Donnerstag, 26. Januar 2012

The Killers – Hot Fuss





The Killers – Hot Fuss


Besetzung:

Brandon Flowers – vocals, keyboards, bass
Dave Brent Keuning – lead-guitar, backing vocals
Ronnie Vannucci Jr. – drums, percussion
Mark Stoermer – bass, rhythm-guitar, backing vocals


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Indie Rock, Pop Rock, Alternative


Trackliste:

1. Jenny Was A Friend Of Mine (4:04)
2. Mr. Brightside (3:42)
3. Smile Like You Mean It (3:55)
4. Somebody Told Me (3:17)
5. All These Things That I've Done (5:02)
6. Andy, You're A Star (3:14)
7. On Top (4:19)
8. Change Your Mind (3:11)
9. Believe Me Natalie (5:05)
10. Midnight Show (4:03)
11. Everything Will Be Alright (5:45)
12. Glamorous Indie Rock and Roll (4:17)




„Hot Fuss“, heißt das Debut der Killers, der Band mit dem schwachmatischen Namen. Und „Hot Fuss“ klingt überaus britisch, obwohl die vier Musiker in Las Vegas, Nevada zu Hause sind. Das mag vielleicht mit der Liebe einiger Bandmitglieder zur englischen Band „Oasis“ zusammenhängen. Auf „Hot Fuss“ ist Gitarrenrock zu hören, allerdings Keyboard dominierter Gitarrenrock, denn das Tasteninstrument spielt praktisch in jedem Song eine wichtige Rolle. Und „Hot Fuss“ klingt ein wenig nach den Achtzigern. Die Musik ist schwerlich einer bestimmten Band der damaligen Musikszene zuzuschreiben, allerdings die Stimmung der Lieder weckt Erinnerungen an dieses vergangene Jahrzehnt. Und so legten die vier Musiker mit „Hot Fuss“ eine Pop-Rock-Scheibe vor, wie sie bisher nur selten von einer amerikanischen Band zu hören war.

Die Musik auf „Hot Fuss“ ist überaus eingängig. Aber es kann dem Hörer durchaus passieren, dass er zu Beginn der ein oder anderen Nummer denkt, „Ne, das ist es jetzt doch nicht“ – und dann vollzieht sich auch in diesem Track eine Wendung, die das Stück doch wieder interessant werden lässt. Die Nummern gehen wahrlich so ziemlich alle ins Ohr, da bleibt die Stimmung ziemlich unaufgeregt.

Allerdings gibt es die Ausschläge in die andere Richtung – nach oben eben. Da ist zum Beispiel das bekannte Stück „Mr. Brightside”. Eine richtig gute Nummer, bei der wohl kein einigermaßen musikinteressierter Hörer seine Ohren verschließen würde. Ein interessantes und packendes Lied, welches sofort ins Ohr und in die Beine geht und dort zum Mitwippen animiert.

Auch „Somebody Told Me” ist so ein Ohrwurm, der sich zügig in den Gehirnwindungen der Hörer verankert. Auch wenn dieses Stück mit Sicherheit nicht die Nachhaltigkeit wie „Mr. Brightside“ besitzt und bei zu häufigem Hören auch gehörig auf den Senkel gehen kann. Bei „All These Things That I've Done”, ebenfalls sehr melodisch, gefällt die Abwechslung, die die „Killers“ in diesem fünf Minuten Song kreieren. Da hat sich jemand ganz schön viele Gedanken gemacht.

Und auch „Andy, You're A Star” kann punkten. Eine tolle Melodie in Kombination mit diesem eingängigen Rhythmus lassen diesen Track wachsen und ebenfalls zu einem Höhepunkt auf dem Album werden. Und so sind auch die restlichen Songs des Albums durchgehend sehr eingängig. Natürlich wird hier jeder Hörer seine speziellen Höhepunkte haben, richtig schlecht wird man die Musik allerdings wohl kaum finden.

Fazit: Ein interessantes Debut haben die vier Herren aus Las Vegas da vorgelegt. Es befinden sich einige gute Songs auf der CD, die sich lohnen gehört zu werden. Die Musik kann gefallen, reißt aber nicht durchgehend mit. Mich jedenfalls nicht. Nicht schlecht, allerdings auch kein Überalbum: zehn Punkte.

Anspieltipps: Mr. Brightside, Somebody Told Me, All These Things That I've Done, Andy, You're A Star





Mittwoch, 25. Januar 2012

Various Artists - Bristol Sessions - The Big Bang Of Country Music





Various Artists - Bristol Sessions - The Big Bang Of Country Music


Der wilde, wilde Westen fängt nicht hinter Hamburg an und auch nicht in einem Studio in Maschen. Country Musik hat noch immer einen schlechten Ruf in Deutschland. Die meisten denken dabei an die Band “Truck Stop”, deren Mitglieder mit Cowboyhut und –stiefeln auf der Bühne stehen und banales Zeugs von sich geben. Auch wenn es heute eine sehr interessante deutsche Country Musikszene gibt, man denke nur an Boss Hoss oder an die Lokalmatadoren Smokestack Lightnin’, so haftet dem Country in Deutschland noch immer etwas Lachhaftes an.

