite Shoeblack



Freitag, 11. März 2016

Don Henley – Building The Perfect Beast




Don Henley – Building The Perfect Beast


Besetzung:

Don Henley – lead vocals, percussion, drums, keyboards, chant voices, harmony vocals, synthesizer


Gastmusiker:

Lindsey Buckingham – guitar, backing vocals, harmony vocals
Mike Campbell – synthesizer, additional guitars, percussion
Charlie Sexton – guitar
Tim Drummond – bass guitar
Pino Palladino – bass guitar
Larry Klein – bass guitar
Jim Keltner – additional drums
Ian Wallace – drums
Kevin McCormick – african drums
Randy Newman – additional synthesizer
David Paich – synthesizer, piano
Steve Porcaro – synthesizer
Benmont Tench – synthesizer, piano, keyboards
Albhy Galuten – synthesizer, synclavier
Michael Boddicker – synthesizer
Bill Cuomo – synthesizer, percussion
Belinda Carlisle – backing vocals, harmony vocals
Michael O'Donahue – backing vocals, chant voices
Patty Smyth – backing vocals, chant voices, harmony vocals
Waddy Wachtel – backing vocals, chant voices
J. D. Souther – backing vocals, chant voices
Martha Davis – backing vocals, chant voices, harmony vocals
Marie-Pascale Elfman – backing vocals, the french girls ensemble
Carla Olson – backing vocals, chant voices
Dominique Mancinelli – backing vocals, the french girls ensemble
Sam Moore – harmony vocals


Label: Geffen Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop-Rock


Trackliste:

1. The Boys Of Summer (4:45)
2. You Can't Make Love (3:34)
3. Man With A Mission (2:43)
4. You're Not Drinking Enough (4:40)
5. Not Enough Love In The World (3:54)
6. Building The Perfect Beast (4:59)
7. All She Wants To Do Is Dance (4:28)
8. Sunset Grill (6:22)
9. Drivin' With Your Eyes Closed (3:41)
10. Land Of The Living (3:24)

Gesamtspieldauer: 47:08




„Building The Perfect Beast” heißt das zweite Solo-Album des Sängers und Drummers der Eagles, Don Henley. Im November des Jahres 1984 wurde es auf Geffen Records veröffentlicht und enthält neben eingängigem Pop-Rock auch Rock’n’Roll und Blues-Anleihen. Unterstützung bekam Don Henley beim Komponieren sowie bei den Aufnahmen durch drei Musiker, die Teil von Tom Petty And The Heartbreakers waren: Gitarrist Mike Campbell, Benmont Tench an den Keyboards sowie Schlagzeuger Stan Lynch.

Das Album enthält auch den größten Single-Hit des Don Henley in seiner gesamten Solo-Karriere, das Lied „Boys Of Summer“. Ein wirklich überzeugendes „Gute-Laune-Lied“, welches sofort ins Ohr geht und auch durchaus typisch ist für die Musik der 80er Jahre. Die Nummer lief in den Radios rauf und runter und kam auch regelmäßig in den Discotheken der damaligen Zeit zum Einsatz. Eindeutig ein Lied mit Ohrwurmcharakter, welches man lediglich einmal gehört haben muss, um es nicht mehr zu vergessen.

Der Rest der Scheibe jedoch, der kann dann leider nicht mehr so überzeugen und das ist schon sehr freundlich formuliert. An diesem Album kann man auch sehen, was diese ganzen Listen und Rankings diverser Magazine wert sind. „Building The Perfect Beast” wurde nämlich im Jahr 1989 vom Rolling Stone Magazine auf Platz 73 der 100 besten Alben der 80er Jahre gewählt. Gut, die 80er Jahre hatten musikalisch nicht immer sehr viel zu bieten, doch so schlecht waren sie dann doch nicht, dass diese Platte hier auch nur ansatzweise Platz 73 hätte erreichen können.

