Mittwoch, 5. Dezember 2018

Peter Gabriel – Secret World Live




Peter Gabriel – Secret World Live


Besetzung:

Peter Gabriel – lead vocals, harmonica, keyboards, rainstick
Manu Katché – drums
Tony Levin – bass, chapman stick, vocals
David Rhodes – guitar, vocals
Jean-Claude Naimro – keyboards, vocals
Shankar – violins, vocals
Levon Minassian – doudouk
Paula Cole – main vocals on "Don‘t Give Up"


Gastmusiker:

Leo Nocentelli – guitar, vocals
Daniel Lanois – dobro, telecaster
Babacar Faye – djembe
Assane Thiam – talking drum, tama
Hossam Ramzy – surdo
Tim Green – tenor saxophone
Reggie Houston – baritone saxophone
Renard Poche – trombone
Wayne Jackson – trumpet, cornet
Ayub Ogada – backing vocals
Papa Wemba – backing vocals
Reddy Amissi – backing vocals
Stino Mubi – backing vocals


Label: Real World


Erscheinungsdatum: 1994


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

CD1:

1. Come Talk To Me (6:13)
2. Steam (7:42)
3. Across The River (5:56)
4. Slow Marimbas (1:45)
5. Shaking The Tree (9:18)
6. Red Rain (6:14)
7. Blood Of Eden (6:57)
8. Kiss That Frog (5:56)
9. Washing Of The Water (4:06)
10. Solsbury Hill (4:45)

CD2:

1. Digging In The Dirt (7:36)
2. Sledgehammer (4:59)
3. Secret World (9:11)
4. Don‘t Give Up (7:36)
5. In Your Eyes (11:34)

Gesamtspieldauer: CD1 (58:59) und CD2 (40:58): 1:39:57



„Secret World Live“ heißt das zweite Live-Album und das zehnte Album des englischen Rockmusikers Peter Gabriel insgesamt. Es wurde am 16. und 17. November 1993 im Palasport Nuovo, Modena, Italien aufgenommen und am 13. September 1994 veröffentlicht. „Secret World Live“ enthält eine Live-Version des Liedes „Across The River“, welches bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in voller Länge auf einem anderen Peter Gabriel Album erschienen war.

„Secret World Live“ erhielt von Kritikern eher schwächere Bewertungen, was aufgrund der Lied-Auswahl auch nicht weiter verwunderlich ist. „Steam“, „Shaking The Tree“, „Kiss That Frog“ und auch „Don‘t Give Up“ in dieser Version, gehören keineswegs zu den Höhepunkten im Schaffen des Peter Gabriel. „Across The River“ ist dagegen eine schöne und sphärische Nummer, im Grunde genommen allerdings sehr untypisch für Peter Gabriel – dabei jedoch durchaus hörenswert. Das kurze „Slow Marimbas“ im Anschluss daran schwankt ebenfalls zwischen Sphäre und schließlich Weltmusik, kann dabei allerdings noch überzeugen. Höhepunkt auf der ersten Platte beziehungsweise CD ist der Titel „Red Rain“, welcher auch in dieser Live-Version mitreißend und packend klingt. „Solsbury Hill“ verliert dagegen in dieser Ausführung gegenüber dem Original.

Auf der zweiten Platte sind solch Klassiker wie „Digging In The Dirt“, „Sledgehammer“ oder auch „In Your Eyes“ vertreten. Doch auch diese Nummern klingen nicht so kraftvoll wie in den Album-Versionen. Verglichen mit dem ersten Live-Album des Peter Gabriel, „Peter Gabriel Plays Live“, fehlt auf dieser Platte deutlich an Dynamik. Die Titel reißen auf „Secret World Live“ nicht so mit, wie auf dem Vorgänger-Live-Album. Nichtsdestotrotz wissen viele der Lieder zu begeistern und fallen nur im Vergleich zu den Originalen etwa ab. Vielleicht wirken diese Titel live eingespielt auch einfach nicht so überzeugend und benötigen die ganzen Möglichkeiten eines Studios, um voll zu klingen. Und diese auf „Secret World Live“ immer wieder vorhandene Verknüpfung mit der Genre der Weltmusik reißt zudem ebenfalls nicht jeden Fan des Peter Gabriel von den Sitzen.

Fazit: „Secret World Live“ ist ein Live-Album von Peter Gabriel, welches einen etwas ratlos zurücklässt. Wunderschöne Titel gibt es auf der Platte zu hören, aber auch Lieder, die einfach nicht zu den Höhepunkten im Schaffen des englischen Musikers gehören. Dazu wirken einige Nummern in diesen Versionen nicht so überzeugend, wie in den Original-Einspielungen. Trotzdem handelt es sich bei der Musik von Peter Gabriel zu allermeist um mitreißende Lieder, so auch auf dieser Platte, die die Fans durchaus überzeugen werden. Ganz ohne Fan-Brille findet man jedoch Abstriche. Neun Punkte.

Anspieltipps: Across The River, Red Rain, Digging In The Dirt



Dienstag, 4. Dezember 2018

The Police – Ghost In The Machine




The Police – Ghost In The Machine


Besetzung:

Sting – bass guitar, lead and backing vocals, double bass, keyboards, saxophone
Andy Summers – guitar, backing vocals, synthesizer, keyboards
Stewart Copeland – drums, backing vocals (5, 11), percussion, keyboards


Gastmusiker:

Jean Alain Roussel – keyboards (2)


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: New Wave, Reggae Rock


Trackliste:

1. Spirits In The Material World (2:59)
2. Every Little Thing She Does Is Magic (4:20)
3. Invisible Sun (3:44)
4. Hungry For You (J'Aurais Toujours Faim De Toi) (2:52)
5. Demolition Man (5:57)
6. Too Much Information (3:42)
7. Rehumanize Yourself (3:10)
8. One World (Not Three)(4:46)
9. Ωmegaman (2:47)
10. Secret Journey (3:33)
11. Darkness (3:13)

Gesamtspieldauer: 41:09



„Ghost In The Machine“ nannte die englische Rockband The Police ihr viertes Studioalbum, welches am 2. Oktober 1981 auf dem Plattenlabel A&M Records veröffentlicht wurde. Das Album erreichte Platz 1 in der UK Album Charts und Platz 2 in den U.S. Billboard 200. In Deutschland kletterte es bis auf Platz 4 der Charts. Die Band veröffentlichte drei Singles aus dem Album: „Every Little Thing She Does Is Magic“, „Invisible Sun“ sowie „Spirits In The Material World“. „Ghost In The Machine“ belegt Platz 323 in der Rolling Stone 500 Greatest Albums Of All Time-Rangliste. Die Lieder auf dem Album stammen einmal mehr hauptsächlich von Sting. „Omegaman“ steuerte Andy Summers bei, „Darkness“ schrieb Stewart Copeland. Das Lied „Rehumanize Yourself“ ist schließlich eine Ko-Produktion aller drei Musiker.