Das dem eigentlich nicht so ist beweist seit Jahrzehnten das überaus erfolgreiche deutsche Label “Bear Family Records”. Ihre gewaltigen Boxsets werden weltweit vertrieben und haben den Maßstab für fundierte Musiksammlungen gesetzt. Und, “Bear Family Records” ist eine der wichtigsten Plattenfirmen, die zum Erhalt des amerikanischen “Old Country” beigetragen haben und noch immer dazu beitragen. Die jüngste 5 Cds umfassende Box belegt dies auf beeindruckende Weise. “The Bristol Sessions” heißt sie und dreht sich um den “Big Bang”, den Urknall der Country Musik, der sich 1927 in Bristol, in Virginia und Tennessee gelegen, ereignete.

Eigentlich begann schon fünf Jahre zuvor die kommerzielle Aufnahme der Country Musik. Die “Hillbilly” Künstler mußten dafür nach New York reisen, um dort ins Studio zu gehen. Doch das Geschäft mit den Platten kam nicht richtig zum Laufen. Ralph Peer, ein Musikproduzent, der jahrelang für das Okeh Label arbeitete und vor Ort aufnahm, wechselte zur “Victor Talking Machine Company”. Für ein Jahresgehalt von einem Dollar wollte er einen ganz anderen und neuen Weg einschlagen. Peer sicherte sich die Rechte an seinen Aufnahmen. Sein Modell der Künstlerbezahlungen wurde die Basis für die zukünftigen Plattenverträge zwischen Musiker, Labels und Verlagen.

Er zog für dieses neue Projekt nach Bristol und baute dort in einer Lagerhalle für Victor ein elektronisches Aufnahmestudio auf und lud Musiker mit Anzeigen und Aushängen ein, in diesem Southern Umfeld ihre Songs zu präsentieren. In diesen als “Bristol Sessions” bekannt gewordenen Aufnahmen wurde der Grundstein nicht nur für Country gelegt. 25 Künstler und Gruppen folgten dem Ruf. Die “Recordings” revolutionierten den Plattenmarkt, der zuvor in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden drohte. Die hohe Klangqualität, die mitreissende Stimmung auf den Bändern, die Professionalität der Sessions…und dann die Musiker selbst. Die “Bristol Sessions” gelten als Startpunkt für den Erfolg von Jimmy Rodgers und der Carter Family, die großen Einfluss auf Generationen von Musikern hatten, allen voran Johnny Cash, Woody Guthrie, Bob Dylan. Wer heute über die amerikanische Country- und Folkmusik spricht, muss auf diese “Bristol Sessions” zurück gehen, auf diese musikalische und kommerzielle Aufbruchstimmung der späten 20er Jahre.

Und nun eben hat das deutsche Label Bear Family Records diese “Bristol Sessions” in einer umfassenden CD Box veröffentlicht und damit erneut einen wichtigen Teil für das Country Verständnis beigetragen. Auf 5 Cds findet man 124 Songs, die diesen “Big Bang” dokumentieren. Die Soundqualität ist beeindruckend klar und vermittelt sogar diese Lebendigkeit und diese Aufbruchstimmung von 1927. Die “Bristol Sessions” sind wahrlich ein Urknall, nicht nur für die Country Musik. Hier wurden Wurzeln für viele Genres und Musikergenerationen gelegt.

Dienstag, 24. Januar 2012

Galaxy Transport - Psychedelic Rockers





Galaxy Transport - Psychedelic Rockers


Wer mit solch kräftigen Namensvergleichen wie Krautrock, Spacerock und Trance um sich wirft, der muß schon was zu bieten haben. Und genau das haben Galaxy Transport auf ihrem Album "Psychedelic Rockers". Eine Frauenstimme, die locker internationale Vergleiche wie den mit Björk bestehen kann. Dazu ein Sound, der mal richtig rockig a la Guano Apes daherkommt, dann wieder etwas schwer atmig wie Pressurehed. Diese Platte besticht durch ihre Abwechslung. Es wird wahrlich alles geboten, was obige Genres zu bieten haben. Diese Band hat sich erst im Jahr 2000 zusammen gefunden und legt mit "Psychedelic Transport" ein wirklich brillantes Erstlingswerk vor. Experimentierfreudig werden nicht nur die diversen Stile zusammengewürfelt, vielmehr schaffen es Galaxy Transport auch ganz neue Töne aus herkömmlichen Techniken heraus zu kitzeln. Diese Formation sollte man im Auge behalten, denn die musikalische Zukunft sieht für sie nach "Psychedelic Transport' nur rosig aus.

