Donnerstag, 12. Juli 2018

Celine Dion – A New Day Has Come




Celine Dion – A New Day Has Come


Besetzung:

Celine Dion – vocals, background vocals


Gastmusiker:

Walter Afanasieff – bass, drum programming, keyboards, programming
JoAnders Bagge – background vocals
Janie Barnett – background vocals
Francis Benítez – background vocals
Kevin Breit – acoustic guitar, electric guitar
Terry Britten – guitar
Marcus Brown – bass, drums, keyboard programming, percussion
Jorge Calandrelli – orchestral arrangements, piano
Andreas Carlsson – guitar, background vocals
Jennifer Carr – background vocals
Sue Ann Carwell – background vocals
Dorian Cheah – electric guitar
Sébastien Chouard – guitar
Christian B. – programming
Datz Pyle – orchestra contractor
Joey Diggs – background vocals
Margaret Dorn – background vocals
Felipe Elgueta – synthesizer programming
Keith Fluitt – background vocals
Kevin Fox – cello
Simon Franglen – keyboards, synthesizer programming
Gavin Greenaway – string arrangements, string conductor
Mary Griffin – background vocals
Rutger Gunnarsson – string arrangements, string conductor
Nana Hedin – background vocals
Paul Jackson, Jr. – guitar
Henrik Janson – string arrangements, string conductor
Uli Janson – string arrangements, string conductor
Skyler Jett – background vocals
Richie Jones – drum programming, guitar
Chantal Kreviazuk – background vocals
Eric Kupper – guitar, keyboard programming
Michael Landau – guitar
Robert John "Mutt" Lange – guitar, background vocals
Thomas Lindberg – bass
Kristian Lundin – keyboards, programming
Chieli Minucci – guitar
Steve Morales – midi programming, background vocals
Maryanne Morgan – background vocals
Kenny O'Brien – vocal arrangement, vocal editing, background vocals
Esbjörn Öhrwall – guitar
Jeanette Olsson – background vocals
Rafael Padilla – percussion
Richard Page – background vocals
Mark Portmann – keyboards
Claytoven Richardson – background vocals
Guy Roche – drum programming, synthesizer
Maggie Rodford – string coordinator
William Ross – conductor, orchestral arrangements, string arrangements
Sakai – background vocals
David Siegel – keyboards
Harry "Slick" Sommerdahl – piano
Stockholm Session Orchestra – strings
Shelene Thomas – background vocals
Michael Hart Thompson – guitar
Shania Twain – background vocals
Dan Warner – guitar (acoustic), guitar (electric)
Sam Watters – background vocals
Yvonne Williams – background vocals


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Pop


Trackliste:

1. I’m Alive (3:30)
2. Right In Front Of You (4:13)
3. Have You Ever Been In Love (4:08)
4. Rain, Tax (It's Inevitable) (3:25)
5. A New Day Has Come (4:19)
6. Ten Days (3:37)
7. Goodbye’s (The Saddest Word) (5:19)
8. Prayer (5:34)
9. I Surrender (4:48)
10. At Last (4:17)
11. Super Love (4:17)
12. Sorry For Love (4:10)
13. Aun Existe Amor (3:52)
14. The Greatest Reward (3:29)
15. When The Wrong One Loves You Right (3:49)
16. A New Day Has Come (5:42)
17. Nature Boy (3:45)

Gesamtspieldauer: 1:12:23




„A New Day Has Come“ ist das elfte englischsprachige Studio-Album der kanadischen Sängerin Celine Dion. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 22. März des Jahres 2002 auf dem Plattenlabel Columbia Records. Es war ihre erste Veröffentlichung seit dem 1997er Album „Let‘s Talk About Love“. Vorher hatte sich Celine Dion zwei Jahre ganz aus dem Showgeschäft zurückgezogen, da 2001 ihr erstes Kind geboren wurde.

Auf „A New Day Has Come“ gibt es Lieder mit dem Titel „Have You Ever Been In Love“, „Super Love“, „Sorry For Love“ oder mal auf Spanisch „Aun Existe Amor“. Doch keine Sorge, die restlichen Titel drehen sich auch fast ausschließlich um das Thema „Liebe“. Die auf der Platte zu hörenden Titel stammen von fast vierzig verschiedenen Songschreibern – Celine Dion ist selbstverständlich nichtdarunter – die sich allesamt auf die Fahne geschrieben zu haben scheinen, möglichst viel Schmalz musikalisch zu verpacken. Man hört auf „A New Day Has Come“ Pop-Musik, welche mit allerlei Streichern unterlegt wurde, um noch süßlicher zu klingen. Die Texte sind an Primitivität kaum zu unterbieten, die Musik ist ein anbiederndes Gesäusel. Grausam.

Musik ist immer Geschmackssache – und das ist auch wunderschön und genau richtig so. Mit anspruchsvoller Musik hat dieses Album von Celine Dion allerdings trotzdem so gar nichts zu tun. Nun, das hat die Musik von Dieter Bohlen zum Beispiel auch nie, verkauft sich trotzdem sensationell. Genau wie Celine Dion. Allein dieses Album ging sich bisher über zwölf Millionen Mal über den Ladentisch. Ich finde darauf nur ein einziges Lied, was sich lohnt gehört zu werden. „Ten Days“, das war es. Musik ist reine Geschmackssache, Qualität in der Musik allerdings nicht.

Fazit: Mainstream Pop der ultrasüßlichen Sorte gibt es auf „A New Day Has Come“ von Celine Dion zu hören. Mir fehlt hier absolut entsprechendes musikalisches Gen, um mit solch einer Musik klar zu kommen. Auf dieser Platte biedert sich jemand an, versucht jegliche Ecken und Kanten wegzulassen, produziert es auf absolute Massentauglichkeit und endet in langweiliger und absoluter Belanglosigkeit. Ein Punkt.

Anspieltipps: Goodbye’s (The Saddest Word)



Mittwoch, 11. Juli 2018

Udo Lindenberg – Lindenbergs Rock Revue




Udo Lindenberg – Lindenbergs Rock Revue


Besetzung:

Udo Lindenberg – Gesang, Schlagzeug, Perkussion


Gastmusiker:

Curt Cress – Schlagzeug
Bertram Engel – Schlagzeug
Dave King – Bass
Jean Jacques Kravetz – Keyboards
Thomas Kretschmer – Gitarre
Kristian Schultze – Keyboards
Steffi Stephan – Bass
Paul Vincent – Gitarre
Eric Burdon – Gitarre
Das Waldemar Wunderbar Syndikat


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1978


Stil: Deutsch Rock, Rock’n‘Roll


Trackliste:

1. Rockin' And Rollin' (3:57)
2. Tutti Frutti (2:53)
3. Verdammt, wir müssen raus aus dem Dreck (We've Gotta Get Out Of This Place) (4:46)
4. Salty Dog (4:42)
5. Ich sitz den ganzen Tag bei den Docks (Sitting On The Dock Of The Bay) (3:39)
6. Reeperbahn (Penny Lane) (3:22)
7. Süsse kleine Sechszehn (Sweet Little Sixteen) (3:27)
8. Der Boss von der Gang (Leader Of The Pack) (3:08)
9. Sympathie für den Teufel (Sympathy For The Devil) (5:31)
10. Immer noch verrückt nach all den Jahren (Still Crazy After All These Years) (2:56)
11. Peter Gunn (3:18)

Gesamtspieldauer: 41:43




„Lindenbergs Rock Revue“ nannte Udo Lindenberg sein neuntes Studio-Album. Es erschien am 15. Mai im Jahr 1978 und wurde von Warner Music Deutschland im Jahr 2012 wieder neu und remastert aufgelegt. Insgesamt elf Lieder sind auf „Lindenbergs Rock Revue“ enthalten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Cover-Versionen englischsprachiger Lieder, zu denen Udo Lindenberg neue und deutsche Texte hinzufügte.