Auch auf „Ghost In The Machine“ gestaltet es sich derart, dass sich auf dem Album einige bekannte und überzeugende Titel befinden und ebenfalls solche, die zum einen langweilig bis hin zu recht gewöhnungsbedürftig klingen. Dieses Mal befinden sich die besseren Lieder zu Beginn und am Ende der Platte, wohingegen man die mittleren Nummern deutlich schwerer ertragen kann. Dort klingt es dann gekünstelt, langatmig, jazzig angehaucht, ohne sich dabei jedoch auch nur ein kleines bisschen innovativ anzuhören. Da geht nichts mehr ins Ohr, wirkt und klingt langatmig und einfach belanglos und längst überholt.

Die Höhepunkte befinden sich – wie bereits erwähnt – eher an den Rändern der Platte, sind jedoch rar gesät. „Spirits In The Material World“ und „Every Little Thing She Does Is Magic“ sind die beiden bekanntesten Lieder der Platte. Gut gemachter, typisch nach The Police klingender Pop-Rock. Beide Lieder hören sich durchaus melodiös und eingängig an. „Invisible Sun“ sowie die letzten beiden Nummern auf „Ghost In The Machine“ klingen ebenfalls noch ganz in Ordnung, der ganze Rest ist Musik, die man nicht braucht.

Fazit: The Police sind Kult. Kult sind sie deshalb, weil die Band um den Hauptkomponisten Sting durchaus einige Ohrwürmer produzierte. Ansatzweise hört man diese auch auf „Ghost In The Machine“ – neben jeder Menge sehr langweiliger Musik. Spaß macht das Hören somit nur in Ausnahmefällen. Von daher ist diese Platte maximal noch Durchschnitt und dies ist bereits wohlwollend betrachtet. Mit ihrem letzten Album sollten die drei Musiker aus England dann aber glücklicherweise noch mal positiv überraschen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Spirits In The Material World, Every Little Thing She Does Is Magic, Invisible Sun



Montag, 3. Dezember 2018

Gregory Alan Isakov – Evening Machines




Gregory Alan Isakov – Evening Machines


Besetzung:

Gregory Alan Isakov – vocals, electric guitar, acoustic guitar, banjo, piano, organ, mellotron, juno, moog, rhodes, wurlitzer, orcoa, drums, ukulele, bass, god noises


Gastmusiker:

Bonnie May Pine – saw, background vocals
Julie Davis – background vocals
Steve Varney – electric guitar, banjo, electronic drums, background vocals
Jeb Bows – violin, viola, background vocals
Philip Parker – cello, background vocals
John Paul Grigsby – upright bass, electric bass, background vocals
Max Barcelow – drums, percussion, background vocals
Rachel Sliker – violin, viola, background vocals
Andrew Berlin – god noises, drums, percussion, rhodes, background vocals
background vocals – background vocals
Ashlei Priest – background vocals on "Powder"
Jamie Mefford – god noises, moog, rhodes, electric guitar, juno, drums 
Jesse Bates – pedal steel
Nick Forster – pedal steel, lap steel
Ilan Isakov – rhodes, wurlitzer
Lauren Jacobson – casio, choral member on "Too Far Away"


Label: Suitcase Town Music


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Folk, Pop


Trackliste:

1. Berth (4:53)
2. San Luis (4:32)
3. Southern Star (2:19)
4. Powder (3:12)
5. Bullet Holes (3:29)
6. Was I Just Another One (2:57)
7. Caves (4:49)
8. Chemicals (3:19)
9. Dark, Dark, Dark (2:59)
10. Too Far Away (3:24)
11. Where You Gonna Go (4:01)
12. Wings In All Black (3:43)

Gesamtspieldauer: 43:42



Gregory Alan Isakov ist ein Musiker, der am 19. Oktober 1979 in Johannesburg, Südafrika, geboren wurde. Aufgrund der Apartheitspolitik in seinem Geburtsland wanderte seine Familie 1986 in die Vereinigten Staaten aus und somit wuchs er ab dieser Zeit in Philadelphia, Pennsylvania, auf. Sein erstes Album mit dem Titel „Rust Colored Stones“ veröffentlichte er im Jahr 2003 noch selbst. Inzwischen sind unter seinem Namen bereits sieben Studioalben erschienen. Das letzte dieser Reihe heißt „Evening Machines“ und wurde am 4. Oktober 2018 auf dem Plattenlabel Suitcase Town Music veröffentlicht.

Auf „Evening Machines“ hört man Folk, der durchaus abwechslungsreich instrumentiert ist, also nicht nur auf den Gesang und die Gitarre reduziert wird. Selbstverständlich hört man, wie fast immer bei US-amerikanischen Künstlern in diesem musikalischen Genre, auch mal eine Lap Steel Gitarre, die das Western Feeling so ein klein wenig ankurbelt. Doch ist die Musik von Gregory Alan Isakov weit davon entfernt im Country- und Western-Bereich zu fischen, das Genre ist eindeutig jenes des Folks. Und so hört man auf dieser Scheibe insgesamt zwölf Titel, alle in eher gemäßigtem Tempo gehalten, die nachdenklich bis melancholisch klingen. Musik, die bestens zu der eher dunklen Jahreszeit passt.

Alles auf „Evening Machines“ klingt eingängig und nett, ohne jedoch allzu sehr über diesen Status „nett“ hinauszukommen. Sicherlich findet man kein schlechtes Lied auf diesem Album, etwas Herausragendes allerdings auch nicht. So oder so ähnlich hat man modernen Folk bereits schon öfters gehört. Alles klingt irgendwie gut auf dieser Platte, die dann aber doch nur einfach so durchläuft. War da denn was? Auf jeden Fall kann man diese Platte gut in einem Zug durchhören, der Stil wird wenig bis gar nicht variiert. Immer ist es sanfter Folk, der maximal an der einen oder anderen Stelle bis in das Mid-Tempo hineinreicht. Bereits beim ersten Mal des Hörens waren mir zwei Nummern aufgefallen, die auch noch nach mehreren Durchläufen meine Favoriten geblieben sind. Es sind die Lieder „Caves“ und „Where You Gonna Go“. Ersteres beginnt zumindest etwas flotter, zweitgenanntes Lied ist eines der ruhigsten des ganzen Albums. Doch beide Nummern gehen eben schnell ins Ohr und besitzen einen gewissen Wiederkennungswert.

Fazit: Natürlich ist das „Jammern“ auf hohem Niveau und „Evening Machines“ ist weiß Gott kein schlechtes Album geworden. Doch ist es leider auch keines, welches allzu große Spuren hinterlassen wird. Allerdings, wenn man sich nach einem anstrengenden Tag ausruhen möchte, sich auf das Sofa drapiert, die Kopfhörer aufsetzt und „Evening Machines“ von Gregory Alan Isakov hört, dann wird man auch Entspannung finden. Manch eine oder einer wird dabei auch einschlafen, aber zumindest entspannt. Neun Punkte.