Montag, 23. Januar 2012

Dirk Geiger - Autumn Fields





Dirk Geiger - Autumn Fields


"Raumklang Musik" umschreibt in zwei Worten die Musik von Dirk Geiger. Eigentlich könnte man es dabei belassen, diesen Plattentipp hier beenden, denn auch nach längerem Nachdenken fällt mir nichts Passenderes ein.

Aber ich versuche es dennoch einmal. "Autumn Fields" heißt das Album, auf dem Geiger die Räume um uns herum zum Klingen bringt. "Field Recordings", also Aufnahmen aus dem Alltag und der täglichen Umwelt, nutzt er als Basis für seine Songs. Darauf baut er auf, lässt sich inspirieren und animieren für Beats und Klänge, die er wie bei einem Klangkuchen übereinander legt. Manchmal ganz weich, dann wieder breiter, richtig fett. Angereicherte elektronische Musik ist das Ergebnis, ein Klangbad, das einen umspielt. Dirk Geiger ist auf diesem Album weniger Musiker als Klangkünstler. Es ist wie ein Bild, das im Morgenlicht ganz anders erscheint als am Abend unter dem Scheinwerfer in der Galerie. Ich höre selten ein Album mit geschlossenen Augen, doch "Autumn Fields" lädt richtiggehend dazu ein, einen bequemen Platz zu finden, die Musik aufzudrehen, die Augen zu schließen und sich den Weg leiten zu lassen. Man hört die Stimmen, den Verkehr, die Klänge, die vertraut erscheinen und das eben nicht roh, sondern in eine Form gepasst, wie sie Dirk Geiger seinem Hörer präsentieren will. Musik zum Verweilen in Raum und Klang. Ein fantastisches Album für jeden, der noch zuhören kann.

Sonntag, 22. Januar 2012

Motortrack - Motortrack





Motortrack - Motortrack


Progressive Rock ist für manche ein Gottessegen, für andere ein Schimpfwort. Einige träumen von den musikalischen Ausflügen in opulente klangliche Sphären, andere sehen genau das als überflüssige Masturbation selbstverliebter Musiker auf ihren Instrumenten. Ich kann beide Seiten sehen, ich liebe viele Progressive Rock Alben, aber es gibt auch einiges an Geschrammel, was mich irre macht, was in meinen Augen so überflüssig ist, wie das dämliche Rumgehoppel bei "Deutschland sucht den Superstar".

Aber nun zu der Platte, die ich hier eigentlich vorstellen möchte. Motortrack heißt die Band, kommt aus Hannover und Kai Hornung, Sänger von "Sonic Front" und "Soon is Now", hat sie mir wärmstens ans Herz gelegt. Er selbst singt auch auf einigen der Songs. Motortrack ist ein Beispiel dafür, wie tief, weit und phänomenal Progressive Rock sein kann. Ein tolles Album, das mal verträumt daher kommt, um dann mit einem gewaltigen und brachialen Gitarrenbrett den Hörer wachzurütteln. Motortrack erfinden das Rad nicht neu, und dennoch sind sie ein erfrischender Wind im etwas verstaubten Progressive Rock Genre. Sie verweisen in ihrer Musik auf die langen Wurzeln dieser Musikrichtung und geben dem Ganzen eine eigene, sehr persönliche Handschrift.

Ein Album zum Hinhören und Eintauchen. Eine sehr empfehlenswerte Platte für Musikfans, die nicht nur mal fix verköstigt werden wollen, sondern schön langsam den wahren Genuss einer musikalischen Klangreise genießen möchten.

Samstag, 21. Januar 2012

And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Worlds Apart





And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Worlds Apart


Besetzung:

Kevin Allen – guitar
Conrad Keeley – vocals, guitars, keyboards, percussion
Jason Reece – vocals, guitars, percussion


Gastmusiker:

Don Schroeder – drums and percussion
Neil Bush – bass
Jeff Lipstein – additional percussion
James Olsen – backup vocals, tracks 3, 4
Orchester und Chor


Label: Interscope Records


Erscheinungsdatum: Januar 2005


Stil: Alternative, Independant, ProgRock


Trackliste:

1. Ode To Isis (1:17)
2. Will You Smile Again? (6:51)
3. Worlds Apart (2:56)
4. The Summer Of '91( 3:12)
5. The Rest Will Follow (3:20)
6. Caterwaul (4:53)
7. A Classic Arts Showcase (5:47)
8. Let It Dive (4:46)
9. To Russia My Homeland (1:26)
10. All White (1:50)
11. The Best (4:48)
12. The Lost City of Refuge (4:01)
13. Mach Schau (Bonus Track) (3:49)
14. All Saints Day (Bonus Track) (3:53)