Ein wenig fragt man sich schon, was man mit solch einem Album anfangen soll. Mir sind da die Originale immer lieber, auf entsprechende Interpretationen kann man meist verzichten, denn nur selten sind diese besser als die ursprüngliche Version. Die Texte auf „Lindenbergs Rock Revue“ halten sich oftmals sehr nah an den Original-Versionen, umso mehr fragt man sich da, was der Grund für ein solches Album sein könnte. Zu zeigen, was die Engländer oder Amerikaner da singen? Wohl kaum. Irgendwie erscheint das überflüssig.

Zwei Cover-Versionen klingen sehr gelungen. Da ist zum einen das Procol Harum Lied „Salty Dog“ sowie der Beatles Klassiker „Penny Lane“, der bei Udo Lindenberg nun „Reeperbahn“ heißt und über einen lustigen bis sehnsüchtigen Text verfügt. Ansonsten reißt einen wenig auf dieser Scheibe mit. Zumeist langweilt es sogar und man denkt wehmütig an solche Udo Lindenberg Platten wie „Wotan Wahnwitz“, die nur so vor Kreativität überquollen.

Fazit: „Lindenbergs Rock Revue“ ist eine Platte für Fans von Udo Lindenberg, die alles von „ihrem“ Künstler besitzen möchten. Für alle anderen ist die komplette Platte ziemlich überflüssig und langweilig. Lediglich die beiden Nummern „Salty Dog“ und „Reeperbahn“ lohnen da wirklich. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Salty Dog, Reeperbahn



Dienstag, 10. Juli 2018

Lou Reed – Lou Reed




Lou Reed – Lou Reed


Besetzung:

Lou Reed – vocals, guitar


Gastmusiker:

Caleb Quaye – electric and acoustic guitars, piano
Steve Howe – guitar
Paul Keogh – electric and acoustic guitars
Rick Wakeman – piano
Les Hurdle – bass guitar
Brian Odgers – bass guitar
Clem Cattini – percussion
Kay Garner – harmony vocals
Helene Francois – harmony vocals


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Rock


Trackliste:

1. I Can't Stand It (2:37)
2. Going Down (2:56)
3. Walk And Talk It (3:41)
4. Lisa Says (5:32)
5. Berlin (5:16)
6. I Love You (2:20)
7. Wild Child (4:43)
8. Love Makes You Feel (3:13)
9. Ride Into The Sun (3:17)
10. Ocean (5:03)

Gesamtspieldauer: 38:42



Schlicht mit „Lou Reed“ betitelte der US-amerikanische Musiker Lou Reed sein Debut-Solo-Album, welches im April 1972 auf dem Plattenlabel RCA Records veröffentlicht wurde. Das war zwei Jahre, nachdem er Velvet Underground verlassen hatte. Das Album wurde mit Londoner Session Musikern eingespielt und auch die beiden Yes-Musiker Rick Wakeman und Steve Howe sind auf dem Album zu hören, was allerdings keinerlei Musik im Stile als Progressive Rock beinhaltet. „Lou Reed“ enthält acht Titel, die bereits in seiner Zeit mit Velvet Underground entstanden sind und dort nicht veröffentlicht worden waren. Dazu gibt es mit den Titeln „Going Down“ und „Berlin“ zwei ganz neue Lieder zu hören. Insgesamt hört man auf diesem Debut-Album eher unspektakulären Rock, der mit der Musik von Velvet Underground oder gar Yes nur wenig bis gar nichts gemein hat. Die Kritiken fielen nicht allzu gut aus und auch kommerziell war die Platte kein Erfolg und landete lediglich auf Platz 189 der US Billboard 200 Charts.

Nichts klingt schlecht auf „Lou Reed“ von Lou Reed, spektakulär oder außergewöhnlich klingt jedoch ebenfalls nichts. Vielmehr ist diese Scheibe eine Platte, angefüllt mit soliden Rock Nummern, die sicherlich auch grooven, jedoch nicht allzu schnell ins Ohr gehen und dort auch nicht länger verweilen. Das Album ist eher eine durchschnittliche Platte, mit durchschnittlicher Rock Musik geworden, die über keine Ausfälle und keine Höhepunkte verfügt. Einfach Durchschnitt eben. Dabei wird die Stimmung auf dem Album niemals zu rockig, meist steht die akustische Gitarre im Vordergrund, zu der Lou Reed mit seiner unverwechselbaren Stimme singt. Mehrere Durchläufe des Albums helfen definitiv dabei, sich die Melodien noch besser zu erschließen und diese für sich zu gewinnen.

Diesen einen, herausragenden Höhepunkt gibt es nicht auf „Lou Reed“. Trotzdem beinhaltet die Platte einige schöne Stellen. Die Lieder „I Love You“, „Love Makes You Feel“ und „Ocean“ wären an dieser Stelle zu erwähnen. Gerade letztgenanntes Lied überzeugt durch eine große Variabilität, in der Lou Reed auch gesanglich etwas variiert. Dazu verfügt dieser Titel über eine wunderschöne Piano-Linie, die die Nummer gleich beim ersten Mal des Hörens eingängig werden lässt.

Fazit: Ein solide gemachtes Rock-Album ist die Solo-Debut-Scheibe des Lou Reed geworden. Auf dieser Platte werden keine Experimente gestartet, es wird die eher sanfte Ausprägung der Rock Musik zelebriert. Die qualitativen Ausschläge nach oben wie nach unten fehlen auf diesem Album, was es zu einer durchschnittlichen, jedoch keineswegs schlechten Platte werden lässt. Acht Punkte.

Anspieltipps: I Love You, Love Makes You Feel, Ocean



Montag, 9. Juli 2018

Motorpsycho – Here Be Monsters




Motorpsycho – Here Be Monsters


Besetzung:


Bent Sæther – bass, guitar, vocals
Hans Magnus „Snah“ Ryan – guitar, vocals, flute (3)
Kenneth Kapstad – drums


Gastmusiker:

Thomas Henriksen – keyboards


Label: Stickman Records


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Psychedelic Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Sleepwalking (0:57)
2. Lacuna / Sunrise (9:46)
3. Running With Scissors (5:39)
4. I.M.S. (7:05)
5. Spin, Spin, Spin (4:07)
6. Sleepwalking Again (0:56)
7. Big Black Dog (17:42)

Gesamtspieldauer: 46:15




„Here Be Monsters“ heißt das achtzehnte Studioalbum der norwegischen Band Motorpsycho. Das Album erschien am 12. Februar des Jahres 2016 auf dem Plattenlabel Stickman Records. Wenn man den drei Norwegern eines wahrlich absprechen kann, dann ist es Stillstand in der Musik. Das neue Werk von Motorpsycho unterscheidet sich nämlich deutlich von den beiden Vorgängern „Still Life With Eggplant“ und „Behind The Sun“, die drei beziehungsweise zwei Jahre zuvor veröffentlicht worden waren. „Here Be Monsters“ klingt ruhiger, an vielen Stellen sehr viel besinnlicher, als die meisten der Alben zuvor. Doch das eben nur abschnittsweise.