Anspieltipps: Caves, Where You Gonna Go



Sonntag, 2. Dezember 2018

Dear Reader – Day Fever




Dear Reader – Day Fever


Besetzung:

Cherilyn MacNeil – vocals, various keyboard instruments and guitars


Gastmusiker:


John Vanderslice – synthesizer, synthesizer programming
Adam Theis – horns
Ben Goldburg – clarinet
Nate Blaz – cello
Jason Slota – drums
Andrew Maguire – percussion
James Riotto – bass, synthesizer programming
Sami Perez – vocals
Medeline Kenney – vocals
Carly Bond – vocals
Inés Beltranena – vocals
Lindy Groening – vocals
Erika Wilson – vocals
Rebecca Edwards – vocals


Label: City Slang


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Alternative Pop, Art Pop


Trackliste:

1. Oh, The Sky! (4:51)
2. Tie Me To The Ground (3:17)
3. So Petty So Pathetic (2:40)
4. Mean Well (4:08)
5. Wake Him (2:35)
6. Placate Her (3:35)
7. If Only Is (3:11)
8. I Know You Can Hear It (3:29)
9. Nothing Melodious (4:04)
10. Then, Not Now (3:20)
11. The Run (3:20)

Gesamtspieldauer: 38:35



„Day Fever“ heißt das vierte Studio-Album von Dear Reader, hinter dem sich die Südafrikanerin Cherilyn MacNeil verbirgt. „Day Fever“ erschien am 24. Februar im Jahr 2017 auf dem Plattenlabel City Slang und enthält, wie die Vorgängerplatte „Rivonia“ elf Lieder, die sich im Bereich des Alternative Pop bis hin zum Art Rock bewegen.

Nicht nur bezüglich der Anzahl der Lieder und der Laufzeit des Albums ähneln sich diese beiden Platten. Auch auf „Day Fever“ gibt es häufiger eher klassische Instrumente zu hören, diese werden allerdings dieses Mal manchmal von sehr synthetischen Tönen des Keyboards beziehungsweise Synthesizers begleitet. Viele schöne Vokal-Arrangements erklingen ebenfalls auf „Day Fever“ und die allermeisten Lieder des Albums gehen schnell ins Ohr, klingen melodiös und eingängig. Die Musik der Cherilyn MacNeil ist wahrlich eine besondere und außergewöhnliche. Lieder, die aus dem Rahmen fallen, spannend in Szene gesetzt wurden und dabei immer wieder Überraschungen für die Hörerin und den Hörer parat halten. Das klingt auch durchaus durchgängig überzeugend, lediglich der Titel „Then, Not Now“ fällt da unangenehm aus der Reihe. In einigen Passagen klingt das Lied gewollt übersteuert und verzerrt und zerrt damit mehr an den Nerven, als dass es ein gelungenes Stilmittel wäre.

Sehr viel schöner sind da schon die Lieder an zweiter und dritter Stelle der Platte geraten. „Tie Me To The Ground“ und „So Petty So Pathetic“ heißen die beiden Höhepunkte auf „Day Fever“. „Tie Me To The Ground“ klingt durch seine Gesangsarrangement fast schon skurril und dabei trotzdem restlos eingängig. „So Petty So Pathetic“ ist für mich der Ohrwurm der Platte. Beginnend mit sanften Piano-Klängen, zu der die helle Stimme der Cherilyn MacNeil ertönt, bleibt die Instrumentierung eher im Hintergrund. Rhythmusgeräusche, die gar nicht zum Rest des Liedes passen wollen, runden den außergewöhnlichen Eindruck ab. Da auch die restlichen Lieder sanft und melodiös das Ohr umspielen, steht dem Musikgenuss nichts mehr im Wege.

Fazit: Auch die vierte Scheibe der Cherilyn MacNeil alias Dear Reader mit dem Titel „Day Fever“ ist ein außergewöhnliches und sehr eingängiges Album geworden. Man hört darauf zumeist sanfte und leise Musik, mit etwas mehr elektronischer Unterstützung als zuvor und dadurch vielleicht nicht mehr ganz so melodiös wie der Vorgänger „Rivonia“. Allerdings kann dies die eine oder der andere durchaus auch anders sehen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Tie Me To The Ground, So Petty So Pathetic, Placate Her



Samstag, 1. Dezember 2018

Cliff Richard – Cliff At Christmas




Cliff Richard – Cliff At Christmas


Besetzung:

Cliff Richards – vocals


Gastmusiker:

Dave Arch – orchestration
Pete Beachill – trombone
Mike Brignardello – bass
Stuart Brooks – trumpet
Chris Cameron – orchestral arrangements
Alex Charles – background vocals
Lizzie Deane – background vocals
Timothy Eames – programming
Hazel Fernandez – background vocals
Pete Gordeno – keyboards
John Hammond – drums
Mike Haughton – saxophone
Stephen Hussey – orchestral arrangements, strings
Dave Laudat – background vocals
Lee McCutcheon – programming
Jerry McPherson – guitar
John McPherson – guitar
Michael Mellett – background vocals
Paul Moessl – keyboards
The Nashville String Machine – strings
Amanda Omartian – background vocals
Michael Omartian – keyboards
Phil Palmer – guitar
Jeff Richman – guitar
Anne Skates – vocal arrangement, vocal director
Kara Tualatai – background vocals
Urban Soul Orchestra – horn, strings
Michelle Wolf – background vocals
Gavyn Wright – orchestra leader


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Pop


Trackliste:

1. Have Yourself A Merry Little Christmas (4:16)
2. Mistletoe & Wine (4:05)
3. Walking In The Air (4:19)
4. Little Town (4:08)
5. Mary’s Boy Child (with Helmut Lotti) (3:38)
6. Christmas Is Quiet (4:20)
7. Let It Snow (3:33)
8. Saviour’s Day (4:53)
9. White Christmas (3:16)
10. Silent Night (5:28)
11. Santa’s List (4:39)
12. When A Child Is Born (3:35)
13. Come To Us (4:33)
14. The Christmas Song (Merry Christmas To You) (4:12)
15. We Should Be Together (4:25)
16. Winter Wonderland (2:53)
17. The Millennium Prayer (4:39)

Gesamtspieldauer: 1:11:01




Am 17. November 2003, passend zur Vorweihnachtszeit, erschien das 35. Studio-Album des englischen Sängers Cliff Richard mit dem Titel „Cliff At Christmas“ auf dem Plattenlabel EMI. Darauf zu hören sind acht neue Titel sowie neun bereits veröffentlichte Stücke des Cliff Richard. Darunter sind auch Cliff Richards Interpretationen von bekannten Weihnachtsliedern wie „White Christmas“ oder „Silent Night“.

Diese Platte stellt eine sehr seltsame Zusammenstellung mehr oder weniger stimmungsvoller Lieder dar, die das Thema „Weihnachten“ beinhalten. Die Lieder sind dabei manchmal mit klassischen Instrumenten eingespielt worden, manchmal mit dem Keyboard. Das klingt dabei mitunter fast schon grausam, wenn man die englische Version von „Stille Nacht, Heilige Nacht“ mit synthetischen Beats versehen hört. Unfassbar schlecht. In weihnachtliche Stimmung wird man beim Hören der Platte kaum verfallen, da sich sanftere mit poppigeren Liedern abwechseln und vermischen. Das klingt alles künstlich, synthetisch und es tut einem fast leid um so manches Weihnachtslied. Cliff Richard baut hier keine weihnachtliche Stimmung auf, er zerstört sie auf brutale Art und Weise.