Selten, ganz selten, nein eigentlich noch gar nicht, habe ich ein kompakteres, ausgereifteres, fesselnderes und vor allen Dingen schöneres Album aus diesem Jahrtausend gehört als „Worlds Apart“. Die drei Texaner sind auf ihrer vierten Veröffentlichung „Worlds Apart“, aus dem Jahr 2005, einfach nur gut - sie sind sogar sehr gut. Die Musiker, alle „Baujahr 1975“, der Band mit dem abgefahrenen Namen “…and you will know us by the trail of dead”, den sie übrigens einer Maja Schrift entnommen haben und der ursprünglich nur als Scherz gedacht war, haben es mit „Worlds Apart“ geschafft ein musikalisches Meisterwerk zu erschaffen.

Auf der CD hört man erstklassige Rockmusik, die manchmal sogar progressiv ist, kombiniert mit russischen Weisen, Kinderlachen, dem verzweifelten Weinen einer Frau, die gerade verlassen wird, tollen Hintergrundchören, genial gesetzten Breaks, treibenden Parts, wunderschönen leisen Melodien und dem kraftvollen Gesang des Conrad Keeley. Und all das strömt so selbstverständlich, so druckvoll und begeisternd aus den Boxen, dass es unglaublich viel Spaß macht, sich dieser Musik zu widmen, sich darin einwickeln zu lassen und sie zu genießen.

Die Lieder begeistern alle - und zwar jeder einzelne Titel. Die Nummern sind abwechslungsreich und packend und besitzen durch die Bank weg klasse packende und ergreifende Melodien, die ins Ohr gehen und sich anschließend in den Gehirnwindungen festsetzen. Fesselnd ist sie, diese Rock-Musik, die nie langweilig wird und immer wieder für Überraschungen gut ist. „Worlds Apart“ ist ein Hörerlebnis der Extraklasse, von denen es leider nicht allzu viele aus dem Bereich des Rock dieses Jahrtausends gibt. Und das gibt es auch nur äußerst selten, dass sich auf einem Album, mit ursprünglich zwölf Titeln, so gar keine schlechte Nummer eingeschlichen hat. Lediglich die beiden Bonus-Tracks fallen da ein wenig ab. Aber was soll’s, es sind ja Bonus Tracks, darüber sollte man sich mit Sicherheit nicht beschweren.

Fazit: Dieses Album ist für mich das Album des Jahres 2005. Ein Album, welches Atmosphäre schafft, die bisher nur selten bei Veröffentlichungen dieses Genres erreicht wurde. Klasse übrigens auch das Cover und das Booklet, welches Conrad Keeley wieder selbst gestaltet hat. Von martialischen Szenen bis hin zu Johann Sebastian Bach ist dort alles vertreten. Überraschend, dass Letzterer auf dem Bild (wie im Original von 1746) keinen Notenzettel in Händen hält, sondern einen Zettel mit dem Schriftzug „And You Will Know Us By The Trail Of Dead“. Überheblich? Keine Ahnung, was uns der Künstler damit sagen will, aber wer auf gut bis klasse gemachte Rockmusik steht, die immer wieder Neues zu bieten hat, kann mit diesem Album nichts, aber auch gar nichts falsch machen. Dafür gibt es von mir eine Eins. Hochverdiente 14 Punkte.

Anspieltipps: Alle Lieder





Freitag, 20. Januar 2012

Styx – Cornerstone





Styx – Cornerstone


Besetzung:

John Panozzo – percussion, vocals
Chuck Panozzo – bass guitar, string bass, vocals
Tommy Shaw – electric and acoustic guitars, mandolin, autoharp, vocals
Dennis De Young – keyboards, vocals
James Young – guitar, guitar synthesizer, autoharp, vocals


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1979


Stil: Melodic Rock, Adult Orientated Rock (AOR), Pop Rock


Trackliste:

1. Lights (4:42)
2. Why Me (3:57)
3. Babe (4:29)
4. Never Say Never (3:11)
5. Boat On The River (3:11)
6. Borrowed Time (5:02)
7. First Time (4:26)
8. Eddie (4:17)
9. Love In The Midnight (5:23)




Nun, mit Alben aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist das so eine Sache. Manche sind zeitlos, man kann sie immer wieder hören, auch heute noch, ohne ihnen überdrüssig zu werden. Bei anderen Scheiben ist das dann wieder ganz anders, da wundert man sich und stellt fest: „Komisch, dass das manchen Menschen damals gefallen hat!“ Nun, in welche Richtung orientiert sich dann der Ausschlag beim Album „Cornerstone“ von der amerikanischen Formation „Styx“? Veröffentlicht wurde diese Platte 1979 und das Urteil fällt hier, wie so oft, nicht ganz eindeutig, sondern eher zweigeteilt aus.

