Freitag, 26. September 2014

Smokie – The Best Of Smokie




Smokie – The Best Of Smokie


Besetzung:

Chris Norman – lead vocals, rhythm guitar
Alan Silson – lead guitar, vocals
Terry Uttley – bass, vocals
Pete Spencer – drums


Label: Telstar


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Living Next Door To Alice (3:37)
2. Oh Carol (3:40)
3. If You Think You Know How To Love Me (3:59)
4. Boulevard Of Broken Dreams (4:29)
5. For A Few Dollars More (3:59)
6. My Heart Is True (3:37)
7. Take Good Care Of My Baby (3:31)
8. Something's Been Making Me Blue (3:01)
9. Tambourine Man (3:54)
10. I'll Meet You At Midnight (3:22)
11. Lay Back In The Arms Of Someone (4:24)
12. Think About The Night (3:56)
13. Wild Angels (4:29)
14. Norwegian Girl (3:52)
15. It's Your Life (3:37)
16. ock Away Your Teardrops (4:01)
17. Don't Play Your Rock 'N Roll To Me (3:33)
18. Needles And Pins (2:51)

Gesamtspieldauer: 1:07:53



Nun, in Zeiten des Nichtraucherschutzes ist es natürlich nicht sehr zeitgemäß, sich heutzutage noch Smokie zu nennen. Doch das sei der Band verziehen, denn tatsächlich gibt es Smokie bereits seit 1964, obwohl erst elf Jahre später das erste Album veröffentlicht wurde. Nun und zu der Zeit der Gründung, schien das Rauchen auch noch nicht so gefährlich zu sein… Smokie gibt es auch heute noch, auch wenn die letzten sechs Alben keinerlei Chartplatzierungen mehr erreichten – anscheinend in keinem Land dieser Erde.

Ihre Blütezeit hatte die Band Mitte der 70er Jahre, bis in den Anfang der 80er hinein. Ich muss leider gestehen, mich hat das noch nie angesprochen, was ich da immer so von Smokie zu hören bekam. Das war alles so offensichtlich eingängig, um Singles zu verkaufen. Dazu diese extrem schmalzigen Texte, bei denen man als Mann rot werden müsste, wenn man sie singt. Nicht so jedoch Chris Norman, aber vielleicht war er auch immer nur sehr gut geschminkt?

Viele Jahre später gibt es dann ein Best Of… Album für schlappe 2,99 Euro. „Smokie? War nie so mein Ding, aber mit dem nötigen Abstand? Vielleicht habe ich ja etwas überhört, denn erfolgreich waren sie ja!“ Blöde Überlegung, denn Modern Talking oder Backstreet Boys waren auch erfolgreich. Und nein, ich hatte leider auch nichts überhört. Im Gegenteil, die Texte scheinen noch an triefigem Schmalz zugelegt zu haben und die Musik ist so etwas von flach und passt mit der Adaption von „Living Next Door To Alice“ in Form von „Who the f… is Alice“ bestens auf die Wiesn, wenn man bereits drei Maß getankt hat. Melodien, die zwar nicht zum Fortlaufen sind, jedoch einfach nicht dafür geschaffen zu sein scheinen, mehrmals gehört zu werden. Denn dann gehen sie einem auf den Senkel. Und überhaupt, ansonsten regt einen dieses „Tsching-Bums-Tsching-Bums“, welches irgendwie jeden Takt vorzugeben scheint, unglaublich auf und nervt spätestens beim zweiten Lied.

Fazit: Viele Leute werden das sicherlich ganz anders sehen, da sie diese Musik damals begleitet hat. Mich auch, aber genervt hat sie damals schon, zumindest mich. Wer jedoch gerne mal in alten Erinnerungen schwelgen möchte und wahrlich ganz schnell eingängige Musik liebt, die oder der kann hier wahrlich nichts falsch machen. Alle Hits sind auch vertreten und noch ein paar mehr Lieder, von denen man allerdings nicht unbedingt ausgehen kann, dass es auch Hits waren, da völlig unbekannt. Dieses Best Of… Album ist Pop-Rock für den schnellen Gebrauch, der zwar keinem weh tut, aber bei mehr als zwei Liedern dann doch des Guten zu viel ist. Vier Punkte.

Anspieltipps: Needles And Pins



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