Einzig das poppig bis rockige „Walking In The Air“ kann auf „Cliff At Christmas“ gefallen. Allerdings ist das wiederum ein Lied, welches absolut null weihnachtliche Atmosphäre verströmt, sondern in seinem sich langsam aufbauenden Bombast, wie ein eingängiges und poppiges Lied klingt, welches zu jeder Jahreszeit aus dem Radio erklingen könnte. Ansonsten wird es wahrlich schwer, auf dieser Scheibe noch etwas Nettes oder Schönes oder Stimmungsvolles zu entdecken. Um an dieser Stelle überhaupt noch Lieder zu erwähnen, die ein winziges bisschen gelungener klingen und deutlich weniger peinlich sind, seien hier noch die beiden Nummern „Little Town“ und „Santa’s List“ angeführt.

Fazit: „Cliff At Christmas“ ist eine Platte, die einem die Vorweihnachtszeit oder gar den Heiligen Abend so richtig zerstören kann. Wie man glauben kann, Weihnachtslieder auf dem Keyboard im synthetischen Klang einspielen zu können, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Jeder deutsche Kirchenchor erzielt hier mehr Atmosphäre. Doch den Engländern schien es tatsächlich zu gefallen. Sie lieben ihren Cliff eben. Im Jahr 2017 war es immer noch das „Weihnachts-Album“, welches sich in Großbritannien im 21. Jahrhundert am drittbesten verkaufte. Ganze 408.000 Mal passierte das. Ein Punkt.

Anspieltipps: Walking In The Air



Freitag, 30. November 2018

Man – Do You Like It Here Now, Are You Settling In?




Man – Do You Like It Here Now, Are You Settling In?


Besetzung:

Michael “Micky” Jones – electric guitar, acoustic guitar, vocals
Roger “Deke” Leonard – electric guitar, acoustic guitar, vocals
Clive John – organ, piano, vocals
Martin Ace – bass guitar, acoustic guitar, vocals
Terry Williams – drums


Label: Parlophone


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Psychedelic Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Angel Easy (5:02)
2. All Good Clean Fun (4:34)
3. We’re Only Children (8:31)
4. Many Are Called, But Few Get Up (7:29)
5. Manillo (5:17)
6. Love Your Life (9:05)

Gesamtspieldauer: 40:00




Lediglich neun Monate nach dem dritten und selbstbetitelten Album veröffentlichte die walisische Rockband Man im November 1971 bereits ihr viertes Studioalbum mit dem nun etwas länger geratenen Titel „Do You Like It Here Now, Are You Settling In?“. Ursprünglich erschien die Platte auf dem Label United Artists, wurde bereits mehrmals wiederveröffentlicht und liegt inzwischen auch in einer durchaus gelungenen remasterten Version vor.

Ist „Angel Easy“ noch eher ein relativ gewöhnlicher und auch uninteressanter Rocker, wird „Do You Like It Here Now, Are You Settling In?“ spätestens mit dem zweiten Lied „All Good Clean Fun“ zu einem guten Album. Waren auf der vorherigen Platte noch Country-Passagen, Rock’n’Roll-Anleihen und experimentelle Einlagen a la Pink Floyd zu hören, so werden einem auf „Do You Like It Here Now, Are You Settling In?“ als Zutaten eine Prise Skurrilität, ein paar psychedelische Takte und immer wieder längere progressive Abschnitte geboten. Insgesamt klingt dieses vierte Album der Waliser deutlich geschlossener, als noch der Vorgänger. Die einzelnen Lieder sind abwechslungsreich, entwickeln sich in ihrem Verlauf und die Band legt bei diesem Album großen Wert auf die Eingängigkeit ihrer Kompositionen. Die einzelnen Stücke klingen allesamt sehr melodiös und gehen schnell ins Ohr.

„Many Are Called, But Few Get Up” ist eine klasse Nummer ganz im Stile des Progressive Rock der frühen 70er Jahre. Weitere Höhepunkte sind das wunderschön abwechslungsreiche und sich steigernde „We’re Only Children“, das sanfte und eher unspektakuläre „Manillo“, welches allerdings mit seinen schönen Harmonien punkten kann. Schließlich soll an dieser Stelle auch nicht der letzte Titel des Albums unerwähnt bleiben. „Love Your Life“ ist das längste Lied des Albums und nicht aufgrund dieser Tatsache ein weiterer Höhepunkt auf „Do You Like It Here Now, Are You Settling In?“. Das liegt eher an den verschiedenen Teilen, den Rhythmus- und Tempowechseln, der Melodiösität und überzeugenden Soloeinlagen. Und schon sind fast alle Lieder der Platte aufgezählt, die auch heute noch lohnenswert klingt und beim Hören Freude macht.

Fazit: Mit „Do You Like It Here Now, Are You Settling In?“ gelang der walisischen Band Man ein überzeugendes Progressive Rock Album ganz in der Tradition der frühen 70er Jahre. Die Musik auf der Scheibe ist abwechslungsreich und eingängig zugleich. An keiner Stelle des Albums mag dabei Langweile aufkommen, dafür vermittelt die Platte jede Menge gute Unterhaltung. Elf Punkte.

Anspieltipps: We’re Only Children, Manillo, Love Your Life



Donnerstag, 29. November 2018

Bob Dylan – The Freewheelin’ Bob Dylan




Bob Dylan – The Freewheelin’ Bob Dylan


Besetzung:

Bob Dylan – acoustic guitar, harmonica, vocals


Gastmusiker:

Howie Collins – guitar on "Corrina, Corrina"
Leonard Gaskin – double bass on "Corrina, Corrina"
Bruce Langhorne – guitar on "Corrina, Corrina"
Herb Lovelle – drums on "Corrina, Corrina"
Dick Wellstood – piano on "Corrina, Corrina"


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1963


Stil: Folk


Trackliste:

1. Blowin‘ In The Wind (2:49)
2. Girl From The North Country (3:23)
3. Masters Of War (4:38)
4. Down The Highway (3:32)
5. Bob Dylan‘s Blues (2:28)
6. A Hard Rain‘s A-Gonna Fall (6:53)
7. Don‘t Think Twice, It‘s All Right (3:41)
8. Bob Dylan‘s Dream (5:02)
9. Oxford Town (1:50)
10. Talkin‘ World War III Blues (6:27)
11. Corrina, Corrina (2:44)
12. Honey, Just Allow Me One More Chance (2:00)
13. I Shall Be Free (4:47)

Gesamtspieldauer: 50:19



„The Freewheelin‘ Bob Dylan“ nannte der US-amerikanischen Singer-Songwriter Bob Dylan sein zweites Studioalbum, das am 27. Mai 1963 auf dem Plattenlabel Columbia Records veröffentlicht wurde. Während sein selbstbetiteltes Debütalbum Bob Dylan nur zwei eigene Lieder enthielt, stellt „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ den Beginn von Alben dar, auf denen Bob Dylan zeitgenössische Texte zu traditionellen Melodien wiedergibt. Elf der dreizehn Songs auf dem Album sind Dylans Eigenkompositionen – zumindest vom Text her. Das Album beginnt mit „Blowin‘ In The Wind“, ein Lied, welches zur Hymne der 1960er Jahre wurde, und einen internationalen Hit für das Folk-Trio Peter, Paul & Mary kurz nach der Veröffentlichung von „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ darstellte.