Auf „Cornerstone“ befinden sich zweifellos Titel, die es lohnen gehört zu werden. Da ist zum einen das liebliche und fast schon süßliche „Boat On The River“. Eine unglaublich eingängige Melodie besitzt dieses Lied, bei der man bereits nach dem ersten Hören schon sicher ist, dieses Stück bereits öfters genossen zu haben. Dazu die Instrumentierung unter anderem mit Mundharmonika und Akkordeon. Ungewöhnlich, aber absolut zu diesem Titel passend. Das Stück kann man garantiert nicht jeden Tag hören, aber ab und zu klingt es einfach gut. Lagerfeuerfeeling inklusive. Allerdings darf dabei nicht unerwähnt bleiben, dass dieses Stück in keinster Weise typisch für die Musik von „Styx“ ist. Außerdem stellt das Album „Cornerstone“ eine Wendung in der Karriere der Band dar. Weg vom manchmal sogar experimentellen Bombast-Rock und hin zum radiotauglichen Mainstream-Rock.

Ganz klar wird das beim Titel „Babe“. Diese Nummer wurde in den USA Nummer 1 der Charts und trieft vor Schmalz. Sowohl musikalisch als auch textlich schwer zu verdauende Kost für den normalen, musikinteressierten Mitteleuropäer. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel. Aber es gibt auch noch weitere, durchaus bessere Songs auf „Cornerstone“. „Borrowed Time“ zum Beispiel ist eine schöne, treibende Nummer, die auch die B-Seite der „Boat On The River“-Single zierte. „Lights“, der Opener, ist ein abwechslungsreiches und sehr melodiöses Lied, welches auch vom Hintergrundgesang lebt, der während der Strophe wirklich klasse arrangiert ist. Auch „Love In The Midnight“ ist eine tolle Nummer, lässt man mal den Text außen vor. Musikalisch gibt es hier ruhigere und härtere Passagen, die alle überzeugen können – genau wie die Instrumentalparts, die spannende Steigerungen aufweisen.

Und was gibt es sonst noch zu hören? „Why Me” ist so ein typisches Mainstream “AOR”-Stück. So etwas muss man mögen oder man verabscheut es. Highlight dieses Stücks ist ein Saxophonsolo. „Never Say Never“ schlägt in die gleiche Kerbe: Radiotaugliche Musik, die nicht weiter aufregt. “First Time” beginnt schmalzig bis schnulzig, kann dann zwar mit einem schönen Gitarrensolo aufwarten, bis es letztendlich wieder in diesen triefenden Part übergeht. Der Text: Unsäglich. „Eddie“ ist schließlich das härteste Stück auf der Platte, ohne dabei überzeugen zu können. Auch dieses Stück wurde für den Mainstream glattgeschliffen.

Fazit: Auf „Cornerstone“ gibt es ein paar Songs, die sollte man mal gehört haben. Das ist nichts für den dauernden Gebrauch, aber hin und wieder kann man da schon mal ein Ohr riskieren. Es passiert ja auch nichts Schlimmes. Und wer auf solche Bands wie „Asia“, „Journey“ oder „REO Speedwagon“ steht, der fährt mit dieser Scheibe von Styx genau richtig. Sieben Punkte gibt es - auch ein wenig mit aus Nostalgiegründen.

Anspieltipps: Boat On The River, Borrowed Time, Lights, Love In The Midnight





Donnerstag, 19. Januar 2012

Aereogramme - Sleep And Release





Aereogramme - Sleep And Release


Besetzung:

Craig B – vocals, guitar
Ian Cook – guitar, programming
Campbell McNeil – bass
Martin Scott – drums


Gastmusiker:

Rona Mackay – cello
Patsy Reid – violin
Colin Broom – percussion, anvil sample


Erscheinungsjahr: 2003


Stil: Alternative, NeoProg


Label: Chemikal Unterground Records


Trackliste:

1. Indiscretion #243 (3:44)
2. Black Path (3:54)
3. Simple Process of Elimination (5:49)
4. Older (5:18)
5. No Really, Everything's Fine (5:55)
6. Wood (5:21)
7. Yes (2:00)
8. In Gratitude (4:53)
9. Winter's Discord (6:33)
10. – (6:32)

Gesamtspieldauer: 49:59




Bei dem Album „Sleep And Release“ handelt es sich um das zweite Album der Band Aereogramme. Und wie sagte Craig B, Sänger und Gitarrist der Band 2003, bei der Veröffentlichung von „Sweet And Release“: „Wir wollten intensive Musik machen. Und es war uns egal, ob intensiv wild oder intensiv ruhig…“ Und genau das haben die vier von Aereogramme auch geschaffen. Ein sehr intensives Album, welches sowohl die sanften und ruhigen, wie die harten und treibenden Passagen in sich vereint.

