Montag, 23. Juni 2014

Eels – The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett




Eels – The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett


Besetzung (ohne Instrumentenangabe):

E
The Chat
Koooln G Murder
P-Boo
Knuckles


Gastmusiker:

Professor Snatch And The Cautionary Tales Orchestra


Label: E Works Records


Erscheinungsdatum: 2014


Stil: Indie Rock


Trackliste:

CD1:

1. Where I'm At (1:42)
2. Parallels (3:16)
3. Lockdown Hurricane (3:30)
4. Agatha Chang (3:28)
5. A Swallow In The Sun (3:37)
6. Where I'm From (2:49)
7. Series Of Misunderstandings (3:23)
8. Kindred Spirit (2:54)
9. Gentlemen's Choice (2:36)
10. Dead Reckoning (2:29)
11. Answers (2:39)
12. Mistakes Of My Youth (4:57)
13. Where I'm Going (3:04)

Spieldauer CD1: 40:24


CD2:

1. To Dig It (0:31)
2. Lonely Lockdown Hurricane (3:27)
3. Bow Out (2:47)
4. A Good Deal (3:09)
5. Good Morning Bright Eyes (2:41)
6. Millicent Don't Blame Yourself (2:47)
7. Thanks I Guess (3:00)
8. On The Ropes (Live WNYC) (3:19)
9. Accident Prone (Live WNYC) (2:56)
10. I'M Your Brave Little Soldier (Live WNYC) (2:36)
11. Fresh Feeling (Live KCRW) (3:53)
12. Trouble With Dreams (Live KCRW) (3:42)
13. Oh Well (Live KCRW) (3:36)

Spieldauer CD2: 38:22

Gesamtspieldauer CD1 und CD2: 1:18:46



„Alles wie immer“ könnte die Überschrift über dem elften Studioalbum der Eels, alias Marc Oliver Everett lauten. Am 21. April 2014 wurde „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett” veröffentlicht und hält wieder all das für den Hörer an Musik parat, weswegen Fans die Eels so sehr mögen. Ganz zarte Musik gibt es auf dem Album zu hören. Zart in Bezug auf die Instrumentierung, die häufig sehr minimalistisch ausgefallen ist. Die Lieder sind alle sehr ruhig gehalten, melancholisch bis sentimental von der Grundstimmung her. Dazu gesellt sich der leicht rauchige Gesang des Marc Oliver Everett und fertig ist die Scheibe, die ganz in der Tradition vorheriger Veröffentlichungenn gehalten ist.

Und damit sind wir sofort bei den Unterschieden zur vorherigen Veröffentlichung „Wonderful, Glorious“. Auf dieses Stilmittel der Übersteuerung des Gesangs hat Everett dieses Mal glücklicherweise verzichtet. Alles klingt sehr viel reiner. Dazu gesellen sich dieses Mal sehr sanfte Melodien, die es jetzt auch wieder schaffen sofort ins Ohr zu gehen. Alles ist sehr harmonisch und melodiös, sehr eingängig gehalten. Dazu wurden in die Instrumentierung häufig auch Bläser integriert, die eine fast schon feierliche Stimmung zelebrieren. Alles scheint im Fluss zu sein und ist einheitlich gehalten. Dass diese etwas bedrückte Stimmung vom ersten bis zum letzten Song konsequent durchgehalten wird, bewirkt auch beim „Nebenbeihören“, dass die Lieder sich sehr gleichen und man nach vierzig Minuten überrascht feststellt, dass gerade eben dreizehn Titel an einem vorbeigezogen sind. Dies wiederum bedeutet, dass man sich auf das Gehörte durchaus konzentrieren muss, um in die Welt des Marc Oliver Everett richtig eintauchen zu können.

Die zweite CD der Deluxe Edition wird mit einem kurzen, gesprochenen Text eingeleitet, bei dem einem zu seiner Kaufentscheidung gratuliert und darauf hingewiesen wird, dass man sich nun nochmals zurücklehnen soll, um auch dieses Bonus-Material genießen zu können. Das wiederum besteht aus sechs weiteren neuen Titeln, die im selben Stil gehalten sind, wie die Lieder auf CD1. Also nochmals eine geballte Ladung der Eels zusätzlich. Dazu gesellen sich noch einige live eingespielte Titel, die zum großen Teil von „Wonderful, Glorious“ stammen und sogar eine Cover-Version von Fleetwood Macs „Oh Well“ enthalten, bei der dann auch richtig gerockt wird. „Live“ bedeutet hier allerdings nicht vor Publikum, denn dieses ist bei den Aufnahmen zumindest nicht zu vernehmen, sondern bezieht sich wohl eher auf den Aufnahmeprozess.

Fazit: Nach dem nicht mehr ganz so gelungenen „Wonderful, Glorious“, hat Marc Oliver Everett einen Schritt zurück getätigt und zelebriert auf „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett” seine Musik wieder im Gewande der vorherigen Veröffentlichungen. Melodiös und meist getragen, mit nachdenklichen und auch witzigen Texten ausgestattet. Viel Abwechslung bekommt man dabei zwar nicht zu hören, wer jedoch die Musik der Eels mag, der wird das wohl auch gar nicht wollen. Alles also wieder wie früher. Kein Stillstand, eher eine Bestätigung. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Parallels, Series Of Misunderstandings, Where I'm Going



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