Samstag, 2. April 2016

Chris Rea – Tennis




Chris Rea – Tennis


Besetzung:

Chris Rea – vocals, guitar, keyboards, piano, synthesizer, slide guitar


Gastmusiker:

Robert Ahwai – guitar
Dave Burton – guitar
Mick Hutchinson – guitar, bass
Bruce Lynch – bass
Eoghan O'Neill – bass
Kevin Leach – keyboards
Max Middleton – keyboards
Graham Watson – keyboards, synthesizer, accordion
Pete Wingfield – keyboards, backing vocals
Geoff Driscoll – saxophone
Raphael Ravenscroft – saxophone
Raoul Gonzales – trombone
Lee Thornburg – trumpet
Dave Mattacks – drums
Norman Nosebait – drums
Adrian Rea – drums
Martin Ditcham – percussion
Mark Rea – percussion
Jimmy Chambers – backing vocals
George Chandler – backing vocals
Stuart Epps – backing vocals
Watsoni – backing vocals


Label: Magnet Records


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Mainstream Rock, AOR


Trackliste:

1. Tennis (5:18)
2. Sweet Kiss (4:33)
3. Since I Don't See You Anymore (3:41)
4, Dancing Girls (4:02)
5. No Work Today (2:33)
6. Every Time I See You Smile (6:18)
7. For Ever And Ever (4:09)
8. Good News (3:54)
9. Friends Across The Water (3:45)
10. Distant Summers (2:10)
11. Only With You (3:42)
12. Stick It (5:19)

Gesamtspieldauer: 49:19




„Tennis“ heißt das dritte Studio-Album des Engländers Chris Rea, welches 1980 veröffentlicht wurde. Im März dieses Jahres erschien die Scheibe auf dem Label Magnet Records, welches 1988 von Warner Music aufgekauft wurde. Das Album floppte total, obwohl Chris Rea hierfür extra seinen bisherigen Produzenten Gus Dugeon gefeuert hatte und die Platte selbst produzierte. Allerdings daran lag es sicher nicht. Es ist einfach das Liedmaterial, welches sich auf „Tennis“ befindet, welches in Punkto Anspruch und Einfallsreichtum ganz schwer gegen Null tendiert. Ein bisschen fassungslos bleibt man schon zurück, wenn man diese absolut langweilige Zusammenstellung absolut langweiliger Lieder zu hören bekommt. Das ist alles nicht wenig interessant, das ist alles überhaupt nicht mehr interessant.

Auf „Tennis“ gibt es keinen Titel, der irgendwie weniger langweilig wirkt als der andere. Da werden Bläser eingesetzt, mal sind mehr Gitarren, mal mehr Keyboards zu hören. Das Ergebnis ist immer wieder dasselbe. Die Lieder packen einen einfach nicht, gehen nicht ins Ohr, sind äußerst langweilig und belanglos. Chris Rea reiht sich mit „Tennis“ in die Liga jener Musiker ein, der mit einfachen AOR-Liedchen die Charts erobern wollten und auch heutzutage immer noch wollen. Viel mehr gibt es da eigentlich nicht mehr zu sagen. Vielleicht noch, dass es sich um eine Art bluesigen Mainstream Rock handelt, der auch mal soulig klingen kann. Die einzelnen Stücke sind entweder langsam oder maximal im Mid-Tempo gehalten. Auch das trägt mit dazu bei, dass die jeweiligen Lieder sich alle irgendwie ähnlich anhören.

Doch will ich all das relativieren, denn einen, einen guten Titel gibt es doch auf „Tennis“. Dieser ist leider gleichzeitig die kürzeste Nummer des Albums. „Distant Summers“ geht ins Ohr, wirkt wehmütig und man kann am Anfang die Hitze dieses entfernten Sommers fast spüren. Sehr gelungen. Und danach folgt „Only With You“ und man wird grausam aus allen schönen Tagträumen wieder herausgerissen. Mein Gott, kann Musik grausam sein.

Fazit: Freunde des langsamen Mainstream und AOR könnten hiermit vielleicht etwas anzufangen wissen. Oder doch nicht? Denn das Album lag ja schwer wie Blei in den Regalen, wurde kaum gekauft. Nun, wer kommt dann dafür in Frage? Vielleicht alle die, die Musik gerne im Hintergrund hören möchten, denn da liegt sicher eine Stärke von Chris Reas „Tennis“. Das Ganze ist so unauffällig, dass es im Hintergrund abgespielt, garantiert niemanden stört. Man wird es einfach überhören. Vier Punkte.

Anspieltipps: Distant Summers



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