Die Platte beginnt mit leisen, verträumten Piano-Klängen, die passenderweise den Titel „Sleepwalking“ tragen. Es folgt mit „Lacuna / Sunrise“ eine ebenfalls eher ruhige und sehr melodiöse Nummer. Die Musik klingt voll und dicht und man wartet als regelmäßiger Motorpsycho Hörer fast schon darauf, wann das Stück explodieren wird. Doch es passiert nicht, diese sanfte, etwas groovende und sehr entspannte Grundhaltung des Liedes wird konsequent bis zum Ende durchgezogen – nicht zu typisch für Motorpsycho. Das sich anschließende „Running With Scissors“ ist eine psychedelische Instrumentalnummer, ebenfalls sanft und ruhig gehalten.

Mit dem siebenminütigen „I.M.S.“ folgt sogleich der erste Höhepunkt der Platte. Ein Piano-Lauf zu Beginn, der durch weitere ergänzt wird und es baut sich eine Spannung auf, die schließlich nach etwa einer Minute mit dem Einsatz von Bass, Schlagzeug und Gitarre kumuliert und die ursprünglich vorhandene Stimmung radikal wegwischt. Rock ist nun angesagt, harter Rock, kraftvoll und mitreißend. Klasse, konsequente Nummer, während der später nochmals das eingängige Pianospiel aufgenommen wird, um schließlich erneut brachial auszubrechen. Es folgt mit „Spin, Spin, Spin“ ein H. P. Lovecraft-Cover aus dem Jahr 1968, welches sich mit seiner psychedelischen Grundhaltung perfekt in den Liedkontext auf „Here Be Monsters“ einfügt. Da kurze „Sleepwalking Again“ führt an den Anfang der Scheibe zurück und leitet gleichzeitig den absoluten Höhepunkt der Platte ein.

„Big Black Dog“ ist ein knapp achtzehnminütiger Titel, der all das beinhaltet, was Fans an der Band Motorpsycho so sehr lieben: das Spiel mit Atmosphären und Emotionen. „Big Black Dog“ beginnt sanft und melodiös mit akustischer Gitarre und weichem, mehrstimmigen Gesang. Sehr melodiös das alles und die Musik geht sofort beim ersten Mal des Hörens ins Ohr. So viel Harmonie und Weichheit darf allerdings irgendwie nicht sein und es kommt, wie es zwangsläufig kommen musste. Nach vier Minuten des sanften Wohlklangs befinden sich Hörerin und Hörer inmitten eines mitreißenden Rock-Songs, vibrierend, pulsierend, packend. Zunächst noch von mehrstimmigem Gesang untermalt, später rein instrumental gehalten. Fast schon monoton und hypnotisierend wird man hier in sehr dichte Musik getaucht, die begeistert. Ein absolut intensives und fesselndes Stück Musik.

Fazit: „Here Be Monsters“, das achtzehnte Studioalbum der norwegischen Band Motorpsycho ist anders und dann doch wieder nicht. „Here Be Monsters“ ist zumeist ruhiger und entspannter gehalten, als andere Motorpsycho-Veröffentlichungen. Doch diese treibenden Passagen, diesen kompromisslosen Rock und die psychedelischen Einschübe, die gibt es auch auf „Here Be Monsters“. Dies alles separierter, doch immer gegenwärtig. Ein tolles Album, welches bestens unterhält. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: I.M.S., Big Black Dog



Sonntag, 8. Juli 2018

Various Artists – New Woman - The Very Best Of




Various Artists – New Woman - The Very Best Of


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Pop, R’n’B, Disco, Soul, Dance


Trackliste:

CD1:

1. Norah Jones – Sunrise (3:21)
2. Katie Melua – The Closest Thing To Crazy (4:12)
3. Gabrielle – Rise (3:38)
4. Jamelia – Thank You (3:08)
5. Joss Stone – Fell In Love With A Boy (2:54)
6. Delta Goodrem – Lost Without You (4:08)
7. The Corrs – Runaway (4:04)
8. Blue feat. Stevie Wonder, Angie Stone – Signed, Sealed, Delivered I'm Yours (3:33)
9. Lemar – Dance (With U) (3:08)
10. Aretha Franklin – Respect (2:22)
11. Kelis – Milkshake (3:03)
12. Justin Timberlake – Like I Love You (4:43)
13. Liberty X – Just a little (3:53)
14. Javine – Real Things (3:22)
15. Stacie Orrico – Stuck (3:43)
16. Anastacia – I'm Outta Love (4:02)
17. Kylie Minogue – Can’t Get You Out Of My Head (3:50)
18. Atomic Kitten, Kool & The Gang – Ladies Night (3:06)
19. Cyndi Lauper – Girls Just Wanna Have Fun (3:49)
20. Roy Orbison – Oh Pretty Woman (2:59)
21. The Foundations – Build Me Up Buttercup (2:53)
22. Blondie – The Tide Is High (3:49)

CD2:

1. Robbie Williams – Angels (4:26)
2. Ronan Keating – When You Say Nothing At All (4:12)
3. Kelly Osbourne, Ozzy Osbourne – Changes (4:08)
4. Sinéad O’Connor – Nothing Compares 2 U (5:06)
5. Tina Turner – Let’s Stay Together (3:36)
6. Roxette – It Must Have Been Love (4:18)
7. Duran Duran – Ordinary World (4:42)
8. Lene Marlin – Sitting Down Here (3:54)
9. Tin Tin Out, Emma Bunton – What I Am (3:52)
10. Atomic Kitten – Whole Again (3:04)
11. Britney Spears – I’m Not A Girl, Not Yet A Woman (3:50)
12. LeAnn Rimes – But I Do Love You (3:17)
13. Blue – Guilty (3:45)
14. VS – Love You Like Mad (3:30)
15. Beverley Knight – Shoulda, Woulda, Coulda (3:33)
16. Al Green – How Can You Mend A Broken Heart? (6:21)
17. Amy Winehouse – Take The Box (3:20)
18. Jamie Cullum – High And Dry (4:53)

Gesamtspieldauer CD1 (1:17:51) und CD2 (1:13:56): 2:31:47




„New Woman“, ein englischsprachiges Frauenmagazin, veröffentlichte in den 2000er Jahren eine ganze Menge Kompilationsalben, auf denen vor allen Dingen – allerdings nicht nur – Frauen singen. Meistens handelte es sich dabei um sehr kommerzielle Musik, die vor allen Dingen radiotauglich war. Doch nicht jedes auf den diversen Veröffentlichungen enthaltene Lied war auch bekannt. So lag es also nahe auch ein „Best Of…“-Album nachzuschieben. Dieses erschein im Jahr 2004 auf den Plattenlabel Virgin Records in Form eines Doppelalbums mit insgesamt vierzig Liedern unter dem Titel „New Woman - The Very Best Of“.

