Dienstag, 4. August 2015

Endgames – Natural




Endgames – Natural


Besetzung:

David Rudden – vocals
Willie Gardner – guitar and bass
David Murdoch – keyboards
Brian McGee – drums


Gastmusiker:

Pandit Dinesh – percussion
Mel Gaynor – drums
John McKenzie – bass
John Reid – bass
Winston Blisset – bass
Ann Dudley – strings



Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: New Wave, Synthie Pop, Funk


Trackliste:

1. Shouting Out For Love (4:49)
2. Pressure (3:34)
3. Natural Joy (3:42)
4. Come Back Baby (3:42)
5. Keep On Believing (4:04)
6. I Cried (4:12)
7. Somewhere To Run (4:19)
8. If I Fall (4:18)
9. All My Life (3:54)

Gesamtspieldauer: 36:41



Nach der ersten Platte der Endgames, die den Titel „Building Beauty“ trug, haben sich die Schotten von ihrer Plattenfirma getrennt und es entstand ein Bieterwettbewerb unter den Labels, den schließlich Virgin Records für Europa und MCA für die USA gewann. Das Ergebnis heißt „Natural“, wurde 1985 veröffentlicht und stellt eine unfassbar seichte Mischung aus New Wave gepaart mit Synthie-Pop-Klängen dar, welche immer wieder mal mit funkigen Tönen angereichert wurde.

Es gibt wirklich Musik, die ist reine Zeitverschwendung. Bei den Endgames und ihrer zweiten und auch letzten Platte trifft dies zu hundert Prozent zu. Angeblich gibt es die Band allerdings immer noch. Das bedeutet sicherlich nichts anderes, als dass das dritte Album, was nun nach dreißig Jahren noch immer nicht erschien, wohl geplant und gut durchdacht sein wird... Meine Nerven ist das langweilig, was es hier zu hören gibt. Funkige Synthie-Pop-Klänge, die oftmals zum Fremdschämen einladen, wenn man sich dann auch noch die Mühe macht, die Texte etwas genauer zu studieren. Viel schlimmer geht es nimmer.

Mitunter erinnert das Ganze an einigen Stellen auch an Modern Talking, nicht durchgängig, jedoch gibt es diese Abschnitte. Genauso wie Stellen, die an Boygroups erinnern. Solch ein Titel wie „I Cried“ zielt eindeutig auf elf- bis zwölfjährige Mädchen ab, gesanglich, textlich und musikalisch. Absolut grauenvoll. Auch nach vielen Durchläufen, so fair sollte man sein, wenn man danach etwas darüber schreiben möchte, gibt es hier nicht viel, was auf der positiven Seite hängenbleibt.

Was man den vier Schotten, die hier die „unschottischste“ Musik überhaupt machen, jedoch garantiert nicht vorwerfen kann ist, dass sie allzu komplizierte, verkopfte Titel aufnehmen würden. Alles ist für den schnellen Gebrauch vorbereitet, man benötigt im Grunde genommen nicht viele Anläufe, um sich hier reinzuhören. Und dann gibt es auf „Natural“ auch noch ein Lied, welches man, wenn es mal nicht mit fisteliger Stimme gesungen wird, durchaus gut hören kann. „Somewhere To Run“ schlägt ein wenig aus der Reihe, ist ein Rock-Pop-Lied und funktioniert auch genau so.

Fazit: Definitiv nicht mein Ding, definitiv wohl auch nichts mehr für die heutige Zeit. Eine Nummer ist hörbar, der Rest mal mehr, mal weniger schlimm geraten. Musik für den Moment in den 80er Jahren. Die Musiker waren sich natürlich bewusst, dass sie mit „Natural“ keine Platte für die Ewigkeit schaffen werden. Aber so oberflächlich hätte „Natural“ doch auch nicht unbedingt werden müssen, wie „Somewhere To Run“ beweist. Drei Punkte.

Anspieltipps: Somewhere To Run



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