Die restlichen Lieder auf „Building The Perfect Beast” sind nämlich eine Mischung aus AOR und Pop, das Ganze garniert mit ein paar Synthie-Pop-Anleihen. Was hieran genial sein soll, erschließt sich mir überhaupt nicht. Das Lied „The Boys Of Summer“ ist vor allen Dingen deswegen so gelungen, weil es eben ins Ohr geht. Das passiert einem jedoch kein zweites Mal in dieser Art und Weise auf der Scheibe, auf der sich ansonsten hauptsächlich einfallslose, langweilige und sich anbiedernde Titel tummeln. Wenn man noch ein Lied positiv herauszuheben hätte, würde die Wahl auf „Sunset Grill“ fallen, was zwar um Längen nicht an „The Boys Of Summer“ heranreicht, jedoch zumindest ebenfalls noch so einigermaßen ins Ohr geht. Eindeutig für das junge, männliche und amerikanische Publikum komponiert und produziert, findet sich auf diesem Album ansonsten nun leider wirklich nichts mehr, was einen begeistern könnte.

Fazit: „Building The Perfect Beast” verkaufte sich deshalb gut, weil sich der gute Song „Boys Of Summer“ darauf befindet. Der ganze Rest, also neun weitere Lieder, sind da kaum der Rede wert. Nichts mehr geht ins Ohr, nichts mehr lässt einen aufhorchen. Die Texte der Lieder drehen sich jedoch nicht immer nur um das Thema „Liebe“, sind auch mal politisch, was noch positiv anzumerken wäre. Ansonsten bleibt da nur „The Boys Of Summer“ auf der überzeugenden Seite stehen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: The Boys Of Summer, Sunset Grill



Donnerstag, 10. März 2016

Dire Straits – Love Over Gold




Dire Straits – Love Over Gold


Besetzung:

Mark Knopfler – vocals, guitar
Hal Lindes – guitar
Alan Clark – keyboards
John Illsley – bass
Pick Withers – drums


Gastmusiker:

Mike Mainieri – vibes, marimba
Ed Walsh – synthesizer programming


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: Rock


Trackliste:

1. Telegraph Road (14:18)
2. Private Investigations (6:46)
3. Industrial Disease (5:50)
4. Love Over Gold (6:17)
5. It Never Rains (7:59)

Gesamtspieldauer: 41:12




„Love Over Gold“ ist unter den sechs Studio-Alben, die die Dire Straits von 1978 bis 1991 insgesamt veröffentlichten, schon eine ganz außergewöhnliche Platte geworden. Lediglich fünf Titel befinden sich auf diesem vierten Album der Band um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Mark Knopfler, welches im September 1982 auf dem Label Vertigo veröffentlicht wurde. Nie klangen die Dire Straits dabei eingängiger, nie auch progressiver als auf „Love Over Gold“. Dabei diese Platte jedoch gleich unter dem Genre Progressive Rock einzusortieren – wie man es immer wieder in verschiedenen Foren du Rezensionen nachlesen kann – scheint einigermaßen übertrieben. Allerdings bleibt durchaus festzustellen, dass die fünf Musiker auf „Love Over Gold“ durchaus neue, bisher so noch nicht gehörte Wege gehen.

Das beginnt gleich mit dem über vierzehn minütigen Eröffnungslied „Telegraph Road“. Mal klingt es sanft und leicht, mal groovend, mal rockend. Jede Menge musikalisch stilistische Wechsel gibt es in diesem Stück zu erhören, alle spannend aufeinander abgestimmt, immer melodiös und ins Ohr gehend. Eine kleine musikalische Reise durch verschiedene Stimmungen und Atmosphären stellt „Telegraph Road“ dar, die man einfach antreten sollte. Wahrlich beeindruckend.