„The Freewheelin‘ Bob Dylan“ erreichte in den USA Platz 22 der Charts und kletterte 1964 in Großbritannien bis auf Platz 1. Im Jahr 2003 wurde das Album auf der Liste der 500 größten Alben aller Zeiten des Rolling Stone Magazine auf Platz 97 geführt. Das Album enthält mehrere andere Songs, die ebenfalls zu Bob Dylans Klassikern der Folkszene der 1960er Jahre gehören:  „Girl From The North Country“, „Masters Of War“, „A Hard Rain‘s A-Gonna Fall“ und „Don‘t Think Twice, It‘s All Right“. Ein weiterer Höhepunkt der Scheibe ist das Lied „Bob Dylan‘s Dream“. In all diesen Titeln hört man Bob Dylan in sehr typischer Art und Weise, welche ihn und seine Musik berühmt werden ließ. Folk Musik, sehr sanft gehalten und bis auf eine Ausnahme nur von ihm selbst instrumentiert. Sein Gesang, die akustische Gitarre und ab und an die Mundharmonika, das ist es, was die Lieder auf „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ ausmachen.

Die Musik ist zumeist traditionell und von Bob Dylan überarbeitet worden, die Texte sind für die damalige Zeit durchaus sehr besonders. Denn auf diesem Album gibt es keine Liebeslieder mehr zu hören, Bob Dylan erzählt Geschichten, singt über Missstände, über Dinge, die ihn nachdenklich machen. Das alles wiederum sehr einfühlsam und mit Tiefgang und zu keiner Zeit platt. Diese Kombination gab es in den frühen 60er Jahren noch nicht, sodass „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ durchaus etwas Besonderes darstellt – auch wenn das für die heutige Zeit nicht mehr unbedingt gilt. Doch war Bob Dylan hier ganz klar ein Vorreiter für viele Musikerinnen und Musiker. Musikalisch lassen die Lieder im Laufe des Albums leider stark nach. Die zweite Plattenseite besitzt längst nicht mehr diese Eingängigkeit und Melodiösität wie die ursprünglich erste LP-Seite. Für die Texte gilt dies allerdings nicht, die sind durchgängig lohnenswert gehört zu werden.

Fazit: Folk, eingängig und mit Texten versehen, die zum Nachdenken anregen. Das ist die Musik, die man auf „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ zu hören bekommt. Die Lieder sind dabei häufig traditionell, wie zum Beispiel das Lied „Blowin‘ In The Wind“, welches auf das Spiritual „No More Auction Block“ zurückgeht. Die Texte stammen dagegen von Bob Dylan selbst und in Kombination wirkt diese Musik beeindruckend. Zumeist klingt das sehr eingängig und diese Platte stellt ein Zeitdokument der modernen populären Musik dar. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Girl From The North Country, Masters Of War, Bob Dylan‘s Dream



Mittwoch, 28. November 2018

Caligula’s Horse – In Contact




Caligula’s Horse – In Contact


Besetzung:

Jim Grey – lead vocals
Adrian Goleby – guitar
Dave Couper – bass
Josh Griffin – drums
Sam Vallen – lead guitar, everythimng else


Gastmusiker:

Jørgen Munkeby – guest saxophone and backing vocals on "Graves"
Jake Morton – additional screamed, shouted and sung vocals
John Grey – additional screamed, shouted and sung vocals
Mitch Legg – additional screamed, shouted and sung vocals
Rick Collins – additional screamed, shouted and sung vocals
Sam Grey – additional screamed, shouted and sung vocals
Zac Greensill – additional screamed, shouted and sung vocals
Zak Muller – additional screamed, shouted and sung vocals


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2017


Stil: Alternative Rock, Progressive Metal


Trackliste:

To The Wind

1. Dream The Dead (8:09)
2. Will's Song (Let The Colours Run) (4:42)
3. The Hands Are The Hardest (4:26)
4. Love Conquers All (2:21)

The Caretaker

5. Songs For No One (7:43)
6. Capulet (3:23)

Ink

7. Fill My Heart (6:42)
8. Inertia And The Weapon Of The Wall (2:57)
9. The Cannon‘s Mouth (5:56)

10. Graves (15:31)

Gesamtspieldauer: 1:01:54




„In Contact“ nannte die australische Progressive Metal Band Caligula’s Horse ihr inzwischen bereits viertes Studioalbum. „In Contact“ wurde am 15. September 2017 auf dem Plattenlabel InsideOut Music veröffentlicht und die Band schreibt selbst über ihr Werk, dass „In Contact“ ihr bisher ehrgeizigstes und progressivstes Werk geworden sei. Neben ihrem zweiten Album „The Tide, The Thief & River‘s End“ ist „In Contact“ auch das zweite Konzeptalbum der Band. Vier separate Kapitel („To The Wind“, The Caretaker“, „Ink“ und „Graves“) sind auf „In Contact“ vier separaten Individuen und deren ganz „persönlichen Reisen“ gewidmet und wie sich diese durch die Kunst ausdrücken. Was etwas kryptisch klingt, wird auch durch das Studium der einzelnen Texte nicht viel klarer. Nun, etwas lediglich Angedeutetes lässt natürlich viel Spielraum für Interpretationen, somit wird jeder in den Texten etwas für sich finden oder darin lesen können. Geschrieben wurden die einzelnen Lieder erneut durch das Duo Jim Grey und Sam Vallen.

Musikalisch ist „In Contact“ eine Reise durch das Genre des Progressive Metal mit diversen Ausflügen in eher unspektakulärere Alternative Rock Gefilde. Von rasanter Geschwindigkeit bis zu längeren, fast schon elegischen Passagen, wird der Hörerin und dem Hörer einiges auf „In Contact“ geboten. Da krachen die Gitarren mal stakkato-mäßig aus den Boxen, ein anderes Mal klingen sie sanft, luftig, befreit und natürlich akustisch. Alles ist perfekt miteinander verbunden, geht ineinander über, wird erneut aufgegriffen und doch wieder fallengelassen. Das passt, macht Spaß beim Hören und Langeweile kommt hier niemals auf.

Besonders gelungen klingen die beiden Lieder „Fill My Heart“ sowie „Graves“, in denen die Komplexität und auch die Spielfreude der australischen Musiker besonders gut zur Geltung kommt. Wunderschöne, das Ohr umschmeichelnde Melodien neben jeder Menge Druck auf dem Kessel, der in Form von harten Gitarrensalven entlassen werden möchte und auch wird. Gerade diese Abwechslung in der Musik von Caligula’s Horse, welche an keiner Stelle konstruiert, sondern vielmehr gewachsen klingt, machen dieses Album zu einer lohnenden Platte.