Überraschend an diesem Kompilationsalbum ist, dass es sich bei den hier zu hörenden Liedern, wie auch bei den Sängerinnen, keinesfalls um die bekannten Titel beziehungsweise Künstlerinnen handelt, sondern auch hier verhältnismäßig unbekannte Musik dazu gepackt wurde. Dazu kommt, dass auch die einzelnen Lieder keineswegs durchgängig nach einem „Best Of…“ klingen, sondern mitunter schlicht und ergreifend schlecht sind und ganz eindeutig mit dem Label „Füllmaterial versehen werden können. Von daher muss die Frage erlaubt sein, wie viel Ausschuss sich auf den zahlreichen „New Woman“-Veröffentlichungen tummelte, dass ein „Very Best Of“ zu diesem Ergebnis führt.

Nichtsdestotrotz, vor allem auf der zweiten CD befinden sich ein paar schöne Nummern, die man so auch immer wieder gerne hört. Doch diese sind eben leider sehr rar gesät – deutlich zu rar. Vieles auf Titel „New Woman - The Very Best Of“ ist weder gut, noch ist es bekannt, sodass solch ein Kompilationsalbum sich selbst ad absurdum führt.

Fazit: Eine bunte Mischung aus Pop, R’n’B, Disco und Soul bekommt man auf „New Woman - The Very Best Of“ geboten. Die Musik ist dabei allerdings weder durchgängig gut noch durchgängig bekannt. Gerade auf CD1 tummeln sich jede Menge wahrlich schlechte und auch unbekannte Lieder, die man auch in keinen Charts in hohen Platzierungen finden konnte. Wegen den paar guten Liedern, die das Doppelalbum enthält, lohnt der Erwerb absolut nicht. Vier Punkte.

Anspieltipps: Angels (Robbie Williams), When You Say Nothing At All (Ronan Keating), Nothing Compares 2 U (Sinéad O’Connor)



Samstag, 7. Juli 2018

Frank Zappa – Sheik Yerbouti




Frank Zappa – Sheik Yerbouti


Besetzung:

Frank Zappa – lead guitar, lead (1-3, 9, 12, 15-18) and backing vocals


Gastmusiker:

Davey Moire – lead (6, 8) and backing vocals, engineer
Napoleon Murphy Brock – lead (17) and backing vocals
Andre Lewis – backing vocals
Randy Thornton – lead (17) and backing vocals
Adrian Belew – rhythm guitar, lead (5, 14) and backing vocals, Bob Dylan impersonation (2)
Tommy Mars – keyboards, backing and lead (17) vocals
Peter Wolf – keyboards, butter, flora margarine
Patrick O'Hearn – bass, lead (3, 6, 8) and backing vocals
Terry Bozzio – drums, lead (3, 4, 6, 8, 13, 17) and backing vocals
Ed Mann – percussion, backing vocals
David Ocker – clarinet


Label: Zappa Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Experimental Rock, Comedy Rock


Trackliste:

1. I Have Been In You (3:34)
2. Flakes (6:40)
3. Broken Hearts Are For Assholes (3:41)
4. I’m So Cute (4:27)
5. Jones Crusher (2:49)
6. What Ever Happened To All The Fun In The World (0:33)
7. Rat Tomago (5:14)
8. We’ve Got To Get Into Something Real (0:33)
9. Bobby Brown (2:49)
10. Rubber Shirt (2:45)
11. The Sheik Yerbouti Tango (3:55)
12. Baby Snakes (1:49)
13. Tryin’ To Grow A Chin (3:31)
14. City Of Tiny Lites (5:30)
15. Dancin’ Fool (3:42)
16. Jewish Princess (3:18)
17. Wild Love (4:09)
18. Yo’ Mama (12:41)

Gesamtspieldauer: 1:11:48



Wenn man viel Musik hört, möchte man sich selbstverständlich auch einen Überblick über die Größen der populären Musik verschaffen, an denen man bisher noch immer wieder vorbeigegangen ist. Also her mit dem erfolgreichsten Album des Frank Zappa, auf dem auch das Lied „Bobby Brown“ enthalten ist, welches den US-Amerikaner einem breiteren Publikum bekannt gemacht hat. „Sheik Yerbouti“ heißt dieses, verkaufte sich inzwischen über zwei Millionen Mal und ist die 26. Studio-Platte von insgesamt 62, die der US-amerikanische Musiker zu Lebzeiten veröffentlichte. Der Titel „Sheik Yerbouti“ ist eine Art Lautmalerei und steht für Shake Your Booty, was so viel bedeutet wie „Schüttel Deinen Hintern“, ein Disco-Titel der KC And The Sunshine Band aus dem Jahr 1976. Das Album erschien am 3. März 1979 in Form eines Doppelalbums und war gleichzeitig die erste Platte von Frank Zappa, die nach seinem Weggang von Warner Bros. Records auf dem eigenen Label Zappa Records erschien. Alle Titel auf „Sheik Yerbouti“ wurden live eingespielt und anschließend im Studio überarbeitet.

Man hört auf „Sheik Yerbouti“ eine Mischung aus experimentellem Rock und einer Art Spaß Rock. Dies alles wurde in ganz unterschiedliche musikalische Genres verpackt. Rock, Blues, Pop, Punk und noch viel mehr gibt es auf der Platte zu hören, kaum ein musikalisches Genre, welches auf „Sheik Yerbouti“ nicht auf die ein oder andere Art und Weise umgesetzt wurde. Manches davon klingt gewollt dissonant, anderes wieder gebiert sich als Ohrwurm, wie auch der Single-Hit „Bobby Brown“, der sich überall in den Charts platzieren konnte – bis auf in den USA. Den Radio-Stationen dort war das Stück zu vulgär und obszön, sodass es kurzerhand boykottiert wurde.

Die Texte des Frank Zappa sind auch auf dieser Platte häufig sehr witzig gehalten, ein genaues Hinhören lohnt sich da definitiv. Die Musik allerdings spaltet selbstverständlich. Diesbezüglich werden nämlich alle Grenzen und Konventionen ausgelotet und man hört manchmal erstaunt zu, was Frank Zappa da alles zusammen auf eine Schallplatte presste. Hier zum Beispiel das comic-hafte und auf den Punkt kommende „Baby Snakes“ und dann wieder solch eine, zwischenzeitlich fast schon an eine Improvisation erinnernde Nummer wie „Yo’ Mama“. Nicht jeder humoristische Ausflug des Frank Zappa muss da dem eigenen Humorverständnis entsprechen und so sind es gerade die rockig-experimentellen Stücke der Platte, die am meisten überzeugen. Hierin liegt auch begründet, dass das Album im weiteren Verlauf sehr viel besser wird. Sind die ersten Lieder noch sehr schräg und erinnern mitunter an Comedy, wenn zum Beispiel Adrian Belew Bob Dylan imitiert, so gestaltet sich die zweite Hälfte des Albums rockiger und auch interessanter. Des Weiteren gilt auch hier einmal mehr, wie es häufig bei guter Musik ist: Umso öfters gehört, umso interessanter und besser klingt das alles.