Genauso überzeugend geht es jedoch sofort weiter. Mit „Private Investigations“ folgt das vielleicht sogar beste Lied, welches jemals von Mark Knopfler alias Dire Straits geschrieben wurde. Auch hier ist es das Spiel mit den musikalischen Stimmungen, die die Nummer so beeindruckend werden lassen. Über die gesamte Laufzeit von fast sieben Minuten klingt „Private Investigations“ mal entrückt, mal fast schon mystisch sanft, dann sich jedoch auch steigernd. Dazu geht der Titel sofort ins Ohr, ist dabei sicherlich kein Lied zum Mitsingen, jedoch eines, um sich fallen zu lassen, um darin einzutauchen, um Abstand von allem zu gewinnen, von dem man es gerade nötig hat. Grandios.

Diese beiden Lieder befinden sich auf der ehemaligen ersten Seite der Platte, mit der die zweite Seite nicht ganz mithalten kann. „Nicht ganz“ ist dabei sogar noch ein wenig übertrieben, denn „Industrial Disease“ ist ein Rock’n’Roll, wie ihn Mark Knopfler auf jedem seiner Alben gerne sieht. Ein durchaus fröhliche Nummer, jedoch längst nichts Besonderes mehr. Sehr viel besser wird es dann allerdings wieder mit dem Titellied „Love Over Gold“. Erneut ein eher sanftes Stück, welches sich langsam entwickelt. Sehr überzeugend hier die akustische Gitarre, die teilweise wie eine spanische Gitarre klingt, wenn diese mit den Marimbas abwechselnd im Vordergrund steht. „Love Over Gold“ kommt nicht ganz an die beiden Lieder der ersten Seite heran, trotzdem wirkt es überaus gelungen. Das Album wird schließlich mit „It Never Rains“ beendet. Auch dieses Lied ist wieder eine für dieses Album so typische Nummer, die mit jedem Akkord und Takt eindeutig nach den Dire Straits klingt. Sanft beginnt das Stück und steigert sich schließlich zu einer melodischen Rock-Nummer, nicht zu hart und auch wieder ins Ohr gehend, die dann in ein langes und ausschweifendes Solo mündet. „It Never Rains“ ist ebenfalls ein sehr gelungenes Lied, welches dieses Album überzeugend abschließt.

Fazit: „Love Over Gold“ ist eines der besten, wenn nicht das beste Studio-Album der Dire Straits geworden. Die sich darauf befindlichen Titel sind Rock-Nummern auf allerhöchstem Niveau, eingängig und mitreißend, abwechslungsreich und atmosphärisch dicht. „Love Over Gold“ ist auch mit das typischste Album der Dire Straits, da man die Band in jedem Akkord, jedem Takt sofort wiedererkennt. Sicherlich eines der größten Alben des Jahres 1982. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Telegraph Road, Private Investigations



Mittwoch, 9. März 2016

Roger Chapman – Hybrid And Lowdown




Roger Chapman – Hybrid And Lowdown


Besetzung:

Roger Chapman – vocals


Gastmusiker:

Tim Honkley – keyboards
Steve Simpson – mandolin, backing vocals, guitar
Mick Moody – guitars
Peter Strout – bass
John Lingwood – drums
Chris Fletcher – congas, tambourine, percussion
Bob Tench – backing vocals
Zeitia Massieh – backing vocals
Simon Edwards – accordion
Sonny Spider – backing vocals, tambourine, harmonica
Philip Spalding – bass
Henry Spinetti – drums
Nicky Hopkins – keyboards, grand piano
Dave Courtney – drums
Ian Gibbons – keyboards
Nick Pentelow – soprano saxophone



Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Rock


Trackliste:

1. Hot Night To Rhumba (5:25)
2. Holding On (4:30)
3. Hideaway (3:53)
4. Beautifully Indecent (4:41)
5. Sushi Roll (4:21)
6. Someone Elses Clothes (4:16)
7. Chicken Fingers (2:54)
8. House Behind The Sun (5:05)
9. Sushi Rock (2:33)
10. Is There Anybody Out There? (4:55)
11. Bye Bye Love (5:07)

