Dienstag, 4. Februar 2014

Jars Of Clay – Jars Of Clay




Jars Of Clay – Jars Of Clay


Besetzung:

Dan Haseltine – vocals, drum loops
Matt Odmark – acoustic guitar, drum loops
Stephen Mason – acoustic guitar, bass guitar, mandolin, background vocals, drum loops
Charlie Lowell – organ, keyboards, piano, background vocals, drum loops


Gastmusiker:

Matt Bronleewe – acoustic guitar
Adrian Belew – bass, mandolin
Craig Nelson – bass
Tim Smith – percussion, drums
Ronn Huff – conductor
John Catchings – cello
Carl Gorodetzky – violin
Pamela Sixfin – violin
Noah Evens – violin
Jim Grosjean – viola
Sam Levine – recorder
Bobby G. Taylor – oboe
Jonathan Yudkin – fiddle, mandolin


Label: Brentwood Music


Erscheinungsdatum: 1995


Stil: Alternative Rock, Folk Rock, Christian Rock


Trackliste:

1. Liquid (3:32)
2. Sinking (3:48)
3. Love Song For A Savior (4:46)
4. Like A Child (4:35)
5. Art In Me (3:58)
6. He (5:20)
7. Boy On A String (3:32)
8. Flood (3:32)
9. World's Apart (5:18)
10. Blind (3:59)
    Four Seven (hidden track) (2:38)
    Strings Studio Session For Blind (hidden track) (20:38)


Gesamtspieldauer: 65:36




„Jars Of Clay“ sind eine Alternative Rock Band aus Nashville, Tennessee, USA, die sich vor allem dadurch von vielen anderen Bands unterscheidet, da die Musiker zu ihren Liedern christliche Texte schreiben. Dass bei der Band die christliche Botschaft im Vordergrund steht, merkt man bereits am Bandnamen, der dem zweiten Paulus-Brief an die Korinther entnommen wurde (2. Korinther 4, Vers 7). Der Name bedeutet so viel wie „Gefäße aus Ton“, andere Quellen übersetzen das Original mit „irdene Gefäße“. „Jars Of Clay“ ist gleichzeitig auch das Debut-Album der vier Amerikaner, dem noch viele weitere Platten folgen sollten und die bis heute noch aktiv sind. Mit Country- und Western-Musik, wie man vielleicht denken könnte - bei der Herkunft der Musiker - hat diese Platte allerdings überhaupt nichts zu tun.

Die Musik der Band auf diesem Erstlingswerk kann man mit einer Mischung aus Alternative Rock und Folk Rock umschreiben, wobei hier allerdings immer die sanfteren und ruhigeren Töne im Vordergrund stehen. „Richtig“ gerockt wird nicht, alles bewegt sich im Mid-Tempo oder aber untermalt die ruhigeren Momente des Lebens. Die Band besitzt auch keinen Drummer, lässt sich diesbezüglich allerdings auf Live-Konzerten durch Gastmusiker unterstützen. Die akustischen Gitarren stehen sehr im Vordergrund in Kombination mit Drum-Loops, für die sich jetzt auch alle Bandmitglieder verantwortlich zeigen. Und dann gibt es auf „Jars Of Clay“ auch noch Streicher satt zu hören, was nicht nur an dem letzten Hidden Track „Strings Studio Session For Blind“ liegt, welcher sich allerdings beim Anhören sowieso nur als das Einspielen der Musiker offenbart, welches durch Studio-Gespräche angereichert wurde.

Ansonsten haben die Streicher allerdings eine große Präsenz auf der Platte, was die Musik der Band immer wieder auch ein wenig lieblich klingen lässt. Recht flott beginnt das Album mit „Liquid“, einer Nummer, in dem auch wieder die akustische Gitarre im Vordergrund steht, allerdings ein fetter Orgelsound dezent im Hintergrund für Fülle sorgt. Dazu gibt es, ab und an eingestreut, eine Art gregorianischen Choral-Gesang, der die Nummer schon sehr unverwechselbar werden lässt. Melodiösität kann man keinem der Titel absprechen, alles wirkt und klingt und geht relativ schnell ins Ohr, der Rock könnte dagegen ruhig ein wenig präsenter sein, denn manches Mal klingt es auch ein wenig zu süß. Dies vor allem an gewissen, einzelnen Stellen in den manchen Liedern, die mit Gesangsarrangements angefüllt sind, die mitunter schwer nach Boy-Group-Geträller klingen.

Aber diese Stellen sind glücklicherweise nur rar gesät. Nun, allerdings ist alles ist in etwa im selben Tempo gehalten und klingt auch von der Machart her ein wenig ähnlich. Eine Nummer muss hier allerdings dann doch noch hervorgehoben werden: „Flood“. Ein mitreißendes Lied, klasse arrangiert und aufgebaut, eingängig mit Ohrwurmcharakter. Ein Lied, wenn man es mal gehört hat, nicht mehr so schnell vergisst. Überaus gelungen auch hier wieder der Orgel-Sound im Hintergrund.

Fazit: Die Musik auf diesem Debut-Album der vier US-Amerikaner ist eingängig und melodiös. Einen richtigen Ausfall gibt es nicht auf der Platte, bei der jedes Lied seine ganz eigene Qualität besitzt. Nachteilig ist allerdings, dass sich die einzelnen Lieder irgendwie ähneln. Aber einen richtig großen Höhepunkt besitzt das Album mit „Flood“ auch, welches deutlich aus dem Kontext hervorsticht. Nun, wenn jemand auf die etwas sanftere und überwiegend akustische Musik steht, die oder der wird viel Gefallen an diesem Album finden, zumindest dann, wenn sie oder er keine Probleme mit christlichen Texten hat. Neun Punkte.

Anspieltipps: Liquid, Like A Child, Flood



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