Fazit: Ein ganzes Füllhorn an Ideen schüttet Frank Zappa mit dem Doppelalbum „Sheik Yerbouti“ über seine Hörerinnen und Hörer aus. Manches darauf klingt nach „Spaß Rock“, anderes wiederum sehr experimentell. Am Überzeugendsten hören sich dabei die relativ unkonventionellen Rock-Stücke an, die ruhig auch die ein oder andere dissonante Stelle aufweisen können. Die Texte sind häufig sehr witzig gehalten, zu prüde sollte man beim Erkunden dieser allerdings nicht sein. Spannend klingt das alles wahrlich, geniale Musik höre ich hier allerdings nicht heraus, da vor allen Dingen der Beginn der Scheibe sehr zäh ist. Acht Punkte.

Anspieltipps: Bobby Brown, Tryin’ To Grow A Chin, Yo’ Mama, Wild Love



Freitag, 6. Juli 2018

Gnidrolog – In Spite Of Harry’s Toe-Nail




Gnidrolog – In Spite Of Harry’s Toe-Nail


Besetzung:

Colin Goldring – lead vocals, guitars, recorders, tenor sax, horn, harmonica
Stewart Goldring – lead guitar, vocals
Peter Cowling – bass, cello
Nigel Pegrum – percussion, flute, oboe, piano


Label: Beat Goes On Records (ursprünglich RCA Records)


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Long Live Man Dead (9:44)
2. Peter (3:28)
3. Snails (7:15)
4. Time And Space (7:34)
5. Who Spoke (2:23)
6. In Spite Of Harry's Toenail (9:27)

Gesamtspieldauer: 39:54




Gnidrolog war eine englische Progressive Rock Band, die lediglich im Jahr 1972 insgesamt zwei Alben veröffentlichte und sich anschließend wieder auflöste. Gegründet wurde Gridnolog im Jahr 1969 von den Zwillingen Colin und Stewart Goldring sowie Peter Cowling und Nigel Pegrum. Der etwas seltsame Name ist ein Anagramm des Nachnamens der beiden Goldring-Zwillinge. Zuerst absolvierte die Band zahlreiche Auftritte in den einschlägigen Clubs und erst drei Jahre später erschien die erste Platte mit dem Namen „In Spite Of Harry’s Toe-Nail“ auf dem Plattenlabel RCA.

Auf dieser Scheibe ist Musik zu hören, die schon sehr an jene von Gentle Giant erinnert. Zumeist allerdings an jede der harmonische Ausflüge von Gentle Giant. Ein weiteres Kennzeichen der Musik der vier Engländer, welches ebenfalls auf Gentle Giant hindeutet, ist die nicht ganz alltägliche Instrumentenauswahl. Neben den eher „normalen“ Rock-Instrumenten kommen auch Saxophon, Horn, Harmonika, Cello, Flöte, und Oboe zum Einsatz. Das macht die Musik von Gnidrolog an sich schon mal besonders. Und in welcher Band gibt es noch einen Schlagzeuger, der zusätzlich auch Piano, Flöte und Oboe spielt?

All diese Instrumente deuten auf sehr viel Harmonie und Melodiösität in der Musik von Gnidrolog hin. Diese melodiösen Harmonien gibt es durchaus, doch Gnidrolog haben noch wesentlich mehr zu bieten. Manchmal klingt das Ganze auch einfach nur schräg und gewollt dissonant und kann sogar am Ende eines Liedes in ein fürchterliches Chaos münden. Somit kommt beim Hören des Albums niemals Langeweile auf, da Melodiösität und auch die Atonalität sich abwechseln. Dies ist auch der Grund, warum die Platte ganz eindeutig keine massentaugliche ist. Dementsprechend schlecht gestalteten sich auch die Verkäufe, was wohl zur Kurzlebigkeit der Band beitrug.

Die ersten Titel auf „In Spite Of Harry’s Toe-Nail“ sind ganz im Progressive Rock verhaftet. Sehr abwechslungsreiche Musik, mitunter sehr melodisch, dann jedoch wieder sehr dissonant. Spannend klingt das an jeder Stelle der Scheibe. Der Titeltrack, der in den ersten Ausgaben des Albums noch genauso in zwei Teile unterteilt war wie der Opener „Long Live Man Dead“, ist schließlich jedoch eine rockige Nummer, die nur noch Anleihen des Progressive Rock aufweist und so ähnlich von Wishbone Ash hätte stammen können. Allerdings auch das klingt in meinen Ohren.

Fazit: „In Spite Of Harry’s Toe-Nail“ ist ein spannendes und abwechslungsreiches Progressive Rock Album der englischen Band Gnidrolog geworden. Alle Facetten des klassischen Progressive Rock gibt es auf dieser Platte zu erhören. Von außergewöhnlicher Instrumentierung über wunderschöne Melodiösität bis zu atonalen Passagen, alles ist hier enthalten, was das Herz des Fans des Progressive Rocks der ersten Hälfte der 70er Jahre höherschlagen lässt. Spannende sowie abwechslungsreiche Musik, die zudem noch mit den Durchgängen wächst. Alles andere als alltäglich. Elf Punkte.

Anspieltipps: Long Live Man Dead, Who Spoke



Donnerstag, 5. Juli 2018

Queensrÿche – Promised Land




Queensrÿche – Promised Land


Besetzung:

Geoff Tate – vocals, saxophone, keyboards
Chris DeGarmo – lead guitar, piano, cello, sitar
Michael Wilton – rhythm guitar
Eddie Jackson – bass guitar
Scott Rockenfield – drums, percussion, tape effects


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Progressive Metal


Trackliste:

1. 9:28 A.M. (1:43)
2. I Am I (3:57)
3. Damaged (3:58)
4. Out of Mind (4:35)
5. Bridge (3:30)
6. Promised Land (7:58)
7. Dis Con Nect Ted (4:44)
8. Lady Jane (4:14)
9. My Global Mind (4:21)
10. One More Time (4:18)
11. Someone Else? (5:00)


Bonus Tracks der Wiederveröffentlichung im Jahr 2003:

12. Real World (vom Soundtrack zum Film „Last Action Hero”) (4:23)
13. Someone Else? (Gesamte Band Version) (7:13)
14. Damaged (Live, The Astoria Theatre, London, UK am 20. Oktober 1994) (4:03)
15. Real World (Live, The Astoria Theatre, London, UK am 20. Oktober 1994) (3:42)

Gesamtspieldauer: 1:07:47




„Promised Land“ heißt das fünfte Studioalbum der US-amerikanischen Heavy Metal Band Queensrÿche. Die Platte erschien am 18. Oktober 1994 auf dem Plattenlabel EMI. „Promised Land“ ist das Album von Queensrÿche, welches in den USA mit Platz 8 die höchste Chart-Platzierung erreichte. Gleichzeitig ist es die Platte, die sich in der Historie von Queensrÿche am zweitbesten verkaufte – nach dem Vorgänger-Album „Empire“ und noch vor der wohl bekanntesten Platte der Band, „Operation: Mindcrime“. Am 10. Juni 2003 erfolgte eine Wiederveröffentlichung des Albums mit insgesamt vier Bonus-Titeln.