Gesamtspieldauer: 47:40




Roger Chapman hat neben seiner ersten ersten Band „Family” auch noch in der Rhythm & Blues Formation „Streetwalkers“ gesungen. Darüber hinaus war er zusammen mit diversen anderen Musikern aktiv, wobei sein bekanntestes Projekt diesbezüglich wohl das Lied „Shadows On The Wall“ mit Mike Oldfield sein dürfte. Neben all diesen Aktivitäten veröffentlichte der gebürtige Engländer aus Leicester noch jede Menge Solo-Alben. In der Diskographie des Roger Chapman also die Übersicht zu behalten, ist wahrlich keine einfache Angelegenheit.

„Hybrid And Lowdown“ heißt sein wohl elftes Solo-Studioalbum, welches 1990 auf dem Label Polydor veröffentlicht wurde. Roger Chapman versuchte in seiner Karriere anscheinend auf so jeden musikalischen Zug aufzuspringen, der gerade an ihm vorbeisauste und der ihm opportun erschien. So gibt es von ihm beziehungsweise seinen Bands Progressive Rock, Rock, Pop, Rhythm & Blues, Synthie und Techno und was weiß ich nicht noch alles zu hören. Das Einzige, was dabei immer mit im Vordergrund stand, das war seine Reibeisenstimme, die wahrlich unverwechselbar klingt.

Doch wie immer, wenn man auf zu vielen Hochzeiten tanzen möchte, wird es schwierig, etwas richtig gut zu machen. Ein schönes Beispiel dafür ist diese Scheibe „Hybrid And Lowdown“. Was gibt es hier nicht alles zu hören. Pop, Rock, Rock’n’Roll, Blues und sogar ein wenig Funk haben sich hier versammelt. Und all das auf einem Album, welches in den Jahren 1989 und 1990 eine von fünf Veröffentlichungen des Roger Chapman war – auch wenn es sich dabei „nur“ um zwei Studio-Alben, eine Live-Platte und gleich zwei Kompilationsplatten handelte.

Die Musik rauscht einfach so an einem vorbei. Es gibt auf „Hybrid And Lowdown“ zwar nichts „Grausames“ zu hören, man muss also nicht gleich flüchten, allerdings merkt man der Scheibe leider an, dass sie eine Art Massenware ist, irgendwie schnell zusammengeschustert und auf den Markt geworfen. Die Lieder zünden einfach nicht, sind größtenteils wahnsinnig langweilig und zudem unfassbar belanglos. Unglaublich, mit was man seine Zeit alles vergeuden kann. Die beiden für mich hörbaren und noch halbwegs interessanten Stücke sind das Rock Lied „Beautifully Indecent“ sowie das sanfte und deutlich nachdenklichere „Someone Elses Clothes“. Beides sind Titel, die zumindest noch ins Ohr gehen, zwar keine Höhepunkte in der modernen Musik darstellen, aber man kann sie zumindest hören, ohne auf die Uhr sehen zu müssen. Hat doch was.

Fazit: Es gibt Alben, die bleiben in Erinnerung, haben etwas Besonders an sich, bleiben auf ewig „jung“ und „in“. Und dann gibt es so etwas wie „Hybrid And Lowdown“. Eine Scheibe, die bei den allermeisten Musikhörern, die sie besitzen werden, mit Sicherheit ein trostloses Dasein in irgendwelchen Kellern oder ganz unten im Stapel fristet. Es gibt jede Menge gute Musik auf dieser Welt und diese hier gehört noch nicht mal zu der schlechten Musik. Allerdings zu der unfassbar langweiligen und deshalb auch zu jener Kategorie von Musik, die irgendwann vergessen wird und keiner hat es gemerkt. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Beautifully Indecent, Someone Elses Clothes, House Behind The Sun



Dienstag, 8. März 2016

Fields Of The Nephilim – The Nephilim




Fields Of The Nephilim – The Nephilim


Besetzung:

Carl McCoy – vocals
Peter Yates – guitar
Paul Wright – guitar
Tony Pettitt – bass
Alexander Wright – drums