Fazit: Die Mischung passt auf „In Contact“ von Caligula’s Horse. Progressive Metal und Alternative Rock gibt es auf dem Album in vielen Ausprägungen zu hören. Die Lieder nehmen verschiedene Wendungen, mit den Atmosphären, Tempi und Rhythmen spielen die Musiker sehr kreativ. Zu vertrackt klingen die einzelnen Titel dabei jedoch nie, die Melodie wird niemals über Bord geworfen, selbst in den härteren Passagen klingen die Australier noch eingängig. Sicher lohnend für alle Freundinnen und Freunde des melodischen Progressive Metal. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Fill My Heart, Graves



Dienstag, 27. November 2018

Pain Of Salvation – 12:5




Pain Of Salvation – 12:5


Besetzung:

Daniel Gildenlöw – lead vocals, acoustic guitar
Fredrik Hermansson – grand piano, harpsichord
Johan Hallgren – acoustic guitar, backing vocals
Johan Langell – drums, backing vocals
Kristoffer Gildenlöw – acoustic bass, cello, backing vocals


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Progressive Metal


Trackliste:

Book I: Genesis

1. Brickwork Part I (Leaving Entropia T5 A) (5:44)
2. Brickwork Part II (This Heart of Mine T5) (2:35)
3. Brickwork Part III (Song for the Innocent T5) (1:23)
4. Brickwork Part IV (Descend 1) (0:37)
5. Brickwork Part V (Leaving Entropia T5 B) (0:48)

Book II: Genesister

6. Winning a War T5 (7:52)
7. Reconciliation T5 (4:22)
8. Dryad of the Woods T5 (5:37)
9. Oblivion Ocean T5 (5:18)
10. Undertow T5 (5:46)
11. Chain Sling T5 (4:25)

Book III: Genesinister

12. Brickwork Part VI (Ascend 1) (1:39)
13. Brickwork Part VII (Ascend 2) (1:19)
14. Brickwork Part VIII (Second Love) (4:12)
15. Brickwork Part IX (Ashes T5) (5:12)
16. Brickwork Part X (Descend 2) (3:51)

Gesamtspieldauer: 1:00:48



„12:5“ heißt das erste Live-Album der schwedischen Band Pain Of Salvation. Es wurde am 23. Februar 2004 auf dem Plattenlabel InsideOut Music veröffentlicht und während eines Konzertes in der Heimatstadt der Band, Eskilstuna, am 12. Mai 2003 aufgenommen. Daher auch der Album-Titel „12:5“. Während des Auftritts, der vor Freunden und Verwandten stattfand, kamen nur akustische Instrumente zum Einsatz, es ist also ein reines „unplugged“ Album geworden. „12:5“ enthält Nummern von drei der vier bisher veröffentlichten Studio-Alben der Band. Lediglich Lieder von „One Hour By The Concrete Lake“ sucht man darauf vergebens.

Die Lieder auf „12:5“ sind keineswegs die ursprünglichen Studio-Versionen, die lediglich mit akustischen Instrumenten eingespielt wurden. Die meisten Titel wurden neu arrangiert und haben zusätzlich neue Teile erhalten, die mitunter über die ursprünglichen Passagen gelegt wurden. Das klingt mitunter ganz interessant, zum Teil leider auch etwas selbstverliebt, manches Mal sogar recht zerstückelt. Somit kann die Musik der Schweden einen nicht mehr ganz so einfangen, wie wenn sie im Bombast schwelgt.

Selbstverständlich klingen die Nummern durch den gewählten Ansatz allesamt deutlich sanfter und weniger rockig, obwohl an manchen Stellen das Tempo trotzdem etwas angezogen wird. Im Zentrum steht oft der Gesang, bei dem Daniel Gildenlöw die ganze Breite seiner Stimme ausleben darf. Doch es gibt auch sehr viele mehrstimmige Passagen zu hören, die ebenfalls sehr gelungen klingen. Trotzdem, um diese Musik wohl wirklich genießen zu können, muss man wahrscheinlich eher ein großer Pain Of Salvation-Fan sein, denn ansonsten klingt das in seiner Gesamtheit maximal noch „ganz nett“, manches Mal sogar etwas gequält. Um diese Band zu schätzen, braucht man das Album „12:5“ nicht, denn die Lieder klingen im Original einfach besser.

Fazit: Wenn man ein Live-Album aus lediglich drei Alben „zimmern” möchte, sollte man sich wahrlich etwas überlegen. Das haben die Musiker von Pain Of Salvation getan, ihre Lieder umarrangiert, mit neuen Aspekten versehen und sogar akustisch eingespielt. Für Fans sicher ein Erlebnis und eine Ausweitung ihrer Lieblingsmusik. Für andere eher überflüssig, da die Musik im Original einfach kraftvoller und auch gelungener klingt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Brickwork Part I (Leaving Entropia T5 A), Brickwork Part VII (Ascend 2)



Montag, 26. November 2018

Riverside – Wasteland




Riverside – Wasteland


Besetzung:

Mariusz Duda – vocals, electric and acoustic guitars, bass, piccolo bass, banjo, guitar solo on "Lament" and "Wasteland"
Piotr Kozieradzki – drums
Michał Łapaj – keyboards and synthesizers, rhodes piano and hammond organ, theremin on "Wasteland"


Gastmusiker:

Maciej Meller – guitar solo on "Acid Rain" - Part II. Dancing Ghosts", "Guardian Angel", "The Struggle For Survival - Part II. Battle Royale" and "River Down Below"
Michał Jelonek – violin on "The Day After", "Lament", "Wasteland" and "The Struggle For Survival - Part II. Battle Royale"
Mateusz Owczarek – guitar solo on "Vale Of Tears"


Label: InsideOut Music


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Progressive Rock, Art Rock


Trackliste:

1. The Day After (1:48)
2. Acid Rain (6:02)
Part I. Where Are We Now?
Part II. Dancing Ghosts
3. Vale Of Tears (4:48)
4. Guardian Angel (4:24)
5. Lament (6:10)
6. The Struggle For Survival (9:31)
Part I. Dystopia
Part II. Battle Royale
7. River Down Below (5:43)
8. Wasteland (8:27)
9. The Night Before (4:08)

Bonus Track der Ltd. CD Mediabook Ausgabe:

10. River Down Below (Edit) (4:25)

Gesamtspieldauer: 55:31



„Wasteland“ heißt das siebte Studioalbum der polnische Progressive Rock Band Riverside. Das Album ist gleichzeitig die erste Scheibe, die nach dem überraschenden Tod des Gitarristen der Band, Piotr Grudziński, der am 4. März 2016 am plötzlichen Herztod verstarb, veröffentlicht wurde. „Wasteland“ erschien am 28. September 2018 auf dem Plattenlabel InsideOut Music und ist angefüllt mit spannender Musik, die über sehr viel Abwechslung verfügt.