Auf „Promised Land“ hört man den für Queensrÿche so typischen ProgMetal, der sich deutlich vom Metal anderer Bands unterscheidet. Die Lieder von Queensrÿche sind vielschichtiger und deutlich abwechslungsreicher, als so manch dumpfes Gestampfe mit der Grundordnung Strophe – Refrain – Strophe – Refrain – Solo – Strophe – Refrain. Dabei schaffen es die Musiker von Queensrÿche wunderbar mit Atmosphären und Stimmungen zu spielen. Sanften und sehr harmonischen Passagen stehen kompromissloser Metal gegenüber, der konsequent und geradlinig rockt.

Das Manko dieses Albums ist allerdings, dass der Platte die wirklich großartigen Lieder abgehen. Vieles auf „Promised Land“ klingt gut, doch nichts so richtig überragend. Soll heißen, das Album unterhält, schafft es jedoch nicht wirklich zu begeistern. Es gibt keine Ausfälle auf der Scheibe, allerdings eben auch keine echten Höhepunkte, die sich längerfristig im Gehör festsetzen. Um hier doch wenigstens ein kleineren Höhepunkt zu erwähnen, sei an dieser Stelle das Titellied und mit knapp acht Minuten auch längste Stück des Albums erwähnt. Beim Titel „Promised Land“ klingen Queensrÿche für das Album ungewöhnlich anders, dunkel und spannend. Das Lied ist dabei eine durchaus eingängige und abwechslungsreiche Rock-Nummer, während der dem Saxophon eine größere Rolle zugedacht wurde. Besonders gelungen klingt dabei der volle, dichte und doch auch sphärische Ausklang des Liedes, der sich über fast die letzten drei Minuten hinzieht.

Vier Zugaben enthält die Wiederveröffentlichung der Scheibe, wobei vor allen Dingen die Nummer „Real World“ aus dem Soundtrack zum Film „Last Action Hero“ sehr überzeugt. Rockband trifft auf ein Orchester. Ein wenig pathetisch klingt das Ganze freilich, trotzdem setzt sich der Melodiebogen sofort fest, die Musik nimmt Fahrt auf und klingt am Schluss schließlich wieder sanft aus. Das Lied hört man auch noch mal in einer Live-Einspielung, natürlich nun weniger aufwendig arrangiert, dafür in einer deutlich rockigeren Version. Auch so wirkt die Nummer. Dazu gibt es noch die Live-Ausgabe des Titels „Damaged“ sowie das Lied „Someone Else?“, welches nun von der gesamten Band eingespielt wurde und nicht nur in Form von Gesang, der vom Piano begleitet wird. Die offizielle, ruhigere Version überzeugt mich in diesem Fall mehr.

Fazit: Man bekommt mit „Promised Land“ ein durchaus typisches Album von Queensrÿche zu hören, wenn man zumindest an die erste Hälfte der 90er Jahre denkt. Die Musiker schaffen es einmal mehr schöne Atmosphären zu erschaffen. Abwechslungsreich und melodiös klingt das Album ebenfalls. Was ein wenig fehlt, das sind die absoluten Höhepunkte, an die man sich sofort erinnert, wenn man an „Promised Land“ denkt. Trotzdem ist die Scheibe wahrlich keine schlechte. Neun Punkte.

Anspieltipps: Promised Land, Someone Else?, Real World



Mittwoch, 4. Juli 2018

Gazpacho – Molok




Gazpacho – Molok


Besetzung:

Jan Henrik Ohme – vocals
Thomas Alexander Andersen – keyboards
Jon Arne Vilbo – guitars
Mikael Krømer – violin & mandolin
Kristian „Fido“ Torp – bass
Lars Erik Asp – drums


Gastmusiker:

Gjermund Kolltveit – aga singing, stone and assorted bones, stones and harps
Stian Carstensen – accordions, kaval and bulgarian fiddle
Marianne Pentha – backing vocals
Børge Are Halvorsen – various saxophones
Stig Espen Hundsnes – trumpet


Label: KScope


Erscheinungsdatum: 2015


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Park Bench (6:44)
2. The Master’s Voice (4:08)
3. Beta Kiss (2:45)
4. Know Your Time (6:07)
5. Choir Of Ancestors (4:44)
6. ABC (3:26)
7. Algorithm (3:10)
8. Alarm (3:54)
9. Molok Rising (9:38)

Gesamtspieldauer: 44:39



„Molok“ nannte die norwegische Progressive Rock Band Gazpacho ihr neuntes Studio-Album. Im Jahr 2015 wurde es auf dem Plattenlabel KScope veröffentlicht. Stilistisch macht „Molok“ da weiter, wo ein Jahr zuvor mit „Demon“ aufgehört wurde. Dichten und fesselnden Progressive Rock bis Art Rock bekommt man auf der Platte geboten, der eher traurig denn fröhlich klingt. Dazu werden die Hörerin und der Hörer mit abwechslungsreichen und eingängigen Melodien überschüttet.

„Molok“ ist ein Brett, soll heißen, dass hier auf einer Dreiviertelstunde Musik zelebriert wird, die einen absolut fesseln kann. Die einzelnen Lieder sind atmosphärisch absolut dicht und weisen dabei viele Variationen auf – obwohl es sich dabei immer ganz eindeutig um die Musik von Gazpacho handelt. Was man auf „Molok“ zu hören bekommt, klingt einmal fein und zart, dann wieder rauschend und mitreißend. Musik, die in jede Pore des Körpers dringt, wenn man sie denn lässt. Das schafft diese umso besser, wenn man ihr genügend Zeit zum Reifen einräumt. Wie so oft bei einem Gazpacho-Album, benötigt die Musik etwas Anlaufzeit, obwohl sie bereits beim ersten Hören sehr gut und überzeugend klingt – im Laufe der Zeit jedoch immer noch ein wenig besser. „Molok“ wirkt vielleicht nicht ganz so dramatisch wie der Vorgänger „Demon“, doch setzt die Musik eindeutig genau dort an und ergänzt diese.

Es gibt auf diesem Album keinen „Übertitel“. Alles wirkt auf „Molok“ und weiß zu packen. Die Höhepunkte der Platte heißen „Park Bench“, „Know Your Time“, „Choir Of Ancestors“, „ABC“ und „Molok Rising“. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich an dieser Stelle jedoch auch die restlichen vier Nummern aufzählen können. Alle neun Stücke auf dieser Platte transportieren eine dunkle bis mystische Stimmung, die sehr gut zum Thema „Religionen“ passt, welches dieses Mal im Vordergrund steht. Düsternis macht sich breit und bahnt sich ihren Weg aus den Boxen in die Ohren der Zuhörer. Allerdings so harmonisch, dass man gerne in das Dunkel eintaucht.