Legt man die CD in den Spieler, betrachtet man das Cover und hört das erste Lied, so wird man sofort an eine Nu-Metal-Band erinnert. Auf dem Booklet sieht man eine unbekleidete Dame, die in ihren Händen ein Sägeblatt hält, mit dem sie ihre Brust verdeckt. Auf der Rückseite liegt der Fokus dann auf dem Sägeblatt, auf dem sich, anscheinend in Blut geschrieben, die Trackliste befindet.

Und in diesem Eindruck beginnt auch gleich das erste Lied, „Indiscretion #243“. Ein treibender Basslauf, gefolgt von Gitarren der härteren Art. Nur die gedoppelte, hohe und zerbrechlich wirkende Stimme des Craig B überrascht an dieser Stelle. Später geht diese in einen Chor über und klingt jetzt so gar nicht mehr nach Metal, eher wie eines der ruhigeren Stücke von Porcupine Tree.

Was sich bereits beim ersten Lied andeutete, wird beim weiteren Durchhören des Albums immer deutlicher. Man kann nie sicher sein, was als nächstes kommt ohne, dass dies dabei störend wäre. Es passt irgendwie alles zusammen. Da gibt es so ruhige Lieder wie „Black Path“, welches orchestral und bombastisch eingeleitet wird und dann in einen schwebenden und ruhigen Teil mündet. Letzterer ist nur noch spärlich mittels Violine, Piano und Gesang instrumentiert und geht schließlich wieder in den Eingangsteil über. Der nächste Track, „Simple Process of Elimination”, wartet himmlisch schwebend mit Harfenklängen und Gesang auf. Die Besonderheit liegt bei diesem Lied jedoch in der Rhythmussektion, da der Takt hier durch die Bearbeitung eines Ambosses vorgegeben wird, laut Booklet als „Anvil Sample“ bezeichnet. Und dann so ein Stück wie „No Really, Everything's Fine”, welches das Prog-Herz so richtig höherschlagen lässt: Treibende Parts, melodiöse und manchmal auch schräge Abschnitte. Mal mit einfachem, mal mit mehrstimmigem Gesang.

Genial auch das letzte, nur mit einem „-„ betitelte Lied. Es beginnt ganz ruhig mit zweistimmigem Gesang und abermals einer wunderschönen Melodie, die sich immer weiter steigert, schließlich im Rhythmus durch die Sticks von Martin Scott auf die Einfassung der Snare-Drum unterstützt und von einer Violine zum Ende geführt wird.

Abzüge gibt es bei mir wegen der Schreierei auf „Older“ und „Wood“. Dies trägt mit Sicherheit ebenfalls zum Abwechslungsreichtum dieses Albums bei, will aber irgendwie nicht ganz zum Rest dieser tollen CD passen. Wobei „Wood“ ansonsten mit seinen Melodiebögen und seiner aggressiv klingenden Gitarre sogar sehr gelungen ist und einen schönen Gegensatz zum Bespiel zu „Winter’s Discord“ darstellt. Bei diesem Titel wurde der Hall so eingestellt, als ob Ian Cook und Craig B. sich zu Beginn in einem kleinen Metallfass gegenübersitzen würden, bis schließlich immer mehr die Streicher die Instrumentierung übernehmen.

Fazit: Ein schönes und vielseitiges Album haben die vier Schotten da geschaffen. Sicherlich nicht dem Mainstream zugehörig, was letztendlich auch der Grund dafür war, dass die Band nie den finanziellen Durchbruch schaffte und sich schließlich 2007 auflöste. Von mir gibt es für „Sleep And Release“ zehn Punkte.

Anspieltipps: Black Path, Simple Process Of Elimination, No Really Everything's Fine, -





Mittwoch, 18. Januar 2012

Rainbow – Rainbow





Rainbow
– Rainbow



Besetzung:

Ritchie Blackmore – guitar
Ronnie James Dio – vocals
Craig Gruber – bass
Gary Driscoll – drums
Mickey Lee Soule – keyboards


Erscheinungsjahr: 1975


Stil: Rock, Hard Rock


Label: Polydor


Trackliste

1. Man On The Silver Mountain (4:42)
2. Self Portrait (3:17)
3. Black Sheep Of The Family (3:22)
4. Catch The Rainbow (6:39)
5. Snake Charmer (4:33)
6. The Temple Of The King (4:45)
7. If You Don’t Like Rock’n’Roll (2:38)
8. Sixteenth Century Greensleeves (3:31)
9. Still I’m Sad (3:53)