„Wasteland“ klingt sentimental, „Wasteland“ klingt melancholisch und „Wasteland“ klingt auch manches Mal traurig. Und dabei geht die Musik auf „Wasteland“ ins Ohr. Wunderschöne Melodien lassen sich auf diesem Album entdecken, welches nicht besonders tief im Progressive Rock wurzelt, seine Abwechslung aus verschiedenen Stimmungen und Atmosphären, Tempi und Rhythmen bezieht. Über allem schwebt allerdings diese leicht düstere Eingängigkeit der Musik, die sich schnell und konsequent im Ohr festsetzt und deren Melodien sich dort tief eingraben. Und genau das ist auch die Stärke dieses Albums, welches in wunderschönen Harmonien schwelgt, in die tief einzutauchen lohnt. Natürlich wird auch mal ordentlich gerockt, „Vale OF Tears“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie Riverside sanfte Melodien und harten Rock zusammen in Einklang bringt, sodass alles erst richtig zu wirken scheint. Das klingt sehr überzeugend. Der Abwechslungsreichtum wird zudem sehr groß geschrieben auf „Wasteland“. Es ist nicht nur der Rock, der hier in sich variiert wird, auf diesem Album bekommen Hörerin wie Hörer auch sanfte slawische Einschübe zu Gehör und selbst Fans der Italo Western, mit der Musik von Ennio Morricone, wird ein leichtes Lächeln auf die Lippen gezaubert werden.

Die Höhepunkte auf „Wasteland“ heißen „Lament“, „Wasteland“ und „The Night Before“. Auch bei diesen Stücken spielt Mariusz Duda mit seiner Band mit den Atmosphären und dies so überzeugend, dass man sich sehr einfach auf diese Musik einlassen kann und darin aufzugehen vermag. Allerdings sind dies nur drei Beispiele von insgesamt neun Titeln, die auf ihre Art und Weise alle zu überzeugen wissen und einfach gefallen, wenn man auf solch Genres wie Art Rock oder auch Progressive Rock steht. Der Anteil an progressiven Passagen auf „Wasteland“ ist dabei zugegebenermaßen relativ limitiert, wenn auch die Ansätze bezüglich Komplexität von Rhythmus und Melodie immer wieder ansatzweise zu hören sind. Aber eben lediglich ansatzweise. Doch macht das nichts, das Genre spielt keine Rolle, denn „Wasteland“ klingt einfach überzeugend, egal welchem Genre die Musik angehört.

Fazit: Das siebte Album der polnischen Band Riverside klingt zum einen sehr melancholisch und reicht bis hin zu richtiggehend traurig klingenden Passagen. Doch die Musik packt in all ihrer Abwechslung, in den vielen unterschiedlichen Stimmungen und Passagen, die man auf diesem Album geboten bekommt. Über allem stehen dabei die eingängigen Melodien, die in jedem Titel enthalten sind und einfach schön und einnehmend klingen. Gerockt wird auf „Wasteland“ und die Platte enthält ebensolche Passagen zum Innehalten. Einfach gelungen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Lament, Wasteland, The Night Before



Sonntag, 25. November 2018

The Cure – Faith




The Cure – Faith


Besetzung:

Robert Smith – vocals, guitars, keyboards
Simon Gallup – bass
Lol Tolhurst – drums


Label: Fiction Records


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: Gothic Rock, New Wave


Trackliste:

1. The Holy Hour (4:26)
2. Primary (3:39)
3. Other Voices (4:23)
4. All Cats Are Grey (5:27)
5. The Funeral Party (4:14)
6. Doubt (3:11)
7. The Drowning Man (4:49)
8. Faith (6:43)

Gesamtspieldauer: 36:57




„Faith“ heißt das dritte Studioalbum der britischen Gothic Rock- und New Wave Band The Cure, welches am 14. April 1981 auf dem Plattenlabel Fiction Records veröffentlicht wurde. Die Platte wurde ein kommerzieller Erfolg in Großbritannien, erreichte dort Platz 14 der Album-Charts und hielt sich insgesamt acht Wochen in diesen. Sie wurde auch von den Kritikern überwiegend gut aufgenommen. Die zuvor ausgekoppelte Single „Primary“ erreichte Position 25 der Charts.

„Faith“ klingt düster und dunkel, wie bereits der Vorgänger „Seventeen Seconds“. Diese musikalische Atmosphäre sollte auch noch auf dem Nachfolgealbum „Pornography“ im Mittelpunkt stehen. Die etwas marode Stimmung der Musik, die mal mehr von der Gitarre, mal mehr vom Keyboard dominiert wird, wirkt durch den verzweifelt klingenden Gesang des Robert Smith noch ein wenig intensiver, durchdringender und packender. Und diese einmal eingeschlagene Stimmung auf „Faith“ wird vom ersten bis zum letzten Stück konsequent durchgezogen.

Somit kann das Album auch mehr mit Atmosphäre, denn mit eingängigen Liedern punkten. So richtig bleibt von den Stücken auf „Faith“ nämlich nichts hängen, auch wenn diese ganz bestimmt nicht schlecht oder langweilig klingen. Langeweile könnte jemand bezüglich der vorhandenen Atmosphäre empfinden, denn diese ändert sich über die Laufzeit des Albums nicht. Hat man diese allerdings für sich erschlossen, fällt es sehr viel leichter in die Musik einzutauchen. Diese zeigt bei mir mit den Titeln „The Funeral Party“ und vor allen Dingen „The Drowning Man“ ihre Höhepunkte. Doch das wird sicher jede und jeder wieder ganz anders sehen und vor allen Dingen hören.

Fazit: Ein dunkles Album ist „Faith“ von The Cure geworden, randvoll gefüllt mit eher sanftem Gothic Rock, der selten das Tempo anzieht. Die Stimmung auf der Platte bleibt von Anfang bis Ende eine sehr düstere. Dazu der Gesang des Robert Smith und fertig ist die Platte, die so perfekt in die dunkle Jahreszeit passt und nach den 80ern riecht. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Funeral Party, The Drowning Man



Samstag, 24. November 2018

Northern Lite – Back To The Roots




Northern Lite – Back To The Roots


Besetzung:

Andreas Kubat – Gesang
Sebastian Bohn – Keyboard, Synthesizer


Label: Una Music (Rough Trade)


Erscheinungsdatum: 2018


Stil: Elektro-Pop, Dance


Trackliste:

CD1:

1. Never Enough (5:16)
2. Do You Think Of Me (5:14)
3. Au Revoir (feat. Die Ruhe) (3:10)
4. Here You Go (4:12)
5. Freaks Out (3:28)
6. Falling (5:11)
7. I‘m So Glad (BTTR Version) (5:13)
8. Enjoy The Silence (Remastered) (4:02)
9. All In The Stars (4:57)
10. Old Times (3:55)
11. Au Revoir (feat. Die Ruhe) (Extended) (4:58)

CD2:

1. Right Now (5:13)
2. Hollywood Girl (5:14)
3. You Know Where (5:05)
4. Mistakes (4:39)
5. This Melodys (3:15)
6. A Million Ants (4:22)
7. Trusting Blind 2017 (5:39)
8. No Escape 2017 (5:27)

Gesamtspieldauer CD1 (49:40) und CD2 (38:58): 1:28:38



Seit dem Jahr 1999 veröffentlichen die Musiker der Band Nothern Lite, die ursprünglich aus Erfurt stammen, Alben. Im Jahr 2018 kann eine weitere Scheibe hinzu, die den Titel „Back To The Roots“ trägt. „Back To The Roots“ wird als Doppel-CD ausgeliefert und enthält als zweite CD eine bereits zuvor veröffentlichte EP. Das Album erschien am 13. Juli 2018 auf dem Plattenlabel Una Music.