Fazit: Auch das neunte Album der norwegischen Band Gazpacho mit dem Titel „Molok“ ist ein sehr überzeugendes und auch ergreifendes geworden. Dieses Mal klingt die Musik der Band atmosphärisch allerdings nicht nach Melancholie, sondern nach Finsternis bis Dunkelheit. Alles wirkt auf seine Art mystisch und etwas entrückt. Eine Platte in die man völlig eintauchen kann und die für Leute mit Depressionen definitiv gefährlich ist. „Molok“ ist sanft, traurig, aber intensiv. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Park Bench, Know Your Time, Choir Of Ancestors, ABC, Molok Rising



Dienstag, 3. Juli 2018

Patrick Bishop – Minor Lakes




Patrick Bishop – Minor Lakes


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

Roman Bühlmann
Fredy Bünter
Lukas Iselin
Markus Neuweiler
Ronja Rinderknecht
Nadja Stoller
Peter Zemp


Label: Accidental Conspiracies


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Art Pop, Pop


Trackliste:

1. Mallory (3:43)
2. Wake (3:40)
3. Teraphim (2:46)
4. Golden (3:20)
5. Weary Pond (0:51)
6. Northern Lights (4:08)
7. High Vaults (4:22)
8. Seneca Lake (0:54)
9. Redoubt (3:45)
10. Peigneur (3:12)
11. Lake Of The Clouds (1:25)
12. Closer (4:05)
13. An Anatomy Of The World (8:17)

Gesamtspieldauer: 44:34




Patrick Bishop ist eine Schweizer Band aus Bern, die im Jahr 2011 gegründet wurde. Das Debut-Album der Band mit dem Titel „Minor Lakes“ erschien am 26. September 2014 auf dem Plattenlabel Accidental Conspiracies. Darauf hört man überaus sanfte, ruhige und an manchen Stellen fast schon entrückt klingende Musik, die aus irgendwelchen Traumwelten emporzusteigen scheint.

Patrick Bishop, das ist das Pseudonym des Schweizer Musiker Roman Bühlmann, der weitere Musiker um sich geschart hat, um mit ihnen sehr ruhige aber auch sehr intensive Musik zu komponieren, aufzunehmen und aufzuführen. In den Liedern der Schweizer kommen elektronische wie akustische Instrumente zum Einsatz. Das Ergebnis ist Pop der Unterkategorie Art Pop, der bis in den Bereich des Kammer-Pop hineinreicht. Ist die Musik an sich schon sanft, so wird das noch die Stimme des Roman Bühlmann unterstrichen, die man zuerst gar nicht richtig einem Mann zuordnen kann. Dies liegt keineswegs an der Gesangshöhe der Stimme, sondern sehr viel eher an deren sanftem Klang. In dieser Kombination klingt die Musik von Patrick Bishop auf „Minor Lakes“ fast schon entrückt, in anderen Sphären schwebend und dabei an jeder Stelle des Albums überaus harmonisch und sehr melodiös.

Alle Lieder auf „Minor Lakes“ sind stilistisch gleich gehalten. Es handelt sich um warme, sanfte und intensive Lieder, die ins Ohr gehen und wirken. Musik zum Eintauchen, zum Träumen und zum Ausruhen hört man auf dem Album, das zum Innehalten einlädt. Die Platte ist reich an Höhepunkten, bei denen man vielleicht die Stücke „Teraphim“, „Golden“ und „An Anatomy Of The World“ herausheben kann. Letztgenannter Titel ist allerdings keineswegs über acht Minuten lang, sondern enthält einen „Hidden Track“, der jedoch bereits nach wenigen Sekunden der Stille beginnt und ebenfalls sehr überzeugt. Im Grunde genommen ist die Erwähnung gerade dieser drei Lieder allerdings auch sehr willkürlich gewählt, denn alles klingt gut auf „Minor Lakes“. Positiv sollte an dieser Stelle ebenfalls die Aufmachung der CD erwähnt werden. In der Hülle mit Fenster befindet sich ein Päckchen mit insgesamt fünfzehn viereckigen Kunst-Karten. Jede Karte steht für ein Lied, zwei für die Credits. Auf der Vorderseite jeder Karte gibt es ein Photo oder ein gemaltes Bild, auf der Rückseite dann den entsprechenden Liedtext dazu. Solch eine Gestaltung eines Albums habe ich bisher noch nicht gesehen und es wirkt mit viel Liebe zum Detail zusammengestellt.

Fazit: Ein sehr gelungenes Debut stellt „Minor Lakes“ der Schweizer Band Patrick Bishop dar. Art Pop und Kammer-Pop der sehr einprägsamen Art hört man auf der Platte. Die Musik ist eine Mischung aus akustischen und elektronischen Klängen, die überaus melodiös ins Ohr gehen. Gerockt wird hier nur selten, eher in Harmonien geschwelgt. Für die ruhigen Momente des Tages – oder um diese einzuleiten – bestens geeignet. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Teraphim, Golden, An Anatomy Of The World



Montag, 2. Juli 2018

Chris Rea – New Light Through Old Windows




Chris Rea – New Light Through Old Windows


Besetzung:

Chris Rea – vocals, guitar, producer


Gastmusiker:

Robert Ahwai – guitar
Eoghan O'Neill – bass
Max Middleton – keyboards
Martin Ditcham – drums


Label: Magnet Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Adult-Oriented Rock (AOR)


Trackliste:

1. Let's Dance (4:14)
2. Working On It (4:24)
3. Ace of Hearts (4:53)
4. Josephine (4:35)
5. Candles (4:44)
6. On The Beach (6:51)
7. Fool (If You Think It's Over) (4:04)
8. I Can Hear Your Heartbeat (3:24)
9. Shamrock Diaries (4:12)
10. Stainsby Girls (4:08)
11. Windy Town (4:05)
12. Driving Home For Christmas (3:59)
13. Steel River (6:47)

Gesamtspieldauer: 1:00:27




„New Light Through Old Windows“ ist das erste Kompilationsalbum des englischen Sängers und Gitarristen Chris Rea. Das Album erschien am 17. Oktober im Jahr 1988 auf dem Plattenlabel Magnet Records. Auf diesem „Best Of…“-Album befinden sich elf Neueinspielungen von Liedern, die bereits auf früheren Veröffentlichungen des Chris Rea erschienen waren. Dazu gibt es mit der Nummer „Driving Home For Christmas“ ein Lied zu hören, was bisher nur als Single erschienen war. Und schließlich packte der Engländer auch gleich noch einen ganz neuen Titel mit dazu. Das Lied „Working On It“ sollte wohl bewirken, dass alle Fans, die die anderen Lieder bereits besaßen, nochmals einen Kaufanreiz verspüren würden. Umsatz ist alles.

Die Platte enthält diesen, für Chris Rea so typisch dahinplätschernden Adult-Oriented Rock, den es nur in der sanften Ausführung zu hören gibt – böse Stimmen behaupten, in der einschläfernden Ausführung. Man würde Chris Rea manches Mal wirklich wünschen, er würde den Rhythmus etwas anziehen, die Gitarre etwas stärker verzerren und endlich beginnen zu rocken. Doch genau das passiert nicht. Man hört die raue und immer gleiche Stimme des Engländers zu rhythmisch immer gleicher Musik. Die Lieder verfügen dabei über keinerlei Abwechslung und beinhalten in ihrer konsequenten Monotonie und ewig gleichen Atmosphäre auch keine schöne Melodien.