Ganz sicher war sich Ritchie Blackmore wohl nicht, ob das auch mit seiner Solokarriere so funktionieren würde. Deshalb hieß „Rainbow“ zunächst auch „Ritchie Blackmore’s Rainbow“. Sein Name, der Name des Gitarristen von „Deep Purple“, sollte mit dazu beitragen „Rainbow“ in der Rocklandschaft zu etablieren und zum Erfolg zu verhelfen. Und unterstützen sollten ihn dabei vier Musiker der gerade aufgelösten, amerikanischen Band „Elf“, die bereits auf mehreren Tourneen von „Deep Purple“ als Vorband aufgetreten waren. Somit bestand „Ritchie Blackmore’s Rainbow“ zu Beginn aus dem Ex-Deep-Purple-Gitarristen sowie vier Ex-Elf-Musikern, unter denen sich auch der Sänger Ronnie James Dio befand.

Die Musik auf „Ritchie Blackmore’s Rainbow“ ist allerdings noch nicht sehr spektakulär. Das sollte erst mit dem nächsten Album gelingen. Auf der ersten Rainbow Scheibe findet sich hauptsächlich durchschnittlicher Rock bis Hard Rock, der zwar immer wieder seine interessanten Seiten zeigt, allerdings einen auch nicht aus dem Sessel haut.

„Man On The Silver Mountain” ist eine ganz nette Rocknummer mit treibender Rhythmusfraktion und immer wieder eingeschobenen, melodischen Parts. „Self Portrait” funktioniert dann sogar noch einen Tick besser. Das Stück geht sofort ins Ohr und ist bereits ein Fingerzeig auf all das, was in näherer Zukunft von “Rainbow” noch so alles zu hören sein würde. Mit „Black Sheep Of The Family” folgt anschließend sogar noch eine etwas härtere Nummer. Doch auch dieses Lied schafft es noch nicht vollständig zu überzeugen. Irgendetwas fehlt diesen Titeln noch, die sie aus dem großen Pool des „Naja-Ganz-Nett-Rock“ herausragen lassen würden. Es folgt mit „Catch The Rainbow” die obligatorische Ballade so vieler Hard Rock Scheiben. Und „Catch The Rainbow” ist getragen. Sehr getragen sogar. Fast einen Tick zu sehr getragen. Klar, die Nummer hat eine schöne Melodie und Freunde der langsameren Musik werden diesen fast schon symphonischen Track lieben. Es wird allerdings auch nicht wenige Musikfreunde geben, für die sich das Stück am Rande des Schmalzes bewegt. Geschmackssache eben. Was die Nummer allerdings macht, ist, dass sie Abwechslung in das Album bringt, bei dem die ersten drei Lieder doch von der Machart alle sehr ähnlich waren.

Es folgt „Snake Charmer“. Wieder ein härterer Track, der es allerdings nicht vermag Jubelstürme auszulösen. Dies ist eher Rock-Durchschnittskost. Das ändert sich allerdings schlagartig mit dem sechsten Titel der Platte: „The Temple Of The King”. Eine akustische Nummer mit einer tollen Melodie, einer wunderschönen Gitarrenspur, einem eindringlich singenden Ronnie James Dio und einem schönen Text. Der Höhepunkt des Albums und ein Lied, das zum Mitsingen animiert, auch wenn man gegen Ende des Stücks die höheren Stellen nicht mehr erreichen sollte.

Auf den Höhepunkt folgt der Tiefpunkt des Albums: „If You Don’t Like Rock’n’Roll”. Wahrlich ein ganz klassischer Rock’n’Roll. Und man sieht sie fast schon durch die Lüfte fliegen, die Rock’n’Roll Tänzer mit ihrer ganzen Akrobatik. Und dann kommt es in der Mitte des Songs auch noch zu wahren Klatschattacken, wohl um das Stück noch ein wenig rhythmischer werden zu lassen. Und zur Krönung wird das Lied anschließend auch noch mit Geklatsche verabschiedet. Soll dies den Zuhörer etwa von der Klasse des Liedes überzeugen? Nein, da gibt es wahrlich nichts zu applaudieren. Das Stück nervt und langweilt. So etwas möchte man von „Rainbow“ nicht hören. Abwechslung hin oder her.

Mit „Sixteenth Century Greensleeves“ bewegen wir uns dann wieder im Rock bis Hard Rock. Nicht schlecht, allerdings auch wieder keine Offenbarung. Wieder wird Durchschnitt geboten. Und der setzt sich auch im letzten Stück „Still I‘m Sad“ fort. Diese letzte Nummer hat allerdings etwas Außergewöhnliches an sich, denn sie ist ein Instrumentalstück. Allerdings auch hier, wie schon mehrmals bei diesem Album, bleibt zu vermerken: Ganz okay, aber wenn man es nicht gehört hätte, hätte man auch nichts verpasst.