Label: Beggars Banquet Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Gothic Rock


Trackliste:

1. Endemoniada (7:15)
2. The Watchman (5:31)
3. Phobia (3:37)
4. Moonchild (5:40)
5. Chord Of Souls (5:08)
6. Shiva (4:50)
7. Celebrate (6:25)
8. Love Under Will (7:31)
9. Last Exit For The Lost (9:47)


Bonus Track der remasterten Albumveröffentlichung:

10. Celebrate (Second Seal) (7:53)

Gesamtspieldauer: 1:03:41




„The Nephilim“ ist das zweite Studioalbum der englischen Gothic Rock Band Fields Of The Nephilim und erschien im September 1988 auf dem Label Beggars Banquet Records. Diese Scheibe wäre ein sehr gutes Beispiel dafür, möchte man jemanden von der Qualität und Klasse des Gothic Rocks überzeugen wollen. Denn „The Nephilim“ ist absolut gelungen und begeisternd. Die Atmosphäre, die hier vermittelt und transportiert wird, ist mächtig dunkel und schaurig. Das alles wird verpackt in deftigem, zum Teil auch hartem Rock, macht diese Scheibe so überaus hörenswert. Eher schaurig sind dagegen die Texte gehalten, in denen man schmalzige Liebesschwüre oder Anwandlungen von Liebeskummer selbstverständlich vergebens sucht. Sehr viel eher kann man hier kleinen Horrorgeschichten lauschen und sich ein wenig gruseln.

Dieser dichte Klang der Gitarren, dazu der gruselig schöne Gesang des Carl McCoy machen diese Platte zum einem Höhepunkt im Genre des Gothic Rock. Die einzelnen Stücke rocken dabei, gehen zudem auch ins Ohr oder versetzten einen durch Mantra-artige Redundanzen einzelner Akkorde oder Abschnitte in ein musikalisches Nirwana. Alles scheint in der Musik der Fields Of The Nephilim auf „The Nephilim“ in Bewegung zu sein, scheint zu vibrieren und zu pulsieren. Das klingt nicht selten mitreißend, mystisch und magisch, manches Mal auch durchaus etwas unheimlich.

Einzelne Lieder dabei hervorzuheben, fällt einem fast schwer, da die Stücke allesamt über eine hohe Qualität verfügen und im Grunde genommen kein Titel großartig gegenüber dem anderen qualitativ abfällt. Es werden also immer nur Nuancen sein, die einen eher dieses oder eher jenes Stück bevorzugen lassen. Mir persönlich haben es da die Nummern „The Watchman“, „Celebrate“ und „Love Under Will“ angetan. „The Watchman“ ging mir dabei sofort ins Ohr, wohingegen „Celebrate“ ein wenig aus der Reihe fällt, da es eines der eher raren ruhigen Lieder der Scheibe darstellt, sich jedoch ebenfalls schnell beim Hörer festzusetzen versteht. „Love Under Will“ überzeugt hingegen durch seine Abwechslung, da die Musiker hier mit verschiedenen Intensitäten innerhalb des Stückes spielen, was ebenfalls sehr überzeugend klingt.

Fazit: „The Nephilim“ von Fields Of The Nephilim ist eines der überzeugendsten Gothic Rock Platten überhaupt geworden. Mit jedem Mal des Hörens verstärkt sich dieser Eindruck noch. Sehr intensive und dunkle Musik gibt es hier zu hören, die rockt und ins Ohr geht. Ein dichter und voller Sound prägt zudem die Lieder der Scheibe, die durch den dominierenden Gitarreneinsatz zusätzlich etwas Besonderes in der Musik der 80er Jahre darstellt. So gibt es hier auch völlig andere Texte zu hören, die eben nicht von Liebe und Eifersucht handeln. Eine wirklich überzeugende Platte. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Watchman, Celebrate, Love Under Will



Montag, 7. März 2016

Survivor – Eye Of The Tiger




Survivor – Eye Of The Tiger


Besetzung:

Dave Bickler – lead vocals
Frankie Sullivan – lead, rhythm and acoustic 12-string guitar, backing vocals
Jim Peterik – electric guitars, acoustic 12-string guitars, grand piano, hHammond b-3 organ, backing vocals
Stephan Ellis – bass guitar
Marc Droubay – drums


Gastmusiker:

Fergie Frederiksen – backing vocals
Daryl Dragon – additional keyboards, emulator


Label: Scotti Bros.