An Höhepunkten müsste man an dieser Stelle entweder alle Lieder oder keines davon aufführen, zu sehr ähneln sich die Titel und sind in ihrer Art der Monotonie wahrlich alles andere als spannend, dafür umso langweiliger geraten. Klar versucht Chris Rea auf der Scheibe auch mal funkig zu klingen, doch selbst das scheint aus irgendwelchen Gründen nicht so richtig zu funktionieren, sodass die Scheibe lediglich durchläuft und keinerlei Spuren hinterlässt. Zweifelsohne hinterlässt allerdings der Marketing-Trick, mit der Zugabe eines neuen Liedes einen sehr faden Beigeschmack beim Hören der Platte. Vor allem auch, weil gerade jener Titel, „I Can Hear Your Heartbeat“, einer der besseren auf „New Light Through Old Windows“ ist und gleichzeitig auch mit einer der bekanntesten Lieder des Chris Rea. Umso gemeiner fast schon, ihn hier zuerst mit zu veröffentlichen.

Fazit: Chris Rea steht für Rock Musik der sanften Sorte. Adult Oriented Rock mit Schmusefaktor. Auch auf diesem „Best Of…“-Album mit dem Titel „New Light Through Old Windows“ gibt es diesen zu hören. Der Album-Titel weist bereits darauf hin, dass ältere Titel für diese Platte neu eingespielt wurden. Kann man mögen, muss man aber nicht. Dass sich hierauf ein ganz neuer Titel befindet, ist eine Marketing-Masche, die etwas aufstößt. Packen kann mich diese Musik nicht, überhaupt nicht. Alles klingt irgendwie monoton und langweilig und nervt sogar manchmal ein wenig. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Candles, I Can Hear Your Heartbeat, Windy Town



Sonntag, 1. Juli 2018

Ronan Keating – Turn It On




Ronan Keating – Turn It On


Besetzung:

Ronan Keating – vocals


Gastmusiker:

Paul Barry – guitar, vocals (background)
Liam Bradley – drums, percussion, vocals (background)
Paul Bushnell – bass
Brandon Christy – guitar, programming
Rob Davis – guitar, keyboards, programming
Terence Elliott – guitar (electric)
David Frank – drums, keyboards, pipe organ
Reece Gilmore – programming
James Hallawell – keyboards, programming
Wayne Hector – vocals (background)
Steve Jones – guitar
Charles Judge – keyboard programming
Kieran Kiely – accordion
Shawn Lee – drums, percussion
Yvonne John Lewis – vocals (background)
Peter Lockett – percussion, programming
London Session Orchestra – orchestration
Calum MacColl – guitar, vocals (background)
Wil Malone – string arrangements, string conductor
Cliff Masterson – piano, string arrangements, string conductor
Paul Meehan – programming
Dominic Miller – guitar
Richard Niles – string arrangements, string conductor
Adam Phillips – guitar
Tim Pierce – guitar (electric)
Janet Ramus – vocals (background)
Brian Rawling – drums
Mark Read – vocals (background)
LeAnn Rimes – vocals
Steve Robson – guitar, keyboards
Mark Smith – bass
Ren Swan – programming
Rohan Thomas – keyboards
Paul Turner – bass
John Wood – guitar, programming
Gavyn Wright – string conductor


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Pop


Trackliste:

1. Turn It On Again (3:18)
2. Lost For Words (3:48)
3. She Gets Me Inside (3:19)
4. First Time (4:13)
5. Last Thing On My Mind (3:57)
6. Let Her Down Easy (4:33)
7. Back In The Day (3:17)
8. She Believes (In Me) (4:08)
9. On My Way (4:15)
10. The Best Of Me (3:53)
11. Hold You Now (4:00)
12. This Is Your Song (4:02)
13. I Wouldn't Change A Thing (3:44)
14. Give You What You Want (3:29)

Gesamtspieldauer: 54:02




„Turn It On“ heißt das dritte Studio-Solo-Album des irischen Sängers und Ex-Boyzone Frontmanns Ronan Keating. Das Album erschien am 17. November 2003 auf dem Plattenlabel Polydor, eine Woche nach der ersten Single-Auskopplung „Lost For Words“, welche bis auf Platz 9 der britischen Charts kletterte. Zwei weitere Singles wurden aus dem Album veröffentlicht. Zum einen das Kenny Rogers Cover „She Believes (In Me)“ und das Duett mit der US-amerikanischen Country-Sängerin LeAnn Rimes, „Last Thing On My Mind“. Auch diese beiden Nummern erreichten die Top Ten der britischen Charts. Anders sieht das schon mit dem Album „Turn It On“ selbst aus, welches nur bis auf Platz 21 der britischen Charts stieg und bis heute das Album ist, welches sich von Ronan Keating am schlechtesten verkaufte. Seltsam, denn es ist besser als die beiden Vorgänger, zumindest minimal.

Es hatte sich ein klein wenig getan in der Musik des Iren. Unter anderem hatte Ronan Keating selbst viele Lieder auf „Turn It On“ mitkomponiert. Der kompositorische Beitrag des Gregg Alexander, der das vorherige Album fast vollständig im Alleingang komponiert hatte und hier noch als Produzent in Erscheinung tritt, war stark zurückgefahren worden. Dazu gibt es auf „Turn It On“ erste rockige Ansätze. Nicht viele, allerdings sind sie vorhanden. Das war es allerdings dann auch schon an „Neuigkeiten“. Die Musik selbst ist immer noch unglaublich belanglos und langweilig, schwülstig und auf die schnelle Eingängigkeit hin getrimmt. Da helfen auch ein paar rockigere Töne nicht unbedingt weiter, die es aber immerhin gibt. Zumindest etwas Abwechslung. Nicht geändert haben sich allerdings die textlichen Grausamkeiten, die hier den Hörerinnen und Hörern geboten werden. Immer nur das Thema „Liebe“. Glückliche Liebe, traurige Liebe, erfüllende Liebe, verzweifelte Liebe und so weiter und so fort. Es ist einfach schlecht, so unglaublich schlecht.

Ich kann bei solcher Musik keine Höhepunkte erkennen, da es auch keine gibt. Die Lieder ähneln sich sehr. Vielleicht sind sie sogar identisch, wer weiß das schon, das Thema „Liebe“ übertüncht alles. An dieser Stelle sei allerdings dann doch das Lied „On My Way“ erwähnt, da es über ein Gitarrensolo verfügt. Ansonsten viele Streicher, Schleim… Ach, das hatten wir ja schon. Nun, genauso wenig wie es Höhepunkte gibt, so gibt es Ausreißer nach unten, denn viel tiefer geht es einfach nicht. Schlimm.

Fazit: Die Musik des Ronan Keating wurde für junge Mädchen gemacht und hat dort auch ihre Spuren in Form von guten Verkaufszahlen hinterlassen. Wer einen gewissen Anspruch an die Musik stellt, wird ihn in vielen Liedern und Alben finden, sicher jedoch nicht in denen des Ronan Keating. Möchte man gute Musik und keinen kommerziellen Einheitsbrei erleben, so macht man beim Hören von „Turn It On“ einen großen Fehler. Die Lieder des Iren sind praktisch durchgehend langweilig und belanglos. Musik kann schön, jedoch auch grausig sein. Drei Punkte.

Anspieltipps: On My Way