Fazit: Auf dem ersten Album fällt es Ritchie Blackmore mit seiner Band noch schwer, den Stil zu finden, der vor allem die nächsten beiden Alben auszeichnen wird. Hier ist noch vieles Stückwerk. In den Live-Fassungen klingen die Stücke allerdings deutlich frischer und kraftvoller. Diese wurden allerdings mit, bis auf Blackmore und Dio, anderen Musikern eingespielt. Klar, mit „The Temple Of The King” gibt es auch schon eine ganz starke Nummer auf dieser Platte. Ein absolutes Highlight ist allerdings bei neun Titeln deutlich zu wenig. Acht Punkte.

Anspieltipps: Self Portrait, Catch The Rainbow, The Temple Of The King





Dienstag, 17. Januar 2012

Wovenhand – Blush Music





Wovenhand – Blush Music


Besetzung:

David Eugene Edwards – all instruments


Gastmusiker:

Daniel McMahon – piano, track 2
Ordy Garrison – drums, tracks 3, 9


Erscheinungsjahr: 2002


Stil: Alternative, Independent


Label: Glitterhouse Records


Trackliste

1. Cripplegate (Standing On Glass) (4:31)
2. Animalitos (Ain't No Sunshine) (14:21)
3. White Bird (4:59)
4. Snake Bite (7:33)
5. My Russia (Standing On Hands) (6:47)
6. The Way (1:36)
7. Aeolian Harp (Under The World) (5:47)
8. Your Russia (Without Hands) (7:02)
9. Another White Bird (7:49)
10. Story And Pictures (6:43)




„Blush Music“ heißt dieses Solowerk von David Eugene Edwards, dem Sänger und Songwriter von „16 Horsepower“, welches er unter dem Namen (hier noch Arbeitsnamen) „Wovenhand“ veröffentlichte. Die Musik schrieb er laut Booklet für die „Ultima Vez Dance Company“, einem von Wim Vandekeybus, in Brüssel ins Leben gerufenem Tanzprojekt. Aber Musik zum Schämen oder Erröten, wie der Titel einem vielleicht suggeriert, befindet sich absolut nicht auf dieser CD.

„Blush Music“ ist eine CD, die vollgestopft ist mit trauriger Musik. Tieftrauriger Musik aber genau richtig, wenn man seiner Melancholie mal freien Lauf lassen möchte. Und „Blush Music“ ist eines jener Alben, für welches Kopfhörer erfunden wurden, um wirklich jeden Ton der Platte auf sich wirken lassen zu können. Es ist auch keine leichte Musik und auch keine zum „Nebenbeihören“, nein, hier wird vom Zuhörer die volle Aufmerksamkeit verlangt.

„Snake Bite“ und „The Way“ stellen schwebende, sphärische Klangwelten dar, wie man sie auch bei Klaus Schulze oder Tangerine Dream zu hören bekommt. „White Bird“ und „Another White Bird“ zeichnen sich dagegen durch treibende Beats aus - und hier lässt sich am ehesten die Verbindung zu „16 Horsepower“ heraushören, auch wenn man bei diesen Liedern die „Country-Anleihen“ vergeblich sucht.

„Your Russia“, einer der Höhepunkte des Albums, wirkt in seinen Steigerungen und Wiederholungen richtiggehend hypnotisierend. Immer wieder wird ein Thema aufgegriffen und mantraartig wiederholt. Dazu trägt nicht zuletzt auch der fast schon beschwörend wirkende Gesang des David Eugene Edwards bei. Hier benötigt man keine halluzinogenen Substanzen, um in andere Sphären vorzudringen. Hier genügen – richtig: Kopfhörer. Und beim ersten Hören von „Animalitos“ war Bill Withers sicherlich auch überrascht, als er diese Version seines Welthits „Ain’t No Sunshine“ zum ersten Mal hörte. Was mit Rabengekrächze beginnt und im weiteren Verlauf vom Banjo-Spiel David Eugene Edwards getragen wird, endet nach über vierzehn Minuten in einer folkloristischen Geigenadaption mit Hintergrundgelächter.

All das wird jeweils durch Edwards Stimme untermalt, die immer mal wieder leicht überschlägt und seinen Gesang so zu einem unverkennbaren Markenzeichen dieser Musik werden lässt.

Fazit: Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich bei diesem Wovenhand-Werk aus dem Jahr 2002 mitnichten um leichte Musik, die so nebenbei mitgehört werden kann. Wer allerdings auch auf die etwas schrägeren Töne steht und sich die Zeit nimmt, das Ganze auch wirken zu lassen, kann mit diesem Album ein ganz tolles Stück Musik für sich entdecken und wird an dieser CD sehr viel Freude haben. Und das nicht nur, wenn man gerade mal wieder den „Blues“ hat. 13 Punkte.

Anspieltipps: Animalitos, Your Russia, White Bird