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: AOR, Mainstream Rock


Trackliste:

1. Eye Of The Tiger (4:04)
2. Feels Like Love (4:08)
3. Hesitation Dance (3:52)
4. The One That Really Matters (3:32)
5. I'm Not That Man Anymore (4:49)
6. Children Of The Night (4:45)
7. Ever Since The World Began (3:48)
8. American Heartbeat (4:10)
9. Silver Girl (4:52)

Gesamtspieldauer: 37:54




Survivor feierten im Jahr 1982 mit dem Album „Eye Of The Tiger“ ihren Durchbruch. Das lag deutlich weniger an der Platte selbst, als an dem Titellied, welches gleichzeitig Titellied des Films Rocky III war. Sylvester Stallone hatte die Band gebeten, eine kraftvolle Nummer als Titellied für den Film zu schreiben, da ihm die Musik von Survivor schon vorher gut gefiel. Herausgekommen ist dieses Lied, welches wohl fast jede und jeder schon mal gehört hat. Eine rockige Nummer, die ins Ohr geht, richtig gut groovt und auch diesen Ohrwurmcharakter aufweist.

Der Rest der Scheibe ist AOR, Mainstream Rock, wonach damals vor allen Dingen junge Männer in den USA schmachteten. Eingängiger und meist melodischer, manchmal etwas härterer Rock, der allerdings nie allzu kompliziert angelegt ist. Dazu gesellen sich mit „I'm Not That Man Anymore“ und „Ever Since The World Began” zwei sogenannte Rock-Balladen, die natürlich wieder mal textlich nur so vor Schmalz triefen. Aber diese miserablen Texte gibt es auf der ganzen Platte verteilt, dem gesanglichen Inhalt wurde offensichtlich keine große Wichtigkeit eingeräumt. Liebeslieder sollten es eben hauptsächlich sein, da kann man dann doch nichts falsch machen… Grauenvoll.

So ein Zwitter zwischen Ballade und einer Art Hymne stellt „Silver Girl“ dar. Natürlich auch mit einem erschreckend schwachen Text versehen. Nun, da man sich allerdings gerade Anfang der 80er Jahre befand, musste natürlich auch etwas mit viel Synthesizer her. Den gibt es dann bei „American Heartbeat“ sehr exzessiv zu hören. Der Synthesizer-Sound klingt dabei sogar ein klein wenig nach Kim Wilde.

Ansonsten gibt es noch einige Stadionrock-Stücke auf „Eye Of The Tiger“ zu „bewundern“, denen man einen gewissen Unterhaltungswert, wenn sie im Hintergrund laufen, gar nicht absprechen möchte. Allerdings verfügen diese Lieder allesamt über einen Tiefgang, der einem Plastikentchen in der Badewanne gleichkommt. Dazu noch diese Texte, ach das hatten wir ja bereits…

Fazit: Eingängig ist das Album „Eye Of The Tiger“. Rockig ist es auch. Dazu gibt es noch zwei Balladen und einen Ohrwurm frei Haus mitgeliefert. Die Texte sind unfassbar primitiv gehalten und die Musik ist auf die schnelle Eingängigkeit hin komponiert und produziert worden. Das kann man alles anhören, hängen bleibt allerdings lediglich dieser eine Titel, das Lied der Platte „Eye Of The Tiger“. Doch der hängt einem irgendwann auch zum Hals raus. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Eye Of The Tiger