Auf „Back To The Roots“ hört man Club Musik, die natürlich nichts mehr mit sogenannter „handgemachter“ Musik gemein hat. Beat über Beat, dazu elektronische Klänge, immer weiter nach vorne treibend, zum Tanzen animierend, sind hier zu vernehmen. Dazu der allerdings wahrlich gelungene Gesang des Andreas Kubat. Man muss solch Musik definitiv mögen, um dem Ganzen etwas abgewinnen zu können. Hier gibt es kein grau, nur schwarz oder weiß. Im Gegensatz zu anderer Musik, die auch mal im Hintergrund laufen kann, macht einen Northern Lite fertig oder begeistert.

Ich persönlich gehöre „leider“ etwas mehr zur ersten Fraktion der Musikhörer, mich treibt das zu Hörende auf „Back To The Roots“ eher in den Wahnsinn, denn in ein musikalisches Nirvana. Was man den Titeln allerdings ganz sicher nicht absprechen kann ist der Umstand, dass sie auf den Tanzflächen dieser Nation wirken und auch zur körperlichen Betätigung animieren. Tanzbar ist das alles, nur Zuhause gehört verliert die Musik ein klein wenig ihren Sinn.

Fazit: Elektro-Pop für die Tanzfläche hört man auf dem neuesten Album der Erfurter Band Northern Lite. Tanzbar ist das alles, ins Ohr geht deutlich weniger. Der Gesang überzeugt, der Rest ebenfalls weniger, weil man sich auf die Dauer der Laufzeit irgendwie mal nach einem akustischen Klang sehnt. Also auf und einfach mal die Tür laut knallen lassen! Doch auch dieses Geschepper wird wohl vom Beat auf „Back To The Roots“ geschluckt werden. So geht Rhythmus. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Never Enough, Here You Go, You Know Where



Freitag, 23. November 2018

The Temperance Movement – The Temperance Movement




The Temperance Movement – The Temperance Movement


Besetzung:

Phil Campbell – vocals
Luke Potashnick – guitars
Paul Sayer – guitars
Nick Fyffe – bass
Damon Wilson – drums


Label: Earache


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Blues Rock


Trackliste:

CD1:

1. Only Friend (4:28)
2. Ain‘t No Telling (3:51)
3. Pride (5:38)
4. Be Lucky (3:22)
5. Midnight Black (3:46)
6. Chinese Lanterns (3:21)
7. Know For Sure (4:12)
8. Morning Riders (3:39)
9. Lovers And Fighters (4:38)
10. Take It Back (3:03)
11. Smouldering (5:47)
12. Serenity (5:38)

CD2:

1. Ain‘t No Telling (Live from Glasgow) (4:54)
2. Take It Back (Live from Glasgow) (5:58)
3. Only Friend (Live from Lincoln) (7:03)
4. Midnight Black (Live from London) (4:20)
5. Lovers And Fighters (Live from Portsmouth) (9:59)

Gesamtspieldauer CD1 (51:30) und CD2 (32:17): 1:23:47



„The Temperance Movement“ sind eine britische Blues-Rockband, die 2011 von Sänger Phil Campbell und den Gitarristen Luke Potashnick und Paul Sayer gegründet wurde. Die Rhythmusgruppe besteht aus dem Bassisten Nick Fyffe und dem in Australien geborenen Schlagzeuger Damon Wilson. Die Bandmitglieder können auf viel Erfahrung zurückblicken, nachdem sie zuvor bereits mit Rooster, Ben‘s Brother, Jamiroquai, Ray Davies, The Waterboys und Feeder zusammengespielt haben. Im Jahr 2012 veröffentlichten „The Temperance Movement“ die EP „Pride“, ihr selbstbetiteltes Debütstudioalbum erschien am 16. September 2013 auf dem Plattenlabel Earache.

Wenn man „The Temperance Movement“ von The Temperance Movement hört, fühlt man sich in eine andere Zeit und vor allen Dingen an einen anderen Ort hin versetzt als aus der und dem, aus welcher und welchem die Musiker eigentlich kommen. Die Musik von The Temperance Movement klingt nach den 70er Jahren und zwar nach Blues Rock, zum Teil nach Rock’n’Roll, garniert mit einigen Country Einlagen. So hört man auf der Platte auch mal eine Slide Gitarre und fühlt sich insgesamt sehr viel eher in die USA des letzten Jahrhunderts versetzt, als nach Großbritannien, wo die Musiker im 21. Jahrhundert beheimatet sind. In der Musik von The Temperance Movement findet man dabei leider absolut nichts „Neues“. Gut, „Neues“ muss auch nicht immer sein, wenn ein Genre richtig überzeugend aufgearbeitet ist. Die Briten gehen in ihrer Musik auf, das hört man in jedem Takt, mit jedem Akkord. Allerdings lässt es das Album dadurch keinen Deut spannender werden. Alles, was es auf dem Debut-Album zu hören gibt, gab es bereits in diversen Ausführungen von anderen Bands zu hören. Zigfach. Dabei klingen die einzelnen Lieder zudem nicht eingängig, gehen nicht ins Ohr. Das Album läuft so durch und an dessen Ende fragt man sich: „War da was?“

Doch da war etwas. Nämlich ganz zum Schluss, der letzte Titel der Scheibe. „Serenity“ ist eine tolle Nummer, die langsam und fast schüchtern beginnt, sich im weiteren Verlauf immer weiter steigert und gegen Ende hin richtig gut rockt und jetzt dann wirklich begeistern kann. Der ganze Rest der Platte ist bluesiger Rock, der ganz bestimmt Freunde dieses Genres ein Lächeln auf das Gesicht zaubert und auch Nostalgiker begeistern kann. Mit der „Deluxe-Edition“ des Albums bekommt man eine zweite CD mitgeliefert, auf der die Spielfreude der fünf Musiker sehr viel besser zum Tragen kommt, beziehungsweise gehört und auch gefühlt werden kann. Jetzt machen The Temperance Movement deutlich mehr Spaß. Und wenn dann solch ein Titel wie „Take It Back“ in Anlehnung an ZZ Tops „Tush“ eröffnet wird, dann offenbaren die Briten auch ganz klar ihre Vorlieben und Vorbilder.

Fazit: „The Temperance Movement“ von The Temperance Movement ist eine Scheibe, die Freunde des Blues Rock ganz bestimmt mögen werden. Genau in der Tradition des Blues Rocks der 70er Jahre in den USA ist dieses Album gehalten. Etwas Eigenständiges vermisst man allerdings auf diesem Album, welches sehr viele Lieder enthält, die einfach so an einem vorbeiziehen. Die Musik geht nur selten ins Ohr und will dort schon mal gar nicht verbleiben. Aber natürlich werden Freundinnen und Freunde dieses Genres das selbstverständlich ganz anders sehen. Doch das Neue, das Besondere in der Musik von The Temperance Movement werden sie wohl auch kaum finden können. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Serenity