Mittwoch, 17. Juli 2013

Blue October – Consent To Treatment




Blue October – Consent To Treatment


Besetzung:

Justin Furstenfeld – vocals, stunt guitars, rhythm, feedback, headtrips, paranoia, moodwings
Ryan Delahoussaye – violin, mandolin, backing vocals, wizard, ocd
Jeremy Furstenfeld – drums, percussion, the tuba, self medicated
Matt Noveskey – bass, electric and acoustic guitars, backing vocals, mirrors, a.d.d.
Brant Coulter – guitars, e-bow, omnipotence, scotch


Gastmusiker:

Jamie Muhoberac – keyboards
Jane Scarpantoni – cello
Richard Dodo – additional cello
Eric Gorfain – additional violin on “Drop” and “The Answer”
George Winston – piano on “The Answer”
Ryan Smith – backing vocals on “The Answer” and “Balance Beam”


Label: Universal Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Rock, Pop, Alternative


Trackliste:

1. Retarded Disfigured Clown (0:43)
2. Independently Happy (4:55)
3. James (4:30)
4. HRSA (3:34)
5. Breakfast After 10 (4:29)
6. Balance Beam (3:50)
7. Holler (3:23)
8. Schizophrenia (3:55)
9. Drop (4:36)
10. Conversation Via Radio (Do You Ever Wonder) (4:03)
11. Angel (5:05)
12. Libby I'm Listening (3:32)
13. Amnesia (3:55)
14. The Answer (6:12)

Gesamtspieldauer: 56:41




„Consent To Treatment“ nannte die texanische Alternative Band „Blue October“ ihr zweites Album, welches im Jahr 2000 erschien. Und es wird ordentlich gerockt auf dieser Scheibe, die dabei allerdings überaus abwechslungsreich ist und einige wirklich tolle Lieder für den Hörer parat hält.

Sänger und Songschreiber Justin Furstenfeld hatte zu dieser Zeit immer wieder mit Depressionen zu kämpfen, was man nicht nur der, nennen wir sie mal sehr „kreativen“ Instrumentenangabe entnehmen kann. Auch in den einzelnen Songs spiegeln sich seine Befürchtungen und Ängste immer mal wieder. Dabei ist jedoch alles sehr melodisch und harmonisch gehalten. Die Violine findet öfters ihren Einsatz und die Titel wirken und hinterlassen Eindruck. Sehr einprägsam ist das Ganze gestaltet und wenn Justin Furstenfeld beim Lied „Schizophrenia“ zum Beispiel „I cry, I cry, I cry“ singt, dann glaubt man ihm das auch auf’s Wort.

Das ganze Album wird zudem mit dieser Thematik eingeleitet. Das erste „Lied“ stellt nämlich kein Lied im eigentlichen Sinne dar, sondern ist eher eine Einführung in das Album, die mit den Worten „Learning to love life by living through loss and mistakes…“ beginnt. So wirken die Songs, wenn sie auch manches Mal etwas kraftvoller klingen, doch stets sehr melancholisch und nachdenklich. Das macht das Album spannend und zu keiner 08/15-Platte, sondern zu einem schönen Stück Musik.

Fazit: All das, was auf „Consent To Treatment“ zu hören ist, wirkt. Dazu gesellen sich Texte, die sich häufig mit der Psyche des Menschen - oder wohl besser mit der Psyche des Justin Furstenfeld auseinandersetzen. Dazu ist jeder Titel eingängig und harmonisch und für den letzten, wirklich sehr träumerischen Titel „The Answer“, der übrigens in einer anderen Version bereits auf dem Debut-Album zu finden ist, konnte Justin Furstenfeld sogar George Winston am Piano gewinnen (auch wenn dieser dort kaum wahrzunehmen ist). Eine schöne Platte. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Independently Happy, Schizophrenia, The Answer






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